Seite 2: Unique Selling Points

Jedes Gerät, das ein Hersteller vorstellt, sollte im besten Fall mindestens einen Unique Selling Point besitzen. Motorola hat davon für das Razr i gleich zwei vorgesehen, die wir hier im Detail erläutern wollen. Eine Bewertung nehmen wir hier nicht direkt vor, da es gerade bei USPs stark auf die Zielgruppe ankommt, ob einem das spezielle Feature zusagt oder nicht. Bei groben Fehlern oder dem Nichterfüllen eines Werbeversprechens weisen wir natürlich entsprechend darauf hin.

Intel Atom Z2480

Das Motorola Razr i ist das erste breit verfügbare Gerät, das einen Intel-Prozessor besitzt - natürlich gibt es auch andere Hersteller, die auf Intel-Prozessoren setzen (bspw. Lenovo, ZTE, LAVA, MegaFon), Geräte derselben sind bislang jedoch hierzulande nicht erhältlich. Dass es sich beim Z2480 nicht um einen echten Dual-Core-Prozessor (wie oftmals lapidar beschrieben), sondern nur einen per Hyperthreading hochgezüchtetes Modell handelt, findet man erst bei genauerer Recherche heraus. Ein eigenes Spec-sheet war bei Intel lediglich zum Z2460 zu finden, wobei uns aber auf Nachfrage bestätigt wurde, dass es sich beim Z2480 um einen höher getakteten Z2460 handelt. Die nachfolgenden Informationen haben wir demnach aus dem entsprechenden Spec-Sheet des Z2460 gezogen.

intel z24xx

Intel hat einige smartphone-spezifische Features integriert, wie bspw. den Image Signal Processor, der dafür sorgt, dass man Daten von bis zu 240 MP pro Sekunde verarbeiten und dadurch bis zu 10 Fotos in nur einer Sekunde schießen kann. Als Grafiklösung kommt die integrierte GMA (Takt: 400 MHz) zum Einsatz, die Displayauflösungen von bis zu 1280 x 1024 Pixel sowie die HDMI-Ausgabe im FullHD-Bereich mit 30 fps erlaubt. Smart Idle Technology nennt der Hersteller seine Stromspartechnologie, die den Prozessor und seine Bestandteile intelligent ein- und ausschaltet bzw. heruntertaktet, wenn diese nicht benötigt werden. Android-spezifische Anpassungen wurden ebenfalls vorgenommen. So unterstützt die Atom-Smartphone-Familie die Dalvik VM Runtime, x86 JIT, Native Code, Javascript und HTML5. 

Edge-to-Edge Display

Im Marketing-Sprech werden viele alltägliche Dinge deutlich zu groß geredet - dieser Eindruck entsteht beim Edge-to-Edge-Display oder "Vollbild-Smartphone", wie das Razr i im deutschen Raum auch genannt wird. Deshalb haben wir uns auf Spurensuche begeben um herauszufinden, was genau das Vollbild-Smartphone eigentlich sein soll. Zunächst durch einfache Betrachtung: Der Rand des Gerätes ist schon extrem dünn. Nur 2 mm an jeder Seite begrenzen das Display davor, wirklich von einer zur anderen Seite zu gehen (zum Vergleich: beim iPhone 4 sind es 3 mm an jeder Seite). Dennoch - so richtig Vollbild ist das nicht.

Was dann? Wird eventuell deutlich mehr Fläche vom Display eingenommen, als dies bei der Konkurrenz der Fall ist? Auch das haben wir uns mit einigen Vergleichsgeräten einmal genauer angesehen - hier liegt das Razr i zwar an der Spitze, aber so richtig Fullscreen ist das Ganze nun auch nicht wirklich. Im Alltagsgebrauch gegen ein iPhone 4 ist das Gerät dann aber zumindest gefühlt deutlich mehr Vollbild-Smartphone als andere Geräte.