Seite 2: Klangcheck und Fazit

 

Soundcheck

Passt der Monitor auf das Mediadeck, konnte Teufels Neuzugang bislang einen erstklassigen Eindruck hinterlassen. Deutlich wichtiger ist aber, wie das gute Stück denn nun klingt.

Teufel setzt beim Media-Deck auf eine 2.1-Konfiguration, mit zwei Mittel-Hochtönern und einem separaten Tieftöner. Die beiden erstgenannten Chassis sitzen auf der Front jeweils recht weit außen, um eine breite Stereo-Basis zu bieten. Maximal stellt das Teufel Mediadeck 60 Watt zur Verfügung. Jeweils 15 Watt entfallen auf die beiden Hochtöner, während für den Tieftöner noch 30 Watt übrigbleiben.

teufel mediadeck 5
Teufel Mediadeck

Bei unseren Hörsessions fiel recht schnell auf, dass das Teufel Mediadeck Teufel-typisch recht voluminös an die Arbeit geht und deutlich „größer“ klingt, als es eigentlich ist. Während unseres Referenz-Songs „Forgiven not Forgotten“ der Corrs konnte sich das Mediadeck mit klaren Höhen und einem angenehm differenzierten Mittelton-Bereich in Szene setzen. Die Stimme von Andrea Corr wurde angenehm luftig und natürlich wiedergegeben, während die Streicher-Eröffnung zu jedem Zeitpunkt entspannt klang und nicht etwa schneidend oder gar nervend wiedergegeben wurde.

Die etwas später einsetzenden Drums konnten zudem zeigen, dass das Mediadeck mit einem differenzierten Bassbereich aufwarten kann, der deutlich voluminöser klingt, als man es bei einem vergleichsweise kompakten Sounddeck erwarten würde. Allerdings fällt gleichzeitig auf, dass Teufel in erster Linie mit einem recht präsenten oberen Bassbereich aufwartet, während echter Tiefbass kaum vorhanden ist. Wirklich überraschend ist das aber natürlich nicht, fehlen dem verbauten Tieftöner doch Durchmesser und durch das Gehäuse zur Verfügung gestelltes Volumen.

Dem grundlegenden Aufbau geschuldet ist natürlich die nicht allzu breit gefächerte Bühnenabbildung. Ein klassisches Stereo-Setup kann aufgrund der größeren räumlichen Trennung der Lautsprecher in der Regel mit einem besseren Ergebnis aufwarten. Den stets von unten kommenden Klang haben wir bereits angesprochen.

Das alles soll aber nichts daran ändern, dass es eine Menge Spaß machen kann, mit dem Teufel Mediadeck Musik zu hören, denn die Abstimmung erweist sich als angenehm ausgewogen.

Fazit

Teufel bietet mit dem Mediadeck eine schicke und unkomplizierte Lösung, um auf dem Schreibtisch entspannt und ohne Kabelchaos Musik hören zu können. Das Gehäuse wirkt mit seinem Metall-Finish ausgesprochen hochwertig und erweckt den Eindruck für die Ewigkeit gemacht zu sein. Vor dem Kauf sollte allerdings geklärt werden, ob das Mediadeck gut auf dem Schreibtisch untergebracht werden kann und dass vor allem der Monitor auf dem Mediadeck ein Plätzchen findet. Das gilt sowohl für die Bauhöhe des Geräts als auch für die Breite des Standfußes.

Anschlusstechnisch bietet das Teufel Mediadeck alles, was das Herz begehrt, und hilft mit der Integration eines USB-Hubs zusätzlich mit, das Kabelchaos auf dem Schreibtisch zu minimieren, als recht praktisch erwies sich darüber hinaus das automatische Einschalten, wenn das Gerät mit einem Audiosignal versorgt wird.

teufel mediadeck 10 s
Teufel Mediadeck

Im Betrieb kann das Teufel Mediadeck mit einem voluminösen und ausgewogenen Klang überzeugen, der viel Spaß bereitet. Die Mischung aus durchzeichneten Höhen, breiten Mtitten und einem Bass mit Punch passt in der Praxis. Nicht optimal ist die Bühnenabbildung, was mit der eigentlichen Bauform zusammenhängt. Wer allerdings auf der Suche nach einem Sounddeck ist, wird sich dessen bewusst sein. 

Mit einem Preis von 399 Euro ist das Teufel Mediadeck allerdings alles andere als günstig, denn zu diesem Preis bekommt man auch schon hochwertige Stereo-Lösungen. Vor dem Kauf sollte also genau abgewogen werden. Vorteilhaft ist da in jedem Fall die Teufel-typische Option, das Mediadeck 8 Wochen in den heimischen vier Wänden testen zu können.

Positive Aspekte des Teufel Mediadeck:

  • spaßiger, dynamischer Klang
  • schicke Optik
  • sehr hochwertiges Gehäuse
  • umfangreiches Anschlusspanel

Negative Aspekte des Teufel Mediadeck:

  • hoher Preis
  • Bühnenabbildung durch Bauform eingeschränkt