Seite 1: Sony Smartwatch 2 im Test

teaserMit der Smartwatch 2 bringt Sony einen direkten Konkurrenten zu Samsungs Galaxy Gear und zudem einen Nachfolger zur ersten Smartwatch aus eigenem Hause. Die größten Vorteile gegenüber dem Konkurrenzmodell aus Korea: Das Gadget funktioniert mit allen Android-Geräten, ist nicht auf Android 4.3 angewiesen und kostet zudem deutlich weniger. Was das neueste Werk von Sony wirklich auf dem Kasten hat und ob uns diese Smartwatch überzeugen kann oder ob es weiterhin eher hinderlich als förderlich ist, haben wir getestet.

Unboxing und First-Look

smartwatch auswahl

Die Smartwatch 2 kommt, wie zu sehen ist, in verschiedensten Varianten. Die im Test genutzte Variante wurde mit dem schwarzen Silikon-Armband ausgeliefert, es gibt jedoch auch zahlreiche andere Farben, zwei Leder-Varianten und ein Glieder-Metall-Armband. Der Korpus der Uhr besteht dabei immer aus Aluminium und ist in Schwarz ausgeführt. Die Armbänder können - anders als bei dem Konkurrenten Galaxy Gear - ausgetauscht werden, sodass man sich nicht zu Beginn auf eine Farbe festlegen muss. Dafür fehlen dem Gadget aber auch einige Funktionen; dazu aber später mehr. Der Packungsinhalt hält sich in Grenzen: Die Smartwatch mit bereits angebrachtem Armband, ein microUSB-Ladekabel sowie eine Kurzdokumentation. Mehr findet sich in der kleinen Plexiglas-Schatulle nicht.

Optik, Haptik, Tragekomfort

Die Uhr selbst wirkt modern, wenngleich direkt auffällt, dass es sich hier um ein Stück Technik handelt und nicht etwa um eine gewöhnliche Armbanduhr. Ein gewisser Nerd-Faktor ist also auch dieser Smartwatch nicht abzusprechen. Das Gadget selbst wirkt deutlich weniger wuchtig, als es Samsungs Galaxy Gear tat, was sich auch an den Grundmaßen zeigt: 42 x 9 x 41 mm misst die eigentliche Smartwatch. 122,5 Gramm bringt sie auf die Waage und ist damit etwas schwerer als die Konkurrenz, was vor allem an der IP57-Zertifizierung liegen dürfte, nach der die Uhr wasserfest sein soll. Während die Galaxy Gear komplett über Wischgesten gesteuert wurde, setzt Sony auf die bekannten kapazitiven Buttons.

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Über Menü, Zurück und Home wird die Smartwatch gesteuert, während der Power-Button auf der rechten Seite sitzt. Über diesen kann die Display-Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet und bei nochmaligem Druck die Uhr selbst entsperrt werden. Die Ausstattung umfasst neben NFC, Bluetooth 3.0 und einem microUSB-Anschluss natürlich das 1,6 Zoll große Display, das mit 220 x 176 px auflöst. Der verbaute Vibrationsmotor weist dezent auf neue Benachrichtigungen hin, Mikrofon oder Lautsprecher fehlen der Uhr aber genauso wie eine Kamera. 

Armband wechsel' dich

Dafür lässt sich - wie anfangs schon erwähnt - das Armband tauschen. Für rund 20 Euro kann man eine neue Farbe oder ein neues Material erstehen. Wem die Auswahl nicht reicht: Die Uhr kann theoretisch mit jedem beliebigen 24-mm-Armband ausgestattet werden. Das ist einer der großen Vorteile der Smartwatch 2, der natürlich auf Kosten der Funktionalität geht. Auf Kamera und Mikrofon muss man, anders als bei der Gear, verzichten. Dass das vor allem im Fall der Kamera nicht sonderlich schlimm ist, zeigte unser Test bereits. 

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Zudem war das genutzte Armband der Galaxy Gear nicht wirklich bequem zu tragen, weshalb ein Wechsel die Uhr vielleicht deutlich interessanter gemacht hätte. Die zusammengestrichenen Features machen sich aber auch beim Kaufpreis der Smartwatch 2 bemerkbar. Kostet die Gear noch gut 250 Euro, ist die Smartwatch 2 ab rund 130 Euro zu bekommen.