Seite 8: Fazit

Das H97 Performance knüpft nahtlos an dem Vorgängermodell an und bietet für einen kleinen Geldbeutel eine Menge Features. Dazu gehört auch das Overclocking, was eigentlich mit dem H97-PCH nicht vorgesehen ist. Dennoch wurden wieder entsprechende Funktionen ins BIOS implementiert, sodass wir unseren Core i7-4770K ohne größere Mühe auf 4,7 GHz übertakten konnten. Bis auf den BCLK und das XMP-Feature sind auch alle Overclocking-Einstellungen im UEFI vertreten. Allerdings muss der Käufer auf jeglichen Onboard-Komfort verzichten. Dagegen ist die Ausstattung in Anbetracht des niedrigen Preises sehr ansehnlich. Ein PCIe-x16-Slot auf Basis der PCI-Express-3.0-Spezifikation reicht noch immer dem Großteil der Anwender aus. Zusammen mit dem PCIe-2.0-x16-Slot ist selbst ein CrossFireX-Gespann möglich, welcher allerdings mit nur vier Lanes an den Chipsatz angebunden ist. Dafür kann man sich auf weitere zwei PCIe-2.0-x1- und drei PCI-Slots freuen.

Auch die restliche Ausstattung auf dem schwarzen ATX-PCB ist sehr solide. Mit den sechs SATA-6G-Ports können genügend Storage-Geräte angeschlossen werden und die sechs USB-3.0- und acht USB-2.0-Anschlüssen laden regelrecht zum Erweitern des Systems ein. Es war zudem schön zu sehen, dass ASRock auch beim deutlich günstigeren H97 Performance in Sachen Audio auf das Purity-Sound-2-Feature mit dem Realtek ALC1150 setzt, der zusammen mit den beiden Verstärkern von Texas Instruments eine gute Basis darstellt. Somit können glücklicherweise auch hochohmige Kopfhörer bis 600 Ohm betrieben werden. Sämtliche Netzwerktätigkeiten kann der Käufer ruhigen Gewissens dem Intel I218-V in die Hände geben, der in der Theorie maximal 125 MB/s schaufeln kann und auch weitere Features, wie beispielsweise Wake-on-LAN, mitbringt.

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Und auch, wenn die in Haswell(-Refresh) integrierte Grafikeinheit genutzt werden soll, steht jeweils ein DVI-D-, VGA- und HDMI-Grafikausgang zur Verfügung. Das hier verwendete UEFI entspricht optisch dem des Z97 Killer und hat dieselben Einstellungen wie das H87 Performance bekommen. Wie von ASRock mittlerweile gewohnt, fiel die Steuerung per Maus und/oder Tastatur absolut komfortabel aus. Alle von uns festgelegten Einstellungen wurden korrekt in die Tat umgesetzt und die Stabilität war hervorragend. Ebenfalls sehr positiv ist die angefallene Leistungsaufnahme, die sich im Idle als sehr gut und unter Last als exzellent bewährt hat. 

Für den Erwerb des H97 Performance müssen nur etwa 85 Euro auf den Tisch gelegt werden, was vor allem bei Overclocking-Interesse mit einem K-Prozessor durchaus eine Empfehlung ist. Wer hingegen bereits das Vorgängermodell besitzt, braucht unserer Meinung nach an keinen Wechsel denken. Eventuell hätte ein M.2-Slot das Ganze anders aussehen lassen, der jedoch ist erst beim H97 Killer anzutreffen, welches für knapp 100 Euro zu haben ist.  

Positive Eigenschaften des ASRock H97 Performance:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer ausreichenden CPU-Spannungsversorgung und vielen Overclocking-Funktionen
  • passende Ausstattung, u.a. sechs USB-3.0-Anschlüsse und sechs SATA-6G-Ports
  • sehr gute Gesamtperformance, sehr gute Stabilität und sehr gute Effizienz 
  • geringer Anschaffungspreis
  • Purity Sound 2
  • K-CPU-Overclocking ist möglich

Negative Eigenschaften des ASRock H97 Performance:

  • kein M.2-Slot

Gerade wenn eine günstige Aufrüstung geplant ist, kann mit dem ASRock H97 Performance eigentlich nichts falsch machen. Es bietet eine grundsolide Ausstattung, ein komfortables UEFI und geht sehr sparsam mit dem Strom um. Nebenbei bietet sich das Board ebenfalls als Overclocking-Unterbau für einen Core i5-4670K/4690K, Core i7-4770K/4790K und natürlich auch für den neuen Pentium G3258. Auch das ASRock H97 Performance wird mit dem Preis-Leistungs-Award ausgezeichnet!

PL ASRock H97 Performance

Alternativen? Möchte man unbedingt den M.2-Slot mitnehmen, würde sich das ASRock H97 Killer anbieten, was sogar eine SATA-Express-Schnittstelle und eine Killer-NIC im Gepäck hat. Davon ab können auch immer noch die H87-Platinen interessant sein.

 

Persönliche Meinung

Es muss nicht immer teuer sein, um ein gutes und ausreichend ausgestattetes Mainboard in seinen Händen halten zu dürfen. Der Großteil sollte mit der Ausstattung und den Features auskommen und selbst das CPU-Overclocking ist weiterhin möglich, wodurch nicht zwingend ein Z97-Unterbau erforderlich wird. Anzumerken ist jedoch, dass das H97 Performance ab einem gewissen Punkt in Sachen CPU-Overclocking limitiert, sodass Extreme-Overclocker ohnehin zu einem entsprechenden Mainboard greifen sollten. (Marcel Niederste-Berg)