Seite 1: MSI PT880 Neo-FISR

Das teure PC-Systeme meistens schnell sind ist kein Wunder - aber nicht jeder möchte sein Vermögen in einen PC investieren, wenn dieser nach zwei Jahren zum alten Eisen gehört. Wenn man jedoch auf das Preis/Leistungsverhältnis Wert legt, muss man in der Regel Abstriche machen. Wir schauen heute auf eine Möglichkeit, ein Pentium 4-System aufzubauen, ohne beim Mainboard Abstriche machen zu müssen - denn das MSI PT880 Neo-FISR kostet zwar im Handel nur 70 Euro, bietet dafür aber Gigabit Ethernet, Serial ATA Raid, Firewire, 7.1 Sound und USB2.0. Da muss also nur noch der VIA PT880-Chipsatz mitspielen und schon ist das PT880 Neo-FISR die ideale Plattform für ein günstiges P4-System.

Einmal kurz gerechnet : 70 Euro für das MSI-Mainboard, hinzu kommen noch 2x 256 MB DDR400, mit Markenspeicher wie von TwinMOS ist man hier auch schon für 40 bis 45 Euro pro Riegel bedient. Ein Pentium 4 3.0 Ghz mit 200 Mhz FSB gibt es "boxed" mit Lüfter schon für 200 Euro - eine GeForce 5900XT dazu für 170 Euro, eine Samsung 120 GB Serial ATA-Festplatte für knapp 75 Euro, ein schicker DVD-Brenner für knapp 70 Euro und das ganze in das kürzlich getestete RaidMax Cobra-Gehäuse mit Netzteil für 80 Euro. Für 755 Euro plus Versandkosten hat man einen wirklich leistungsfähigen Rechner, mit dem man jegliche Arbeit und auch das eine oder andere gepflegte Spiel perfekt erledigen kann. Und gerade mit dem Prozessor und der Grafikkarte liegt man dabei schon am oberen Ende der Performance-Spanne - viele Rechner bei den üblichen Elektronik-Fachhändlern besitzen nicht diese Leistung.

Jetzt muss nur noch das MSI PT880 Neo-FISR mitmachen - das Board ist tatsächlich das erste VIA PT880-Mainboard, welches wir im Test haben - nach über 25 Platinen für die identische CPU mit i875P und i865P/G-Chipsatz. Das der Pentium 4-Chipsatz von VIA nicht unbedingt schlechter ist, kann man schon anhand der Features festmachen.

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Wie immer finden wir ein rotes PCB vor - und schon auf den ersten Blick fällt positiv auf, dass MSI hier auf eine passive Kühllösung für die Northbridge setzt. Auch die MOSFETs werden passiv gekühlt, ins Auge fallen auch die farblich differenzierten Dimm-Slots, die fünf PCI-Slots und der 8xAGP-Port.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Erstaunlich, was man auf ein 70-Euro-Mainboard packen kann : Ein 7.1-Onboard-Sound, Firewire, USB 2.0 würde man vielleicht noch vermuten, allerdings packt MSI auch noch einen Gigabit Ethernet-Controller mit auf das Board. Serial ATA Raid unterstützt das Board schon aufgrund der VT8237-Southbridge, dort sind zwei Serial ATA-Ports integriert. Auch bei den Overclocking-Features ist einiges enthalten - beispielsweise umfangreiche Spannungsänderungen auch für die North- und Southbridge.

Trotz des günstigen Kaufpreises sind auch noch einige Beilagen im Lieferumfang zu finden :

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Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs :

  • Mainboardhandbücher
  • Treiber-CD-ROM mit MSI Sticker
  • Treiber Diskette
  • 1x ATA/133-Kabel (gerundet)
  • 1x Floppy-Anschlußkabel (gerundet)
  • 1x Serial ATA-Kabel
  • 1x Serial ATA-Stromadapter
  • Slotblende mit 2x USB 2.0 und D-LED (D-Bracket)
  • ATX-Slotblende

Auch dies ist in Ordnung - im Endeffekt hätte es vielleicht noch ein ATA/133-Kabel mehr sein können, aber dafür wird man durch gerundete Kabel entschädigt. Des weiteren packt MSI auch noch eine USB 2.0-Slotblende mit D-LED hinzu - D-LED ist MSIs Debug-LED, womit man den Post-Vorgang des Boards überwachen kann und welches über vier LEDs den Status ausgibt. Bei einem Fehler kann so schnell eine Diagnose stattfinden und der Fehler schnell behoben werden. Da MSI sowohl ein Serial ATA-Kabel wie auch ein ATA/133-Kabel und ein Floppy-Kabel beilegt, könnte man das Mainboard ohne weitere Probleme mit unserem oben genannten Setup in Betrieb nehmen. Weitere Kabelkäufe müssten nicht notwendig sein.

Durch ein Blick auf die ATX-Blende sieht man schließlich auch, dass keine weiteren Slotblenden nötig sind :

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Zwei Firewire-Ports - einmal DV und einmal miniDV - sind schon auf dem Board vorhanden. Des weiteren finden wir alle Onboard-Sound-Schnittstellen, die man für einen 7.1-Sound brauchen könnte - darunter auch einen optischen Ausgang und einen koaxialen digitalen Ausgang. Die RJ45-Schnittstelle des Gigabit Ethernet findet sich über zwei USB 2.0-Ports, insgesamt sind hier vier vorhanden, mit der Slotblende sechs. Nimmt man das oben genannte RaidMax-Gehäuse, so kann man hier noch die beiden Front-USB-Ports nutzen und hat alle acht USB 2.0-Ports der VIA VT8237-Southbridge in Betrieb.

Soweit also alles in Ordnung - werfen wir also nach dieser Übersicht einen detaillierteren Blick auf das Board.