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Gaming-Maus Rapoo VPRO V900 im Test

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corsair m65 testNachdem sich Rapoo einen Namen mit Multimedia- und HTPC-Eingabegeräten gemacht hat, wird mit dem VPRO-Label auch das Gaming-Segment in Angriff genommen. Erstes VPRO-Produkt ist die V900, eine Gaming-Maus mit leistungsstarkem Lasersensor und einer Reihe von Gaming-Features. Im Test wollen wir herausfinden, ob diese Maus ein ernstzunehmender Konkurrent für die Modelle von etablierten Branchengrößen ist. 

Gaming-Eingabegeräte müssen ganz andere Anforderungen erfüllen als Mäuse und Tastaturen für Office- oder Multimedianutzer. Für Spielermäuse wichtig sind beispielsweise hochauflösende Sensoren, die auch schnellste Mausbewegungen erfassen und präzise umsetzen und robuste und langlebige Switches. Zusätzliche Features wie die Möglichkeit, verschiedene Profile zu speichern, Makros anzulegen oder verschiedene Beleuchtungsfarben und -modi auszuwählen, sind ab einem gewissen Preislevel ebenfalls selbstverständlich.

Die technischen Daten der Rapoo VPRO V900 im Überblick:

 
  Rapoo VPRO V900
Sensor Typ:
Lasersensor
Abtastrate:
max. 8.200 DPI
Beschleunigung:
max. 30 G
Max. Abtastgeschwindigkeit:
3,8 m/sek. (1500 ips)
Switches:
OMRON (Hauptswitches)
Zusätzliche Tasten:
2 = Daumen; 1 = Topcover; 1 = Boden
Design / Features:
RGB-Beleuchtung; Speicher für fünf Profile, Makro-Editor 
Gleitfüße:
vier Gleitflächen
Kabel:
1,8 Meter, gesleevt, vergoldeter USB 2.0-Anschluss
Abmessungen:
69 x 124 x 40 Millimeter
Gewicht:
115 Gramm
Preis:
59 Euro (UVP)

Mit Blick auf die Spezifikationen der VPRO 900 wird bereits deutlich, dass Rapoos Gaming-Maus eine ganze Reihe von diesen Anforderungen erfüllen kann. Der Lasersensor löst mit bis zu 8.200 DPI auf und bietet respektable Werte bei Beschleunigungs- und Abtastgeschwindigkeit. Rapoo macht zwar keine Angabe zum exakten Sensortyp, die Kenndaten entsprechen aber denen des Avago ADNS-9800. Auch bei den Hauptswitches setzt Rapoo mit den OMRON-Switches auf eine verbreitete Lösung. Die Maus bietet tatsächlich auch Gaming-Features wie eine RGB-Beleuchtung, Speicher für fünf Profile und einen Makro-Editor. Die entsprechenden Anpassungen können per Software vorgenommen werden. Mit dem "Rapoo V900 – Gaming-Maus – Treiberprogramm" sind auch alternative Tastenbelegung möglich.

Preislich wird die Maus von Rapoo als Mittelklasseprodukt positioniert. Sowohl die UVP als auch der reale Verkaufspreis liegen bei 59 Euro. 

Unsere Ersteindrücke von Rapoos Gaming-Premiere fassen wir auch in einem Video zusammen:

Lieferumfang und Anbindung

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Die Rapoo-Software kann tatsächlich noch von der beiliegenden Treiber-CD installiert werden. Alternativ wird sie aber auch auf Produktseite angeboten. Der knappe Lieferumfang wird von einer Kurzanleitung komplettiert.

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Angeschlossen wird die VPRO V900 konventionell per USB-Kabel. Das gesleevte Kabel kommt auf eine ausreichende Länge von 1,8 m und kann per Klettverschluss zusammengefasst werden. Der USB-Anschluss selbst wird für optimalen Kontakt vergoldet. 

Design und Bedienelemente

Rapoo hat die VPRO 900 als mittelgroße Rechtshändermaus gestaltet. Die Formgebung ist konventionell, auffällig ist aber der Materialmix. Tasten und Handballenauflage bestehen aus leicht angerautem Kunststoff. Selbst feuchte Hände haben deshalb einen guten Grip. Das ist auch bei den beiden gummierten Seitenpartien der Fall. Zierelemente sind hingegen der zentrale, silberfarbene Steg und einige Glossy-Partien. Dieser Hochglanz-Kunststoff sammelt allerdings Fingerabdrücke auf.

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Zusätzliche Funktionen können auf die beiden Daumentasten gelegt werden. Werkseitig sind sie mit Vorwärts und Zurück belegt, was gerade beim Surfen im Netz sinnvoll ist. 

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Die beiden Haupttasten sind großflächig und leicht konturiert. Weil die Omron-Switches für einen angenehmen Druckpunkt sorgen, können sie präzise und zuverlässig bedient werden. Nicht ganz so zuverlässig funktionierte bei unserem Testsample die DPI-Taste, die den Wechsel zwischen verschiedenen DPI-Stufen mitten im Spiel ermöglicht. Teilweise klemmte diese Taste etwas, sodass wir sie mehrfach betätigen mussten. Wir gehen allerdings davon aus, dass dieses Problem ein Einzelfall ist. Wir konnten bereits zwei VPRO V900 während eines Messetermins auf der IFA ausprobieren, bei denen es keine Probleme mit der DPI-Taste gab. Solange diese Taste ordnungsgemäß funktioniert, wird die aktuelle DPI-Stufe über die Farbe einer kleinen Kontroll-LED unterhalb der Taste angezeigt (Rot, Grün, Blau, Aus). Das Mausrad oberhalb der DPI-Taste dreht trotz Rasterung relativ leichtgängig und ermöglicht so ein angenehmes Scrollen. 

