Seite 1: Laing DDC

Heute präsentieren wir ein kleines Review über eine Pumpe, die in letzter Zeit mehr und mehr von sich Reden macht: Kurz nachdem sie in der Mac-Wasserkühlung Verwendung fand, entdeckt auch der PC-Wasserkühlungsbereich die Laing DDC-Pumpe für sich. Diese Pumpe wurde im großen Gegensatz zu allen anderen im WaKü-Bereich verbreiteten Pumpen à la Eheim, Oasa, Hydor etc. speziell für den Einsatz im Wasserkühlungssystem gebaut.

Die DDC-Pumpe aus dem Hause Laing wurde vom weltweit größten Wasserkühlungs-Hersteller Delphi in Auftrag gegeben. Nach der Einführung der Pumpe ist im November 2004 eine neue, leicht modifizierte Version erschienen. Sie bringt u.a. Verbesserungen bezüglich der Befestigungsmöglichkeiten sowie die Möglichkeit ein Tachosignal von der Pumpe abzugreifen mit sich.

Wir haben diese neue Version der Pumpe mit einem von Watercool hergestellten Anschluss-Deckel im Test. Dieser neue Deckel wurde entwickelt, da der Ursprungsdeckel keine Anschlussgewinde und nur unzureichende Befestigungsmöglichkeiten bot. Desweiteren fügte man einen Anschluss, der das Entlüften der Pumpe vereinfachen soll, hinzu. In diesem Test wollen wir nun überprüfen, ob der Rummel der um diese Pumpe gemacht wird, gerechtfertigt ist, kurz auf das Funktionsprinzip eingehen und natürlich auch Leistungstests durchführen.

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Testverfahren

Um die Förderhöhe der Pumpe zu ermitteln, haben wir zwei Testverfahren angewendet: Erstens haben wir mit einem Manometer den Druck der Pumpe gemessen. 0,9807 bar entspricht einer Förderhöhe von 10 Metern. Zum Messen nehmen wir ein Festo Manometer, welches von 0.0 bis 1.0 bar misst (Festo Art. Nr. 161129). Beim Drucktest war die Pumpe mit Wasser gefüllt und das Manometer befand sich an einem 6 cm Pur-Schlauch-Stück (8/10) hinter der Pumpe.

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Um sicher zu gehen, haben wir die Förderhöhe auch noch praxisnah nachgemessen, indem wir einen Schlauch horizontal geflutet haben und die Höhe der Wassersäule gemessen haben. Hierbei verwendeten wir ebenfalls Schlauch mit einem Innendurchmesser von 8 mm (obwohl das keinen Einfluß auf das Testergebnis haben sollte).

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Um die Fördermenge zu bestimmen haben wir drei Tests durchgeführt: Wir ließen die Pumpe immer aus vollem Lauf heraus (sie wurde vorne mittels eines Kugelhahns abgeriegelt) ein bestimmtes Zeitintervall (in unserem Fall 30 Sekunden) laufen und bestimmten die geförderte Menge mittels einer Waage. Dabei haben wir folgende 'Schwierigkeitsgrade' eingeführt:

  • Test ohne jeglichen Widerstand: Das Wasser wurde einfach von einem Behältnis in ein anderes umgepumpt, ohne dass es dabei einen größeren Höhenunterschied überwinden musste.
  • Test mit definiertem Widerstand: Über einen zweiten Kugelhahn stellten wir einen definierten Widerstand ein. Da wir diesen über die gesamte Testdauer nicht verändert haben, bzw eben alle Widerstandstests hintereinander durchgeführt haben, ohne den Kugelhahn zu verstellen, ist der Widerstand immer gleich groß.
  • Test mit Höhendifferenz und Widerstand: Bei diesem Test wurde zusätzlich zu dem Widerstand des Kugelhahns noch eine Höhendifferenz von 75 cm eingeführt.

Um die Lautstärke der Pumpen einigermaßen bewerten zu können, stellten wir diese auf eine Plastikwanne, welche als Resonanzkörper diente. Dadurch wurden die Geräusche besser wahrnehmbar, bzw. waren besser zu vergleichen.

Hier ein Bild der Kugelhähne. Der Linke ist für den definierten Widerstand zuständig, der andere sorgt dafür, dass das Wasser ohne Anlaufstopp läuft :

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Jetzt gehts aber an die Pumpe: