Seite 1: Aerocool Xpredator II im Test

Aerocool Xpredator II

Es ist ein halbes Jahrzehnt her, dass wir Aerocools erstes Xpredator getestet haben. Als Nachfolger des Gaming-Full-Towers kommt jetzt das Xpredator II auf den Markt. Doch überzeugt dieses Spielergehäuse auch im Jahr 2016?

Als wir das erste Xpredator 2011 getestet haben, sah die Hardwarewelt noch etwas anders aus. Der Miniaturisierungstrend war noch nicht voll ausgebrochen, große Gaming-Gehäuse sehr beliebt. Das Aerocool-Modell überzeugte damals mit einem stimmigen Gesamtpaket. Der Full-Tower bot genug Platz und Kühlleistung für ein leistungsstarkes Spielesystem, hatte eine zeitgemäße Ausstattung und bei eine Kaufpreis von 120 Euro auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 

In der Zwischenzeit hat sich die Hardwarewelt gewandelt und auch bei PC-Gehäusen gab es einige Veränderungen. Das dürfte auch Aerocool dazu motiviert haben, das erste Xpredator-Gehäuse nach fünf Jahren durch einen Nachfolger ablösen zu lassen. Das Xpredator II ist ebenfalls ein großer Full-Tower mit genug Raum für ein E-ATX- oder XL-ATX-System, lange Grafikkarten und bis zu elf Laufwerke. Anders als bei vielen anderen aktuellen Gehäusen gibt es einen durchgehenden Laufwerksschacht und nicht nur Laufwerksplätze für Festplatten und SSDs, sondern auch noch für drei 5,25-Zoll-Laufwerke. Gekühlt wird die Hardware schon ab Werk von gleich fünf vormontierten 140-mm-Lüftern. Das Xpredator II wirkt auf den ersten Blick wie ein Gaming-Gehäuse alter Schule. Dazu passt auch das aggressive Gaming-Design mit den aufstellbaren Klappen im Gehäusedeckel.

Doch Aerocool hat auch einige Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Dadurch sollen auch einige Kritikpunkte ausgeräumt werden, die wir 2011 beim ersten Xpredator noch festhalten mussten. Werkzeuglose Festplattenmontage in modularen HDD/SSD-Käfigen wird nun genauso geboten wie herausnehmbare Staubfilter. Das I/O-Panel zeigt sich modernisiert und wird durch einen externen Hot-Swap-Laufwerksplatz ergänzt. Gleichzeitig sollen Stärken wie die moderate Lautstärke und die Lüftersteuerung beibehalten worden sein.

Was sich aber geändert hat, ist der Preis. Während das erste Xpredator zum Testzeitpunkt für 120 Euro angeboten wurde, werden für das Xpredator II aktuell 140 Euro fällig.

Aerocool Xpredator II

Keine Überraschung gibt es beim Lieferumfang. Dem Xpredator II liegen nur eine Anleitung, Montagematerial und einige schwarze Kabelbinder bei. 

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: Aerocool Xpredator II
Bezeichnung: Aerocool Xpredator II Black (alternativ: White)
Material: Stahl (1 und 0,8 mm), Kunststoff
Maße: 232 x 595 x 559 mm (B x H x T)
Formfaktor: E-ATX / XL-ATX / ATX / Micro ATX / Mini ITX
Laufwerke: 3x 5,25 Zoll (extern), 8x 2,5/3,5 Zoll (intern)
Lüfter: 2x 120/140 mm (Front, 2x 140 mm vorinstalliert), 1x 120/140 mm (Rückwand, 1x 140 mm vorinstalliert), 2x 120/140 mm (Deckel, 2x 140 mm vorinstalliert), 1x 120/140 mm (Boden, optional)
Gewicht: 13,34 kg
Preis: 140 Euro