Software und Beleuchtung

Die VPRO V900 ist Plug and Play-fähig und kann unter Windows direkt genutzt werden, ohne dass erst ein Treiber installiert werden müsste. Wer den kompletten Funktionsumfang ausreizen möchte, kommt um die Installation der schlanken Software (entweder von der beiliegenden Treiber-CD oder aus dem Netz) nicht herum. 

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In vier Reitern können Tastenbelegung, Steuerungseigenschaften (Empfindlichkeit, Lift-Off-Distance und Abtastrate), Beleuchtung und Makros angepasst werden. Die Empfindlichkeit kann in Hunderterschritten zwischen 100 und 8.200 DPI gewählt werden. Die Einstellungen lassen sich für fünf Profile und drei Modi speichern. Es ist auch möglich, einzelne Spiele mit speziellen Profilen zu verknüpfen. 

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Das RGB-Beleuchtungssystem illuminiert das Mausrad und zwei Seitenstreifen mit jeweils einer Farbe. Diese Farbe kann entweder aus einer Palette an vorgegebenen Farben gewählt oder über RGB-Parameter frei konfiguriert werden. Wahlmöglichkeit gibt es auch beim Beleuchtungsmodus. Neben der statischen Beleuchtung ist auch ein pulsierender Betrieb möglich. 

In der Praxis

Mit den vier Gleitflächen rutscht die VPRO V900 leicht und gleichmäßig über das Mauspad. Dank des Lasersensors ist ein Mauspad aber noch nicht einmal unbedingt erforderlich. Im Gegensatz zu einem optischen Sensor arbeitet der Sensor auch auf glatten Oberflächen wie Tischplatten präzise. Und Präzision ist auch ganz generell eine Stärke der Rapoo-Maus. Selbst minimale Mausbewegungen werden direkt und präzise nachgezeichnet und die beiden Haupttasten erfreuen mit schneller Auslösung und klarem Feedback.

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Der Wechselschalter für die Profile versteckt sich an der Mausunterseite. Wie für den DPI-Schalter gibt es auch für diesen Schalter eine Status-LED (Rot, Grün, Blau).

Ein überzeugender Einstieg

Rapoo greift für die VPRO V900 auf bewährte Technik zurück. Geht man davon aus, dass sich hinter dem unbenannten Sensor wirklich ein Avago ADNS-9800 verbirgt, überrascht die hohe Präzision der Maus wenig. Eine ähnlich positive Vorstellung hat in unserer Redaktion beispielsweise schon Corsairs M65 RGB mit dem ADNS-9800 abgeliefert. Der Lasersensor sorgt für spezifische Vorteile (beispielsweise hohe Präzision auf unterschiedlichen Unterlagen, exakt anpassbare LOD), man muss aber genauso mit den Nachteilen dieses Sensortyps rechnen. Anspruchsvolle Spieler haben häufig das Gefühl, dass ihnen optische Sensoren eine direktere Kontrolle und eine gleichmäßigere Umsetzung der Mausbewegungen ermöglichen. Letztlich ist die Wahl des Sensortyps aber eine Frage der individuellen Vorlieben. 

Zweiter wichtiger Baustein auf dem Weg zur überzeugenden Spielemaus sind die Switches für die Haupttasten. Auch hier setzt Rapoo mit den OMRON-Switches auf eine bewährte Lösung. Dem aktuellen Standard entspricht außerdem die flexible RGB-Beleuchtung, mit der aus einer ungemein breiten Palette exakt der Farbton ausgewählt werden kann, den sich der einzelne Nutzer gerade vorstellt. Der integrierte Profilspeicher, in dem auch selbst erstellte Makros hinterlegt werden können, wertet die Maus weiter auf. Dabei lassen sich diese zusätzlichen Funktionen allesamt komfortabel über die übersichtliche Software einrichten und steuern. Die Zuordnung der einzelnen Profile und Modi zur aktuellen Mauseinstellung ist aber nicht auf den ersten Blick erkennbar. 

Insgesamt kann Rapoo mit der VPRO V900 eine gelungene Premiere feiern. Die erste Gaming-Maus des Unternehmens präsentiert sich in vergleichsweise erwachsener Optik, ist technisch aber absolut auf dem Stand der Zeit.  

Positive Aspekte der Rapoo VPRO V900:

  • gute Ergonomie
  • präziser Lasersensor, hochwertige Switches bei den Haupttasten
  • übersichtliche Software mit vielen Anpassungsmöglichkeiten
  • RGB-Beleuchtungssystem, Profilspeicher

Negative Aspekte der Rapoo VPRO V900:

  • reine Rechtshänder-Maus
  • Profil-/Modi-Kontrolle nicht einfach nachvollziehbar

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Kommentare (4)

#1
Registriert seit: 01.03.2007

Stabsgefreiter
Beiträge: 267
So, so, RGB-Beleuchtung ist also ein Gaming-Feature. Die beleuchtete Maus verleiht einem dann gleich richtige uber skillz und min. 100 frags mehr gegen diese n00bz ohne RGB-Beleuchtung...

Maus scheint ganz in Ordnung zu sein und vor allem doch recht dezent gestaltet. Vielleicht wirklich einen Kauf wert, wenn man Laser-Sensoren mag.
#2
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 447
dem Beleuchtungsmist stimme ich zu. Auf der Tastatur nett, auf der Maus unnötig wie nur was.
#3
Registriert seit: 25.05.2013

Oberbootsmann
Beiträge: 938
"Die Rapoo-Software kann tatsächlich noch von der beiliegenden Treiber-CD installiert aus.", "aus" soll "werden" heißen oder?
#4
customavatars/avatar15872_1.gif
Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3804
@PixxelPC: Danke, habe ich korrigiert.
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