> > > > Ozone Strike Battle im Test - mechanische Tastatur im Mini-Format

Ozone Strike Battle im Test - mechanische Tastatur im Mini-Format

Veröffentlicht am: von

Ozone Strike BattleWer nur wenig Platz auf dem Schreibtisch hat oder eine mechanische Tastatur für unterwegs sucht, greift am besten zu einem Modell ohne Num-Pad. Ein besonders kompaktes Tenkeyless-Modell ist die Strike Battle von Ozone. Im Test wollen wir herausfinden, ob sie die ultimative mechanische Mini-Tastatur ist. 

Die Gaming-Marke Ozone bietet schon länger mechanische Tastaturen an. Vor einigen Monaten konnten wir beispielsweise mit der Strike Pro ein Full-Size-Modell mit Switches von Cherry testen. Doch eine solche Full-Size-Tastatur braucht Platz auf dem Schreibtisch und ist auch nicht gerade besonders transportabel. Bei der Entwicklung der Strike Battle hat Ozone deshalb versucht, eine besonders kompakte mechanische Tastatur zu gestalten.  

Herausgekommen ist eine Tenkeyless-Tastatur, also eine Tastatur ohne Num-Pad. Zusätzlich hat Ozone die Strike Battle nahezu rahmenlos gestaltet. Die Tastenkappen reichen fast bis an den Rand der Tastatur, sodass seitlich von ihnen kein Platz verschwendet wird. Und selbst die F-Tasten sitzen relativ nah an den restlichen Tasten. Im Endergebnis misst die Tastatur nur 35,1 x 12,3 x 3,5 cm. Zum Vergleich: die erwähnte Strike Pro kommt auf 44,1 x 13,6 x 3,4 cm und nimmt entsprechend deutlich mehr Platz ein. Für eine mechanische Tastatur ist die Strike Battle zudem mit nicht einmal 700 g angenehm leicht. Trotz geringer Größe und geringem Gewicht soll die Tastatur aber ein Gaming-Schwergewicht sein. Spieler müssen nicht auf die bewährten Cherry MX-Switches verzichten (in Deutschland wahlweise Cherry MX Red oder Cherry MX Brown) und erhalten zudem eine Reihe von speziellen Gaming-Features. Dabei profitieren sie letztlich selbst beim Kaufpreis von der geringen Tastenzahl. Weil sie für unter 90 Euro über die Ladentheke geht, gehört die Strike Battle zu den günstigeren mechanischen Tastaturen. 

Bevor wir die technischen Daten zusammenfassen, wollen wir die Ozone Strike Battle noch kurz im 4K-Video vorstellen:

Technische Details - Ozone Strike Battle:

  • Switches: Cherry MX Brown (optional MX Red)
  • Betätigungskraft: 45 Gramm für Federwiderstand, 55 Gramm zum Überwinden des Schaltpunkts
  • Tastenweg bis zur Auslösung: 2 Millimeter
  • Lebensdauer: 50 Millionen Auslösungen
  • Beleuchtung: rote Tastenbeleuchtung
  • Kabel: gesleevt, 1,5 m Länge, vergoldeter Stecker
  • Highlights: besonders platzsparend, mechanische Switches, Aluminiumcover, Tastenbeleuchtung, Makro- und Mediatasten (Zweitbelegung)
  • Abmessungen: 35,1 x 12,3 x 3,5 cm
  • Gewicht: 685 Gramm
  • Preis: 87,95 Euro

Die Ozone Strike Battle im Detail

Ozone Strike Battle

Selbst die Verpackung wurde platzeffektiv gestaltet, man mag kaum glauben, dass sich darin eine komplette Gamingtastatur verbergen kann. 

Ozone Strike Battle

Ozone liefert zur Strike Battle nur ein knapp gehaltenes Handbuch (eher -heft) und einen großen Ozone-Sticker mit. Auf weiteres Zubehör wie z.B. eine Handballenauflage oder alternative Tastenkappen muss man verzichten. 

