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Test: Palit GeForce GTX 560 Ti Twin Light Turbo Limited Edition

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Seite 19: Fazit

Sofern man der stets gut bedienten Gerüchteküche Glauben schenken kann, könnte uns noch in diesem Jahr eine Neuauflage der NVIDIA GeForce GTX 560 Ti ereilen. Diese soll dank einer höheren Anzahl an Shadereinheiten etwas höhere Bildraten liefern als die aktuelle Version. Da die überarbeitete Variante allerdings auf der GF110-GPU aufbauen soll, bringt sie sich damit auch einige Nachteile mit sich, denn bekanntlich fällt die Leistungsaufnahme des aktuellen NVIDIA-Flaggschiffs (Single-GPU) nicht ganz so gut aus wie bei den kleineren Modellen - auch wenn der Chip deutlich beschnitten wäre. Mit dem Kauf einer neuen Mittelklasse-Grafikkarte braucht man aber nicht auf die Neuauflage zu warten. Die Palit GeForce GTX 560 Ti Twin Light Turbo Limited Edition machte in unserem Test in den meisten Bereichen besser als die Referenz.

So lagen nicht nur die Bildraten aufgrund der gesteigerten Taktraten auf einem leicht höheren Niveau, auch die Leistung des Hersteller-eigenen Kühlsystems wusste zu gefallen. Die zahlreichen Aluminiumfinnen, die vier 6-mm-Heatpipes und die beiden 65-mm-Lüfter schafften es, den Grafikchip auf einem sehr guten Temperatur-Level zu halten. Während wir im Leerlauf noch kühle 36 °C messen konnten, zeigte das Thermometer selbst unter Volllast nie mehr als 72 °C an. Viel wichtiger ist aber das Betriebsgeräusch. Hier können wir ebenfalls Entwarnung aussprechen und den neuesten Palit-Ableger der GeForce GTX 560 Ti auch Lesern mit empfindlichen Ohren empfehlen. Mit einem Schalldruck von gerade einmal 37,5 dB(A) im Leerlauf zählt unser Testmuster zu den leisesten Modellen seiner Art, während sich auch der Schallpegel von 41,4 dB(A) unter Last sehen lassen kann. 

Aufgrund der leicht höheren Frequenzen fällt allerdings die Leistungsaufnahme ein klein wenig höher aus. Wenngleich die Unterschiede im Leerlauf kaum festzustellen waren, lag die Differenz während unseres "Battlefield: Bad Company 2"-Runs bei rund 19 Watt. Wer noch mehr aus seinem 3D-Beschleuniger herausholen möchte, der muss gewohnt selbst Hand anlegen. Macht man sich bei der Palit GeForce GTX 560 Ti Twin Light Turbo die Mühe, so wird diese belohnt. Mit einer Erhöhung der Betriebsspannung auf 1,2 Volt konnten wir stattliche 1005/201072357 MHz aus unserem Testmuster herauskitzeln. Nur die MSI GeForce GTX 560 Ti Hawk erlaubte auf unserem Teststand bislang noch höhere Frequenzen. 

Größter Kritikpunkt ist neben der schlechten Performance des Kühlsystems bei deutlich höheren Taktraten und hohen Spannungen der Lieferumfang. Hier beschränkt sich der NVIDIA-Boardpartner auf das Wesentliche und legt der Grafikkarte selbst nur noch einen Quick-Start-Guide, eine Treiber-CD sowie einen Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte mit in den Karton. Andere Hersteller zeigen sich da meist großzügiger und legen auch einen Download-Gutschein für ein aktuelles Direct-X-11-Spiel bei. Wer aber vergleichsweise wenig Platz in seinem Gehäuse hat, schließlich fällt unser Testmuster mit 18,4 knapp 4,4 cm kürzer aus, und eine schnelle Grafikkarte der gehobenen Mittelklasse sucht, ist mit der Palit GeForce GTX 560 Ti Twin Light Turbo Limited Edition bestens bedient.

 

Alle Daten nochmal im Überblick:

Hersteller und Bezeichnung Palit GeForce GTX 560 Ti Twin Light Turbo Limited Edtion
Straßenpreis ca. 200 Euro
Homepage http://www.palit.biz/
Technische Daten
GPU
GF114
Fertigung 40 nm
Transistoren
1,95 Milliarden
GPU-Takt
835 MHz
Speichertakt
2050 MHz
Speichertyp
GDDR5
Speichergröße
1024 MB
Speicherinterface
256 Bit
Speicherbandbreite
131,2 GB/Sek.
Shader Model Version
5.0
Shadereinheiten
384 (1D)
Shadertakt
1670 MHz
Texture Units
64
ROPs
32
Pixelfüllrate
26,7 Gigapixel
SLI/CrossFire
SLI
Overclocking
GPU 1005 MHz
Speicher 2357 MHz
3DMark (Herstellertakt) 1699 Punkte
3DMark (Übertaktett) 1808 Punkte
Lautstärke (gesamt)
Idle-Modus 37,5 dB(A)
Last-Modus 41,4 dB(A)
Stromverbrauch (gesamt)
Idle-Modus 86 Watt
Last-Modus
296 Watt
Temperatur
Idle-Modus 36 °C
Last-Modus
72 °C

Die Palit GeForce GTX 560 Ti Twin Light Turbo Limited Edition liefert ein sehr gutes Gesamtbild ab. Die Temperaturen stimmen, das Betriebsgeräusch ist angenehm leise. Da unser Testmuster auch ein überdurchschnittliches Overclocking-Potential besitzt und obendrauf etwas kürzer ausfällt, zücken wir unseren heiß begehrten Excellent-Hardware-Award:

excellent_award

Positive Aspekte der Palit GeForce GTX 560 Ti Twin Light Turbo Limited Edition:

  • Vor allem im Leerlauf sehr leise
  • Sehr gutes Overclocking-Potential
  • Etwas kürzer als die Referenz

Negative Aspekte der Palit GeForce GTX 560 Ti Twin Light Turbo Limited Edition:

  • Spartanisches Zubehör
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