Seite 2: Retail-Modelle der Radeon R9 Fury

Die ersten beiden Hersteller die zum heutigen Tage eine Variante der Radeon R9 Fury vorstellen, verwenden bereits bekannte Design-Ansätze. Die Kühler müssen in den Details sicherlich angepasst werden, doch grundsätzlich erwarten uns hier keinerlei Überraschungen.

Präsentation zur AMD Radeon R9 FuryPräsentation zur AMD Radeon R9 Fury

Präsentation zur AMD Radeon R9 Fury

So verwendet Sapphire die bereits bekannte Tri-X-Kühlung mit drei Lüftern und einer aufwendigen Konstruktion aus Kühlkörper und Heatpipes. Die drei Lüfter weisen einen Durchmesser von 90 mm auf. Darunter befindet sich ein Rahmen, der die darunterliegende Konstruktion befestigt und den Luftstrom in diesen hineinleiten soll. Insgesamt verwendet Sapphire offenbar fünf Heatpipes zur Kühlung der Karte. Diese leiten die Abwärme in den zweigeteilten Kühlkörper aus Aluminium, der wiederum aus vielen kleinen Lamellen besteht. Direkt auf dem PCB befindet sich ein weiterer Metallrahmen, der die darüber liegende Konstruktion mit aufnimmt. Auf der GPU liegt eine massive Kupferplatte auf, durch welche die fünf Heatpipes geführt werden. Das Temperaturziel liegt laut Sapphire bei 75 °C, während die Lüfterkontrolle dafür sorgt, dass die Lüfter ab einer GPU-Temperatur von 50 °C und weniger komplett abschalten.

Sapphire Radeon R9 Fury Tri-X
Bildergalerie: Sapphire Radeon R9 Fury Tri-X

Weiterhin verwendet Sapphire offensichtlich das gleiche PCB-Design wie dies AMD in der Referenzversion auch für die Radeon R9 Fury X vorsieht. Daher kommt wie auch bei der Radeon R9 Fury X eine Funktion namens GPU Tach zum Einsatz. Dabei handelt es sich um insgesamt acht LEDs, welche die Aktivität auf der GPU anzeigen. Eine weitere LED gibt Auskunft darüber, ob sich die Karte in ZeroCore Power-Mode befindet. Sapphire verwendet auf der Radeon R9 Fury Tri-X den BIOS-Switch, um zwischen einem Standard- und Unlocked-Mode wechseln zu können.

Auf der Slotblende befinden sich die für die Fury-Serie üblichen Anschlüsse in Form von dreimal DisplayPort 1.2 und einmal HDMI 1.4a.

Präsentation zur AMD Radeon R9 FuryPräsentation zur AMD Radeon R9 Fury

Präsentation zur AMD Radeon R9 Fury

Auch ASUS startet direkt mit einer Radeon R9 Fury, die mit dem Namenszusatz Strix versehen ist. ASUS setzt einen GPU-Takt von 1.000 MHz an und lässt via BIOS-Switch in einen OC-Mode wechseln, in dem dann 1.020 MHz anliegen. Highlight der Radeon R9 Fury Strix ist natürlich der DirectCU-III-Kühler. So verwendet ASUS eine Backplate und einen Rahmen zur Stabilisierung der Karte hinsichtlich des Gewichts des Kühlers. Auf der GPU liegen die fünf Heatpipes direkt auf und sollen die Abwärme damit abführen können. Drei Lüfter mit einem Durchmesser von jeweils 90 mm sorgen für die entsprechende Frischluft. Diese sollen zudem ein spezielles Design für die Lüfterblättern verwenden, um möglichst wenige Verwirbelungen zu erzeugen und dennoch ein hohes Luftvolumen fördern zu können. Im Idle-Betrieb schaltet ASUS die Lüfter sogar komplett ab.

ASUS Radeon R9 Fury Strix
Bildergalerie: ASUS Radeon R9 Fury Strix

AMD erlaubt bei der Radeon R9 Fury auch ein eigenes PCB-Design und somit bekommt auch ASUS die Möglichkeit sich hier entsprechend auszutoben. So hat man die Strom- und Spannungsversorgung auf zwölf Phasen ausgebaut, was hinsichtlich der von AMD vorgesehenen sechs Phasen eine deutliche Aufwertung ist. Ob sich dies auch in der Leistung bzw. dem Overclocking niederschlägt, werden wir uns später noch genauer anschauen.

Die Radeon R9 Fury ist eine der neuen Karten von ASUS, die im sogenannten "Auto Extreme Technology"-Verfahren gefertigt wird. Das PCB der Karte wird vollständig automatisiert gefertigt. Kein Bauteil muss manuell platziert werden. Dazu gehört auch, dass keine Durchkontaktierungen für größere Bauteile mehr erforderlich sind. Große, hohe und vor allem scharfe Lötpunkte gibt es auf der Karte nicht mehr. Dies trägt zum einen dem Design bei, macht das Design der Backplate und den Einbau der Karte aber auch einfacher.

Übersicht der verfügbaren Modelle der Radeon R9 Fury:

Übersicht der Modelle der Radeon R9 Fury
Modell AMD Radeon R9 Fury ASUS Radeon R9 Fury Strix Sapphire Radeon R9 Fury Tri-X Sapphire Radeon R9 Fury Tri-X OC
Straßenpreis - - - -
Homepage www.amd.de www.asus.de www.sapphiretech.de www.sapphiretech.de
Technische Daten
GPU-Takt bis zu 1.000 MHz Normal-Mode: 1.000 MHz
OC-Mode: 1.020 MHz
1.000 MHz 1.040 MHz
Speichertakt 500 MHz 500 MHz 500 MHz 500 MHz
Speichertyp HBM HBM HBM HBM
Speichergröße 4 GB 4 GB 4 GB 4 GB
Speicherinterface 4.096 Bit 4.096 Bit 4.096 Bit 4.096 Bit
Speicherbandbreite 512,0 GB/s 512,0 GB/Sek. 512,0 GB/s 512,0 GB/s
Shadereinheiten 3.584 3.584 3.584 3.584
Lüfter aus im Idle - Ja Ja (ab 50 °C) Ja (ab 50 °C)

Zunächst einmal wird der willige Käufer einer Radeon R9 Fury die Wahl zwischen drei Modellen haben. ASUS bietet bei der Radeon R9 Fury in einer Karte zwei Modi an, wobei das Overclocking von 20 MHz vernachlässigt werden kann. Die genaue Abschalttemperatur kennen wir noch nicht. Sapphire hingegen teilt sein Angebot direkt auf und bietet zwei Modelle an. Die Radeon R9 Fury Tri-X OC bietet einen um 40 MHz höheren Takt. Auch diese werksseitige Übertaktung spielt sicherlich nicht die größte Rolle. Sapphire schaltet seine Lüfter ab einer GPU-Temperatur von 50 °C ab. Preise kennen wir bislang noch nicht.