Seite 2: Headset & Laufzeit, Fazit

Headset und Akkulaufzeit

Die größte Überraschung des Gadgets verbirgt sich hinter der zweiten Taste, die rechts vom Display untergebracht ist. Denn nach einem Druck auf diese lässt sich das Display, das eigentlich ein Bluetooth-Headset ist, vom Armband trennen. Zusammen mit den mitgelieferten Gummielementen für das Ohr lässt sich das TalkBand B1 so auch problemlos für Telefonate nutzen. Mehr als Gespräche annehmen kann der Nutzer jedoch nicht über das kleine Gerät, sowohl die Wahl der Nummer als auch andere Dinge - beispielsweise das Starten von Siri - müssen vom Smartphone aus erfolgen. Für mehr als gelegentliche Gespräche bietet sich das Headset jedoch aufgrund der Qualität aber nicht an. Denn Ton wird eher blechern wiedergegeben, trotz zweiter Mikrofone werden störende Nebengeräusche nicht ausrechend herausgefiltert.

Für Gelegenheitsnutzer ausreichend: Das Headset bietet nur eine befriedigende Qualität
Für Gelegenheitsnutzer ausreichend: Das Headset bietet nur eine befriedigende Qualität

Zudem leidet die Akkulaufzeit spürbar unter dieser Art von Nutzung. Verzichtet man darauf, können bei moderater Nutzung des Displays und zweimaligem Datenabgleich mit dem Smartphone bis zu fünf Tage mit einer Ladung erreicht werden. Schon mit nur drei kurzen Telefonaten pro Tag verkürzte sich die Ausdauer im Test auf knapp drei Tage.

Gut gelöst: Geladen wird per integriertem USB-Stecker
Gut gelöst: Geladen wird per integriertem USB-Stecker

Fazit

Dass man nicht der Erste sein muss, um für Aufsehen zu sorgen, zeigt das TalkBand B1. Denn nicht zuletzt durch das integrierte Headset sticht Huaweis Erstling aus der Masse hervor. Zwar lassen sich Telefonate auch über Smartwatches oder Fitnesstracker anderer Hersteller führen, so überraschend - und interessant - hat es aber noch niemand gelöst. Ähnliches gilt für den Lademechanismus des Akkus. Wo die Konkurrenz auf umständliche Lösungen setzt, kann das TankBand B1 einfach direkt an den USB-Port gehängt werden - einfacher kann es kaum gehen.

Doch neben diesen überraschend erfrischenden Eigenschaften gibt es auch so machen Manko. An erster Stelle steht dabei mit der Software der Teil des Gesamtpakets, der eigentlich am unauffälligsten sein sollte. Doch Huaweis Programm fehlt es nicht nur an sinnvollen Funktionen wie dem Datenexport, auch so manche Auswertung hat mit der Realität nicht viel zu tun. Hinzu kommen eine schlechte Übersetzung sowie teils komplett fehlender Text. Zumindest unter iOS gab es zudem ein Problem mit der Update-Routine: Firmware-Aktualisierung des Fitnessstrackers werden über die App installiert, auf einem iPhone wurde dies jedoch immer wieder mit einer Fehlermeldung abgebrochen.

Günstig, gut verarbeitet und präzise bei der Schrittzählung, aber mit Schwächen bei Software und Funktionsumfang
Günstig, gut verarbeitet und präzise bei der Schrittzählung, aber mit Schwächen bei Software und Funktionsumfang

Neben dieses Minuspunkten gibt es auch auch Aspekte, bei denen das TalkBand B1 überraschend gut abschneidet. So gefällt beispielsweise der minimalistische Ansatz beim Display. Huawei beschränkt sich hier auf das Wesentliche und verliert sich nicht in Spielereien, unter anderem auch beim Verzicht auf eine farbige Darstellung. Aber auch Verarbeitung und Tragekomfort gefallen, ebenso die vergleichsweise hohe Präzision beim Erfassen von Schritten.

Wer wenig Geld für einen Fitnesstrecker mit minimalen Smartwatch-Funktionen ausgeben will, macht mit dem TalkBand B1 für etwa 100 Euro wenig falsch. Zu hoffen bleibt, dass Huawei seine Software überarbeitet, um die größten Probleme zu beseitigen.

Positive Aspekte des Huawei TalkBand B1:

  • hohes Verarbeitungsniveau
  • beim Verzicht auf Telefonate gute Laufzeiten
  • einfacher Lademachanismus
  • helles Display
  • vergleichsweise präzise Schritterkennung
  • für dünne und dickere Arme geeignet

Negative Aspekte des Huawei TalkBand B1:

  • Bluetooth-Headset mit enttäuschender Gesprächsqualität
  • Software mit Übersetzungsfehlern und fehlenden Funktionen