Ozone Strike Battle

An anderer Stelle zeigt sich Ozone aber weniger sparsam. Trotz des moderaten Verkaufspreises besteht das Topcase der Tastatur aus mattem Aluminium. In Kombination mit den regelrecht freischwebenden Tastenkappen sorgt das für einen schlichten, aber edlen Look. Von überladener Gaming-Optik ist dabei nichts zu sehen. Damit passt die Strike Battle durchaus gut zu einem modern-reduzierten Einrichtungsstil. Trotz der überschaubaren Tastenzahl stellt Ozone durch Zweitbelegungen in Kombination mit der Ozone-Taste wichtige Zusatzfunktionen bereit. So dienen die F-Tasten in Zweitbelegung unter anderem als Medientasten.  

Ozone Strike Battle

Das Tastaturgehäuse ist leicht keilförmig gestaltet. Der untere Teil des Gehäuses besteht aus Kunststoff und zeigt sich seitlich im Glossy-Look. Entsprechend auffällig werden Fingerabdrücke von diesen Partien "gespeichert". 

Ozone Strike Battle

Zweitbelegungen gibt es nicht nur für die F-Tasten, sondern auch für den Block oberhalb der Pfeiltasten. Diese Sechs Makrotasten stellen sicher, dass Makros nach dem Aufzeichnen über die Software auch unkompliziert ausgeführt werden können. 

Ozone Strike Battle

Formal macht Ozone an der Unterseite erst einmal alles richtig. Sowohl an den der Vorderkante als auch an den Standfüßen sollten Gummielemente für rutschfesten Stand sorgen. In der Praxis steht die Tastatur aber nur dann rutschsicher, wenn die Standfüße auch ausgeklappt sind. Solange sie eingeklappt bleiben, rutscht die Strike Battle extrem leicht über den Tisch. Auf glatten Tischplatten ist das tatsächlich richtig störend. 

Ozone Strike Battle

Angebunden wird die Mini-Tastatur mit einem vergleichsweise kurzen USB-Kabel. Das gesleevte Kabel kommt nur auf eine Länge von 1,5 Metern. Das ist zwar gut für den Transport, kann in der Praxis aber doch schnell knapp werden. Ozone hat aber immerhin an einen Mantelstromfilter und an einen vergoldeten Stecker gedacht. 

Praxiseinsatz

Für den Praxiseinsatz ist vor allem entscheidend, welche Switches vom Hersteller verbaut werden. Ozone bietet die Strike Battle in Deutschland aktuell mit zwei unterschiedlich ausgerichteten Cherry MX-Switches an. Cherry MX Red sind besonders leichtgängige, lineare Mikroschalter, die vor allem für schnell Spiele wie Shooter gut geeignet sind. 

Ozone Strike Battle

Die bei unserem Testsample eingesetzten MX Brown sind zwar auch eher leichtgängig, haben aber eine ganz andere Charakteristik. Beim Betätigen muss ein leichter Widerstand überwunden werden, so dass man ein klares Feedback von der Auslösung erhält. Gerade beim Schreiben ist das sehr angenehm, weil sich so kontrollierter als beispielsweise auf MX Red tippen lässt. Das haben wir so auch beim Schreiben dieses Tests deutlich gemerkt. Für Shooter wie Battlefield 4 ist die Strike Battle mit Cherry MX Brown auch allemal geeignet, wir geben hier aber doch lieber leichtgängigen linearen Switches den Vorzug. Letztlich sind MX Brown aber ein sinnvoller Kompromiss zwischen den Vielschreiber-Switches MX Blue und den linearen Gaming-Switches. Unabhängig vom Mikroschalter-Typ kann sich das Tenkeyless-Format beim Spielen tatsächlich positiv auswirken. Im Vergleich zu einer Tastatur mit Num-Pad kann eine solche Tastatur näher an das Mauspad gerückt werden und ist unter Umständen deshalb ergonomischer. 

Die hochstehenden Tastenkappen lassen sich übrigens ganz leicht von den Switches abziehen. Ein entsprechendes Abziehwerkzeug ist damit praktisch überflüssig. 

