Seite 4: Der Flug, die App und erste Erfahrungen

Es ist recht schwer die Flugerfahrungen mit der Dji Phantom 3 Professional in Worte zu fassen. Dennoch wollen wir versuchen einen Eindruck davon zu vermitteln. Viel besser gelingt uns dies sicherlich in den Videos des Vorgängers sowie den Produktionen von Dji, die auf einzelne Funktionen der App eingegangen sind.

Video zum Test der Dji Phantom 2 Vision+ - das Setup ist in weiten Teilen identisch

Bis zum ersten Flug dauert es nicht lange. Die Drohne wird aus dem Karton genommen, die Rotorblätter werden auf die Motornaben geschraubt und schon kann es losgehen. Natürlich sollten zuvor die Akkus der Drohne und der Fernbedienung geladen werden. In der Zwischenzeit kann man sich schon einmal die Dji-Go-App auf das Smartphone oder Tablet laden. Dies ist auch eine gute Gelegenheit sich die App einmal in einem Video anschauen, denn auch wenn die Steuerung der Drohne komplett über die Fernbedienung erfolgen kann, so ist die App immer wieder Anlaufpunkt zur Kontrolle der Flugparameter.

Die mobile App

Automatische Flugrouten erstellen

Intelligent Flight Mode - Points of Interest

Intelligent Flight Mode - Ausrichtung/Kurs festlegen und Retun-Home

Intelligent Flight Mode - Wegpunkte

Intelligent Flight Mode - Follow Me

Flugerfahrungen

Mit den vielen Funktionen der App im Zusammenspiel mit der Drohne muss und sollte man sich zu Beginn aber nicht beschäftigen, da es zunächst einmal darum geht das Fluggerät zu beherrschen. Nachdem die Akkus also geladen sind, kann man sich an die ersten Flugversuche machen. Dazu sollte man sich aber einen Platz ohne Hindernisse suchen und auch Menschen sollten wenn möglich nicht in der Nähe sein, um diese nicht zu gefährden. Nachdem der Akku eingesetzt, Drohne und Fernbedienung eingeschaltet sowie die App gestartet wurde, sollten sich alle Komponenten finden, was sie jeweils durch das Aufleuchten grüner LEDs bestätigen. Die App findet die Drohne und zeigt auch direkt das dazugehörige Kamerabild an. Über die App kann man dann auch gleich kontrollieren, ob ausreichend GPS-Satelliten gefunden wurden, um eine möglichst stabile Fluglage halten zu können und auch das Vision Positioning meldet den einwandfreien Betrieb. Auf eventuelle Firmware-Updates der einzelnen Komponenten wird auch hingewiesen, diese sollte man aber besser in den heimischen vier Wänden machen.

Die Dji Phantom 3 Professional im Flug
Die Dji Phantom 3 Professional im Flug

Für den Start müssen die beiden Steuerknüppel nach außen und unten oder innen und unten gedrückt werden. Darauf beginnen die Rotoren sich zu drehen. Um abzuheben muss nur etwas mehr Schub gegeben werden. Über die App kann die Drohne auch automatisch gestartet werden und schwebt in der Folge in einer Höhe von 50 cm ruhig über dem Startplatz. Diesen merkt sich die Drohne auch und kehrt auf Wunsch des Piloten oder wenn der Akku zu Neige geht auch wieder an diesen zurück. Nach dem ersten erfolgreichen Start sollte man sich an einfachen Flugmanövern versuchen, damit die Kontrolle der Drohne in Fleisch und Blut übergeht. Man sollte also nicht gleich auf mehrere hundert Meter steigen und außer Sicht fliegen, sondern sich zunächst einmal mit der Steuerung und dem Verhalten der Drohne beschäftigen. 4-5 Akkuladungen dürfen gerne für diese erste Erprobungsphase verwendet werden.

Alte Luftbildaufnahme ließ sich mit der Dji Phantom 3 Professional nachstellen
Alte Luftbildaufnahme ließ sich mit der Dji Phantom 3 Professional nachstellen

Die App ist gerade bei den ersten Flügen eine große Hilfe. Sie gibt Auskunft über die restliche Akkuladung und zeigt auch an, wann bei der derzeitigen Entfernung die Heimreise der Drohne angetreten werden sollte. Außerdem hilft die Kamera bzw. deren Sicht auf dem Display bei der Orientierung. Wer sich vor der ersten Landung nicht ganz sicher ist, kann diese vollständig automatisch ausführen lassen.

Beispielaufnahme der Dji Phantom 3 Professional
Beispielaufnahme der Dji Phantom 3 Professional aus 200 m Höhe

Über die App werden auch alle Kameraoptionen gesteuert. Auflösung, ISO-Wert, ob Foto oder Video und viele weitere Einstellungen finden sich in den Untermenüs, die auch einmal außerhalb eines Fluges durchforstet werden sollten, um alle Einstellungen zumindest einmal gesehen zu haben. Die ersten Fotos und Videos sind schnell im Kasten und bieten eine völlig neue Sicht auf die eigene Umgebung. Recht schnell wird deutlich, dass die Phantom 3 Professional eben mehr ist, als nur ein Spielzeug. Werden die Steuerhebel in eine der vier Flugrichtungen bis auf das Maximum ausgelenkt, erreicht die Drohne problemlos eine Geschwindigkeit von 16 m/s, was in etwa 58 km/h entspricht. Eine Steigrate von 5 m/s ist ebenfalls beeindruckend. Daher sei auch an dieser Stelle erneut auf die Gefahren für Menschen hingewiesen.

Einige Beispiel-Videoaufnahmen der Dji Phantom 3 Professional

Außerdem haben wir einige Fotos gemacht, die ebenfalls als Beispiel herhalten müssen: