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Samsung Gear 2 im Test

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Seite 3: Laufzeit und Fazit

Laufzeit

Dass eine aktuelle Smartwatch jeden Tag geladen werden muss, konnten wir bereits im Test der Gear Fit widerlegen. Ähnlich wie dort fällt auch das Ergebnis bei der Gear 2 aus. Wer die Uhr eher moderat einsetzt (zwei bis drei Pulsmessungen pro Tag, alle zwei Tage 30 Minuten Training mit Pulsmessung, Schlafmessung, aktivierter Schrittzähler, abgeschaltete automatische Display-Aktivierung, Helligkeit Stufe 4), muss spätestens am sechsten Tag zum Lade-Dongle und -gerät greifen. Das automatische Einschalten des Displays verkürzt diese Zeit um etwa einen Tag, das Nutzen der Telefonfunktion oder die Wiedergabe von Musik geht ebenfalls spürbar zulasten des Energiespeichers.

Geladen wird per Dongle
Geladen wird per Dongle

Wer die Smartwatch hingegen exzessiv nutzt, muss den 300 mAh fassenden Akku nach gut sechs Stunden wieder Laden.

Fazit

Während die Gear Fit sowohl als Fitness-Tracker als auch als Smartwatch enttäuschte, schneidet die Gear 2 besser ab. Grund hierfür sind die „smarten“ Funktionen, die dem Schwestermodell weitestgehend fehlen. Die Anzeige von neuen Nachrichten oder das Führen von Telefonaten funktioniert problemlos, ebenso ist die Bedienung in weiten Teilen kein Problem. Hinsichtlich des Funktionsumfangs bietet Samsung jedoch nur das absolute Minimum dessen, was man sich unter einer „intelligenten“ Uhr vorstellt, allenfalls der integrierte Infrarot-Sender ist eine positive Ausnahme. Die große Unbekannte ist Tizen: Lassen sich die Entwickler auf die Plattform ein, könnte Einsatzbandbreite deutlich zulegen, ausreichend Performance hierfür stünde zur Verfügung.

Samsung Gear 2: Optisch gefälliges und robustes Gehäuse,...
Samsung Gear 2: Optisch gefälliges und robustes Gehäuse,...

Aber Samsung täte auch gut daran, die eigene Software zu verbessern. Hier ist vor allem die umständliche Bestückung des Mediaplayers sowie die erwähnte teils trostlose Optik zu nennen. Über die Kamera braucht man hingegen nicht viele Worte verlieren, allenfalls für Schnappschüsse ist sie ausreichend - wenn das Licht mitspielt. Ähnlich fällt das Urteil bezüglich der Fitness-Funktionen aus. Durch die mangelnde Präzision des Schrittzählers sind hier viele Dinge nicht ernsthaft nutzbar. Will man genauere Daten haben, muss das Smartphone zwingend mitgeführt werden - was die Smartwatch am Ende aber ad absurdum führt: Schließlich bietet dieses exakt die gleichen Funktionen. Und genau deshalb kann für die Gear 2 am Ende nicht empfohlen werden, es fehlt schlicht ein „Killer-Feature“.

..., ohne Smartphone in Reichweite aber ohne großen Nutzen
..., ohne Smartphone in Reichweite aber ohne großen Nutzen

Wer eine Smartwatch eher als ein Accessoire nutzen will, ist mit der Gear Fit unter Umständen besser beraten. Auch weil Samsung eine unverbindliche Preisempfehlung von 299 Euro aufgeraufen hat, die derzeit von den Händlern kaum unterboten wird.

Positive Aspekte der Samsung Gear 2:

  • scharfes Display mit ausreichender Helligkeit
  • geringes Gewicht und hoher Tragekomfort
  • vor Wasser und Staub geschütztes Gehäuse
  • gute Akkulaufzeiten
  • hochwertige Verarbeitung
  • integrierter Infrarot-Sender

Negative Aspekte der Samsung Gear 2:

  • Schrittzähler mit geringer Genauigkeit
  • viele Funktionen nur mit Samsung-Smartphone nutzbar
  • Schlafüberwachung nur sehr rudimentär integriert
  • zu kurzes Armband
  • teils lieblose Oberfläche und umständliche Bedienung

 

 

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