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Corsair K63 im Test - kleine Tastatur zum günstigeren Preis

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Corsair K63Corsairs K63 soll vor allem beim Sparen helfen - und zwar sowohl beim Platz- als auch beim Geld. Doch das Tenkeyless-Modell soll gleichzeitig auch anspruchsvollere Nutzer zufriedenstellen. Sie müssen weder auf Cherry MX-Switches noch auf eine Tastenbeleuchtung verzichten. 

Mit der K65 kann Corsair eigentlich bereits seit einigen Jahren eine überzeugende Kompakttastatur ohne Num-Pad anbieten. Während die ursprüngliche K65 bei einem Kaufpreis von 80 Euro vergleichsweise günstig war, wurden spätere Varianten deutlich teurer. Die K65 LUX RGB kostet bei Corsair 139,99 Euro, K65 RGB und K65 RGB Rapidfire kosten hingegen sogar 149,99 Euro. Ein aktuelles Tenkeyless-Modell für unter 100 Euro fehlte hingegen im Produktkatalog. Diese Rolle soll jetzt die K63 ausfüllen. 

Corsair speckt die neue Kompakttastatur deutlich ab. Das Aluminiumgehäuse weicht einem Kunststoffgehäuse, die RGB-Beleuchtung einer einfarbigen Beleuchtung und die Handballenauflage wurde gleich komplett gestrichen. Doch bei den Kerntugenden müssen keine Abstriche gemacht werden. Auch die K63 wird mit bewährten Cherry MX-Switches bestückt - und zwar den leichtgängigen und linearen MX Red. Und typische Gaming-Features wie Full-Key-Rollover und ein Sperren der Windowstaste fehlen ebenfalls nicht. Dafür sinkt der Preis gegenüber den RGB-Modellen deutlich. Die UVP wird mit 94,90 Euro angegeben. Im Handel dürfte sich der Preis zudem noch etwas nach unten bewegen.  

Technische Details - Corsair K63:

  • Switches: Cherry MX Red
  • Betätigungskraft: 45 g
  • Tastenweg bis zur Auslösung: 2 mm
  • Lebensdauer: 50 Millionen Auslösungen
  • Key Rollover: Full-Key-Rollover
  • Beleuchtung: einfarbig
  • Kabel: gummiert, etwa 2,1 m
  • Highlights: platzsparend, separate Medieatasten, mehrstufig regelbare Tastenbeleuchtung, Windows Key Lock
  • Abmessungen: 36,5 x 17,1 x 4,1 cm
  • Gewicht: 1,12 kg
  • Preis: 94,90 Euro (UVP)

Die Tastatur im Detail

Der K63 fehlt zwar das Num-Pad, gegenüber einer Full-Size-Tastatur werden dafür aber in der Breite etwa 10 cm eingespart. Wer auf den Nummernblock verzichten kann, spart nicht nur Platz. Gerade bei Nutzung der WASD-Tasten in Spielen sind Tenkeyless-Modelle für viele Nutzer ergonomischer, rücken die WASD-Tasten und das Mauspad doch näher zusammen. Optisch fällt zwar gleich auf, dass Corsair bei der K63 auf Aluminium verzichtet. Auch im Kunststoffgehäuse ist die K63 aber klar als Corsairtastatur zu erkennen. Das liegt nicht nur am großen und glänzenden Logo, sondern auch am vertrauten Tastaturdesign mit flachen Zusatztasten und der typischen Corsair-Tastenbeschriftung. 

Auch eine Sparmaßnahme - das USB-Kabel wird bei der K63 nicht gesleevt, sondern nur gummiummantelt. Wichtiger ist aber, dass Corsair nicht an der Kabellänge gespart hat. Auch bei diesem günstigen Modell ist das Kabel etwa 2,1 m lang. 

Ebenfalls vorhanden sind kleine, seitlich ausklappbare Standfüße. Egal ob die K63 liegend oder angestellt genutzt wird - immer sorgen Gummipuffer für einen rutschfesten Stand. 

Ein typisches Designmerkmal von Corsair-Tastaturen ist die Trennung der Standard- von den Sondertasten durch eine Einkerbung im Tastengehäuse. In dieser Kerbe sammelt sich allerdings gerne Staub an, der an dieser Stelle auch nicht leicht aufgewischt werden kann. Speziell bei der K63 kann die Reinigung auch etwas dadurch erschwert werden, dass die Abdeckung nicht bis direkt an die Cherry-Switches reicht. Stattdessen werden einzelne Tastenareale noch einmal zusätzlich rot eingefasst - und diese roten Einfassungen liegen tiefer. 

Die Zusatztasten unterteilen sich in drei Blöcke. Auf der linken Seite können vier Tasten für die Wiedergabesteuerung von Medien genutzt werden.

