Seite 1: PC-System statt Wandbild - Thermaltake Core P5 im Test

Thermaltake Core P5

Warum ein PC-Gehäuse nur hinstellen, wenn man es auch an die Wand hängen kann? Das dachte sich wohl Thermaltake und hat mit dem Core P5 ein Gehäuse entwickelt, das sowohl stehend und liegend als auch hängend genutzt werden kann. Eine große Acrylscheibe lässt den Blick auf die fein säuberlich nebeneinander montierte Hardware zu und auch die Wasserkühlungsoptionen sind beachtlich. Wird das Core P5 so zum Traumgehäuse für Modder, die ihre Hardware bestmöglich präsentieren wollen?

Als erste Informationen über das Core P5 auftauchten, konnte man vermuten, dass sich die Thermaltake-Entwickler durch die Wandgehäuse aus Lian Lis PC-O-Serie (wir haben das PC-O5S getestet) inspirieren ließen. Doch selbst wenn dem so wäre - das Core P5 unterscheidet sich doch viel zu deutlich von diesen Lian Li-Modellen, um es als Klon abzustempeln. Während die Lian Li-Modelle wirklich geschlossene Gehäuse sind, besteht das Core P5 praktisch aus einem Mainboardtray mit Unterkonstruktion und einer vorgesetzten Acrylscheibe. Die Seiten sind komplett offen, weshalb sowohl auf seitliche Gehäuselüfter als auch auf Staubfilter verzichtet werden muss. 

Eine effektive Komponentenkühlung ist vor allem dann möglich, wenn eine Wasserkühlung installiert wird. Dann nimmt das Core P5 tatsächlich selbst einen 480 mm-Radiator auf. Das deutet schon darauf hin, dass dieses Wandgehäuse nicht gerade kompakt ausfällt. Bei Maßen von 333 x 608 x 570 mm (B x H x T) beansprucht das Core P5 tatsächlich einigen Platz. Bei einer Wandmontage sollte das in aller Regel nicht zu Platzproblemen führen - auch wenn das Core P5 durchaus manches Wandbild in den Schatten stellt. Für PC-Enthusiasten dürfte es dann mit attraktiver Hardware bestückt auch sehenswerter als so manches Kunstwerk sein. Wer aber die ebenfalls mögliche stehende oder liegende (quasi als Benchtable) Nutzung vorzieht, muss doch etwas mehr Platzbedarf als bei einem typischen Midi-Tower einplanen. 

Bei einem Verkaufspreis von rund 150 Euro ist das Core P5 allemal günstiger als die verschiedenen Lian Li PC-O-Wandgehäuse. Allerdings besteht das Thermaltakemodell auch aus Stahl und nicht aus Aluminium, das Window wird aus Acryl und nicht aus gehärtetem Glas gefertigt. 

Thermaltake Core P5

Der Lieferumfang lässt sich kaum sinnvoll mit einem einzelnen Foto wiedergeben. Das liegt aber vor allem daran, dass das Core P5 nur teilmontiert ausgeliefert wird und der Nutzer sozusagen die Endmontage selbst übernimmt. Die beiliegende Anleitung informiert zwar nicht bis in Detail über alle Montageschritte und -möglichkeiten, liefert aber zumindest die wichtigsten Infos zum Zusammenbau des Wandgehäuses und zur Hardwareinstallation. 

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: Thermaltake Core P5
Bezeichnung: Thermaltake Core P5
Material: Stahl, Kunststoff
Maße: 333 x 608 x 570 mm (B x H x T)
Formfaktor: ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
Laufwerke: 1x 2,5/3,5 Zoll (zugänglich), 3x 2,5/3,5 Zoll (hinter dem Mainboardtray) 
Lüfter: 4x 120 oder 3x 140 mm (rechts neben dem Mainboard, optional)
Gewicht: ca. 13 kg
Preis: 149,90 Euro (UVP)

In unserem ausgepackt & angefasst-Video stellen wir das Core P5 in bewegten Bildern vor: