[Kaufberatung] NAS / VM Server

amittel

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Hallo!
Ich habe in den letzten Wochen hier viel gelesen und konnte mich gut informieren. Deshalb habe ich mich nun auch angemeldet. Und ich möchte noch einmal sicher gehen, dass ich nichts übersehen habe bezüglich meiner Auswahl für meinen neuen Rechner.

Mein derzeitige Server ist ein HP N40L (AMD Turion II mit 4GB Ram und 1TB im Raid1). Bisher hat er auch gute Dienste geleistet. Allerdings ist er jetzt doch in die Jahre gekommen.

Ich möchte jetzt mehr Virtualisierung (Win10, Linux, HomeAssistant) und Docker (NPM, Paperless NXG, Navidrome, Joplin,...) gehen und generell auf einen neuen Stand kommen.

Folgende Komponenten habe ich ausgewählt:

Das ist mein System, welches ich mir zusammengestellt habe und ein paar Jahre meinen Anforderungen genügen sollte. Unsicher bin ich mir bei der Leistung des Netzteils und der Art des Kühlers für die CPU.

Über eine Einschätzung meiner Komponenten und deren Zusammenspiel würde ich mich freuen.
 
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Den RAM kannst du mit dem System nicht verwenden. Das ist Load Reduced Registered RAM, du benötigst aber unbuffered DIMM (UDIMM).
 
Vielen Dank für die Antwort!
Das ist mir tatsächlich nicht aufgefallen beim RAM.
Habe es oben angepasst mit den Kingston Server Premier DIMM 32GB, DDR4-2666, CL19-19-19, ECC

Ich habe gerade den Netzteil-Kalkulator von be-quiet benutzt. Demnach sollten die 400W ausreichen und bin auch im Lastfenster.

Was den CPU-Kühler angeht nehme ich den be quiet! Pure Rock. Das Gehäuse kann laut Hersteller 165mm hohe Lüfter aufnehmen. Der Pure Rock ist ist 155mm hoch, also nicht voll ausgereizt.
 
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Is mirror nich Raid1? Raid0 war doch null Redundanz als einfaches Stripe?
 
# 2TB HDD verbaut man heutzutage nicht mehr. Entweder größere HDDs oder halt gleich nur SSDs. Für 4TB Kapazität bietet sich da ein Mirror aus zwei 4TB SSDs an.
Plane genug Reserve für geänderte Daten in Snapshots ein und genug Platz, der frei bleibt (für gute Performance).

# CPU-Kühler: Thermalright Peerless Assasin 120. 157mm hoch, fast so stark wie ein NH-D15 > Mit CPUs der 65W-Klasse kann der mit minimalsten Umdrehungen arbeiten. Kostet 35 Euro auf Amazonien. Top Kühler.

#5650G ? Generell nix falsch an dem. Wenn die Grafikeinheit nicht benötigt wird (das Board selber hat ja eh nen Einfach-VGA über die IPMI) und Idle-Power 5-10W mehr sein darf, würde ich eher einen 5600X nehmen (oder nen 5700X wenn der im Bios drin ist), Weil dann mehr Flexibilität die PCIe-Bifurcation (der G kann den x16-Slot nicht auf x4x4x4x4 aufteilen, nur auf x8x4x4) da ist und ggf. mehr Kerne.

# Das Case...weiss nicht. Airflow ist sicher nicht toll. Die HDD-Schächte (oberster und unterster) bekommen mir, auf den ersten Blick, zuwenig Luftzug ab, Meine Wahl wär da eher ein Define 7 oder Meshify 2. Ich weiss, gute mATX Cases für NAS-Builds sind sehr rar.

# die System-SSD wäre definitiv nicht meine Wahl. 1. wg. der Größe , 2. kein Dram-Cache , 3. die TBW sind extrem niedrig.
Auf keinen Fall VMs auf HDD-Pools legen. Gute 1TB+2TB SSDs sind relativ günstig und bieten einfach viel mehr Spielraum (vm's , ISO-File ablage, genug Reservezellen, viel bessere Schreibleistungen). Die äusserst knappe Zahl an PCIe-Lanes würde ich mir niemals mit so kleinen SSDs belegen.

