Seite 1: MSI Trident: Kompakter Wohnzimmer-PC fürs Gaming im Test

msi trident 005DE teaserWährend es von Valves Steam Machines schon länger kein Lebenszeichen mehr gab, nehmen die Hersteller das Zepter nun selbst in die Hand. Um ihre Systeme möglichst schlank und schick fürs Wohnzimmer zu machen, setzen die meisten auf Notebook-Hardware, was zwar für durchaus respektable Leistungswerte sorgt, im Vergleich zu einem reinen Desktop-Rechner aber noch immer ein klein wenig langsamer ist. Nicht so MSI. Mit dem MSI Trident bringen die Taiwaner nun einen Kompakt-Rechner mit vollwertiger Desktop-Hardware auf den Markt, dessen Gehäuse mit einem Volumen von unter 5 Litern noch immer äußerst kompakt ist. Wie sich der Konsolen-Ersatz im Wohnzimmer schlägt, zeigen wir pünktlich zum heutigen Marktstart des neuen Systems auf.

Was im November 2015 mit großen Plänen begann, ist Ende 2016 fast schon wieder eingeschlafen: Schon lange hat es von Valve kein Lebenszeichnen der Steam Machines mehr gegeben. Um SteamOS und neue Systeme ist es beängstigend ruhig geworden. Um den PC dennoch als Gegner der traditionellen Spielekonsole ins Wohnzimmer zu bringen, haben die Hersteller nun das Zepter selbst in die Hand genommen. Gigabyte beispielsweise versucht es mit einem schicken Quader-Brix samt GeForce GTX 950, ZOTAC hingegen mit seinen aufgemöbelten ZBOX-Systemen wie der EN1060, welche wir erst kürzlich bei uns auf dem Prüfstand hatten.

Beide Systeme haben jedoch eines gemeinsam: Sie setzen fast ausschließlich auf Notebook-Hardware. Das ermöglicht aufgrund der sparsamen Chips und der damit verbundenen einfacheren Kühlung zwar durchaus sehr kompakte Systeme, leistungsmäßig hinken sie dem normalen Desktop-Rechner im Spielezimmer aber noch immer hinterher, wenngleich NVIDIA hier mit seinen neuen Pascal-Chips einen ordentlichen Schritt nach vorne machte und die Skylake-CPUs der HK-Reihe ebenfalls sehr gut mit den Desktop-Modellen mithalten können. Ganz anders macht das nun MSI. Die Taiwaner stellen heute ihr neues Trident-System in Dienst, einen Kompaktrechner, welcher nicht größer als eine Konsole ist, dafür im Inneren ausschließlich reine Desktop-Hardware bereithält.

Mit einer Grundfläche von 346 x 232 mm ist das System nicht viel größer als ein Magazin vom Kiosk um die Ecke, mit einer Bauhöhe von 72 mm aber natürlich ein gutes Stück dicker und mit einem Gewicht von knapp unter 3,2 kg schwerer. Eine Sony PlayStation 4 oder eine Microsoft Xbox One sind nur unwesentlich kompakter. Dafür setzt das MSI Trident-005DE auf einen schnellen Intel Core i7-6700 sowie eine vollwertige NVIDIA GeForce GTX 1060 im Fullsize-PCI-Express-Format. Dazu gibt es 8 GB DDR4-Arbeitsspeicher, eine flotte 256-GB-SSD für das Betriebssystem und eine kapazitätsstarke Magnetspeicherfestplatte mit 1 TB für die Spielesammlung. Moderne Anschlüsse wie USB 3.1 oder Typ-C gibt es natürlich ebenso wie ein integriertes WLAN- und Bluetooth-Modul. Vorinstalliert ist Windows 10 Home, ein Controller ist mit im Lieferumfang enthalten – ideal für den Big Picture Mode von Steam. Weitere Highlights wie ein hochwertiger Audio-Chip, ein schickes RGB-Beleuchtungssystem und eine leise Kühlung sollen das Gesamtangebot weiter abrunden.

All das hat gegenüber der Konsole aber natürlich seinen Preis. 1.249 Euro möchte MSI für seinen Trident-Kompaktrechner der Gaming-Klasse haben. 

Das MSI Trident-005DE in der Übersicht
Hersteller und BezeichnungMSI Trident-005DE
Straßenpreis: 1.249 Euro
Homepage: de.msi.com
Hardware 
Abmessungen: 346 x 232 x 72 mm (B x H x T)
Prozessor: Intel Core i7-6700, 4x bis zu 4,0 GHz
Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 1060, 3 GB GDDR5
Massenspeicher: 1x 256 GB M.2-SSD, 1x 1 TB 2,5-Zoll-HDD
Arbeitsspeicher: 1x 8 GB DDR4-2133 SODIMM
Netzteil: 1x 230 W extern
Anschlüsse: 1x USB 3.1 Gen 1 Typ-C
3x USB 3.1
4x USB 2.0
3x HDMI
1x LAN (RJ45)
5x 3,5-mm-Klinke
1x Netzteil
Sonstiges: Bluetooth 4.2, WLAN 802.11-AC

Das MSI Trident gibt es für 999 Euro aber auch mit kleinerer SSD und einem Intel Core i5-6400. 

Wie sich das neue MSI Trident in Sachen Performance, Lautstärke und Leistungsaufnahme schlägt, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten.