Sind halt zwei Sachen
- OpenZFS bleibt nicht stehen. Der Sprung von 2.4.1 zu 2.4.4 hat eine Menge neue Sachen gebracht und benötigt neue Anpassungen.
- Es gibt eine ganze Reihe von Programmen die mit "Nicht Windows" Volumes Probleme machen,
die aktuellen Fixes sind überwiegen rund um einzelne Programme. Je mehr Leute OpenZFS nutzen, desto mehr Programme werden entdeckt, die noch Probleme bereiten. Windows und Unix unterscheiden sich bei Storage halt doch arg unter der Haube.
Solange immer noch Windows Probleme gefunden werden, bleibts ein Release Candidate und selbst danach eine Baustelle, dann halt eher bei OpenZFS. Ist ja nicht so, dass OpenZFS keine Probleme hat und nur der Windows Port das Problem ist, der Issue Tracker bei OpenZFS ist um einiges länger als der der zusätzliche Issues Tracker der extra Probleme unter Windows beschreibt,
https://github.com/openzfs/zfs/issues.
Die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlusts unter Windows ZFS ist gering und die Wahrscheinlichkeit dass OpenZFS unter Windows gut funktioniert bereits sehr hoch, höher als mit anderen modernen Unix Dateisystemen unter Windows wie btrfs. Wenn einzelne Programme noch Probleme machen, kann man einen Issue Report machen damit das behoben wird oder die eben weiter auf ntfs/ReFS laufen lassen.
OpenZFS unter OSX z.B. ist seit geraumer Zeit released, da ist aber auch Unix darunter, es gibt viel weniger Treiber und Hardwareoptionen und nicht die schiere Masse von Programmen die aus ntfs oder ReFS das letzte Quentchen Performance herausholen wollen.
Bis dahin gilt, ZFS testen - nutzen wenns gut läuft mit den eigenen Programmen und der eigenen Hardware (kann ja unglaublich viel mehr als ntfs/ReFS) und Issue Reports schreiben wenn man ein Problem findet.
Zuletzt ist es ja auch nicht so, dass ReFS oder ntfs problemfrei sind, vermutlich ist die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlusts unter ntfs höher als unter OpenZFS for Windows z.B. nach einem Absturz beim Schreiben.