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Das Über-Gehäuse In Win H-Tower im Test - Vom Tower zum Benchtable

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Seite 5: Vom Tower zum Benchtable

In Win H-Tower

Um die Komponeten im H-Tower wirklich komfortabel installieren zu können, wird der Tray beim weiteren Öffnen in die Horizontale gekippt und nach oben gefahren. Er bleibt schließlich auf einem gepolsterten Bügel fest liegen. Als Antrieb dient bei diesem Schritt ein Elektrohubzylinder von Hiwin, der als Verstellantrieb für unterschiedlichste Zwecke genutzt werden kann. Typisch ist für die Hiwin-Elektrohubzylinder z.B. der Einsatz im Rehabilitations- und Homecare-Umfeld, beispielsweise in Krankenbetten. Das Bauteil (Typ LAS1-1-1-050-12, 1.200 N Zug- und Schubkraft) kostet im Fachhandel rund 60 Euro (bei Abnahme von mindestens 200 Stück, bei Einzelkauf 145 Euro). Mit welchem Antrieb In Win das Öffnen und Schließen der Aluminiumflügel löst, lässt sich hingegen nicht ohne Weiteres erkennen. 

In Win H-Tower

Geöffnet und mit horizontalem Mainboardtray mutiert das H-Tower praktisch von einem Tower zu einem Benchtable. Die Hardwareinstallation und der Komponentenwechsel ist so denkbar einfach. Und auch ein Dice/LN2-Pot könnte so genutzt werden. Dabei fällt die Komponentenanordnung auch nicht groß anders aus als in einem Tower. Das ATX-Netzteil wird so unterhalb des Mainboards montiert. Weil es keinen Laufwerksschacht gibt, können sowohl das Netzteil als auch die Erweiterungskarten extrem lang ausfallen.  

In Win H-Tower

Zusätzlich zu den drei Laufwerksplätzen hinter dem Tray können auch zwei 2,5-Zoll-Laufwerke im Mainboardsegment installiert werden. Die Montage mit dem Laufwerksträger wurde genauso gelöst wie bei den anderen Laufwerksplätzen. Die praktischen, gesicherten Rändelschrauben halten auch die Deckellüfterblende an ihrem Platz. Trotz der Größe des Gehäuses nimmt sie nur 120-mm-Lüfter auf. Davon können dann aber immerhin bis zu drei Stück installiert werden. Und auch eine Wasserkühlung ist prinzipiell nutzbar, denn diese Lüfterblende ist gleichzeitig auch eine 360-mm-Radiatorenblende. Die Bauhöhe des Radiators wird allerdings auf 35 mm begrenzt. Noch stärker eingeschränkt wird die Nutzung einer Wasserkühlung aber dadurch, dass sich das H-Tower öffnet und schließt. Pumpe und Ausgleichsbehälter müssten deshalb direkt am Tray befestigt werden. Weil In Win entsprechende Montagelösungen nicht vorsieht, wird die Wasserkühlungstauglichkeit praktisch stark eingeschränkt. Wer kein versierter Bastler ist, wird sich in aller Regel mit einer AiO-Kühlung begnügen.

In Win H-Tower

Bei geöffnetem Gehäuse lässt sich die Hardware tatsächlich denkbar unkompliziert installieren. Unter einem engen Innenraum wird man beim H-Tower definitiv nicht leiden müssen. Im Vergleich zur automatischen Gehäuseöffnung mutet es allerdings fast etwas altertümlich an, dass sämtliche Komponenten verschraubt werden. Dabei verzichtet In Win sogar auf Rändelschrauben für die Montage der Erweiterungskarten. Die Schraubmontage stellt aber zumindest sicher, dass die Komponenten wirklich ordentlich befestigt sind und beim Öffnen und Schließen des Gehäuses an ihrem Platz bleiben.

In Win H-Tower

Für das Kabelmanagement gibt es neben und über dem Mainboard und seitlich vom Netzteil Durchführungen. In Win verzichtet auf Gummidurchführungen, sodass die Kabel hinter dem Tray durch die Durchführungen sichtbar sind. Um die Kabel wirklich ordentlich verlegt zu bekommen, ist der Aufwand insgesamt etwas höher.

 

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Kommentare (11)

#2
Registriert seit: 05.12.2010

Fregattenkapitän
Beiträge: 3028
Für alle Transformer-Fans. :D
#3
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Registriert seit: 31.10.2006

Bootsmann
Beiträge: 724
Das ist ja genial ! Gefällt mir sehr, kann ich leider vom Preis nicht behaupten :-(
#4
Registriert seit: 13.09.2014

Gefreiter
Beiträge: 48
Ist schon ein irres Teil.

Glücklicherweise gibt es nur eine begrenzte Stückzahl. Nicht das dem Hersteller sonst die Bude eingerannt wird.

