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Stromsparendes "Homelab"

scimob

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Ich bräuchte mal ein paar Ideen und Anregungen von euch.
Ich fang mal mit dem dem Ist-Zustand an:
Kleiner Supermicro Server mit einem X11SSL-F und einem Xeon E3, 16Gb, 8Tb Sata Platte, 512Gb SSD, VMWare 6.7, max. 4 Vms.
VM1: Windows Server 2019 als Fileserver, Logitech Media Server für meine Squeezeboxen, SubSonic zum Streamen von unterwegs. (sozusagen "produktiv", muss 24/7 laufen)
VM2: OpenVPN Appliance (VPN der FritzBox war zu lahm bei 100MBit Internet), (sozusagen "produktiv", muss 24/7 laufen)
VM3: Linux BastelVM
VM4: läuft mal, oder nicht, meist für Testzwecke von allem möglichen.

Zusätzlich hab ich noch ein Synology 1Bay NAS, das Nachts automatisch einschaltet um mir mit Nakivo Datensicherungen zu machen.
Funktioniert alles tadellos, einzig der Stromverbrauch des ganzen ärgert mich etwas.

Zusätzlich möchte ich meine Filmsammlung (ca. 700 Filme auf DVD od. BluRay) nach und nach in Files haben, einfach weil ich das super komfortabel finde mit Kodi am TV.
Das braucht natürlich sehr viel Festplattenplatz.

Habt Ihr ein paar Anregungen / Ideen wie man das möglichst Stromsparend hin bekommt. Auch für Verbesserungen bin ich offen.
Dank euch!
:-)
 
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asche77

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Strom sparen wird da nicht klappen, wenn das 24/7 läuft. Mehr Platten = mehr Strom.
Du kannst allenfalls die 24/7 tasks auf eine schwächere und damit stromsparendere Plattform setzen (zB auf Windows-Basis, um alle Stromspar-features zu nutzen, und die OpenVPN dann als VM in Windows realisieren?).
 

wenzilinho

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Wenn IPMI aktiviert ist, zieht das natürlich auch Strom. Die HDD geht nicht in den spin down und verbraucht dadurch auch etwas mehr. Es wird sich aktuell nicht viel einsparen lassen. Kommen weitere HDDs dazu, könnte man über einen HBA nachdenken. Dieser verbraucht zwar selbst auch Strom (ca 10 Watt), ermöglicht aber den spin down der HDDs.
 

MisterY

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Mein Vorschlag:
Alles für "always-on" entweder mit SSDs und/oder 2.5" HDDs vollpacken.
Alles andere auf ein separates NAS/Fileserver packen, das entweder nur bei Bedarf läuft (z.B. per WOL oder Zeitplan) bzw. die HDDs in den Tiefschlaf versetzt.
Wenn du 700 Filme auf den Server packen willst (von Copyrights mal abgesehen), brauchst du entweder einiges an Platz (je nach Qualität zwischen 4 und 20 TB) und einiges an Rechenleistung um die Filme ggf. zu encodieren. Das sollte man nicht unterschätzen.
 

scimob

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IPMI ist aktiv, möchte ich auch so lassen.
Aus Energiespargründen hab ich schon nur eine HD und eine SSD.
Könnte evtl. ein CPU Downgrade etwas bringen? Wirklich Rechenleistung brauche ich nicht. Da bei mir nix mit Transcoding angesagt ist. Außer das bißchen was SubSonic macht, aber das ist zu vernachlässigen.
Und genug Datendurchsatz für ein Gigabit Netzwerk sollte denke ich auch nicht das Thema sein.
Den Gedanken mit SSDs od. 2,5" HDs hatte ich auch schon, aber das rechnet sich nicht. Bei 2,5" gibts außerdem nix größeres als 4Tb.
 

asche77

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CPU downgrade als solches bringt wenig, Ruheverbrauch ist meist ähnlich. Du müsstest auf eine sparsamere Plattform insgesamt setzen (Also Kombi aus Mainboard + CPU + Rest). ZB was Richtung Atom/embedded.

Finanziell lohnt das nicht.

Ökologisch mE auch nicht, da viel mehr Strom + Energie + Rohstoffe bei der Produktion und Lieferung verbraucht werden als du jemals einsparen kannst.

Im Übrigen: siehe MisterYs Beitrag.
 

scimob

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Ich hatte bis vor einem halben Jahr einen HPE Microserver G10 mit dem X3216 / 2 Kerne.
Leider hatte der doch zu wenig Rechenleistung. Sobald 2 Streams von meinem Subsonic transkodiert wurden war der bei 100% Last. Vom Backup mal ganz zu schweigen...
Das war der Grund für mich auf was schnelleres zu wechseln, und den Vorteil der Virtualisierung mitzunehmen.
Soweit war das ganze auch erfolgreich.
Nun ja, ich denke in den saueren Apfel mit dem höheren Stromverbrauch werd ich wohl beissen.
Für mehr Speicher gibts ja zum Glück immer größere Plattenim 3,5" Format.
 

asche77

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(Große) Helium-Platten brauchen auch weniger Strom als normale, bei Neukauf darauf achten.
 

danielmayer

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Jup. Statt z.B. WD Red 8TB lieber >=10TB nehmen. Fast halber Stromverbrauch...
 

v3nom

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Ich habe mein NAS mit ITX Boards und aufgelötetem Intel Atom aufgebaut. Da laufen auch Windows VMs mit, jedoch nicht mega schnell. Gibts von 2-16 Kerne alles und 4-12 SATA Ports, 4xGbE oder 2x10GbE. IPMI ist auch dabei.
 

scimob

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@v3nom : Die aktuellen Atoms hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Ich hatte vor Jahren mal ein Atom Board (war noch mit WIndows 2003 Server...), das war okay, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen damit zu virtualisieren.
@danielmayer : Das der Stromverbrauch von 3,5" Platten so arg unterschiedlich ist hätte ich nicht gedacht.
 

Shiga

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Heyho, ich denke ich habe da was ähnliches gebasstelt:

Ich habe eine ZBOX CI323 nano als ESXI Host im Einsatz, darauf laufen:
- OVM mit einer USB Passthrough Platte 2,5" (Datenbackup verschlüsselt auf OneDrive mittels Duplicati)
- Sophos UTM als Firewall, VPN Gateway und WAF
- Nakivo VM für Backups
- Ubuntu Docker Host für Heimautomatisierung
- Ubuntu Webserver

HW Daten ZBOX CI323:
- Intel N3150 quad-core 1.6GHz, up to 2.08GHz
- 1 TB Crucial SSD
- 16 GB RAM
- 2x Gigabit Realtek NIC (Treiber musst du selbst ins ESXI Image integrieren)
 

wenzilinho

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Leider bring ich da keine 8Tb (bezahlbar) unter... :-)
Externes Festplattengehäuse, Synology/QNAP oder den alten Server als NAS nutzen?
Bedenke aber die Kosteneinsparungen durch weniger Stromverbrauch mit den Kosten für die Neuanschaffungen gegenzurechnen, ob sich das überhaupt lohnt.
 

negotiator

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@Shiga: Ich habe das jetzt selbst noch nicht ausprobiert, aber braucht läuft Ubuntu Docker Host auf ESXi out-of-the-box? Musst du dafür die NIC in den promiscuous mode setzen?
 

Gen8 Runner

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Kann bezüglich der Platten wärmstens die HGST aus meiner Signatur empfehlen. Ohne Spindown 62 Watt.
 

Shiga

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@Shiga : So ein Mini-PC wäre super. Leider bring ich da keine 8Tb (bezahlbar) unter... :-)
Die 50TB von mir, sind in meinem Bastelraum, der mit 1 Gbps FFTH angeschlossen ist. :fresse:
@Shiga: Ich habe das jetzt selbst noch nicht ausprobiert, aber braucht läuft Ubuntu Docker Host auf ESXi out-of-the-box? Musst du dafür die NIC in den promiscuous mode setzen?
Von dem höre ich zum ersten Mal. o_O
Was wären die Probleme, die man hat, wenn man den promiscuous mode nicht setzt?
 
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