Die Software

Ozone Strike Battle

Um Makros und die bis zu fünf möglichen Profile ausreizen zu können, ist die Installation der schlanken Treibersoftware nötig. Sie kann über die Produktseite heruntergeladen werden. Über die Software können auch Tasten individuell belegt werden und weitere Einstellungen vorgenommen werden. So können verschiedene Reaktionszeiten und Abtastraten genauso definiert werden wie die Helligkeit der Tastenbeleuchtung (aus, 10, 30, 70 oder 100 Prozent, pulsierend). Allerdings können diese erweiterten Einstellungen auch direkt an der Tastatur angepasst werden - in der Software ist nur direkt ersichtlich, welche Stufe gerade aktiv ist. 

Fazit

Die Strike Battle ist nicht die erste und erst recht nicht die einzige mechanische Tastatur im Tenkeyless-Format. Sie hat aber unbestritten ihren Charme. Denn anders als die meisten Konkurrenten zeigt sich die Ozone-Tastatur im "rahmenlosen" Design. Dadurch spart sie nicht nur noch ein paar Millimeter ein, sondern sieht in Verbindung mit den regelrecht freischwebenden Tastenkappen und dem Aluminium-Topcase modern und wertig aus. Bedingt durch den kompakten Aufbau sind zwar wichtige Tasten wie die Makrotasten nur als Zweitbelegung nutzbar, insgesamt ist es aber schon fast erstaunlich, wie viele Gaming-Features die kleine Tastatur bieten kann. Von der mehrstufig anpassbaren Tastenbeleuchtung über Makro- und Profilfunktionalität, N-Key-Rollover, bis hin zur deaktivierbaren Windows-Taste ist praktisch alles dabei, was man sich von einer mechanischen Tastatur in dieser Preisklasse wünschen kann.

Mancher Nutzer mag eine Handballenauflage oder integrierte Anschlüsse vermissen, beides würde aber nicht so richtig zum Konzept der Strike Battle passen. Ärgerlicher ist da schon, dass man die Tastatur fast zwangsweise mit ausgeklappten Standfüßen nutzen muss, damit sie nicht bei jeder Handbewegung über den Tisch rutscht. Störend kann auch die knapp bemessene Kabellänge sein. 

Direkte Konkurrenten zur Ozone Strike Battle sind andere mechanische Tastaturen im Tenkeyless-Format. Gerade Cooler Master hat beizeiten damit begonnen, mechanische Tastaturen ohne Num-Pad anzubieten. Schon länger erhältlich und als dezente Lösung beliebt ist die CM Storm Quick Fire Rapid-I, die wie die Strike Battle mit MX Brown und MX Red angeboten wird. Optisch wirkt Ozones Modell wesentlich moderner als die klassisch gestaltete Cooler Master-Tastatur. Mit Blick auf die Ausstattung ähneln sich beide Modelle, allerdings wird die Strike Battle günstiger angeboten als die mindestens 99,90 Euro teure Quick Fire Rapid-I. Wer weniger Wert auf einen günstigen Preis und mehr Wert auf die Beleuchtung legt, erhält mit der MasterKeys Pro S auch ein Tenkeyless-Modell mit RGB-Beleuchtung von Cooler Master (wir haben erst vor kurzem das normalgroße Geschwistermodell MasterKeys Pro L getestet). Die farbenfroh beleuchtete Mini-Tastatur kostet dann aber bereits 139,90 Euro.

Ozone Strike Battle

Letztlich ist die Ozone Strike Battle nicht nur eine gelungene mechanische Tenkeyless-Tastatur mit modernem Design, sie ist auch noch vergleichsweise günstig. Wir zeichnen die Mini-Mecha deshalb mit unserem Preis-Leistungs-Award aus.  

Ozone Strike Battle

Positive Aspekte der Ozone Strike Battle:

  • kompakt und leichtgewichtig
  • zwei verschiedene Cherry MX-Switches zur Auswahl
  • Aluminiumabdeckung
  • anpassbare Tastenbeleuchtung
  • Makro- und Profilfunktionalität, Mediatasten als Zweitbelegung

Negative Aspekte der Ozone Strike Battle:

  • rutschfester Stand nur bei ausgeklappten Standfüßen
  • relativ kurzes Kabel, keine Handballenauflage

Social Links

Kommentare (3)

#1
customavatars/avatar139851_1.gif
Registriert seit: 02.09.2010

Kapitän zur See
Beiträge: 3422
Nice, benutze die Tastatur seit einigen Wochen/Monaten und bin sehr zufrieden, besonders bei dem Preis!

