Hallo an alle Interessierten,
am 19.12.25 erreichte mich das Paket mit dem Hyper 612 Apex von Cooler Master für den Lesertest.
Über den Jahreswechsel war bei mir wie bei vielen anderen auch viel los, deswegen hier der angekündigte Lesertest im neuen Jahr:
2. Optik und Haptik
3. Montage auf Intel und AMD
4. Kühlleistung und Lautstärke
5. Fazit
Der Kühler kam in einem neutralen Karton als Umverpackung bei mir an. Darin befand sich sicher verstaut die eigentliche Verpackung: Ein eingeschweißter, lila-schwarzer Karton mit türkis-weißer Beschriftung:
Auf allen Seiten bedruckt mit wichtigen Spezifikationen und Infos. Die Produktseite von CoolerMaster zum Kühler findet ihr hier (englische Seite).
Der Karton öffnet zur Seite und zuoberst liegt ein Karton mit Montagezubehör. Der Kühler selber liegt in einem Karton-Stoßschutz und ist zusätzlich in einer Plastiktüte verpackt.
Mitgeliefert ist verschiedenes Befestigungszubehör für Intel- und AMD-Sockel und eine Spritze mit Wärmeleitpaste. Außerdem ein Y-Adapterkabel um beide Lüfter an einem PWM-Anschluss betreiben zu können. Zusätzlich gibt es noch ein paar Beipackzettel mit Montageanweisungen und Garantieinformationen. Außerdem ein Tütchen Silica.
Insgesamt ist der Kühler geradezu minimalistisch gehalten. Kein RGB, keine Lüfterklammern und von außen ist in einem Standard-Case nur eine glatte Kunststoffabdeckung zu sehen. Nur die beiden Mobius-Lüfter setzen mit dem aufgesetzten silbergrauen Rahmen einen minimalen optischen Akzent. Durch den Y-Adapter gibt es auch kein Kabelgewirr und RGB-Kabel entfallen natürlich. Der Kühlkörper an sich ist farblich passend lackiert, die Kühlfläche ist scheinbar vernickelt und mit einem schützenden Aufkleber versehen. Dieser war bei meinem Exemplar an einer Ecke umgeklappt, die Kühlfläche darunter zeigte aber keine Spuren irgendeiner äußerlichen Einwirkung. Die sechs Heatpipes werden von Cooler Master als „Superconductive Composite Heat Pipe“ mit unterschiedlichen inneren Strukturen beworben. Hier kann man auch gut sehen, dass der Kühler asymmetrisch zur Kühlplatte versetzt ist um die RAM-Kompatibilität zu verbessern. Der vorstehende Rahmen bildet nach der Montage einen Abschluss für den vorderen Lüfter.
Die 120mm-Lüfter sind siebenblättrig, der Rotor hat einen umlaufenden Rand. Ein subtiles Branding findet sich nur auf dem Rahmen, die gesamte Erscheinung ist sehr schlicht. Der Rahmen hat farblich passende, entkoppelnde Gummieinlagen an den Ecken. Cooler Master bewirbt die magnetische Stabilisierung und die Kapselung des Lagers, so dass das eingefüllte Öl innen und Staub außen bleibt. Da der Kühler ohne Lüfterklammern auskommt, befinden sich an den Lüftern vorangebracht die jeweiligen Montagelösungen. Der vordere Lüfter wird in den bereits angesprochenen Rahmen gesetzt, die Schrauben greifen in zwei Aussparungen am oberen Rand. Der hintere Lüfter sitzt in einem eigenen Rahmen und rastet beim Einschieben mit den silbernen Clips in den Kühlfinnen ein.
Das Gewicht von ca. 1125g lässt den Kühler solide wirken. Die Kunststoffoberflächen sind angenehm rau und griffig und von der Materialstärke solide: Die Lüfter lassen sich nicht verdrehen oder vom Kühlkörper wegbiegen. Auch rutschen sie nicht unbeabsichtigt aus den Kunststoffrahmen, man kann den Kühler an den Lüftern hochheben. Am Kühlkörper selber gibt es keine scharfen Kanten oder unsauber verarbeitete Oberflächen. Die aufgebrachte schwarze Lackierung ist ohne Fehler. Das Montagematerial ist in verschiedenen wiederverwendbaren Tütchen vorsortiert und von ausreichender Materialstärke. Die Kunststoffabdeckung hält mit vier Magneten sicher auf dem Kühler, lässt sich jedoch auch ohne Probleme abziehen.
Zur Montage auf einem AMD-Sockel müssen zuerst die Kunststoffhaken vom Mainboard entfernt werden. An deren Stelle werden die passenden gekanteten Blechstreifen mit den dazugehörigen Abstandshaltern in die Backplate geschraubt. Diese sind zusammen verpackt. Die Rändelschrauben zur Befestigung der Blechstreifen an den Abstandhaltern werden sowohl für AMD als auch für Intel verwendet und sind deshalb nicht in derselben Tüte.
Auf einem Intel-Sockel muss zuerst die beigelegte Backplate platziert werden und dann die passenden Halter montiert werden. Die Backplate hat ein nettes Komfortfeature: Man kann den Lochabstand des verwendeten Sockels mit einer Rasterung fest einstellen und die Gewindehülsen rutschen nicht durch die Gegend.
Bei genauer Betrachtung des Montage materials fällt auf, dass die für LGA 1700/1851 (78mm x 78mm) verwendeten Löcher in den Blechstreifen nicht ganz außen liegen. Mit anderen Abstandhaltern könnte man den Kühler also vermutlich auch auf LGA 2011/2066 (80mm x 80mm) verwenden. Und das sogar ohne dass eine Veränderung an der beigelegten Backplate nötig wäre, da hier der Kühler direkt in den Sockel (bzw. den ILM) geschraubt wird.
Danach verläuft die Montage auf beiden Systemen gleich: Wärmeleitpaste auftragen, den Kühler auf dem Prozessor platzieren und die Schrauben im Wechsel anziehen. Beide Schrauben sind durch den einzelnen Turm auch ohne einen extralangen Schraubendreher gut zu erreichen. Sobald der Kühler stabil sitzt, können die Lüfter an ihren Platz geschoben und die obere Abdeckung aufgesetzt werden. Durch dien asymmetrischen ÖAufbau ist die RAM-Kompatibilität auf beiden Plattformen ohne Einschränkungen gewährleistet.
Der Kühler wird auf zwei Plattformen getestet: Einem AM4-System mit einem R7 5800X3D und einem LGA1150-System mit einem i7-4790K. Als Referenz wird mein aktuell verbauter Xilence LiQurizer Redwing LQ120 AIO-Kühler verwendet. Das AM4-System als mein aktueller Hauptrechner wird "as is" verwendet und nur der Kühler wird getauscht. Das LGA1150-System wird dahingegen eher minimal konfiguriert.
Auf beiden Plattformen werden eine Temperaturmessung im Idle und eine Temperaturmessung unter Last durchgeführt. Die Außentemperatur kann nicht kontrolliert werden, deswegen wird die Temperaturdifferenz zur Umgebung angegeben. Während der Temperaturmessungen wird ebenfalls die Lautstärke der Lüfter gemessen. Dies geschieht im Abstand von 60cm per App. Fan-Stop ist sowohl bei der Grafikkarte als auch beim Netzteil aktiviert, die gemessene Lautstärke entspricht also in etwa der isolierten Lautstärke Kühlers. Das System ist nicht mit dem Netzwerk verbunden um eventuell anstehende Updates auszuschließen. Alle internen Daten werden mithilfe von HWinfo erhoben. Die Umgebungstemperatur liefert mein Aldi-Raumthermometer. Für alle Darstellungen gilt: Weniger ist besser.
Die Temperaturdifferenz zur Umgebung betrug beim Hyper 612 Apex 10°C auf dem 5800X3D und 5°C auf dem 4790K. Beim LQ120 betrug sie 15°C auf dem 5800X3D und 6°C auf dem 4790K.
Der Schalldruck des Hyper 612 Apex im Idle betrug 27dB auf dem 5800X3D und 23dB auf dem 4790K. Beim LQ120 betrug er 28dB auf dem 5800X3D und 24dB auf dem 4790K. Hier war für mich gerade im Idle vor allem die Pumpe zu vernehmen. Da hat der Hyper 612 Apex einen deutlichen Vorteil, gerade weil das Sirren der Pumpe subjektiv unangenehmer war als das Rauschen der Lüfter.
Die Temperaturdifferenz zur Umgebung betrug beim Hyper 612 Apex 59°C auf dem 5800X3D und 45°C auf dem 4790K. Beim LQ120 betrug sie 63°C auf dem 5800X3D und 56°C auf dem 4790K. Das ist auf dem 5800X3d ein Abstand von 8°C, was deutlich ist, wenn man sich größere Vergleichstests verschiedener Kühler anschaut.
