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ASUS ZenWatch im Test

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Seite 3: Fazit

Fazit

Der Begriff Steilvorlage beschreibt es treffend: Nachdem LG mit seiner G Watch R und Motorola mit seiner Moto 360 in Summe eher mäßige Smartwatches auf den Markt gebracht haben, hätte ASUS treffsicher verwandeln können. Die Rahmenbedingungen dafür waren nahezu ideal. Statt auf ein rundes Display mit ganz eigenen Problemen zu setzen, verbaut man ein konservatives rechteckiges. Gleichzeitig nimmt man sich ein elegant geformtes Gehäuse aus hochwertigen Materialien zu Hilfe und paart es mit einem gelungenen Lederarmband. Doch es wirkt, als hätte man nach dem Gestalten des Gehäuses und der Auswahl des Displays mit den Arbeiten aufgehört.

Nicht nur der schwache Akku, auch das wenig durchdachte Ladedock kostet Punkte
Nicht nur der schwache Akku, auch das wenig durchdachte Ladedock kostet Punkte

Anders sind die Probleme nicht zu erklären. Der Akku dürfte Smartwatch-Kritikern in die Karten spielen, selbst bei mäßiger Nutzung sind mit einer Ladung keine zwei Tage überbrückbar, in der Praxis muss die Uhr jeden Abend wieder in das nicht durchdachte Ladedock gesteckt werden. Kann man darüber hinwegsehen, überzeugt die ZenWatch durch ihren Funktionsumfang - wenn denn die dazugehörigen Apps installiert und auch genutzt werden - und ihr Erscheinungsbild. Wo die Moto 360 eher nüchtern wirkt und die G Watch R schnell als Plagiat entlarvt wird, punktet ASUS mit schlichter Eleganz und gefälligen Zifferblättern. Doch unter der schönen Hülle stecken weitere Schwächen, die wichtigsten betreffen die Sensoren. Denn dank derer mangelnden Präzision sind Schrittzähler und Pulsmesser kaum brauchbar, zu groß waren im Test mitunter die Abweichungen von den tatsächlichen Werten.

Elegant und hervorragend verarbeitet: Das Äußere überzeugt
Elegant und hervorragend verarbeitet: Das Äußere überzeugt

Letztlich kann die ZenWatch aufgrund der Pros und Contra weder uneingeschränkt empfohlen noch von ihr abgeraten werden. Wer eine hochwertige Smartwatch sucht und mit dem häufigen Laden leben kann, macht wenig falsch. Steht hingegen die Fitness im Vordergrund, bietet die Konkurrenz bessere Produkte.

Am Ende könnte aber auch der Preis eine Rolle spielen. ASUS selbst verlangt unverbindliche 229 Euro, seriöse Händlerlistungen gibt es derzeit noch nicht. Zum Vergleich: Die G Watch R schlägt aktuell mit mindestens 240 Euro zu Buche, für die Moto 360 müssen knapp 250 Euro bezahlt werden; die ZenWatch wäre damit die günstigste der drei anspruchsvolleren Android-Wear-Modelle.

Positive Aspekte des ASUS ZenWatch:

  • hohes Verarbeitungsniveau
  • hochwertige Haptik
  • mehrere Zusatz-Apps für weitere Einsatzgebiete
  • auswechselbare Armbänder

Negative Aspekte des ASUS ZenWatch:

  • teilweise schwache Laufzeiten
  • breiter Display-Rand
  • Android Wear noch immer mit Schwächen
  • ungenau beim Messen von Schritten und Puls
  • undurchdachtes Ladedock
 

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