Auf der rechten Seite dient ein weiterer Block mit drei Tasten der Lautstärkeregelung. Zwei abgesetzte, kleinere Tasten regeln die Helligkeit der Tastenbeleuchtung bzw. Sperren die Windowstaste. 

Die Software

Obwohl die K63 ein vergleichsweise günstiges Modell ist, können Anpassungen über die Corsair-Software CUE vorgenommen werden. Unter "Aktionen" werden Makros aufgezeichnet, "Beleuchtungseffekte" passt die Helligkeit und den Effekt der Tastenbeleuchtung an und "Optionen" ermöglicht einige zusätzliche Anpassungen. Insgesamt fallen die Anpassungsmöglichkeiten überschaubar, aber allemal zweckmäßig aus. 

In der Praxis

Durch den Einsatz der altbekannten Cherry MX Red gibt es bei der Nutzung der K63 keine großen Überraschungen. Die linearen Switches sind mit einer Betätigungskraft von 45 g sehr leichtgängig und eignen sich mit dieser Charakteristik bestens für reaktionsfordernde Spiele wie Shooter. Cherry bietet mit den MX Speed zwar mittlerweile Switches mit ähnlicher Charakteristik, aber um 0,8 mm verkürzten Auslöseweg (1,2 statt 2 mm) an, doch MX Red haben nach wie vor ihre Berechtigung. Schließlich beugt der längere Auslöseweg auch ungewollten Fehlbetätigungen etwas mehr vor. Das kommt gerade Nutzern entgegen, die mit der Tastatur doch auch häufiger Officearbeiten erledigen. Beim Gaming zeigt sich die Sperrfunktion für die Windowstasten als patente Lösung. Die separate Taste ist nicht nur schnell betätigt, eine integrierte LED zeigt auch an, wann der "Windows Lock" aktiv ist. Ähnlich nützlich sind die separaten Tasten für die Medien- und Lautstärkesteuerung. Das Lernen von komplizierten Tastenkombinationen wird durch sie überflüssig gemacht.

Einen gewissen Lernaufwand gibt es für Nutzer, die von einer Full-Size-Tastatur umsteigen und den Ziffernblock dort regelmäßig genutzt haben. In der Anfangszeit dürften sie immer mal ins Leere tippen. Diese Umgewöhnung machen aber generell alle Tenkeyless-Tastaturen nötig. Wer nicht gerade regelmäßig endlose Tabellen mit Zahlen füllt oder den PC andauernd als Taschenrechner nutzt, dürfte das Num-Pad aber nicht lange vermissen. Beim Spielen mit den WASD-Tasten macht sich die schmalere Tastatur hingegen direkt positiv bemerkbar. Für die meisten Nutzer dürfte eine Tenkeyless-Tastatur dabei schlicht eine natürliche, weniger gespreizte Armhaltung ermöglichen. In jedem Fall wird gegenüber einer Full-Size-Tastatur deutlich Platz eingespart.                   

Fazit

Schon vor der K63 gab es keinen Mangel an Tenkeyless-Tastaturen bei Corsair. Trotzdem hat das neue Modell seine Berechtigung - gerade mit Blick auf die drei aktuellen RGB-Modelle. Corsair kann mit der K63 eine Kompakttastatur anbieten, die sich auf das Wesentliche konzentriert und unter 100 Euro kostet. Dabei müssen Nutzer keine Kompromisse bei den Switches eingehen. Sie erhalten mit den Cherry MX-Switches praktisch den bewährten Gold-Standard im Bereich der mechanischen Tastaturen. Allerdings lässt Corsair Käufern keine Wahl, sondern bietet ausschließlich die leichtgängigen und linearen MX Red an. Zur Ausrichtung als Gaming-Tastatur passen MX Red gut, es wird aber trotzdem Nutzer geben, die andere Switches bevorzugt hätten.

Die Ausstattung der K63 fällt ansonsten eher einfach, aber zweckmäßig aus. Was die Tastatur bietet, ist auch wirklich nützlich - seien es die separaten Zusatztasten, die Sperrmöglichkeit für die Windowstasten oder auch die einfarbige Tastenbeleuchtung. Angemessen ist auch, dass Einstellungen über Corsairs CUE-Software vorgenommen werden können. Verzichtet werden muss hingegen auf kostentreibende Ausstattungsmerkmale wie Aluminiumgehäuse, RGB-Beleuchtung, Anschlüsse an der Tastatur oder auch eine Handballenauflage. Sie wären zwar nice to have, viele Nutzer werden aber problemlos darauf verzichten können.