Der Schalldruck des Hyper 612 Apex unter Last betrug 32dB auf dem 5800X3D und 22dB auf dem 4790K. Beim LQ120 betrug er 35dB auf dem 5800X3D und 24dB auf dem 4790K.
Dieser Test ist interessant, um die möglicherweise unterschiedliche Wärmekapazität des Xilence-Kühlers und des Hyper 612 Apex festzustellen. Eine geringere Wärmekapazität könnte bei kurzen Lastspitzen zu häufiger hochdrehenden Lüftern und damit einer nervigeren Geräuschkulisse führen. Dies kann man mit einem durchgehend laufenden Stresstest nicht gut testen. Auch der 5800X3D eignet sich konstruktionsbedingt eher weniger dazu. Also muss der Test mit dem 4790k durchgeführt werden. Eine automatische Lösung habe ich dafür leider nicht gefunden. Deshalb wird hierzu der Multi-Core-Test von Cinebench wiederholt gestartet und für fünf Sekunden durchgeführt. Die Lüftergeschwindigkeit und damit der Lautstärkeverlauf ist hier entscheidend.
Dieser Test klappte leider überhaupt nicht, da der Kühler die ca. 110-115W des 4790K einfach so weggekühlt hat und dabei nicht auffällig laut wurde. Daher habe ich eine Messung mit einer manuellen Lüftereinstellung auf 100% durchgeführt, um die maximal mögliche Lautstärke des Hyper 612 Apex zu ermitteln.
Diese ergab eine Lautstärke von 34dB und eine Temperaturdifferenz von maximal 40°C nach 10 Minuten Cinebench R23 . Die Lautstärke liegt fast gleichauf mit der des 120mm-AIO-Kühlers und lag dauerhaft an, weswegen hier auf keinen Fall von einer nervigen Geräuschkulisse gesprochen werden kann. Allerdings ist auch hier ein deutlicher Unterschied in der Temperatur zu Erkennen: Die Differenz zur Umgebungstemperatur ist beim LQ120 6°C höher als beim Hyper 612 Apex.
Die Verpackung gefiel mir ebenfalls sehr gut. Durchdesignt, wenig Einwegplastik und einwandfrei wiederverschließbar. Die inkludierte Montageanleitung ist einfach verständlich.
Die Sockelkompatibilität ist für meine Zwecke voll ausreichend, hierzu ist allerdings zu sagen, dass das Intel-Montagekit nicht komplett ausgenutzt wurde. Falls Cooler Master hier noch ein Erweiterungsset anbietet werde ich mir das auf jeden Fall holen. Im Ersatzteilshop habe ich bisher aber noch nichts passendes gefunden.
Im Vergleich zum damals ähnlich teuren LQ120 zeigt sich ein deutlicher Temperaturunterschied bei teilweise deutlich höherer Lautstärke. Der Hyper 612 Apex kann die Wärme offensichtlich effizienter abführen. Über 10°C Unterschied unter Last auf dem 4790K hatte ich zwischen den Kühlern absolut nicht erwartet. Auf der Testbench sollte der Hyper 612 Apex also alles, worauf ich ihn in den nächsten Jahren schnallen könnte mit Leichtigkeit in einem unproblematischen Temperaturbereich halten können und dabei noch sehr stylisch aussehen.
Links zu den bisherigen Tests des Hyper 612 Apex auf HWLuxx:
User-Review von Hajdi
Test der HWLuxx-Redaktion
am 19.12.25 erreichte mich das Paket mit dem Hyper 612 Apex von Cooler Master für den Lesertest.
Über den Jahreswechsel war bei mir wie bei vielen anderen auch viel los, deswegen hier der angekündigte Lesertest im neuen Jahr:
Inhalt:
1. Verpackung und Auspackerlebnis2. Optik und Haptik
3. Montage auf Intel und AMD
4. Kühlleistung und Lautstärke
5. Fazit
1. Verpackung und Auspackerlebnis:
Der Kühler kam in einem neutralen Karton als Umverpackung bei mir an. Darin befand sich sicher verstaut die eigentliche Verpackung: Ein eingeschweißter, lila-schwarzer Karton mit türkis-weißer Beschriftung:
Auf allen Seiten bedruckt mit wichtigen Spezifikationen und Infos. Die Produktseite von CoolerMaster zum Kühler findet ihr hier (englische Seite).
Der Karton öffnet zur Seite und zuoberst liegt ein Karton mit Montagezubehör. Der Kühler selber liegt in einem Karton-Stoßschutz und ist zusätzlich in einer Plastiktüte verpackt.
Mitgeliefert ist verschiedenes Befestigungszubehör für Intel- und AMD-Sockel und eine Spritze mit Wärmeleitpaste. Außerdem ein Y-Adapterkabel um beide Lüfter an einem PWM-Anschluss betreiben zu können. Zusätzlich gibt es noch ein paar Beipackzettel mit Montageanweisungen und Garantieinformationen. Außerdem ein Tütchen Silica.
2. Optik und Haptik:
Insgesamt ist der Kühler geradezu minimalistisch gehalten. Kein RGB, keine Lüfterklammern und von außen ist in einem Standard-Case nur eine glatte Kunststoffabdeckung zu sehen. Nur die beiden Mobius-Lüfter setzen mit dem aufgesetzten silbergrauen Rahmen einen minimalen optischen Akzent. Durch den Y-Adapter gibt es auch kein Kabelgewirr und RGB-Kabel entfallen natürlich. Der Kühlkörper an sich ist farblich passend lackiert, die Kühlfläche ist scheinbar vernickelt und mit einem schützenden Aufkleber versehen. Dieser war bei meinem Exemplar an einer Ecke umgeklappt, die Kühlfläche darunter zeigte aber keine Spuren irgendeiner äußerlichen Einwirkung. Die sechs Heatpipes werden von Cooler Master als „Superconductive Composite Heat Pipe“ mit unterschiedlichen inneren Strukturen beworben. Hier kann man auch gut sehen, dass der Kühler asymmetrisch zur Kühlplatte versetzt ist um die RAM-Kompatibilität zu verbessern. Der vorstehende Rahmen bildet nach der Montage einen Abschluss für den vorderen Lüfter.
Die 120mm-Lüfter sind siebenblättrig, der Rotor hat einen umlaufenden Rand. Ein subtiles Branding findet sich nur auf dem Rahmen, die gesamte Erscheinung ist sehr schlicht. Der Rahmen hat farblich passende, entkoppelnde Gummieinlagen an den Ecken. Cooler Master bewirbt die magnetische Stabilisierung und die Kapselung des Lagers, so dass das eingefüllte Öl innen und Staub außen bleibt. Da der Kühler ohne Lüfterklammern auskommt, befinden sich an den Lüftern vorangebracht die jeweiligen Montagelösungen. Der vordere Lüfter wird in den bereits angesprochenen Rahmen gesetzt, die Schrauben greifen in zwei Aussparungen am oberen Rand. Der hintere Lüfter sitzt in einem eigenen Rahmen und rastet beim Einschieben mit den silbernen Clips in den Kühlfinnen ein.
Das Gewicht von ca. 1125g lässt den Kühler solide wirken. Die Kunststoffoberflächen sind angenehm rau und griffig und von der Materialstärke solide: Die Lüfter lassen sich nicht verdrehen oder vom Kühlkörper wegbiegen. Auch rutschen sie nicht unbeabsichtigt aus den Kunststoffrahmen, man kann den Kühler an den Lüftern hochheben. Am Kühlkörper selber gibt es keine scharfen Kanten oder unsauber verarbeitete Oberflächen. Die aufgebrachte schwarze Lackierung ist ohne Fehler. Das Montagematerial ist in verschiedenen wiederverwendbaren Tütchen vorsortiert und von ausreichender Materialstärke. Die Kunststoffabdeckung hält mit vier Magneten sicher auf dem Kühler, lässt sich jedoch auch ohne Probleme abziehen.
3. Montage auf Intel und AMD:
Zur Montage auf einem AMD-Sockel müssen zuerst die Kunststoffhaken vom Mainboard entfernt werden. An deren Stelle werden die passenden gekanteten Blechstreifen mit den dazugehörigen Abstandshaltern in die Backplate geschraubt. Diese sind zusammen verpackt. Die Rändelschrauben zur Befestigung der Blechstreifen an den Abstandhaltern werden sowohl für AMD als auch für Intel verwendet und sind deshalb nicht in derselben Tüte.
Auf einem Intel-Sockel muss zuerst die beigelegte Backplate platziert werden und dann die passenden Halter montiert werden. Die Backplate hat ein nettes Komfortfeature: Man kann den Lochabstand des verwendeten Sockels mit einer Rasterung fest einstellen und die Gewindehülsen rutschen nicht durch die Gegend.
Bei genauer Betrachtung des Montage materials fällt auf, dass die für LGA 1700/1851 (78mm x 78mm) verwendeten Löcher in den Blechstreifen nicht ganz außen liegen. Mit anderen Abstandhaltern könnte man den Kühler also vermutlich auch auf LGA 2011/2066 (80mm x 80mm) verwenden. Und das sogar ohne dass eine Veränderung an der beigelegten Backplate nötig wäre, da hier der Kühler direkt in den Sockel (bzw. den ILM) geschraubt wird.
Danach verläuft die Montage auf beiden Systemen gleich: Wärmeleitpaste auftragen, den Kühler auf dem Prozessor platzieren und die Schrauben im Wechsel anziehen. Beide Schrauben sind durch den einzelnen Turm auch ohne einen extralangen Schraubendreher gut zu erreichen. Sobald der Kühler stabil sitzt, können die Lüfter an ihren Platz geschoben und die obere Abdeckung aufgesetzt werden. Durch dien asymmetrischen ÖAufbau ist die RAM-Kompatibilität auf beiden Plattformen ohne Einschränkungen gewährleistet.
4. Kühlleistung und Lautstärke:
Der Kühler wird auf zwei Plattformen getestet: Einem AM4-System mit einem R7 5800X3D und einem LGA1150-System mit einem i7-4790K. Als Referenz wird mein aktuell verbauter Xilence LiQurizer Redwing LQ120 AIO-Kühler verwendet. Das AM4-System als mein aktueller Hauptrechner wird "as is" verwendet und nur der Kühler wird getauscht. Das LGA1150-System wird dahingegen eher minimal konfiguriert.
| AM4-System: CPU: Ryzen 5800X3D MB: ASUS TUF B550M RAM: 32GB G.Skill ripjaws v @3733 2x16GB GPU: RX7900GRE PSU: SuperFlower Leadex Platinum 1200W SSD1: Crucial P5 Plus 1TB SSD2: InnovationIT 2TB+DRAM HDD: WD Green 1TB PCIE eSATA-Karte | LGA1150-System: CPU: Intel 4790K MB: ASRock Z97m OC Formula RAM: 16GB G.Skill Trident x @2400 4x4GB GPU: RX7900GRE PSU: SuperFlower Leadex Platinum 1200W SSD: Crucial P5 Plus 1TB |
Auf beiden Plattformen werden eine Temperaturmessung im Idle und eine Temperaturmessung unter Last durchgeführt. Die Außentemperatur kann nicht kontrolliert werden, deswegen wird die Temperaturdifferenz zur Umgebung angegeben. Während der Temperaturmessungen wird ebenfalls die Lautstärke der Lüfter gemessen. Dies geschieht im Abstand von 60cm per App. Fan-Stop ist sowohl bei der Grafikkarte als auch beim Netzteil aktiviert, die gemessene Lautstärke entspricht also in etwa der isolierten Lautstärke Kühlers. Das System ist nicht mit dem Netzwerk verbunden um eventuell anstehende Updates auszuschließen. Alle internen Daten werden mithilfe von HWinfo erhoben. Die Umgebungstemperatur liefert mein Aldi-Raumthermometer. Für alle Darstellungen gilt: Weniger ist besser.
Idle
Die Messung im Idle-Zustand erfolgt sieben Minuten nach einem Neustart.Die Temperaturdifferenz zur Umgebung betrug beim Hyper 612 Apex 10°C auf dem 5800X3D und 5°C auf dem 4790K. Beim LQ120 betrug sie 15°C auf dem 5800X3D und 6°C auf dem 4790K.
Der Schalldruck des Hyper 612 Apex im Idle betrug 27dB auf dem 5800X3D und 23dB auf dem 4790K. Beim LQ120 betrug er 28dB auf dem 5800X3D und 24dB auf dem 4790K. Hier war für mich gerade im Idle vor allem die Pumpe zu vernehmen. Da hat der Hyper 612 Apex einen deutlichen Vorteil, gerade weil das Sirren der Pumpe subjektiv unangenehmer war als das Rauschen der Lüfter.
