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[User-Review] Testbericht der Crucial P5 mit 2TB

medicc

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Willkommen bei meinem Testbericht zur Crucial P5 mit 2TB Speicherplatz!

Ich habe die SSD nun knapp einen Monat im Alltag einsetzen dürfen (dank Crucial und Hardwareluxx) und werde euch nun davon berichten, inklusive Benchmarks und Vergleichswerten.

Erster Eindruck

Zur Verpackung gibt es eigentlich nichts spezielles zu sagen, sie sieht halt aus wie jede andere Standard-NVMe-SSD-Verpackung. In der Verpackung befinden sich dann die SSD und eine kurze Schnellstartanleitung mit Hinweis auf den Crucial Support.
Von außen sieht die Crucial P5 aus wie jede andere NVMe-SSD, was soll auch schon groß anders sein? Sie ist gut verarbeitet und sehr hochwertig, was einem aber auch nur bis zu dem Zeitpunkt, wo man die SSD in den PC einbaut was bringt.

Lieferumfang

Im Lieferumfang enthalten sind die Crucial P5 2TB und die Schnellstartanleitung.
Außerdem berechtigt diese SSD zu einer kostenlosen Lizenz von Acronis True Image für Crucial, nicht in Form eines Lizenzcodes sondern die Software erkennt, ob man ein Crucial Laufwerk im PC eingebaut hat und wird dann automatisch aktiviert.

Bildergalerie

IMG_0362.jpgIMG_0363.jpgIMG_0364.jpgIMG_0366.jpgIMG_0367.jpgIMG_0368.jpgIMG_0369.jpgIMG_0370.jpgIMG_0371.jpgIMG_0372.jpg

Technische Details

Crucial P5 SSD 250GBCrucial P5 SSD 500GBCrucial P5 SSD 1TBCrucial P5 SSD 2TB
ModellCT250P5SSD8CT500P5SSD8CT1000P5SSD8CT2000P5SSD8
Aktueller Top-Geizhalspreis50,70 €67,61 €114,99 €262,17 €
Garantie5 Jahre5 Jahre5 Jahre5 Jahre
Sequentielles Lesen3.400 MB/s3.400 MB/s3.400 MB/s3.400 MB/s
Sequentielles Schreiben1.400 MB/s3.000 MB/s3.000 MB/s3.000 MB/s
NAND-TypTLCTLCTLCTLC
DRAM-Cache256 MB512 MB1 GB2 GB
PCIe-VersionPCIe Gen 3 x4PCIe Gen 3 x4PCIe Gen 3 x4PCIe Gen 3 x4
MTTF / MTBF1,8 Millionen Stunden1,8 Millionen Stunden1,8 Millionen Stunden1,8 Millionen Stunden
TBW1503006001.200
FunktionenDynamic Write Acceleration, Redundant Array of Independent NAND (RAIN), Multistep Data Integrity Algorithms, Adaptive Therman Protocol, Integrated Power Loss Immunity, Active Garbage Collection, TRIM, SMART, ECC, APSTDynamic Write Acceleration, Redundant Array of Independent NAND (RAIN), Multistep Data Integrity Algorithms, Adaptive Therman Protocol, Integrated Power Loss Immunity, Active Garbage Collection, TRIM, SMART, ECC, APSTDynamic Write Acceleration, Redundant Array of Independent NAND (RAIN), Multistep Data Integrity Algorithms, Adaptive Therman Protocol, Integrated Power Loss Immunity, Active Garbage Collection, TRIM, SMART, ECC, APSTDynamic Write Acceleration, Redundant Array of Independent NAND (RAIN), Multistep Data Integrity Algorithms, Adaptive Therman Protocol, Integrated Power Loss Immunity, Active Garbage Collection, TRIM, SMART, ECC, APST
Link zum Datenblatt

Vergleiche mit anderen 2TB SSD Modellen

Crucial P5 SSD 2TBSamsung SSD 970 EVO PlusWD Black SN750 NVMe SSD 2TB
Aktueller Top-Geizhalslpreis262,17 €302,09 €331,75 €
Garantie5 Jahre5 Jahre5 Jahre
Sequentielles Lesen3.400 MB/s3.500 MB/s3.400 MB/s
Sequentielles Schreiben3.000 MB/s3.300 MB/s2.900 MB/s
NAND-TypTLCV-NAND 3bit MLC (TLC)TLC
DRAM-Cache2 GB2 GB2 GB
PCIe-VersionPCIe Gen 3 x4PCIe Gen 3 x4PCIe Gen 3 x4
MTTF / MTBF1,8 Millionen Stunden1,5 Millionen Stunden1,75 Millionen Stunden
TBW1.2001.2001.200
FunktionenDynamic Write Acceleration, Redundant Array of Independent NAND (RAIN), Multistep Data Integrity Algorithms, Adaptive Therman Protocol, Integrated Power Loss Immunity, Active Garbage Collection, TRIM, SMART, ECC, APSTTRIM, Garbage Collection, SMARTFCC, UL, TUV, KCC, BSMI, VCCI, C-Tick
Link zum Datenblatt

Ich habe die Samsung SSD 970 EVO Plus 2TB und die WD Black SN750 2TB als Vergleich gewählt, da sie meines Erachtens den 2TB TLC Markt gut widerspiegeln.
Man sieht, dass sich die drei SSDs nicht sehr viel nehmen in ihren Funktionen, die Übertragungsgeschwindigkeiten sind nahezu bei allen gleich, wobei Samsung die beste Performance bietet.
Die Crucial P5 hat die höchste Mean Time To / Between Failure und auch die meisten Funktionen im Datenblatt aufgelistet. Im Bereich DRAM-Cache, NAND-Typ und TBW nehmen sich alle nichts.

Startzeiten System & Programme

Bei diesem Test wurde das System ganz normal hochgefahren, der Benutzer wurde automatisch angemeldet und die Programme Firefox, Thunderbird, Discord und LibreOffice Writer wurden automatisch geöffnet.
Das System wurde auf die drei SSDs geklont und danach direkt hochgefahren. Es gab also immer die gleichen Vorraussetzungen. Schnellstart war in Windows 10 deaktiviert.

chart_startzeiten.png


Der größte Unterschied besteht zwischen einer NVMe-SSD und einer SATA-SSD, jedoch hätte ich eigentlich gedacht, dass die SATA-SSD viel langsamer ist und nicht nur 10 Sekunden.
Der Unterschied zwischen den beiden NVMe-SSDs ist kaum spürbar und wäre mir ohne Nachmessen gar nicht aufgefallen.

Temperaturen​

Bei diesem Test werden die Maximaltemperaturen verglichen, die bei dem Überschreiben der SSD mit 1 TB Nullen entstehen.

chart_temperaturen.png


Benchmarks​

Crystal Disk Mark​

chart_crystaldiskmark.png

cdm_970evo_1tb.pngcdm_p5_2tb.png

Man sieht, dass trotz des kleineren Caches der Samsung SSD die Werte in fast allen Bereichen höher sind als bei der Crucial P5. Die versprochenen Werte bezüglich der sequentiellen Schreib-/Leseraten können nicht eingehalten werden, weder von der Crucial P5, noch von der Samsung SSD. Die höheren Werte der Samsung SSD lassen sich auf dem variablen SLC-Cache der Samsung SSD zurückführen. Bei dieser SSD beträgt er 8-42 GB.

AS SSD Benchmark​

chart_asd.png

asssd_970evo_1tb.pngasssd_p5_2tb.png

Auch dieser Test bestätigt noch einmal, dass die versprochenen Werte nicht eingehalten werden können, von keiner der beiden SSDs.
Auch sieht man, dass die Crucial P5 hinter der Samsung SSD liegt. Die Samsung SSD ist insgesamt weiter oben In der "Rangliste" von AS SSD.

Doch ist das wirklich schlimm? Merkt man im Alltag, dass die Crucial P5 langsamer ist?

Ganz im Gegenteil, im Alltag merkt man gar nichts davon. Weder, dass die SSD nicht ihre „bis zu“-Werte erreicht, was ein ganz normales Verhalten ist, sondern auch nicht, dass sie langsamer als die Samsung SSD 970 EVO ist.

Ich arbeite privat sehr viel mit virtuellen Maschinen und habe diese vorher auf der Samsung SSD gehabt. Ich habe vorher die Startzeiten gemessen und auch kleinere Vergleiche bzgl. Reaktionszeit der VM gemacht, dort gibt es keinerlei Unterschiede, die VMs starten in genau derselben Zeit wie von der Samsung SSD. Auch arbeite ich oft mit großen ZIP-Archiven, das folgende Diagramm zeigt die Zeit, die die SSDs brauchen, um ein 51,6 GB ZIP-Archiv zu entpacken:

7ziparchiv.png


Hier zeigt sich für mich ein deutlicher Grund, warum die Crucial P5 trotz der geringeren Benchmark-Werte doch einen großen Vorteil hat. Geht es ums Arbeiten mit großen Dateien, hat die Crucial P5 die Nase vorn und die Samsung SSD kann einpacken.

Langzeitfazit (1 Monat)​

Die Crucial P5 ist der absolute Hammer. Ich war generell immer ein Fan von Samsung Produkten, wenn es um das Thema Speicher ging. Ich hab mich nicht so viel mit SSDs anderer Hersteller beschäftigt, weil ich nie den Drang dazu hatte. Dieser Test hat mir die Augen geöffnet, vielleicht die nächsten SSDs nicht von Samsung zu kaufen. Ich sehe da nur Vorteile drin: Ich spare Geld und kriege gleichzeitig ein für meinen Zweck besseres Produkt.

Es mag vielleicht nicht der Alltag jedes Lesers hier sein, 50 GB ZIP-Archive zu entpacken, meiner schon. Da brachte mir die Crucial P5 eine extreme Zeitersparnis. Außerdem hat mir die Größe von 2TB extrem gut gefallen, ich brauchte kein einziges Mal darauf achten, dass ich aus Versehen die ganze SSD vollmache mit meinen ZIP-Archiven.

Generelles Fazit​

Ich bin sehr von der Crucial P5 überzeugt. Nicht nur bietet sie ein sehr gutes P/L-Verhältnis, sondern auch eine unschlagbare Performance im PCIe Gen 3 Bereich. Natürlich wird sie von neueren PCIe Gen4 SSDs geschlagen werden, doch kosten diese dann auch nochmal viel mehr. Die meisten Benutzer werden den Unterschied zwischen einer PCIe Gen3 und Gen4 SSD wohl wahrscheinlich nur in den wenigsten Fällen bemerken, so zum Beispiel beim Kopieren großer Dateien und beim Entpacken von Archiven.

Falls ihr noch weitere Fragen habt ich noch andere Tests mit dieser SSD für euch machen soll, lasst es mich bitte in diesem Thread wissen, ich versuche dann so schnell wie möglich es zu testen. Solltet ihr Verbesserungsvorschläge haben, dann lasst es mich auch hier wissen.

Vielen Dank noch einmal an Crucial und Hardwareluxx, dass ich diese SSD testen und behalten durfte, jetzt kann ich meine 1TB SSD beruhigt auf eBay verkaufen.

So, das war's von mir. Ich hoffe euch hat der Testbericht gefallen, mir hat auf jeden Fall das Testen Spaß gemacht und mir auch einige neue Erkenntnisse gebracht.
Bye bye :)

EDIT: Warum sind die Links zum Datenblatt doppelt und dreifach? Ich sehe sie hier in der Bearbeitung nur einmal. Wenn wer weiß, wie ich das beheben kann, bitte melden, danke.
 
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massaker

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@medicc Lass doch mal Aida64Extreme oder HD TunePro 4.75 Write-Benchmark durchlaufen (in den Optionen: Full Test, accurate, 8MB) - so kann man grafisch schön sehen wieviel Cache sie hat und wie genau sie einbricht... Allerdings müssen Partitionen weg/alles wird gelöscht - no-go wenn Dein System schon drauf ist. :-(
Alternativ kannst Du aber genauso bei HD Tune Pro stattdessen "File Benchmark" durchlaufen lassen! Da musst auch nicht die ganze SSD beschreiben, stell bei "File lenght" einfach 200-250GB ein (wird wohl reichen). Data Pattern auf "random".
 

massaker

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Ok, danke da gibts ja einige Möglichkeiten aber ich finde das gehört auch in einem SSD Test.
Naja, aber auch allgemein etwas mehr Text/Kommentare zu den eigentlichen Benchmarks, statt das meiste in die Marktanalyse zu investieren. Und wenigstens 2-3 Worte zum Testsystem (mindestens CPU und Brett, Rest nicht so wichtig). Z.b. sein AS-SSD Benchmark wirft überhaupt keine Fragen auf, alles so wie es soll - dort werden übrigens nie die versprochenen Werte eingehalten, weil entweder 1 Thread oder 64, Ausgabe MiB statt MB, andere Queues... Viel beeindruckender schaut CrystalDiskMark und ATTO - und so messen das auch die Hersteller und machen darauf basierend ihre Angaben. Hier mein AS-SSD von der 970Evo:
as-ssd-bench NVMe Samsung SSD 970evo PCIe 3.0x4 1GB.png

Demnach saß ich da mit Gedanken: "Ok, er hat wohl ein flotteres moderneres Brett und evtl. neuere CPU... Ok, er hat wohl eine CPU mit weniger Kernen, daher schwächere 64-Thrd-Werte...."
Ansonsten passt das mit AS-SSD und auch die Balkendiagramme :bigok:
Dagegen CDM8 ... what? Die höheren Werte sind überhaupt nicht dem variablen pSLC-Cache von Samsung geschuldet, denn einen solchen benutzt P5 ebenfalls... Und allgemein - was sind das für 4K-Werte in der unteren Zeile? Sind doch echt niedrig für die fürs System&Programme wichtigsten Ergebnisse? Hier von meiner 970Evo:
CD8_970Evo_1T_3x2GB.jpg

OK, das war eher best-case und "Best-Run", einige Werte schlechter, da 2GB-Testfile, aber 4K Werte in meinen spontanen Messungen liegen bei ca. 52-55 Lesen und ~215-220 Schreiben. Da sind "um die 30"-Werte absolut seltsam, denn sogar meine SATA-SSDs schaffen >40 MB/s. Und warum steht eigentlich oben "Select Folder" statt dem eigentlichen Laufwerk?
Andererseits war ich an anderen Stellen begeistert - Balkendiagramm mit OS und Programmstart-Zeit ist echt super. Fehlt nur bisschen mehr Beschreibung - wie wurde gemessen, Stoppuhr und Bereitschaft mit BootRacer? Und wie die Temperaturen - mit HW-Info geloggt? Oder gar mit Laser-Termometer?
Auch am Ende die kritischen Fragen zur Alltagsperformance und Fazit/Langzeitfazit - alles 1a. Also mit etwas "Nachpolieren" wäre das echt ein geiler Test.
@medicc
Hoffe nur meine Ansprüche sind nicht allzu hoch und Du fühlst Dich jetzt nicht unter Druck gesetzt. LG:wink:
 
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Holt

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was sind das für 4K-Werte in der unteren Zeile? Sind doch echt niedrig für die fürs System&Programme wichtigsten Ergebnisse? Hier von meiner 970Evo:
Ja,aber auch hier kann man die Werte unterschiedlicher Benchmarks (einmal AS-SSD und einmal CDM) nur sehr beschränkt vergleichen. AS-SSD zeigt die Mittelwerte der Wiederholungen an, CDM die Bestwerte. Außerdem hat AS-SSD einen Bug und testest dort nur mit zu 70% nicht komprimierbaren Daten, weshalb SSDs mit dem Phison Controller (der hat eine Datenkompression) auch bei 4k Lesend bei AS-SSD bessere Werte als bei CDM haben, sonst ist es immer umgekehrt.

