Seite 6: Besonderheiten des Mainboards

Auf Softwareseite hat ASRock ein paar interessante Tools mit im Angebot, die wir uns auf dieser Seite anschauen wollen. Ein Tool soll die USB-Geschwindigkeit beschleunigen, ein weiteres erlaubt die Nutzung von einem iPhone für Spiele, ein drittes beschleunigt die Maus-Genauigkeit.

XFast USB:

Mit XFast USB möchte ASRock mit einem einfachen Tool die USB-Übertragungsrate steigern. Auf der Verpackung wird allerdings bei den Vergleichen, die eine Beschleunigung von 40 bis 100% zeigen, immer ein Vergleich zwischen dem Etron-USB3.0-Chip und einem NEC-USB3.0-Chip von einem anderen Mainboard unternommen. Somit sind diese Werbeangaben natürlich mit Abstand zu betrachten. Das Tool startet nach dem Windows-Start automatisch und erlaubt die Auswahl zwischen dem "normalen" Betrieb und "Turbo"-Betrieb. Die USB-Geräte erkennt es automatisch:

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Wir testeten das Tool am USB3.0-Port mit einem Kingston HyperX Max 3.0 USB-Drive (SSD-Technik).

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Links: ohne XFast, Rechts: mit XFast

In der Tat scheint XFast den USB-Betrieb zu beschleunigen - allerdings auf zwei Arten: Zum einen steigt die Leserate bei großen Dateigrößen um ca. 20 MB/s, was einem Zuwachs von knapp 10 Prozent entspricht. Die Schreibrate bleibt konstant. Die höhere Performance lässt sich durchaus mit einem anderen Ansprechverhalten des USB-Ports (Treiber, Priorisierung etc.) erreichen.

Nicht blenden lassen sollte man sich allerdings von den Write-Ergebnissen, die bei sehr niedrigen Dateien extrem hoch liegen. Hier scheint der Treiber eine Art Caching zu verwenden, weshalb die Benchmarkergebnisse verfälscht werden. Selbiges gilt auch für die Leseraten, die ebenso deutlich höher ausfallen. Beide Werte liegen weit über dem physikalisch machbaren unseres SSD-basierten USB-Drives - und schneller als die Physik kann ASRock eine SSD auch nicht machen.

 

AIWI:

Als Gimmick zu sehen ist AIWI: Mit dem Tool ist es möglich, sein iPhone oder einen Wii-Controller als Eingabegerät zu verwenden. Wir haben dies mit einem iPhone 4 ausprobiert. Die Kopplung kann wahlweise über Bluetooth oder über WiFi statt finden, die Paarung wird mit einem Pin-Code vorgenommen. Ein Windows-Tool muss hierfür auf dem PC installiert werden, auf iPhone-Seite die "AIWI free" App.

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ASRock liefert im Tool auch ein paar Flash-Games mit, um das Tool zu testen - mit einem kleinen Rennspiel haben wir die Funktion ausprobiert. Die Steuerung ist einfach und simpel möglich, gelenkt wird über die Neigung des iPhones, Gas geben und Bremsen kann man mit dem Touchscreen.

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Eine durchaus witzige App - allerdings noch ohne größeren Sinn für den Alltagsgebrauch.

 

Fatal1ty Mouse Port:

Ein letztes Feature des ASRock-Boards konnten wir leider nicht adäquat testen: Der Fatal1ty Mouse Port ist der obere der beiden Intel-USB-Ports an der I/O-Blende, über dem eSATA- und Firewire-Port (rötliche Färbung). Wird in diesen eine Maus gesteckt, lässt sich die USB-Polling-Rate entsprechend anpassen, um die Mausabtastung zu erhöhen und für Spieler zu optimieren. Auf einem Meeting in Taipei konnten wir uns von der Funktion schon kurz überzeugen, im Testlabor standen uns aber nur diverse Wireless-Mäuse zur Verfügung, die noch nicht unterstützt werden - und ein paar alte Gaming-Mäuse, mit denen allerdings nach heutigem Maßstab kein Quervergleich möglich gewesen wäre.

Das Tool zur Kontrolle versteckt sich in ASRocks F-Stream-Tuning-Utility.