#Netzteil: System Power wäre nicht meine Wahl, das sind die einfachsten Serien. Go for Purepower 400W wenns BQ sein soll. 400W ist deutlich mehr als Du brauchst, da ist extrem viel Reserve bei dem Setup.


Btw: Welcher Hypervisor? Proxmox?
 
Zuletzt bearbeitet:
Da geh ich weitgehend mit.

2 TB HDD ist gaga, aus so vielen Gründen.

Beim CPU Kühler geh ich nicht mit, da würd ich einen Top-Blow verbauen, ist viel besser für die "Umgebung" und reicht für die CPU allemal, Scythe, Thermalright, Thermaltake, um 30-40€ bekommst gute Ware mit 120er Lüfter.

#5650G ? Generell nix falsch an dem. Wenn die Grafikeinheit nicht benötigt wird (das Board selber hat ja eh nen Einfach-VGA über die IPMI) und Idle-Power 5-10W mehr sein darf, würde ich eher einen 5600X nehmen (oder nen 5700X wenn der im Bios drin ist), Weil dann mehr Flexibilität die PCIe-Bifurcation (der G kann den x16-Slot nicht auf x4x4x4x4 aufteilen, nur auf x8x4x4) da ist und ggf. mehr Kerne.
100%. Das Problem ist, dass das MC12 die iGPU des Ryzen Pro wohl nicht zulässt. Daher musst du entweder ein "normales" B550 Board nehmen mit dem 5650G und auf IPMI verzichten oder ein teures Asrock Rack, wo das wohl gehen sollte (solltest vorher aber zur Sicherheit nachlesen). MC12 mit 5600X dürfte hingegen gut sein.
Allgemein den MC12 Thread lesen, ein paar so Zickchen hat das Board, ob diese für dich ein Problem sind oder nicht, musst du nach sorgfältigem Genuss des Threads entscheiden.

Bei der SSD geh ich auch mit:
Die WD SN700 sind ganz okay, brauchbare Leistungswerte, viel TBW, günstig. 1 TB hat hier wohl ein gutes P/L. Wenns billig sein muss gibts auch noch 250 und 500gb, würd aber 1 TB nehmen. Der M.2 kann zwar nur 1 gb/s am MC12, aber das passt schon.

Beim NT geh ich auch mit, gibt nen Thread, in dem div. Netzgeräte, vor allem BeQuiet, vermessen werden vom User RobotR.
Schau halt durch. Und nimm was mit Kabelmanagement, Kabelsalat im kleinen vollen Gehäuse ist Krebs.
 
Hallo!
Erstmal vielen Dank für die vielen Vorschläge und Einschätzungen!

Festplatten
Als erstes möchte ich die HDDs ansprechen. Ich habe gerade mit smartctl nachgesehen.
Code:
 9 Power_On_Hours          0x0032   015   015   000    Old_age   Always       -       62676
Das sind circa 7 Jahre.
Und die Belegung ist mit
Code:
/dev/md0        917G     30G  887G    4% /media/f147882d-b410-4463-873b-e1b81659918a
auch nicht gerade voll.
Daher auch meine erste Überlegung mit den 2TB Platten. Aber durch die Kommentare werde ich mich für die 4TB entscheiden, um auf der sicheren Seite zu sein.

Macht es bei der SSD Sinn eine kleine für das OS für den M.2 zu nehmen und dann eine 2.5" SSD für die VMs usw.? Oder einfach eine WD SN700 1TB erstmal nehmen ohne Trennung und dann bei Bedarf eine zusätzlich 2,5" SSD.

