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Elgato Eve Degree: Kleiner Temperatur- und Feuchtigkeitssensor mit HomeKit im Test

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Wer sich schon einmal mit der Hausautomatisation HomeKit, kompatibel zu den iOS-Geräten aus dem Hause Apple, beschäftigt hat, wird sicherlich auch schon etwas von Elgato gehört haben. Das in München ansässige Unternehmen hat sich inzwischen einen Namen gemacht und bietet eine Reihe von Sensoren an. Mit dem Eve Degree hat man einen kleinen und einfachen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor vorgestellt, den wir uns genauer angeschaut haben.

Mit dem alltäglichen Gebrauch von Smartphone und Tablet sollen das Smart Home einen neuen Aufschwung erfahren, den auch Apple für sich erkannt hat und mit HomeKit die entsprechende Plattform innerhalb des iOS-Betriebssystems zur Verfügung stellt. HomeKit ist dabei nur die Schnittstelle zwischen Nutzer und der eigentlichen Hardware, die sich an bestimmte Standards halten muss, um im HomeKit-Ökosystem funktionieren zu können. Gesteuert werden können die Beleuchtung, Schlösser, Heizung, Klimaanlage, Steckdosen und Schalter sowie weitere Aktuatoren wie Sonnenschutzblenden. Auch das Auslesen zahlreicher Sensoren ist möglich.

Derzeit fehlt es dem HomeKit-Ökosystem aber noch immer etwas an Durchsetzungsvermögen. Dies soll sich wieder einmal mit der nächsten iOS-Version ändern. iOS 11 bietet eine noch tiefergehende Unterstützung für HomeKit.

Wir haben uns bereits einige HomeKit-Produkte aus dem Hause Elgato angeschaut:

Nun aber zum Eve Degree. Dieser misst die Umgebungstemperatur im Bereich zwischen -18 °C und 55 °C. Ebenfalls alle zehn Minuten aufgezeichnet wird die Luftfeuchtigkeit zwischen 0 % und 100 % sowie der Luftdruck im Bereich zwischen 260 und 1260 mbar. Die Messgenauigkeit liegt laut Hersteller bei ± 0,3 °C, ± 3 % Luftfeuchtigkeit und ± 1 mbar.

Der Elgato Eve Degree misst 54 x 54 mm in Breite und Höhe und ist 15 mm tief. Er kann einfach irgendwo aufgestellt oder durch eine Öse auf der Rückseite aufgehängt werden. Die Stromversorgung erfolgt über eine austauschbare CR2450 Batterie.

Das Gehäuse ist nach IPX3 zertifiziert. Damit ist er spritzwassergeschützt und kann auch an einer Außenwand aufgehängt oder dort aufgestellt werden. Sehr schön: Elgato hat sich für ein hochwertiges Aluminiumgehäuse entschieden, welches an den Kanten glänzend abgekantet ist.

Das Display kann entweder die Temperatur mit einer Nachkommestelle oder aber die Luftfeuchtigkeit in Prozent anzeigen. Das Display dunkelt den Hintergrund ab und die eigentliche Anzeige erfolgt dort, wo die Kristalle durchlässig sind – sozusagen ein Negativ einer sonst bei LC-Display üblichen Darstellung.

Das Display ist ein Novum für HomeKit-Hardware aus dem Hause Elgato. Bisher verfügen die Sensoren noch nicht über ein Display und bedürfen daher immer einem Blick auf das Smartphone-Display. Der Eve Degree kann nun aber auch über das Display abgelesen werden.

Auf die grundsätzliche Funktionsweise der Software von Elgato wollen wir nicht genauer eingehen. Hier empfiehlt sich ein Blick in den ersten Artikel zur HomeKit-Hardware von Elgato. In der kostenlosen Software (iTunes-Link) bietet sich beim Eve Degree zunächst einmal eine Übersicht der drei Messwerte. Alle zehn Minuten wird jeweils ein Messwert erhoben, so dass sich bereits nach ein paar Tagen eine schicke Übersicht ergibt. Die aktuellen Werte sowie die Tageshöchst- und Tiefswerte sind auf einen Blick erkennbar.

Die Messwerte lassen sich aber auch noch genauer betrachten. Dabei werden abermals die Minimum- und Maximumwerte aufgeführt. Es ist aber auch möglich Tages- und Wochenvergleiche anzustellen. So lässt sich der Wochenlauf mit den Werten von vorangegangenen vergleichen.

Neben der einfachen Anzeige der Messwerte über das Display und die Software ermöglicht diese aber auch eine Steuerung weiterer Komponenten. So lässt sich bei Überschreiten einer bestimmten Temperatur ein Deckenventilator einschalten oder wenn die Luftfeuchtigkeit unter einen gewissen Wert fällt, beginnt der Luftbefeuchter mit seiner Arbeit.

Fazit

Viel gibt es zum Eve Degree eigentlich nicht zu sagen. Er tut genau das, was er soll. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden aufgezeichnet, per Display dargestellt und können per Bluetooth auf ein HomeKit kompatibles Gerät übertragen werden. Dort kann dann entweder die in iOS integrierte HomeKit-Steuerung verwendet werden oder aber man vertraut auf die Integration von Elgato in der eigenen App.

Bisher lässt sich sagen: iOS 10 ist hinsichtlich der HomeKit-Unterstützung noch etwas rückständig und träge, mit iOS 11 soll sich dies aber ändern. Die Auswertung der Daten kann in der App von Elgato zudem detaillierter erfolgen.

Die Datenübertragung ist aufgrund der Bluetooth-Verbindung natürlich hinsichtlich der Reichweite limitiert. Ein AppleTV der neuesten Generation kann als Datenbridge dienen und macht die HomeKit-Daten zudem über das Internet verfügbar. Die Kopplung der Hardware erfolgt über einen einfachen Assistenten mit Codescanner über die Kamera des Smartphones. Mehr muss der Nutzer hier eigentlich auch nicht machen.

Wer bereits einiges an HomeKit-Hardware verwendet, bisher aber noch einen Indoor- und Outdoor-Sensor vermisst hat, dürfte über den Eve Degree recht glücklich sein. Große Kritikpunkte gibt es bis auf den Preis nicht. Wer sich in das HomeKit-Ökosystem bewegt, kennt die Fallstricke, nimmt aber auch die Annehmlichkeiten gerne an.

Der Elgato Eve Degree kostet derzeit etwa 70 Euro. Dies ist für einen einfachen Temperatur- und Feuchtigkeitssensor sehr viel Geld. Die HomeKit-Hardware hat noch immer den Makel des oft hohen Aufpreises. Ob sich dies in den nächsten Monaten ändern wird, wird sich noch zeigen müssen.

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Kommentare (4)

#1
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Registriert seit: 19.09.2003
Marl
Leutnant zur See
Beiträge: 1062
Zitat: " Dies ist für einen einfachen Temperatur- und Feuchtigkeitssensor sehr viel Geld. Die HomeKit-Hardware hat noch immer den Makel des oft hohen Aufpreises."

Das ist genau richtig. Interesse an den diversen Möglichkeiten vom HomeKit hätte ich ja, aber nicht den Preisen. Das ist mir einfach zuviel Geld für zu wenig Hardware.
#2
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Registriert seit: 22.04.2012
Wien
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1534
Zitat Artikel
Sehr schön: Elgato hat sich für ein hochwertiges Aluminiumgehäuse entschieden, welches an den Kanten glänzend abgekantet ist.


also selbst ich als Informatiker weiß, dass das schlicht falsch ist. Etwas abzukanten bedeutet zB. ein Blech zu biegen (Google: abkanten), das was im Artikel gemeint ist eine Fase fräsen.
my2cents
#3
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Registriert seit: 27.07.2008
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Sehe nur ich die eigentlichen ersten Beiträge nicht oder sieht einer meiner Adblocker das als Werbung an?
Der Thread beginnt mit Post #1 von Slider63
#4
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Beiträge: 11148
Nope, das Problem hab ich auch. Kein Adblocker ;)
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