Seite 1: Scythe KroCraft - ein gelungener Markteinstieg

scythe_krocraft_teaserErtönt der Name Scythe, denkt der erfahrene PC-Nutzer zunächst an hochwertige CPU-Kühler und leise Lüfter. Wenig später steht sicherlich das erste Gehäuse des Kühler-Spezialisten. Den Audio-Bereich haben die meisten Anwender nicht auf dem Plan – und das, obwohl Scythe mit seinem Kama-Bay-Amp ein durchaus interessantes Produkt im Portfolio hat. Nun möchten die Asiaten mit den – ersten Ankündigungen zufolge - 100 Euro teuren KroCraft Stereo-Lautsprechern den Angriff auf die etablierte Konkurrenz wagen. Der Clou: ein externes Verstärkermodul.

Scythes Idee ist so simpel, wie auf den ersten Blick auch genial. Während in der Regel alle 2.0-Sets einen in einen Speaker integrierten Verstärker besitzen, dessen Störstrahlung sich negativ auf das Klangerlebnis auswirken kann, lagert man den Verstärker aus und verzichtet auf das im PC-Segment weitverbreitete Aktivboxen-Prinzip. Stattdessen bestehen die KroCraft-Speaker aus zwei passiven Lautsprechern und einem externen Verstärker-Modul, ähnlich, wie wir es aus der reinen Stereo-Welt kennen. Im übertragenen Sinne könnte man sogar so weit gehen und von einer Vor-Endstufen-Kombi sprechen, denn die Vorstufe stellt in diesem Fall die im PC verbaute Soundkarte dar, die Endstufe – wen sollte es überraschen - Scythes Kama Bay Amp, die hier den Namenszusatz „Kro“ trägt.

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Anders als es aktuell zum guten Mainstream-Ton gehört, verzichtet Scythe darauf, einen dedizierten Subwoofer zu nutzen. In der Praxis hat dies Vor- aber natürlich auch Nachteile. Während bei 2.1-Sets ein beträchtlicher Teil des Budgets für den Subwoofer verwendet wird, klingt ein ähnlich teures 2.0-Set im Hochtonbereich in der Regel besser, da hochwertigere Komponenten zum Einsatz kommen können. Zudem neigen gerade günstige Subwoofer häufig dazu, zwar nach „viel“ zu klingen, erkaufen sich dies aber meist durch einen recht unsauberen, verwaschenen und unnatürlichen Klang. Natürlich sollte die Wahl des Sets auch etwas vom persönlichen Musikgeschmack abhängig gemacht werden. Wer Musikrichtungen mit fetten Beats und dröhnenden Bässen zu seinen Favoriten zählt, sollte möglichst einen großen Bogen um 2.0-Sets machen, denn auch dann, wenn die Satelliten hervorragend klingen, mit der Bassgewalt eines Subwoofer können sie niemals gleichziehen. Wer hingegen akustische Musik bevorzugt, kann mit einem 2.0-System durchaus auf seine Kosten kommen.