Hab die MX-Brown drin, m.M. die besten für Starcraft 2 :D
#2
customavatars/avatar218833_1.gif
Registriert seit: 24.03.2015

Hauptgefreiter
Beiträge: 168
Ich glaube im Fazit hat der Fehlerteufel erbamungslos zugeschlagen.
#3
customavatars/avatar117354_1.gif
Registriert seit: 29.07.2009
Neuss
Kapitän zur See
Beiträge: 3443
Wo ist die Tastatur Mini? :D Normales TKL Design. Geht noch kleiner.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

SteelSeries Rival 500 und Rival 700 im Doppeltest

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/PMOOSDORF/2016/STEELSERIES_RIVAL_500_UND_700_LOGO

Ein Sensor, zwei ganz unterschiedliche Mäuse: Im Doppeltest wollen wir deshalb Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden SteelSeries-Modellen Rival 500 und Rival 700 aufzeigen. Dabei versprechen das MOBA/MMO-Modell Rival 500 und erst recht die Rival 700 mit ihrem OLED-Display einige... [mehr]

Sharkoon Skiller MECH SGK1 im Test - die mechanische Tastatur der Skiller-Reihe

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SHARKOON_SKILLER_MECH_SGK1/SHARKOON_SKILLER_MECH_SGK1_LOGO

Mechanische Tastaturen kosten gerne dreistellige Eurobeträge. Nicht so Sharkoons Skiller MECH SGK1 - sie soll zwar eine vollwertige mechanische Tastatur und absolut spiele-tauglich sein, kostet aber nur rund 60 Euro. Wie gut das gelingt, klärt unser Test. Cherry MX-Switches darf man zu diesem... [mehr]

Zeit für ein neues Top-Modell - die Corsair K95 RGB Platinum im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2017/CORSAIR_K95_RGB_PLATINUM_LOGO

Die K95 RGB Platinum übernimmt die Rolle der Corsair-Tastatur mit der besten Ausstattung. Die wuchtige Extended-Size-Tastatur bietet unter anderem optional Cherry MX RGB Speed-Switches, einen großen integrierten Speicher, dedizierte Makro- und Mediatasten und eine zweiseitige Handballenauflage.... [mehr]

Corsair Harpoon RGB im Test - günstig und gut?

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/PMOOSDORF/2016/CORSAIR_HARPOON_RGB_LOGO

Leicht, günstig und voll gaming-tauglich - das soll Corsairs neue Maus Harpoon RGB sein. Wir klären im Test, ob das Leichtgewicht wirklich überzeugen kann. Zuletzt haben wir mit der M65 PRO RGB das aktuelle Top-Modell unter Corsairs Gamingmäusen getestet. Gerade die üppige Ausstattung mit... [mehr]

Mechanische Low-Profile-Tastatur Tesoro Gram Spectrum im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/TESORO_GRAM_SPECTRUM/TESORO_GRAM_SPECTRUM_LOGO

Manchen Nutzer stört die hohe Bauhöhe von mechanischen Tastaturen. Für sie könnte Tesoros Gram Spectrum gerade recht kommen - eine mechanische Tastatur in Low-Profile-Bauweise. Wir klären im Test, ob das RGB-Eingabegerät nicht nur relativ flach ausfällt, sondern auch eine vollwertige... [mehr]

Dream Machines DM1 PRO S im Test - ein Traum von einer Maus?

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/DREAM_MACHINES_DM1_PRO_S/DREAM_MACHINES_DM1_PRO_S_LOGO

Wie soll die ideale Maus für Spieler aussehen? Dream Machines möchte die Frage mit der DM1 PRO S beantworten. Und tatsächlich spricht auf dem Papier viel für die in Polen designte Maus. Der brandaktuelle optische Sensor, die flache und für alle Griffe geeignete Form und das bemerkenswert... [mehr]