[Kaufberatung] NAS / Media Server

Halfdan

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Moin, ich spiele zurzeit wieder stärker mit dem Gedanken mir endlich einen Homeserver/NAS zu bauen – zu einer denkbar ungünstigen Zeit. Aber wie heißt es so schön, der beste Moment war vor 20Jahren, der zweitbeste heute...

Ich habe mich schon bisschen eingelesen und bin für mich zum Entschluss gekommen, mit 3-4 HDDs a 8-14TB. Auf der Jellyfin Seite hatte ich gelesen, dass sie wohl eher Intel als AMD empfehlen, weiß aber nicht wie wichtig das bei meinem Use Case ist. Intel wird wohl für Quicksync empfohlen, bei 2 Ipads ist das aber wahrscheinlich egal? Da wir zurzeit eher in einer kleinen Wohnung leben, dachte ich als Case an ein Jonsbo n3, vielleicht n6. CPU hatte ich eine 14100 ins Auge gefasst. Größte Problempunkte so weit war das m-itx board, da scheint es im Consumerbereich nicht viel zu geben, bzw. viele ältere auch nicht mehr lieferbar. Ich hatte auch kurz die CWWK/Topton-Boards auf dem Schirm – da bekommt man oft mehrere 2.5GbE-Ports und mehr SATA direkt onboard. Allerdings bin ich mir unsicher, ob mir das die Fragezeichen bei QC, Support und Zoll wert ist. Andererseits sind bei den Consumer-ITX-Boards oft nur 1GbE und wenige SATA-Ports dabei, was dann wieder eine HBA-Karte bedeuten würde... Ich dachte sogar kurzweilig darüber nach mir ein DDR4 Board zu holen, weil DDR4 zu DDR5 ohne ECC mir bei einem NAS ja wahrscheinlich kaum Vorteile bringt, gerade bei den aktuellen Speicherpreisen. Allerdings weiß ich auch nicht, wie sinnvoll es ist auf eine Plattform zu setzen, die bald EOL sein wird.

Ich weiß auch noch nicht zu 100 % was ich laufen lassen werde, aber auf jeden Fall: (Unraid / Truenas)
  • Jellyfin/Plex (2 User),aber nur IPad Pros, aktuell kein TV
  • Perforceserver (1 User)
  • Backups (2 Laptops, 1 Rechner, 2 Handys – aber eher selektiv auf wichtige Sachen und keine vollen)
  • Fotocloud für 3 Handys
  • Paperless
  • Etwas für Podcasts
  • OwnTracks
  • Nextcloud o.a
  • Das restliche übliche Zeug
  • Nach aktuellem Plan kein Bedarf an zusätzlichen VMs
Meine konkreten Fragen:
  1. Ist der i3-14100 für diesen Use Case passend, oder wäre etwas anderes sinnvoller?
  2. Consumer-Board (ITX/mATX (falls n6)) oder CWWK/Topton – was würdet ihr hier empfehlen? Konkrete Board-Empfehlungen?
  3. Falls Consumer: DDR4 oder DDR5 – lohnt sich DDR5 bei diesem Use Case überhaupt?
  4. Gibt es bei meiner geplanten Software-Liste etwas, wo ihr sagen würdet „das läuft auf der Hardware nicht gut“ oder „dafür brauchst du mehr“?
  5. Sonstige Fallstricke, die ich übersehe?
 
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und bin für mich zum Entschluss gekommen, mit 3-4 HDDs a 8-14TB.
Wieso? Wieso nicht einfach 2x 20-28TB im Raid1 ?
Ich würde sowieso mind. 0.5-2TB SSD für Apps/VM's zur verfügung stellen.

Ich dachte sogar kurzweilig darüber nach mir ein DDR4 Board zu holen, weil DDR4 zu DDR5 ohne ECC mir bei einem NAS ja wahrscheinlich kaum Vorteile bringt, gerade bei den aktuellen Speicherpreisen. Allerdings weiß ich auch nicht, wie sinnvoll es ist auf eine Plattform zu setzen, die bald EOL sein wird.
Irrelevant.
Oder denkst du weil sie nicht EoL ist kannst du einfacher garantie bekommen?
Nächste Generation hat eh wieder anderen Sockel. Ist also bereits so gut wie EoL

aber auf jeden Fall: (Unraid / Truenas)
TrueNas sofern du nicht Jährlich berappen willst.
Ist zwar ein wenig mühsam sich einzuarbeiten, aber wenns mal läuft läufts.

Hier auch, definitiv Jellyfin, es sei denn möchtest gern Monatlich bezahlen für den vollen Feature umfang.

Fotocloud für 3 Handys
Immich?

Meine konkreten Fragen:
1. Er läuft. als Alternative wäre nen AMD AM4 mit 5650G oder AM5 mit 9600/7600
3. Naja.... neuer ist besser! aber bei den aktuellen preisen? Nein.
4. Näh. Wenn du damit leben kannst manchmal 100% CPU Auslastung zu haben weil gerade alles auf einmal passiert.
 
Wieso? Wieso nicht einfach 2x 20-28TB im Raid1 ?
Ich würde sowieso mind. 0.5-2TB SSD für Apps/VM's zur verfügung stellen.
Weil der TB Preis geringer ist, weniger Flexibilität für Erweiterung, könnte Raid-Z1 oder dergleichen nutzen. Das war die Überlegung in dem Bereich.
1. Er läuft. als Alternative wäre nen AMD AM4 mit 5650G oder AM5 mit 9600/7600
Der 5650G hat zwar eine IGPU, aber Jellyfin Doku sagt auch Apple ≥ Intel ≥ Nvidia >>> AMD für Encoder Qualität. 9600/7600 haben weder noch. Allerdings ist hier auch tatsächlich die Frage, ob ich Encoding wirklich brauche. Wenn ich das richtig verstehe, dürfte das in den meisten Fällen für die iPads nicht der Fall sein und wenn ich mir je einen Fernseher anschaffe - kann ich dort auch ein Nvidia Shield oa verwenden.
Oder kann/sollte ich evtl. wirklich die AMD Route gehen und mir langfristig, wenn Bedarf besteht eine dedizierte (low profile) GPU zulegen..?

Mir bereitet aber ehrlich gesagt gerade die allgemeine HW Suche extreme Kopfschmerzen. Die halbwegs guten m-itx Consumer Boards scheinen nicht mehr verfügbar zu sein. Die CWWK/Toptons auch nicht
 
Als Board habe ich in meiner kleinen Dose (Beitrag im Thema 'Der HTPC / Barebone *Bilder* Thread [Part 2]' https://www.hardwareluxx.de/communi...one-bilder-thread-part-2.750326/post-30845539) dieses laufen https://www.alternate.de/ASUS/ROG-STRIX-B760-I-GAMING-WIFI-Mainboard/html/product/1886591

Ich finde es klasse, 2,5G Netzwerk hat es auch. 2 nvme (1 auf der Rückseite) und sparsam mit meinem 13400er intel i5 is es auch.

Zu den Prozessoren, theoretisch geht auch ein n100. Wie mit allem, was erwartet man von dem Gerät? Mein n100 hat zuverlässig lange Zeit unseren Haushalt mit 4 Personen mit Nextcloud, Jellyfin bedient. Die Reaktionen sind natürlich ein wenig träger als so ein i3 oder ein i5 mit mehr als 4 Kernen. Der Strombedarf ist auch so ein Thema, im idle geben sie sich alle nichts, da fahren alle ziemlich runter. Der n100 kommt halt nie über die 35 Watt real (Gesamtsystem), so ein i5 bei spitzen schon, dafür ist er schneller und geht dann auch wieder schneller schlafen und zackiger fühlt sich auch alles an. Mein i5 macht gerade mein Proxmox mit mehreren VMs, selbst da wärend Jellyfin läuft langweilig der sich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
würde mich hier gerne mal einklinken.
Habe einen Server auf Ryzen Basis und ein ähnliches Anwendungsgebiet wie der Threadersteller. Bei mir läuft Jellyfin über Proxmox und dann am TV und iPad. Wenn ich in den Aufnahmen vor oder zurück springen will, hängt das ganze teilweise sehr lange oder geht auch gar nicht...liegt das wirklich an dem quasi nicht vorhandenen GPU Encoding meines Ryzen?
Sollte ich hier auf Intel setzen? Welche CPU mit DDR4 support ist ratsam? i5-13400 Overkill? Es soll ITX sein, aber ein ASUS ROG Mobo halte ich für Overkill? Würde dann Mobo und CPU ersetzen wollen

Edit:
 
Zuletzt bearbeitet:
Läuft das Abspielen der Aufnahme am Client denn als DirectPlay? Wenn ja, hat eine GPU damit gar nichts zu tun.
Bei mir sind ca 80% aller Medien/Abspielszenarien DirectPlay, da kommt es nur auf Netzwerkdurchsatz (je nach BItrate des Mediums) an.

Beim Transkodieren (das wäre dann CPU basiert und recht... belastend) könnte der Stream so natürlich ins Stocken geraten.
Eine Alternative wenn du nicht auf eine komplett neue Plattform wechseln möchtest wäre übrigens eine Intel Arc Grafikkarte (fürs Transkodieren reicht eine A310, rund 100€). Ist allerdings ein zusätzlicher Verbraucher.
Müsste man sich mal durchrechnen.
 
Läuft das Abspielen der Aufnahme am Client denn als DirectPlay? Wenn ja, hat eine GPU damit gar nichts zu tun.
Bei mir sind ca 80% aller Medien/Abspielszenarien DirectPlay, da kommt es nur auf Netzwerkdurchsatz (je nach BItrate des Mediums) an.

Beim Transkodieren (das wäre dann CPU basiert und recht... belastend) könnte der Stream so natürlich ins Stocken geraten.
Eine Alternative wenn du nicht auf eine komplett neue Plattform wechseln möchtest wäre übrigens eine Intel Arc Grafikkarte (fürs Transkodieren reicht eine A310, rund 100€). Ist allerdings ein zusätzlicher Verbraucher.
Müsste man sich mal durchrechnen.

Das weiß ich nicht...wie sehe ich das?`

Zusätzliche Steckkarte ist auf Grund von Platzmangel nicht möglich. Hätte jetzt kein schmerz, da das Mainboard und CPU auszutauschen, wenn ich dadurch signifikant einen Unterschied spüren würde.
 
wäre übrigens eine Intel Arc Grafikkarte (fürs Transkodieren reicht eine A310, rund 100€). Ist allerdings ein zusätzlicher Verbraucher.
Müsste man sich mal durchrechnen.
Fürs Transcoding tuts auch das Quicksync der Intel iGPUs, dafür braucht man keine dedizierte GPU.
Problem ist der Abstraktionslayer des Hypervisors, da muss man sich mit auseinandersetzen.
 
Fürs Transcoding tuts auch das Quicksync der Intel iGPUs, dafür braucht man keine dedizierte GPU.
Problem ist der Abstraktionslayer des Hypervisors, da muss man sich mit auseinandersetzen.
Aber er hat einen Ryzen ;-) Da ist nix mit QuickSync. Wenn eine Arc aber ausfällt (siehe folgendes) bleibt ja nur der Wechsel
Das weiß ich nicht...wie sehe ich das?`

Zusätzliche Steckkarte ist auf Grund von Platzmangel nicht möglich. Hätte jetzt kein schmerz, da das Mainboard und CPU auszutauschen, wenn ich dadurch signifikant einen Unterschied spüren würde.
Das siehst du zum Beispiel auf dem Webinterface im DashBoard:
1767865850730.png


Wenn die Steckkarte nicht möglich ist, dann wäre ein i5 13th Gen mit QuickSync natürlich das Optimum.

Nachtrag: hat der Ryzen keine GPU? Das soll ja mit AMD GPUs "as is" auch gehen - über Qualität kann ich nichts sagen allerdings. Wenn es ein so kleines Gehäuse ist, muss ja eine iGPU vorhanden sein?
Übrigens: für Transkodieren per GPU braucht man einen Plex Pass, der ist vorhanden?

