Seite 5: Fazit

Beim Philips 278E8Q wird ein Curved Display mit einem vergleichsweise überschaubaren Preispunkt kombiniert. Damit das gelingt, müssen allerdings Kompromisse eingegangen werden.

Das Gehäuse kommt in einer aktuell typischen Consumer-Optik daher und kann so überzeugen. Der großflächig eingesetzte schwarze Glossy-Kunststoff ist zwar anfällig auf Fingerabdrücke, sieht dafür aber schick aus und ersteres stört auch nicht mehr, wenn der Monitor 1x an der richtigen Stelle steht. Die Materialqualität befindet sich ebenfalls auf einem normalen Level. Schade ist es nur, dass Philips die Anschlüsse nicht gewinkelt verbaut, was der Optik abträglich ist, wenn der Monitor frei im Raum steht. Darüber hinaus könnte das Anschluss-Panel gerne etwas umfangreicher bestückt sein, denn ein USB-Hub wäre eine schöne Sache, den VGA-Port hingegen würde niemand wirklich vermissen.

Abstriche müssen bei der Ergonomie gemacht werden, denn Philips verzichtet darauf, die wichtige Höhenverstellung zu integrieren. So ist einzig eine Anpassung der Neigung möglich. Die Bedienung kann hingegen weitestgehend gefallen, denn es wird auf das Joystick-Prinzip gesetzt, weshalb nur ein einziges Bedienelement benötigt wird. Das verbaut Philips auf der Rückseite des Rahmens. Die Optik wird so nicht gestört, eine gute Erreichbarkeit ist dennoch gegeben. In der Praxis stören einzig der etwas undefinierte Druckpunkt und der nicht vorhandene zweistufige Aufbau des OSD. Zwar bietet Philips direkte Zugriffe auf verschiedene Optionen über die Druckrichtung, der klassische Aufbau wäre aber einfacher gewesen. Das eigentliche OSD kann hingegen weitestgehend gefallen und bietet für die Preisklasse einen angemessenen Funktionsumfang. Keine Besonderheiten konnten wir beim Stromverbrauch feststellen.

Das von Philips verbaute VA-Panel kann mit einer guten Darstellungsqualität gefallen, in der Praxis bietet die geschwungene Oberfläche allerdings keinen allzu großen Vorteil. Um wirkliche Vorteile bei der Immersion zu merken müsste das Panel größer und vor allem breiter sein – erst dann entsteht das Gefühl direkt dabei zu sein. Davon abgesehen kann das Panel mit einer guten Leuchtkraft und einem exzellenten Kontrast aufwarten. Zu gefallen weiß ebenfalls die Farbdarstellung. Weniger gut gefällt uns hingegen, dass Philips lediglich auf die FullHD-Auflösung setzt – so wird wenig Platz auf dem Desktop geboten und die Bildschärfe leidet.

Alles in allem kann der Philips 278E8Q mit einem schicken Gehäuse, einer guten Bildqualität und überzeugenden Farben gefallen. Leider müssen dafür Abstriche bei der Ergonomie in Kauf genommen werden. Darüber hinaus kann das Curved-Panel seine Wirkung aufgrund der Diagonale nicht auf der ganzen Linie entfalten.