Es gibt aber durchaus noch minimalistischere Tenkeyless-Modelle als Corsairs K63. Ozone hat bei der Strike Battle beispielsweise auf separate Zusatztasten verzichtet und die Mediensteuerung als Zweitbelegung umgesetzt. Weil diese mechanische Tastatur zusätzlich auch nahezu rahmenlos ausfällt, ist sie noch kompakter als die K63. Sie kommt nur auf Maße von 35,1 x 12,3 x 3,5 cm (K63: 36,5 x 17,1 x 4,1 cm). Dabei verbaut Ozone anders als Corsair sogar eine Aluminiumabdeckung und lässt die Wahl zwischen Cherry MX Red und MX Brown. Die Strike Battle hat neben den fehlenden Zusatztasten aber auch weitere Detailschwächen - sie liegt nur bei ausgeklappten Standfüßen rutschfest auf dem Tisch und das Kabel ist 0,6 m kürzer als bei der K63. Entschädigt wird man dafür letztlich aber auch mit einem noch günstigeren Preis.

Wer auf der Suche nach einer geld- und platzsparenden mechanischen Tastatur ist, ist bei der K63 genau richtig. Sie ist nicht so umfangreich ausgestattet wie die teureren Tenkeyless-Modelle von Corsair, überzeugt aber als durchdachte mechanische Tastatur.     

Positive Aspekte der Corsair K63:

  • bewährte Cherry MX Red-Switches
  • platzsparender als Full-Size-Tastaturen
  • regelbare, rote Tastenbeleuchtung
  • separate Mediatasten, Sperre für Windowstasten
  • leistungsstarke Software, Makrofunktionalität

Negative Aspekte der Corsair K63:

  • vergleichsweise einfache Ausstatttung

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Kommentare (8)

#1
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Hauptgefreiter
Beiträge: 165
wären die pfeiltasten weg, wäre es wohl für mich ein direktes "wo kann ich es bestellen"...
#2
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Registriert seit: 13.08.2016
Pfalz
Hauptgefreiter
Beiträge: 212
Schicke Tastatur. Aber ich sehe trotzdem keine Daseins-Berechtigung.

Wenn jemand eine günstige, kompakte, mechanische Tastatur haben möchte kann er doch auch zur Corsair Vengeance K65 Compact greifen, die kostet nur 80€. Kommt sogar mit einem Metall Gehäuse.

Zitat
Sie ist nicht so umfangreich ausgestattet wie die teureren Tenkeyless-Modelle von Corsair, überzeugt aber als durchdachte mechanische Tastatur.


Finde alle Tenkeyless Modelle von Corsair ziemlich undurchdacht.
Extra Tasten weg zu lassen um die Tastatur kleiner zu machen, dann aber trotzdem noch zwischen Blöcken Platz lassen.
Ist doch irgendwie unsinnig. Wenn schon als Kompakt gelabelt dann doch auch bitte wirklich kompakt machen.

#3
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Registriert seit: 07.12.2014
Bayern
Bootsmann
Beiträge: 572
Ich würde sie mir auch holen, jedoch kein Rad für die Lautstärkeregulierung -> kein Kauf!

Schade :-(.
#4
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3822
Corsair hat die UVP heute noch um 5 Euro nach unten korrigiert, sie liegt jetzt bei 94,90 Euro. Habe ich im Test eben noch angepasst.
#5
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Registriert seit: 01.12.2013
Wendland
Oberbootsmann
Beiträge: 769
Die Ozone STRIKE Battle gefällt mir deutlich besser
#6
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Registriert seit: 02.02.2012
72202
Korvettenkapitän
Beiträge: 2137
Was ist eigentlich mit den ganzen Handballenauflagen passiert? o0 Warum haben das so viele nicht mehr?
#7
customavatars/avatar20314_1.gif
Registriert seit: 05.03.2005
Augsburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3454
Find ich jetzt nicht so schlimm, die Handballenauflagen waren eh zu kurz. Dann lieber weglassen.
#8
customavatars/avatar121830_1.gif
Registriert seit: 22.10.2009
Beim Transwarpkanal rechts abbiegen
Hauptgefreiter
Beiträge: 143
Zitat Zeusx86;25404443
Was ist eigentlich mit den ganzen Handballenauflagen passiert? o0 Warum haben das so viele nicht mehr?


Das hatte ich mich auch gefragt. Auch fragte ich mich, warum so viele Hersteller die Tasten so abstehen lassen müssen.

Da gabs dann eigentlich nur eine. Die Roccat Ryos MK FX. Bin eigentlich ganz zufrieden damit. Mit den Gummis unter den Caps ganz schön leise. Das einzige was ich immer noch bei RGB Mechas vermisse ist ein USB HUB. Das bekommt kein Hersteller hin. Dann heisst es entweder USB Hub mit keiner oder einer Frabe oder RGB und kein USB Hub...
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