Seite 1: Sapphire Radeon X800XL

Am 1. Dezember stellte ATI die neuen X850-Karten und die neue X800-Serie vor. Die neue X850XT Platinum Edition als Flagschiff haben wir uns bereits angeschaut, aber nicht jeder möchte 500 Euro für eine neue High-End-Karte ausgeben. Preislich deutlich attraktiver - aber trotzdem mit 16 Pixelpipelines und mit 256 Bit angebundenem, schnellen GDDR3 - ist die X800XL. Nach einer Preissenkung möchte ATI die Karten mit dieser GPU für knapp 299 Dollar im Laden sehen - mit etwas Glück sollte im Euro-Raum also ein Preis um 250 bis 300 Euro im Handel erreichbar sein. Das ist für die meisten Gamer genau der Bereich, in dem man sich eine Grafikkarte gerade noch leisten kann. Wir haben heute mit der Sapphire Radeon X800XL die erste Retail-Karte mit dieser GPU im Test.

Bei unseren PCI-Express-Grafikkarten-Tests haben wir mittlerweile eine beeindruckende Vergleichsmöglichkeit geschaffen.. In unserem PCI-Express-Grafikkarten-Roundup haben wir neben den kleineren Mainstream-Karten auch die GeForce 6800 GT mitgetestet. Die High-End-ATI-Variante kam mit der X800XT von Sapphire und ist sicherlich auch einen Blick Wert, schlussendlich haben wir natürlich auch die GeForce 6600-Serie und die Radeon X700XT getestet - der GeForce 6200-Artikel schloss unsere Tests erst einmal nach unten ab. Neu sind die Artikel zur ATI Radeon X850XT Platinum Edition und zur Leadtek WinFast PX6800 GT TDH. Ausserdem haben wir uns zuletzt in einem GeForce 6600-Roundup den NVIDIA-Mainstream-Karten unter 200 Euro gewidmet.

Die X800XL basiert auf dem R430-Kern von ATI - einem in 110-nm-Technik hergestellten Chip, der die neue X800-Serie preisgünstiger in der Produktion macht. Aus diesem Grund ist es ATI möglich, Grafikkarten mit dem Kern zu einem sehr guten Preis an den Markt zu bringen. Im Vergleich zu anderen X800-Karten in diesem Preissegment kommt die X800XL aber mit allen 16 Pixelpipelines und 6 Vertex-Shadern sowie einer 256-Bit-Speicheranbindung. Der Speicher - 256 MB wird man wohl auf den meisten Karten finden - ist zudem mit 500 MHz auch noch ordentlich schnell getaktet, der Kern selber besitzt eine Taktung von 400 MHz. Das ist im Wesentlichen auch schon der Unterschied zur X800XT, die viele Grafik-Freaks ja bereits einsetzen. Der R423-Kern der X800XT ist mit 500 MHz getaktet - die sonstigen Features absolut identisch.

Im Gegensatz zur kürzlich getesteten X850XT handelt es sich bei dem Modell um eine Grafikkarte mit einem Ein-Slot-Kühlkörperdesign. Beeindruckend klein ist dabei der Kühlkörper für die High-End-Karte:

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Um die Unterschiede der X850-Serie und der neuen X800-Karten im Detail einmal zu visualisieren, präsentieren wir zunächst die Features in einer Übersichtstabelle:

Die Top-Karten sind ganz klar die X850-Modelle - wobei die X850 Pro jedoch aufgrund der 12 Pixelpipelines teilweise auch langsamer sein könnte als eine X800XT. Dies gilt es noch zu testen. Die X800XL reiht sich eher in die Modelle der Vorgänger-Serie ein, da die X850-Karten höher getaktet sind und auch einen schnelleren Speichertakt besitzen. Die X800XL besitzt denselben Speichertakt und dieselbe Anzahl von Pipelines wie die X800XT, ist aber etwas langsamer getaktet, was die GPU angeht - sie sollte also leistungsmäßig knapp hinter dieser liegen. Die X800 Pro wird sie hingegen aufgrund der höheren Pipelineanzahl hinter sich lassen. Die reine X800 als R430-Bruder rundet die X800-Serie nach unten ab - sie ähnelt der X800 Pro, ist aber langsamer getaktet.

Zwei Dinge lassen sich natürlich nun vermuten:

Zum einen könnte die X800XL aufgrund der 110-nm-Fertigung der "Stromsparexperte" der X800-Serie werden, zum anderen könnte sie aufgrund der neuen Fertigung eventuell höhere Taktraten erreichen. Natürlich gilt dieses Review nicht nur der Performancemessung, sondern wir werden wie immer auch einen Blick auf den Stromverbrauch, die Lautstärkeentwicklung und die Overclockingfähigkeiten der Grafikkarte werfen.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen kurzen Blick auf die Sapphire Radeon X800XL-Karte und kommen dann gleich zum Vergleich der Stromaufnahme, der Lüftergeräusche und dem Overclocking: