Seite 4: Qualitätseinschätzung

 

Bislang haben wir uns ausschließlich mit den Features beschäftigt, die der 24T1E bietet. Im Folgenden wollen wir uns der Bildqualität widmen. Wie gehabt vermessen wir dabei die Farbeigenschaften des Monitors, testen sein Kontrastverhältnis, prüfen seinen Stromverbrauch und setzen diesen in Relation zur beleuchteten Diagonale. Ebenso ermitteln wir in einem Farbreaktionstest die Reaktionszeit eines Panels.

Subjektive Beurteilung + Messung mit iColor Display:

Anders als mancher TV-Kandidat in der Vergangenheit, gewährt ASUS dem Anwender größtenteils die bekannten Einstell-Features der Computer-Monitor-Sparte. Das ist insbesondere für unsere Messungen mit iColor Display ein großer Vorteil, da so der korrekte Weißpunkt bestimmt werden kann.  Entsprechend fallen unsere Ergebnisse in dieser Disziplin sehr gut aus. Aber auch die subjektive Darstellung weiß zu überzeugen, denn die Farbdarstellung fällt recht natürlich aus, sodass der 24T1E für alle Einsatzbereiche geeignet ist. Wie man es von ASUS kennt, ist zudem die Splendid-Technik mit von der Partie, mit der es möglich ist, das Display über verschiedene vorgegebene Presets auf einen Anwendungsbereich anzupassen. Wie bereits vermutet ist es einzig die Blickwinkelabhängigkeit, die dem 24T1E zu schaffen macht. Aufgrund des verbauten TN-Panels ändert sich die Farbdarstellung bereits bei marginalen Veränderungen des Einblickwinkels.

Helligkeit und Kontrast:

Die aufgezogene Helligkeitsspanne beträgt 13-293 cd/m². Gemittelt über unsere 25 Messpunkte des Panels führt das zu einer durchschnittlichen maximalen Helligkeit von 258,32 cd/m². In der Praxis ist dies natürlich mehr als ausreichend, sodass auch Fernsehsendungen auch dann ohne große Probleme betrachtet werden können, wenn die Sonne direkt in den Raum scheint – für den normalen PC-Einsatz wäre ohnehin ein Wert von 100 – 150 cd/m² ausreichend. Auf der ganzen Linie überzeugen kann das statische Kontrastverhältnis von 976,67:1. Dennoch befindet sich ASUS‘ TV-Monitor nur im Mittelfeld, was zeigt, in wie weit sich die Monitore insbesondere in diesem Bereich verbessert haben.

Beurteilung der Helligkeitsverteilung:

Die Helligkeit des ASUS 24T1E differiert über das gesamte Panel um 66 cd/m², was ein stattlicher Wert ist. Das schlägt sich in der Ausleuchtung wieder, die gerade einmal bei 77,47 Prozent liegt und somit weit hinten im aktuellen Testfeld.

Reaktionszeit:

Die Reaktionszeit beträgt 31 ms, was den 24T1E nur eingeschränkt für Spieler interessant macht. Insbesondere bei schnellen Games wie Egoshootern kämpft der 24-Zöller daher mit einer Schlierenbildung. Für den Haupteinsatzzweck, die Wiedergabe von Videoinhalten, hat dies aber keine negativen Auswirkungen.

Stromverbrauch:

Die gute Nachricht vorweg: trotz zahlreicher TV-Features benötigt der 24T1E nicht mehr Strom als ein handelsübliches TFT-Display. Mit einem Wert von 1,28 Watt /Zoll muss sich unser 24 Zoll großer Testkandidat nicht hinter seinen Display-Konkurrenten verstecken.
Hier ein knapper Überblick über unsere Messergebnisse:

 

TV-Wiedergabe

Das Schlüsselfeature des 24T1E ist natürlich der eingebaute TV-Tuner. Der Anwender hat die Wahl zwischen dem altmodischen analogen Kabelsignal oder aber digitalem DVB-T. Einen digitalen Kabelreceiver sucht man leider genau so vergebens wie einen CI-Cardslot. Da auch der DVB-T-Tuner lediglich SD-Signale versteht, muss beim reinen TV-Einsatz leider auf hochauflösende Kost verzichtet werden. Da aber jedoch high-def Fernsehsignale noch immer eine Seltenheit darstellen, kann das Fehlen eines entsprechenden Receivers als verschmerzbar angesehen werden. Als problematisch ist dies lediglich mit einem Blick auf das verbaute Panel zu bewerten, da es mit keinen nativ aufgelösten Signalen konfrontiert wird und daher interpolieren muss – eine Aufgabe, mit der Displays bis heute erhebliche Schwierigkeiten haben.

Man hat also die Wahl zwischen einem digitalen und einem analogen Signal: wer in einem Gebiet mit DVB-T-Abdeckung lebt, was mittlerweile die meisten Haushalte betrifft, der sollte zum digitalen Signal greifen. Auch dieses hat zwar mit einer Blockbildung und Kompressionsartefakten zu kämpfen, wirkt hinsichtlich der Farben aber natürlicher und gleichzeitig dynamischer. Insbesondere beim üblichen TV-Betrachtungsabstand, der doch merklich über den PC-Abstand hinausragt, fallen die Artefakte aber zusehends weniger ins Gewicht. Gleiches gilt auch für das analoge Signal, das jedoch in Sachen Scharfzeichnung und Details nicht mit seinem digitalen Pendant konkurrieren kann.