Seite 1: G.Skill Flare X im Test - Ryzens Speichercontroller ausgetestet

Für AMDs Ryzen-Prozessoren kommen nicht nur passende Mainboards auf den Markt, sondern auch optimierte Speicherkits. Das G.Skill Flare-Kit mit 3.200 MHz haben wir heute im Test und nehmen es zum Anlass, auch die Performance der Ryzen-Prozessoren mit unterschiedlichen Speicher-Taktfrequenzen und -Latenzzeiten genauer zu untersuchen.

G.Skills Flare-Serie unterscheidet sich im Gegensatz zu den Trident-Z- oder Ripjaws-Modulen in der Ausrichtung auf AMDs Ryzen-Prozessoren. Natürlich würden auch die Trident- oder Ripjaws-Module wahrscheinlich sehr gut in einem X370-Mainboard laufen, aber bei der Flare-Serie geht man kein Risiko ein: Sie wird entsprechend für AMD optimiert. Da beispielsweise auf AMD Ryzen-Systeme Dual-Rank-Module keinen ganz so hohen Takt erreichen, setzen die Hersteller bei hochgetakteten Ryzen-Kits auf Single-Rank-Speicherkits. Wir haben die brandneuen Flare X mit 3.200 MHz und CL14 im Test, die mit nur 1,35 V diese hohe Taktfrequenz erreichen. Es handelt sich dabei um ein Kit aus zwei 8-GB-Modulen, also mit einer Gesamtkapazität von 16 GB. Das sollte - zusammen mit der Taktfrequenz - wohl eines der höherwertigen Speicherkits am Markt für AMDs Ryzen darstellen. Erreicht wird die hohe Geschwindigkeit durch die bekannten Samsung B-Die-Chips, die momentan auf vielen Overclocking-Speichermodulen eingesetzt werden.

G.Skill Flare X 3.200 MHz 2x8GB
Produktnummer F4-3200C14D-16GFX
Taktfrequenz 3.200 MHz
Garantierte Latenzzeiten CL14-14-14-34
Spannung 1,35 V
Kitgröße 2x8GB (16 GB)
Organisation Single-Sided, Single Rank
Preisvergleich ab 189,00 Euro

Wir testen die neuen G.Skill-Module auf einem ASUS Crosshair VI Hero mit X370-Chipsatz. Bei den CPUs selektierten wir ein wenig, um den hohen Speichertakt auch tatsächlich ohne Probleme realisieren zu können. So waren einige unserer Ryzen-CPUs nicht in der Lage mit 3.200 MHz stabil zu arbeiten. Auch G.Skill berichtete, dass wohl die Ryzen-7-Modelle tendenziell eher den hohen Takt erreichen als die kleineren Ryzen 5. Letztendlich landeten wir aber bei einem Ryzen 5 1600X, der ebenso einen hohen Speichertakt erreichen konnte. Diesen wählten wir dann auch für unseren Test.

Zudem mussten wir das BIOS des ASUS-Boards etwas tweaken: Bislang waren nur Speichertaktraten bis 3.200 MHz einstellbar, zudem funktionierten einige Latenzzeiten nicht. Mit dem neuen, inoffiziellen Performance-BIOS 9943 änderte sich dies. User in unserem Forum haben im entsprechenden Sammelthread zum Crosshair VI Hero bereits damit herumprobiert. Zudem gibt es auch ein BIOS 9945 für 2x16GB Hynix ICs und 4x8GB Samsung B-Chip. Gerade letztere Kombination ist natürlich interessant, weil hier Bank Interleaving mit jeweils zwei Single-Rank-Modulen pro Dual-Channel-Kanal genutzt werden kann, theoretisch aber natürlich dadurch die mögliche Taktfrequenz etwas sinkt. Die Performance sollte aber trotz niedrigerer Taktfrequenz höher sein. Bevor das BIOS allerdings offiziell released wird, sollte noch etwas Zeit ins Land gehen. Trotz der Einstellung auf CL13 lief unser System beispielsweise immer noch auf CL14.

Uns ging es dabei aber nicht nur darum, auszuloten, was die G.Skill-Speichermodule leisten können, sondern wir wollten auch herausfinden, welche Taktfrequenzen und Timings für Ryzen besonders interessant sind. Aus diesem Grund haben wir auf der zweiten Seite diverse Benchmarks bei unterschiedlichen Frequenzen und Timings ausgeführt, um die Unterschiede messen zu können. Diese beziehen sich natürlich nur auf den Singe-Rank-Betrieb - mit Dual-Rank-Modulen werden bei niedrigeren Frequenzen höhere Performancewerte erreicht, aber ein Anheben des Taktes ist nur schwer möglich.

G.Skill Flare X im Detail

Natürlich haben wir zunächst einmal einen Blick auf die Fähigkeiten des G.Skill-Moduls geworfen. Besonders interessiert dabei immer die SPD-Programmierung, die wir anhand von CPU-Z visualisieren. Hierbei hat G.Skill keine Fehler gemacht, und so ist es auch kein Wunder, dass das ASUS-Board mit den Modulen ohne Probleme zurecht kommt. Die hinterlegten Profile helfen zudem dabei, das Modul oberhalb der Ryzen-Spezifikationen zu betreiben. Die maximal möglichen 3.200 MHz hat G.Skill dabei korrekt mit Timings von 14-14-14-34 angegeben, auch die benötigte Spannung von 1,35 V ist hinterlegt. Sämtliche anderen Taktfrequenzen schafft das Modul auch mit 1,2V.