Das AS-SSD bei den seq. Leseraten so viel schlechter ist, liegt aber vor allem daran, dass es mit nur einem Zugriff über 16MB bencht, während CDM mit 8 parallelen Zugriffen über je 1MB bencht und auch wenn dies zusammen nur halb so lang ist, so kommen bessere Werte raus, da ein Zugriff, egal wie lang er ist, nicht reicht um die vollen Leseraten aus einer SSD zu kitzeln. ATTO bencht normalerweise mit 4 Zugriffen. Wie viel bei einem Zugriff über 1MB rauskommt, sieht man ja in der zweiten Zeile wo SEQ1M Q1T1 steht.
 

massaker

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Ja,aber auch hier kann man die Werte unterschiedlicher Benchmarks (einmal AS-SSD und einmal CDM) nur sehr beschränkt vergleichen. ...
Meinte ich ja. Das habe ich ihm doch auch geschrieben. Mein Satz bezog sich eher auf CDM8 und vergleiche doch auch mit CDM8 - siehe mein Screenshot. Er hat dort 33MB/s bei 4K Lesen und ich mindestens 60-70% mehr.
....Außerdem hat AS-SSD einen Bug und testest dort nur mit zu 70% nicht komprimierbaren Daten, weshalb SSDs mit dem Phison Controller (der hat eine Datenkompression) auch bei 4k Lesend bei AS-SSD bessere Werte als bei CDM haben, sonst ist es immer umgekehrt.

Das AS-SSD bei den seq. Leseraten so viel schlechter ist, liegt aber vor allem daran, dass es mit nur einem Zugriff über 16MB bencht, während CDM mit 8 parallelen Zugriffen über je 1MB bencht und auch wenn dies zusammen nur halb so lang ist, so kommen bessere Werte raus, da ein Zugriff, egal wie lang er ist, nicht reicht um die vollen Leseraten aus einer SSD zu kitzeln. ATTO bencht normalerweise mit 4 Zugriffen. Wie viel bei einem Zugriff über 1MB rauskommt, sieht man ja in der zweiten Zeile wo SEQ1M Q1T1 steht.
Wow, danke für diese Erklärung, das war echt erleuchtend und hilfreich. Komisch, das mit den 30% komprimierbaren Anteil, was für GEdanke steckte ursprünglich dahinter? Vielleicht soll das eben den Real-World Programmen ähneln?
 

Holt

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Die 4k Werte hängen immer sehr von Testsystem und dessen Energiespareinstellungen ab, da können die Unterschiede schon recht groß sein. Schau mal die 4k Lesend Werte auf dem 7700K und dem 8700K Systemen im Review der Optane 905P bei Tweaktown an. Bei Anvil sieht man links unten das System und den 228,7MB/s auf dem 8700K System sehen 294,3MB/s auf dem 7700K System gegenüber. Oder auch hier beim Review der Optane Memory 32GB wo die alleine als sekundäres Laufwerk gebencht wird, da kommt das von Intel gelieferte Testsystem bei Anvil auf 235,6MB/s (259,7MB/s mit CDM) und deren optimierstes 7700K System auf 299,8MB/s (317,0 mit CDM), jeweils bei 4k Lesend mit Win10. Weiter unten findet sich dann noch "Windows Server 2012 R2 running on Z270 with 7700K processor at 5GHz" mit 340,8MB/s mit Anvil und sogar 415,8MB/s bei CDM und so richtig den Vogel schießt das "Windows Server 2008 R2 running on Z170 with 6700K processor at 4.7GHz" System mit 488,0MB/s bei CDM (Anvil fehlt dafür) bei 4k (QD1) Lesend ab.

Damit ergibt sich alleine bei CDM zwischen den unterschiedlichen Testsystemen eine Spanne von 259,7MB/s bis 488MB/s für die gleiche SSD, also im Bestfall fast 88% mehr.
Komisch, das mit den 30% komprimierbaren Anteil, was für GEdanke steckte ursprünglich dahinter?
Die dürfte ein Bug sein, vermutlich wird einfach nicht darauf geachtet das im vorherigen Schreibtest auch wirklich alle Teile der Testdateie beschrieben wurden und auch wenn man z.B. 250x zufällig verteilt 4k in 1MB Dateie schreibt, dann hat man eben sehr wahrscheinlich einige Bereiche doppelt oder gar dreifach und andere gar nicht geschrieben. AS-SSD ist ja schon recht alt und die Sache Datenkomprimierung konnte damals nur der Sandforce Controller, aber der hat bei so kurzen Zugriffen darauf keinen Gewinn ziehen können, aber der Phison kann dies ganz offensichtlich und daher fällt es bei dem auf, da nur bei dem die 4k Lesend bei AS-SSD besser als bei CDM ausfallen.
 
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