Aber der Preis ist ja jenseits von Gut und Böse.
#5
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Registriert seit: 03.06.2003
Bochum
Oberbootsmann
Beiträge: 1009
Zitat

dazu Einschränkungen der Alltagstauglichkeit


Was angesichts des Preises das KO-Kriterium schlechthin ist.

Das Gehäuse mag eine nette Design- bzw. Machbarkeitsstudie sein und sich auf Messen als Hingucker nett machen, das war es dann aber auch.

Wie oft macht man sein Gehäuse denn tatsächlich auf und zu? - Selbst als bastelnder Enthusiast passiert das nicht täglich. Wenn ich einen Benchtable brauche, dann hat man eben genau einen solchen, welcher dann weniger kostet und weniger Platz einnimmt als dieses Gehäuse.
#6
Registriert seit: 18.05.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 7764
Irgendwie gibt es inzwischen für jedes Case einen Award. Ihr solltet da echt etwas sparsamer sein, sonst sind diese Awards völlig Obsolet.
#7
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 10071
Zitat Romsky;24325424
Irgendwie gibt es inzwischen für jedes Case einen Award. Ihr solltet da echt etwas sparsamer sein, sonst sind diese Awards völlig Obsolet.

Für sowas ist der Technikaward nunmal da... für besonders gute Technik aber auch, wie in dem Fall für innovative Ideen/Umsetzungen. Eventuell sollte man dies aber tatsächlich aufteilen, ja.

Schade dass solche Ideen immer in begrenzter Stueckzahl kommen.. das ist ja der Hauptgrund fuer den extremen Preis.
#8
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3713
@Romsky: Wir hatten in letzter Zeit halt tatsächlich auch einige ganz bemerkenswerte Gehäuse hier. Dass ich 0815-Einheitsbrei getestet habe, ist jedenfalls schon länger her. Und das sieht man dann auch an der Award-Quote.
Mit Blick auf das H-Tower - da ist einfach so viel Entwicklungsaufwand reingeflossen und das Gehäuse ist sowas von abgehoben, da muss der Technik-Award einfach sein. Die meisten angesprochenen Einschränkungen sind zu einem großen Teil ja auch nicht aus Nachlässigkeit entstanden, sondern dem Konzept geschuldet.Staubfilter in den Spalten wären z.B. optisch ein No-Go, zusätzliche Lüfterplätze und externe Laufwerksplätze nicht einfach zu realisieren. Wenn man sich die anderen Signature-Modelle ansieht, dann hat das aber auch Methode - In Win geht es da eigentlich immer um irgendeine bestimmte, außergewöhnliche Idee - und die wird dann konsequent und ohne Rücksicht auf Verluste/Alltagstauglichkeit/Verkaufspreis umgesetzt. Finde ich toll, weil so bekommt man Abwechslung in den Markt.
#9
Registriert seit: 08.11.2007

Oberbootsmann
Beiträge: 878
Könntet ihr nicht mal endlich ein ordentliches Testsystem nutzen wenn ihr Gehäuse testet?
Vor allem bei einem 2400€ Gehäuse ist das einfach nur peinlich.
Auch die Messergebnisse von Temperaturen etc haben doch nichts mehr mit aktueller Hardware zu tun.

Finde das ziemlich unprofessionell.

Das Gehäuse ist schick, keine Frage, aber eben nur für Enthusiasten oder Aussteller interessant
#10
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Registriert seit: 23.10.2005
MG
Admiral
Beiträge: 17259
30 Stück pro Farbvariante dürfte schon hoch gegriffen sein, denn 2400,-€ fürn Case ist mehr als extrem. Da sind deutlich günstigere Gehäuse mit wesentlich geringeren Stückzahlen veröffentlicht worden. Klar, hätte ich auch gerne getestet (darf so ein hochpreisiges Sample eigentlich beim Tester bleiben?). Bei einigen Enthusiasten ist die Grenze schon bei 400 erreicht, bei nur noch sehr wenigen erst bei 1000,-€.
Ich finds echt funky das case. Wird aber definitiv ein nice to have bleiben :)
#11
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Boah! Für sowas bin ich ja zu haben (wenn ich mir sowas leisten könnt!) da muß dann aber auch ein vernünftiger Computer drin stecken und sowas muß man dann am besten zentral in einem Raum aufstellen als Blickfang und möglichst kabellos oder so verkabelt, das man es nicht sieht, modern beleuchtet von der Decke aus mit vier Strahlern (könnt ich mir vorstellen), unten vielleicht auf einer Art Sockel, vielleicht einer handbreiten Marmorplatte , Entfaltung durch kleine Motoren per Fernbedienung ... wunderschönes Design!!! ... aber leider haben nur die das entsprechende Geld, die sowas nicht achten.
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