Netzwerkprobleme mit Managed Switch 2.5G mit SFP+

Ich schreibe alle Volumes, die ich gemounted haben möchte, in die Datei /etc/fstab. Dann werden sie automatisch beim Systemstart gemountet.

Ein kleines Problem sind Passwörter. Meine NFS Shares haben keine Passwörter und können deshalb automatisch gemountet werden.

Bei Samba Shares werden i.a. Usernamen und Passwörter benötigt. Diese kann man entweder in die fstab schreiben (sehr unschön) oder in eine credentials-Datei.

Außerdem muss man überlegen, was passieren soll, wenn der Dateiserver beim Systemstart nicht erreichbar sein sollte. Soll der Server dann warten? Oder soll er weiterbooten und die Shares zu einem späteren Zeitpunkt mounten? Und was soll passieren, wenn das Netzwerk oder der Dateiserver im laufenden Betrieb ausfallen sollte? Je nachdem, was man will, gibt es unterschiedliche mount-Optionen (auto, noauto, usw.).

Du kannst bei Google suchen nach "Linux cifs fstab mount" oder hier schauen: https://wiki.ubuntuusers.de/mount.cifs
 
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Dazu müsste ich mein ganzes System für Backups und Datei-Server im Netzwerk überdenken.
Ganz zum Anfang beim Umstieg zu Linux habe ich mich mit cifs beschäftigt und irgendwann zu gigolo gefunden. Bis auf zwei mounts machte ich nun alles über gigolo. Rechteprobleme, scrips (um das etwas dynamisch zu gestalten), unerreichbare mounts etc waren einfach zu große Hürden. Schliesslich bin ich ein Endanwender und kein Profi.
Ich bilde mir ein, dass das dynamisch und mit einer GUI laufen muss, da bin ich wohl zu geschädigt durch Win.

Somit muss ich wohl oder übel mit der schlechten Übertragungsgeschwindigkeit leben. Zumindest weiß ich nun, wieso dies so ist.

Vielleicht hilft es auch die veraltete Version von gigolo unter Mint zu aktualisieren, falls ich dies irgendwie hinbekommen sollte.
 
Ich kannte Gigolo noch nicht, habe es mir aber gerade angeschaut. Soweit ich sehe, ist es ein System für Anwender, die ab und zu mal Daten mit Dateiservern austauschen wollen. Also z.B. ein Student an einer Uni, der gelegentlich Dateien auf verschiedene Uni-Server übertragen oder von dort herunterladen möchte. Für diesen Anwendungsfall ist es vermutlich gut geeignet. Auf volle Geschwindigkeit kommt es nicht an.

Das ist etwas anderes, als wenn man Netzwerk-Volumes in einem LAN dauerhaft und stabil auf seinen Rechner mounten möchte. So als wäre es eigene lokale Festplatte, nur eben über das Netz.

Also, man muss man schauen, welchen Anwendungsfall man hat. Ein paar Kröten muss man immer schlucken. Bei Gigolo braucht man keine root-Rechte und man ist sehr flexibel. Dafür bekommt man aber offenbar nicht die volle Geschwindigkeit und es wird möglicherweise eine ältere Version von SMB/CIFS verwendet. Bei den klassischen UNIX Netzwerk-Mounts über NFS oder CIFS und /etc/fstab bekommt man ein schnelles Netzlaufwerk, das sich verhält wie eine lokale Festplatte. Es kann aber Probleme geben, wenn das Netzlaufwerk mal nicht verfügbar sein sollte (Netzprobleme, NAS ist kaputt). Dann kann man seinen Arbeitsrechner vielleicht gar nicht mehr starten. Je nachdem, welche Mount-Parameter man gewählt hat. Es kostet Zeit, bis man alles so eingerichtet hat, wie man es braucht.

Du kannst auch experimentieren und einen etwaigen Wechsel schrittweise machen. Erstelle auf Deinem NAS ein neues Share "scratch", das nicht verschlüsselt ist - und mounte das über /etc/fstab, am besten mit Option "noauto". Dann kannst Du schauen, ob es etwas für Dich ist. Du kannst auch Gigolo und klassiche UNIX-Mounts parallel verwenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Alles gut, danke dir vielmals. Wie schon gesagt, da muss ich wohl damit leben. Es ist ja nicht so schlimm, wenn man weiß woran es liegt.
Ärgerlich nur, dass mein 2.5G-stuff somit eigentlich überflüssig ist.

Eine andere Möglichkeit, die noch in Frage kommen würde, ist smb4k. Auch ein cifs-tool mit GUI. Leider funktioniert es bei mir nicht, wie es soll. Da es die Shares nicht selber sehen/finden kann, ist ein Anlegen von Shares-Profilen nicht möglich. Nach einem Reboot findet der nichts mehr, wird mit Fehlermeldungen begrüßt und man muss dem tool alles wieder manuell beibringen.
Unter Mint sind leider immer nur ältere Softwareversionen in der Repo hinterlegt und man müsste sich einiges selber kompilieren. Dies ist dummerweise bei gigolo und smb4k so.
Vielleicht getraue ich mich da mal ran, ans selbst-kompilieren. Timeshift sei dank.
 
kleines Update zur Lage:

Inzwischen habe ich das cifs-Tool smb4k unter Linux Mint erfolgreich testen können.
Bei mir war das Problem, dass smb4k per WS-Discovery nur die devices finden kann, aber nicht die shares. Der Trick ist nun, dass man die shares beim ersten Einbinden/Konfigurieren direkt zu den Lesezeichen hinzu fügt, dann bleiben die shares erhalten und es gibt keine nervigen Fehler mehr.

Nun werden die shares per cifs gemounted und die Übertragungsrate hat sich spürbar gesteigert.
Leider mit einem neuen Handicap. Wenn ich Daten mittels FreeFileSync auf dem PC von einem Server auf den anderen Server schiebe, funktioniert der Transfer nicht simultan, sondern immer nur in einer Richtung. Die Daten werden vom 1.Server auf den PC geladen und erst anschliessend zum 2.Server hoch geladen, und somit speedtechnisch ein Rohrkrepierer.

Nun läuft alles wieder wie schon gehabt.
NFS wäre vielleicht noch eine Option, leider nicht sehr einladend, weil NFS vom Linux Mint Dateiexplorer nicht unterstützt wird. Irgendwie komisch, dass unter Linux alles auf Samba getrimmt ist.
 
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