Desweiteren befinden sich im Netzteil Maßnamen zur Glättung der Stromaufnahme. Derzeit ist eine Power Factor Correction (PFC) vorgeschrieben, die in der Regel aktiv oder passiv ausgeführt wird. Dazu kam es, da Schaltnetzteile die Eigenschaft haben, bei maximaler Amplitude der Versorgungsspannung einen starken Stromstoß zu verursachen. Das rührt daher, dass in den älteren Modellen ein Gleichrichter verwendet wurde, welcher Glättungskondensatoren speiste. Diese waren in der Regel mit etwa 300 Volt geladen, wurden also nur nachgeladen, wenn die Versorgungsspannung 300 Volt überschritt, was nur in der Nähe des maximalen Ausschlags der Netztspannung vorkommt. In diesem kurzen Moment muss die komplette Energie für die nächste Halbwelle zugeführt werden, sodass ein sehr hoher Stromstoß erfolgt. Bei einem einzelnen Netzteil ist das sicherlich kein Problem, werden aber viele tausend solcher Geräte benutzt, wird die Netzspannugn stark verunreinigt, die Energieversorger können nicht mehr ihrer Pflicht nachkommen, saubere Sinuskurven ins Netz einzuspeisen. Der Spannungsverlauf sieht in etwa folgendermaßen aus:
(hier fehlt ein bild)
Die Aufgabe der PFC besteht darin, die Stromstöße zu mindern und die Stromaufnahme dem eines ohmschen Widerstands anzupassen. Die einfachste Variante ist eine Drossel, welche in die Netzleitung eingebaut wird. Diese Spule verhindert, dass sich so genannte Oberwellen bilden, welches periodische Wellen sind, die die Sinuskurve des Verlaufs der Stromaufnahme überlagern. Diese Induktivität muss vom Nennwert, wie auch dem Volumen recht groß ausfallen. Solch große Spulen wiegen eine Menge und behindern die Lüftung, zudem tritt oft ein Brummen mit 50Hz oder 100 Hz auf. Eine aktive PFC hingegen ist ein Pulsweitenmodulator im Primärstromkreis. Er vergleicht den Ist-Wert der Stromaufnahme mit dem Sollwert. Diese aktive Regelung bietet die besten Resultate, da nur so viel Strom aufgenommen wird, wie es bei einem ohmschen Verbraucher es der Fall wär. Der sogenannte Leistungsfaktor beschreibt die Ähnlichkeit der Stromaufnahme mit der Sinuskurve der Spannung (Phasenverschiebung). Ideal ist ein Wert von 1, dann ist der Verbraucher ein ohmscher Widerstand. Niedrigere Werte bedeuten eine Abweichung der Stromaufnahme von einer Sinuskurve und eine höhere dem Stromnetz entnommene Blindleistung. Sind Stromaufnahme und Spannung um eine Viertelwelle verschoben, so ist der Leistungsfaktor gleich Null. Netzteile ohne PFC kommen auf Leistungsfaktoren im Bereich von 0,5 bis 0,6. Die passive PFC liegt meist im Bereich von 0,75 bis 0,8. Mit einer aktiven PFC wird ein annähernd idealer ohmscher Verbraucher simuliert, der Leistungsfaktor liegt bei 0,9 und annähernd 1. Netzteile ohne PFC dürfen in Deutschland nicht mehr verkauft werden.