Mainboard und CPU
Während der Recherche hatte sich bei mir festgesetzt, dass nur der Ryzen Pro den ECC kann. Ein Trugschluss. Also nehme ich hier den 5700X. Dieser sollte laut dem Thread von pumuckel auch funktionieren.
Das Mainboard an sich scheint ein bisschen schwierig am Anfang zu sein mit BMC und BIOS. Gibt es auch eine lange Unterhaltung und auch Lösungsansätze und Erfahrungen.

Lüfter
Nehme dann einen Top-Blow Lüfter oder diesen.

Gehäuse
Ich weiss, gute mATX Cases für NAS-Builds sind sehr rar.
Das stimmt allerdings. Und leider bin ich mit den Abmessungen beschränkt.
Das Fractal Meshify 2 gefällt mir sehr gut. Allerdings ist es zu hoch. Mal sehen.
 
Trenne bitte OS und VM-Storage SSD. Hält Dich flexibler und ist wartungsfreundlicher.
Zuhause wirst Du kaum in IOPS-Engpässe bei guten SSDs kommen, aber im Zweifelsfall das OS auf die Sata und VMs auf die NVMe. Als Sata z.B. eine 870Evo.
Die SN700 ist übrigens eine normale TLC-SSD mit Dram, nix besonderes; vergiss das "NAS SSD", da ist viel Marketing.
Nimm einfach SN850X wenn Du WD willst und kein Datacenter-grade; damit bist Du "good to go". (hab meine VMs im kleinen Proxmox derzeit auf nem 2x4TB SN850X Mirror, Proxmox auf ner 1TB 970Evo Plus und ein 3x4TB Raidz1 aus 870 Evo für anderes).
SSDs ist halt dumm, dass die Preisniveaus da wieder so angestiegen sind und potentiell weiter steigen werden.

Im großen Server (derzeit eher meist inaktiv) sind zwei 7.68TB PM9A3 im Mirror für VMs und den daily Storage. HDDs dienen bei mir nur noch für coldstorage Archiv und Backups, alles täglich notwendig nur noch SSDs.

Bzgl. ECC: Das "Pro" brauchst Du in der Tat nur bei den APUs. die normalen Vermeer-CPUs können alle ECC, so lange das Mainboard+Bios können. Der Support bei den Consumerboards ist aber sehr unterschiedlich, manche haben volle Funktionalität inkl. Fehlerreports ans Betriebssystem, manche haben ECC aktiviert, melden aber nix im Fehlerfall,.... da gibts ne große Bandbreite und nicht nur "geht" oder "geht nicht".

Wichtig.
Konzipiere Dir ein Backup-Konzept. Raid (egal ob Mirror oder Raidz) ist >kein< Backup !! ZFS Snapshots sind extrem hilfreich und lösen sie schon Recover-Fälle, sind alleine für sich aber auch kein Backup.
Backup ist immer ein von der betriebenen Maschine unabhängiger Speicherort (> externe HDDs, zweiter Server auf den gebackupt wird, Cloud, whatever)
Denn im Desasterfall ist die Verzweiflung schnell groß und dann zu sagen "mist, hätt ich doch...." is zu spät.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok. Habe meinen ersten Beitrag angepasst.
Nehme jetzt 250GB M.2 für das OS und eine 1TB 2.5 SSD für die VMs.

Ein Bild der derzeitigen Einkaufsliste habe ich auch noch einmal angehängt.
 

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Raus mit der "SSD Plus" bitte !!!! Das ist eine Einfachst-SSD ohne Dram-Cache und mit QLC-Flash (=hält nur wenig Schreiblast aus und kann extrem langsam werden). Sowas gehört nicht in ein VM-System und VMs drauf schon 3x nicht.
Und wie gesagt: Sata fürs OS und NVMe für die VMs!

OS: 870Evo , MX500 oder Sandisk 3D Ultra z.B. => Sata-SSDs mit TLC-Flash und Dram-Cache.
VMs: SN850X, 980pro, 990pro (SN700 kann man machen dafür, ist für den aufgerufenen Preis dafür meiner Meinung nach zu teuer).


