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ZOTAC ZBOX Magnus EN970: Spielerechner im Konsolenformat

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Seite 5: In der Praxis

Auch wenn die ZOTAC ZBOX Magnus EN970 nicht explizit als Steam Machine beworben wird, hat sie Potential dazu, denn im Gegensatz zu vielen anderen Mini-PCs und ZBOX-Systemen verrichtet hier durchaus potente Hardware sowie eine diskrete Grafiklösung ihre Dienste. Wie die Leistung in der Praxis ausfällt, zeigen wir auf dieser Seite auf. 

Leistung

Die ZOTAC ZBOX Magnus EN970 Plus ist dank ihrer schnellen Broadwell-CPU und der NVIDIA GeForce GTX 960 bzw. GeForce GTX 970M fast schon konkurrenzlos in diesem Segment. Das spiegelt sich natürlich auch in unseren Benchmarks wieder. Der Intel Core i5-5200U erreicht mit 2,85 bzw. 259 Punkte im Cinebench-R11.5- und -15-Benchmark annähernd die gleiche Leistung wie seine Schwestermodelle aus unseren Notebook-Tests und ist damit natürlich ein gutes Stück schneller als die Prozessoren, welche man sonst in den kleinen Mini-PCs und Barebone-Systemen antrifft. In Kombination mit der vorinstallierten SSD und dem DDR3L-Speichermodul bringt es das System im Komprimierungstest von 7-Zip auf fast 7.700 Punkte, der Speicherdurchsatz fällt mit 9,84 GB/s allerdings etwas niedrig aus. Der Grund: Trotz zweier Speicherbänke verbaut ZOTAC in der Plus-Version nur ein einzelnes Modul mit 8 GB und verschenkt damit ein paar Prozentpunkte zugunsten der Aufrüstbarkeit an Leistung. Die Foresee-SSD liest Daten mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von immerhin 245,5 MB/s aus und ist damit ebenfalls deutlich schneller als eine herkömmliche HDD. Trotzdem gibt es auch hier schnellere Modelle. Wer das Maximum an Leistung haben will, der sollte zur Barebone-Version greifen und die beiden Komponenten selbst nach eigenen Wünschen hinzustecken.

Die ZOTAC ZBOX Magnus EN970 dreht vor allem dann richtig auf, wenn 3D-Leistung gefordert wird. Während die meisten Mini-PCs mit der integrierten Grafiklösung auskommen mussten und damit maximal für 720p und ältere Spieletitel geeignet waren, reicht es bei bei der neuen ZBOX für alle aktuellen Triple-A-Titel und das meist auch für FullHD und alle Details. Metro 2033: Last Light Redux spielt sich mit allen Details, hinzugeschalteten AA/AF-Modi ruckelfrei und auch Tomb Raider und Shadow of Mordor: Mittelerde können ausreichend schnell gespielt werden. Grand Theft Auto 5 kann zumindest ohne die zusätzlichen Bildverschönerungsmodi problemlos in FullHD und mit allen Details gespielt werden und ist damit in etwa so schnell wie die aktuellen Konsolen und das bei besserer Grafik. Einzig bei DiRt Rally und Total War: Attila sollte man vielleicht eine Qualitätsstufe zurückschrauben. Zum Vergleich haben wir auch Anno 2070, Resident Evil 5 und Streetfighter IV aufgenommen, alles drei Titel, die wir sonst für unsere Mini-PC-Tests einsetzen. Sie laufen mit bis zu 230 FPS über den Bildschirm – hier offenbart sich die wahre Leistung der NVIDIA GeForce GTX 960 bzw. GeForce GTX 970M. 