Last
Getestet wurde auf beiden Plattformen mit Cinebench R23. Dazu wurde der Multi-Core-Test 10 Minuten lang durchlaufen gelassen um eine Temperatursättigung zu erreichen.Die Temperaturdifferenz zur Umgebung betrug beim Hyper 612 Apex 59°C auf dem 5800X3D und 45°C auf dem 4790K. Beim LQ120 betrug sie 63°C auf dem 5800X3D und 56°C auf dem 4790K. Das ist auf dem 5800X3d ein Abstand von 8°C, was deutlich ist, wenn man sich größere Vergleichstests verschiedener Kühler anschaut.
Der Schalldruck des Hyper 612 Apex unter Last betrug 32dB auf dem 5800X3D und 22dB auf dem 4790K. Beim LQ120 betrug er 35dB auf dem 5800X3D und 24dB auf dem 4790K.
Kurze Lastspitzen
Dieser Test ist interessant, um die möglicherweise unterschiedliche Wärmekapazität des Xilence-Kühlers und des Hyper 612 Apex festzustellen. Eine geringere Wärmekapazität könnte bei kurzen Lastspitzen zu häufiger hochdrehenden Lüftern und damit einer nervigeren Geräuschkulisse führen. Dies kann man mit einem durchgehend laufenden Stresstest nicht gut testen. Auch der 5800X3D eignet sich konstruktionsbedingt eher weniger dazu. Also muss der Test mit dem 4790k durchgeführt werden. Eine automatische Lösung habe ich dafür leider nicht gefunden. Deshalb wird hierzu der Multi-Core-Test von Cinebench wiederholt gestartet und für fünf Sekunden durchgeführt. Die Lüftergeschwindigkeit und damit der Lautstärkeverlauf ist hier entscheidend.
Dieser Test klappte leider überhaupt nicht, da der Kühler die ca. 110-115W des 4790K einfach so weggekühlt hat und dabei nicht auffällig laut wurde. Daher habe ich eine Messung mit einer manuellen Lüftereinstellung auf 100% durchgeführt, um die maximal mögliche Lautstärke des Hyper 612 Apex zu ermitteln.
Diese ergab eine Lautstärke von 34dB und eine Temperaturdifferenz von maximal 40°C nach 10 Minuten Cinebench R23 . Die Lautstärke liegt fast gleichauf mit der des 120mm-AIO-Kühlers und lag dauerhaft an, weswegen hier auf keinen Fall von einer nervigen Geräuschkulisse gesprochen werden kann. Allerdings ist auch hier ein deutlicher Unterschied in der Temperatur zu Erkennen: Die Differenz zur Umgebungstemperatur ist beim LQ120 6°C höher als beim Hyper 612 Apex.
5. Fazit:
Der Hyper 612 Apex von Cooler Master ist insgesamt ein durchdesignter Kühler mit guter Leistung. Auf der Testbench konnte ich ihn sehr gut einsetzen, die Montage gelang auf unterschiedlichen Plattformen sehr gut. Der Rahmen zur Lüftermontage ist deutlich weniger fummelig als der Einsatz von Lüfterklammern und hält die Lüfter sicher an ihrem Platz.Die Verpackung gefiel mir ebenfalls sehr gut. Durchdesignt, wenig Einwegplastik und einwandfrei wiederverschließbar. Die inkludierte Montageanleitung ist einfach verständlich.
Die Sockelkompatibilität ist für meine Zwecke voll ausreichend, hierzu ist allerdings zu sagen, dass das Intel-Montagekit nicht komplett ausgenutzt wurde. Falls Cooler Master hier noch ein Erweiterungsset anbietet werde ich mir das auf jeden Fall holen. Im Ersatzteilshop habe ich bisher aber noch nichts passendes gefunden.
Im Vergleich zum damals ähnlich teuren LQ120 zeigt sich ein deutlicher Temperaturunterschied bei teilweise deutlich höherer Lautstärke. Der Hyper 612 Apex kann die Wärme offensichtlich effizienter abführen. Über 10°C Unterschied unter Last auf dem 4790K hatte ich zwischen den Kühlern absolut nicht erwartet. Auf der Testbench sollte der Hyper 612 Apex also alles, worauf ich ihn in den nächsten Jahren schnallen könnte mit Leichtigkeit in einem unproblematischen Temperaturbereich halten können und dabei noch sehr stylisch aussehen.
Das wars von mir, vielen Dank für die Möglichkeit der Teilnahme an Cooler Master und das HardwareLuxx-Team!
Links zu den bisherigen Tests des Hyper 612 Apex auf HWLuxx:
User-Review von Hajdi
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