Nachtrag 2: ich bin gerade dem CaseMod und den technischen Daten aus deiner Signatur nachgegangen. Der Ryzen hat eine iGPU. Die könntest du verwenden für Transkoding.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau, bei Directplay hat das nichts mit der GPU zutun. Am besten per Browser mal gegenprüfen, falls noch nicht versucht. Jellyfin per GPU/Intel klappt am einfachsten über Baremetal, unter Proxmox ist das wieder gefummel mit der Config/Passtruh. Ich glaube mich zu erinnern das es mit den integrierten CPUGPU nicht geht. GPU ist tatsächlich aber so gut wie nie notwendig, vor allem wenn man es nur zuhause nutzt, zumindest ist das bei uns der Fall. Vermisse es nicht.

PS: spulen über meinem N100 war auch nie ein Thema.
 
IMG_3302.jpeg


Jellyfin auf dem iPad
 
@DonChulio Deine Quelldatei ist schon recht groß. Das Transcoding überfordert deine CPU. Eine Möglichkeit ist du baust um und setzt auf eine andere iGPU oder steckst eine moderne Karte dazu. Du kannst aber auch deine Quelldateien verkleinern. Mit deiner RX9070XT kannst du relativ schnell viele Mediendateien verkleinern. Du kannst auch Jellyfin auf deinem Rechner laufen lassen und die Radeon das Transcoding übernehmen lassen.

Aber wie viele Kerne hat dein Jellyfin eigentlich zur Verfügung? Welche Auflösungen haben deine Abspielgeräte?
 
also meine Videos können durchaus auch mal 60GB haben. Ich spiele am TV mit 4K ab und auf den iPads entsprechend mit reduzierter Auflösung.

Zugewiesen habe ich, soweit ich mich erinnern kann 2 Kerne.

Edit:
Ich hab meine Kerne so verteilt, dass wenn alle Dienste laufen, auch alle Kerne was zu tun haben. Aber bspw. meine VM läuft eigentlich nie während Jellyfin läuft. Was passiert wenn ich jetzt 4 anstatt 2 Kerne Jellyfin zuweise und keine mehr für die VM frei sind?`
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Kerne sind immer frei. Du kannst von 8C für 20VMs jeweils 8C zuweisen.
Der Hypervisor verteilt dann die Rechenleistung so, dass am Ende alle was abbekommen.
Das nennt man overcommitment. Das Problem ist, wenn dann richtig (gleichzeitige) Last im System ansteht, dann führt das logischer Weise dazu, dass sich alle um den Kuchen prügeln.
Overcommitment ist Standard beim Virtualisieren.
Die Frage ist nur, wie weit man das Spiel treiben mag.
Das geht von ~1:1 bis hin zu 10:1 und solche Scherze. Alles ist möglich, sowohl pos. als auch neg.
 
Also transkodiert der Server die ganze Zeit, daher das stocken beim Spulen.

Bevor wir über Hardware-Transcoding weiter reden: hast du überhaupt einen Plex Pass?
 
Ups, sorry. Irgendwie bin ich die ganze Zeit von Plex ausgegangen.
Das wäre die Dokumentation wie man GPU Encoding auf AMD mit Jellyfin macht.

Wünsche viel Erfolg, halt uns mal auf dem Laufenden
 
Dann käme ggf. auch noch eine WLAN-Problematik dazu.
????

Dann schaue ich mir zuhause in ruhe mal die Passtrough thematik an....gibts dazu ggf. ein verständliches, im idealfall deutsches YT Video?
 
WLAN Problematik = Bandbreite.
Schafft der Client überhaupt die geforderte Bandbreite für das Streaming?
 
WLAN Problematik = Bandbreite.
Schafft der Client überhaupt die geforderte Bandbreite für das Streaming?
TV ist per LAN verbunden. Aktuell leider nur 1Gigabit....wenn ich mal Mainboard Upgrade dann 2,5G
 
Siehst du in dem Screenshot da:
Transkodierungsfortschritt: 0.5%
Bildrate der Transkodierung 37fps.
Sollte ja eigentlich knapp reichen....
Kommt das jemals über das 1% hoch?


Und Bitrate 44.8mbits.

Was selbst über 2.4ghz locker gehen sollte sofern dein Router nicht 10 jährig ist oder 3 Stöcke entfernt.

Aber wie alt ist denn dein iPad das es nicht mal 10bit H265 kann?
 

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