Seite 4: Fazit und Alternativen

Um das Fonepad 7 letztlich richtig bewerten zu können, muss man über dessen Einordnung entscheiden. ASUS selbst spricht im Zusammenhang mit der Fonepad-Reihe mal von einem „Tablet, das ein Smartphone ist“, mal von einem Tablet mit Telefonie-Funktion. Allein hieran sieht man, wie schwer man sich mit der Kategorisierung tun kann. Stuft man das Testgerät als Smartphone ein, müssen Größe, Gewicht, die damit verbundene Unhandlichkeit sowie die schwache Kameraleistung kritisiert werden. Sieht man das Fonepad 7 hingegen als Tablet, fällt vor allem der Punkt Laufzeit zu seinen Ungunsten aus. Gleichzeitig bietet die Telefoniefunktion - die im übrigen im Test qualitativ überzeugen konnte - hier einen großen Mehrwert, muss man doch unterwegs nicht zwei Geräte herumtragen.

Das zu dunkle Display kostet Punkte
Das zu dunkle Display kostet Punkte

Nach einer Woche im Einsatz fällt deshalb die Einstufung als Tablet mit dem gewissen Extra leichter. Für unverbindliche 149 Euro erhält man hier einen mobilen Begleiter, der auch abseits des eigenen WLANs für das Surfen im Netz gut ist. Orientiert man sich nur am Preis, ist das Fonepad 7 unschlagbar, der erste ernsthafte Konkurrent ist das Nexus 7 der ersten Generation für knapp 170 Euro oder das erste Fonepad für etwa 180 Euro.

Nicht außer Acht lassen darf man jedoch die Schwächen des Fonepad 7. Das Display ist für den Außeneinsatz nicht immer hell genug, die Laufzeit bei permanenter Belastung des Geräts eher durchschnittlich und für fordernde Aufgaben stellt der SoC im Zusammenspiel mit dem knapp bemessenen Arbeitsspeicher zu wenig Leistung bereit; die Schwächen der Kamera wurden bereits angesprochen, der geringe interne Speicher ebenfalls. Zugute halten muss man dem Fonepad 7 jedoch die völlig ausreichende Leistung bei alltäglichen Aufgaben. Weder beim Surfen noch beim Mailen stößt das Gerät an Grenzen.

Eine günstigere Kombination aus Tablet und Smartphones gibt es allerdings nicht
Eine günstigere Kombination aus Tablet und Smartphones gibt es allerdings nicht

Will man all dies auch unterwegs mit einem Gerät erledigen, das größer als ein Smartphone ist, führt aus Sicht des Preises kein Weg am Fonepad 7 vorbei. Kann man jedoch auf ein Mobilfunkmodem und somit auch auf die Telefonie verzichten, gibt es deutlich preiswertere Vertreter auf dem Markt. Abzuwarten bleibt, welchen Mehrwert die LTE-Version des neuen Fonepad bieten wird. Auf dem Papier klingen die Unterstützung des schnellen Mobilfunkstandards sowie der stärkere SoC - zum Einsatz kommt ein Intel Atom Z2560 - vielversprechend, mit unverbindlichen 249 Euro fällt dieses Modell jedoch auch deutlich teurer aus.

Positive Aspekte des ASUS Fonepad 7:

  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Display mit gutem Kontrast
  • Verarbeitung auf gutem Niveau

Negative Aspekte des ASUS Fonepad 7:

  • Speicher trotz microSD-Slot zu knapp bemessen
  • Kamera mit klaren Schwächen
  • Display-Helligkeit zu niedrig