Beim Ram fällt mir noch auf: warum nur 2666er? 3200 CL22 ECC mit 1.2V funktioniert wunderbar mit Ryzen 5000 (im allgemeinen, ich kann da nicht für dieses spezielle Board sprechen). Macht im Serverbetrieb jetz nicht sooo viel aus, erscheint mir aber trotzdem eher unnötig konservativ.
 
Zuletzt bearbeitet:
Backup ist immer ein von der betriebenen Maschine unabhängiger Speicherort (> externe HDDs, zweiter Server auf den gebackupt wird, Cloud, whatever)
Genau. Habe eine USB-HDD für das Backup.

Und wie gesagt: Sata fürs OS und NVMe für die VMs!
Ich hätte es ja genau anders herum gedacht, weil der M.2 im Mainboard PCIe Gen3 x1 (max brutto 0,97 GByte/s) und SATA 6Gb/s kann. Also weniger Geschwindigkeit für das OS und mehr für die VMs, auf die ja mehr zugegriffen werden sollten. Durch die geringe Geschwindigkeit (0,97 zu 6) spielen die IOPS eine geringere Rolle. Habe ich da einen Denkfehler drin?

eim Ram fällt mir noch auf: warum nur 2666er? 3200 CL22 ECC
Stimmt!
 
Ich hätte es ja genau anders herum gedacht, weil der M.2 im Mainboard PCIe Gen3 x1 (max brutto 0,97 GByte/s) und SATA 6Gb/s kann. Also weniger Geschwindigkeit für das OS und mehr für die VMs, auf die ja mehr zugegriffen werden sollten. Durch die geringe Geschwindigkeit (0,97 zu 6) spielen die IOPS eine geringere Rolle. Habe ich da einen Denkfehler drin?
Der PCIe macht 1 GigaByte/s und der SATA 6 GigaBit/s, effektiv ca. 540 MegaByte/s...
 
Das Problem ist, dass das MC12 die iGPU des Ryzen Pro wohl nicht zulässt.
Geht seit BIOS F14
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Der PCIe macht 1 GigaByte/s und der SATA 6 GigaBit/s, effektiv ca. 540 MegaByte/s...

Korrekt: ich komme auf 1000MB/s am NVME Slot und SATA ist max 550MB/s.

Daher andersrum: 2TB (oder 1TB) PCIe 3.0 SSD mit TLC Speicher & DRAM Cache für die VMs

250GB SATA für OS
 
Zuletzt bearbeitet:
Der PCIe macht 1 GigaByte/s und der SATA 6 GigaBit/s, effektiv ca. 540 MegaByte/s...

So ist es. Und ferner kann man die M.2 ja auch noch per Adapterkarte in die PCIe-Slots packen; entweder in den x4 Slot oder halt bei funktionierender Bifurcation bis zu 3-4 Stück mit passendem Adapter in dem x16 Slot.
M.2 ist ja (vergessen wir mal Sata-M.2) nix anderes als elektrisch PCIe in anderem Format.
 
Korrekt: ich komme auf 1000MB/s am NVME Slot und SATA ist max 550MB/s.

Daher andersrum: 2TB (oder 1TB) PCIe 3.0 SSD mit TLC Speicher & DRAM Cache für die VMs

250GB SATA für OS
😵 Ups, ja... was für ein Fauxpas.

Habe nun die letzten Änderungen gemacht und alle Komponenten bestellt.
Die OS-HDD ist wie vorgeschlagen eine Crucial MX500 250GB geworden und für die VMs eine WD Black SN850X 1TB.

Eine weitere Änderungen ist noch das Gehäuse. Hab das SilverStone PS07 gefunden. Welches immer noch ein Kompromis ist, aber in meine Abmessungen passt und vielleicht eine bessere Kühlung bietet.


Vielen Dank noch einmal an alle, die mir geholfen haben! 🙏
 
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