Seite 7: SATA-6G-, USB-3.1-Gen1/Gen2- und M.2-Performance

USB-3.1-Gen2-Performance

Das Gigabyte X299 AORUS Gaming 7 stellt sechs USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit. Während zwei Stück über zwei ASMedia-ASM3142-Controller kommunizieren, sind die anderen vier Stück über den Realtek-RTS5423-USB-3.1-Gen2-Hub angebunden. Dabei gibt es vier Stück als Typ-A- und zwei Typ-C-Ausführungen.

Bei den USB-3.1-Gen2-Transferraten zeigt sich, dass sowohl über den ASM3142-Hostcontroller als auch über den RTS5423-Hub keine konstante Leistung erreicht wird. Dies kann jedoch auch an unserem externen Gehäuse liegen, in dem zwei SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund arbeiten. Die meiste Zeit jedoch wurden hohe und USB-3.1-Gen2-typische Werte erreicht. Der neue ASM3142 von ASMedia schaffte es, das RAID-0-Verbund auf bis zu 931 MB/s lesend und 853 MB/s schreibend zu beschleunigen.

Realteks RTS5423-Hub arbeitete mit einer Leserate von 880 MB/s und eine Schreibrate von gar 855 MB/s ebenfalls sehr schnell.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das Gigabyte X299 AORUS Gaming 7 insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über die beiden internen Header realisiert werden. Dabei arbeiten die vier Anschlüsse am I/O-Panel mit dem Realtek-RTS5411-Hub und die vier externen Schnittstellen über den X299-PCH zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

Ob nun nativ über den X299-PCH oder über den USB-3.1-Gen1-Hub von Realtek, die Leistung stimmte in beiden Fällen. Erreicht wurden lesend um die 440 MB/s und schreibend etwa 465 MB/s.

 

SATA-6G-Performance

Das Gigabyte X299 AORUS Gaming 7 stellt acht SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle acht SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem X299-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

An der SATA-Performance des X299-Chipsatzes haben wir nichts zu beanstanden. Mit 559 MB/s lesend und 526 MB/s schreibend wurden sehr gute Werte erreicht.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch bei der X299-Plattform. Auf dem Gigabyte X299 AORUS Gaming 7 halten sich gleich drei M.2-Schnittstellen bereit. Genau wie bei der LGA1151-Plattform, erhalten die M.2-Schnittstellen vom Chipsatz ihre nötigen Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Chipsatz.

Kritik gibt es jedoch beim M.2-Ergebnis. Zwar ist die ermittelte Lesegeschwindigkeit von höchstens 2.700 MB/s keinesfalls langsam, mit anderen Plattformen haben wir jedoch schnellere Datenraten gesehen. Auffällig ist, dass die Leseperformance mit der Zeit immer weiter abnimmt.

Ein thermisches Problem können wir definitiv ausschließen. Selbst mit dem M.2-Kühler, welcher von einem 140-mm-Lüfter mit ca. 1.500 Umdrehungen pro Minute belüftet wurde, konnten wir keine besseren Lesewerte erreichen. Im Schreiben hingegen stimmt die Leistung mit bis zu 1.534 MB/s.