Futuremark 3DMark

81154 XX


12521 XX


10875 XX


5414 XX


Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

7733 XX


6566 XX


2990 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11.5

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Sisoft Sandra 2013

Speicherdurchsatz

MB/Sek.
Mehr ist besser

HDD-Durchsatz

MB/Sek.
Mehr ist besser

7-Zip

32M

MIPS
Mehr ist besser

Grand Theft Auto 5

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Metro 2033: Last Light Redux

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Mittelerde: Shadow of Mordor

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Anno 2070

High

83.5 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Streetfighter IV

Hoch

230.3 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Resident Evil 5

Hoch, DirectX 10

84.4 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

PCMark 7     PC Mark Vantage
Video Playback 23,95 fps 11.126 Memories Score
Video Transcoding 11.430,25 KB/s N/A TV and Movies Score
System Storage - Gaming 21,39 MB/s 13.311 Gaming Score
Graphics DX9 54,32 fps 12.428 Music Score
Image Manipulation 16,78 Mpx/s 15.109 Communications Score
Importing Pictures 21,39 MB/s 14.180 Productivity Score
Web Browsing 10,96 pages/s 34.069 HDD Score
Data Decrypting 107,51 MB/s - -
Score 4.899 13.025 Score

Lautstärke:

Trotz der leistungsfähigen CPU und GPU bleibt die ZOTAC ZBOX Magnus EN970 erfreulich leise. Die beiden Lüfter erzeugen im normalen Windows-Betrieb einen Schallpegel von gerade einmal 34,1 dB(A) und sind fast nicht zu hören. Lastet man den Intel Core i5-5200U voll aus, steigt der Geräuschpegel auf 41,2 dB(A) an, mit zusätzlicher GPU-Last werden sogar über 55 dB(A) erreicht, womit der kleine Konsolen-PCs unerträglich laut ist. Dass dieser Wert in der Praxis aber kaum erreicht wird, zeigen unsere Messwerte bei Tomb Raider. Während unserer 20 minütigen Spielesitzung haben wir mit 38,2 dB(A) einen deutlich geringen Schallpegel gemessen als bei Prime95-Volllast. Wer Grafikkarte und Prozessor nicht durchgehend mit 100 % belastet, kann die ZOTAC ZBOX Magnus EN970 bedenkenlos unter dem Fernseher im Wohnzimmer parken.

Lautstärke

34.1 XX


38.2 XX


41.2 XX


dB(A)
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme:

Bei der Leistungsaufnahme braucht sich die ZOTAC ZBOX Magnus EN970 Plus nicht vor ihren Konsolen-Gegnern zu verstecken. Zwar zieht das Gesamtsystem unter Volllast fast 115 Watt aus der Steckdose, im normalen Idle-Zustand sind es mit knapp unter 20 Watt aber deutlich weniger und damit weniger als dies beispielsweise bei einer Microsoft Xbox One der Fall wäre. Belastet man nur die Broadwell-CPU, genehmigt sich der Konsolen-PC etwa 45 Watt.

Leistungsaufnahme

(Gesamtsystem)

18.5 XX


44.7 XX


106.2 XX


in Watt
Mehr ist besser

Temperaturen:

Die leistungsstarke Hardware aber muss auch gekühlt werden. Was im Leerlauf noch kein allzu großes Problem darstellt, ist unter Extrem-Bedingungen schon deutlich schwieriger. Mit Furmark und Prime95 heizten wir allen Komponenten für 30 Minuten gehörig ein und zwangen die Kühlung damit ordentlich in die Knie. Die beiden Rechenkerne des Intel Core i5-5200U erreichten über 105 °C und reduzierten ihre Geschwindigkeit, um nicht zu überhitzen. Beide Rechenkerne drosselten. Die GM204-GPU heizte sich hingegen auf bis zu 73 °C auf, das Mainboard auf 64 °C und die SSD immerhin noch auf 47 °C. Auch hier gilt: Während dem Spielebetrieb erreichten Prozessor und Grafikkarte nicht ganz so hohe Temperaturen. Je nach Spiel war meist bei knapp unter 80 bzw. 70 °C Schluss, ein Thermal-Throttling konnten wir in diesem Szenario nicht feststellen.

Trotzdem: Wer zusätzlich eine SSD oder HDD in den beiden 2,5-Zoll-Laufwerksschächten verbaut, stellt fest, dass diese ungewöhnlich warm werden. Prozessor und Grafikkarte, welche auf der Rückseite der Platine untergebracht sind und damit exakt gegenüber liegen, heizen diese unnötig auf.

Temperaturen

Idle

SSD
44 XX


GPU
45 XX


CPU
48 XX


49 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser

Temperaturen

Last

SSD
47 XX


64 XX


GPU
73 XX


CPU
105 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser