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Pheenix

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Die Unix Geschichte

Hier ein kleiner Stammbaum welche Betriebssysteme auf dem urspruenglichen Unix basieren:
1970

Entwicklung der Sprache C
Es begann die Entwicklung einer Programmier-Sprache die fuer den Erfolg von Unix bedeutend war: C.
1972 begann eine Neuerstellung von Unix, mit der Sprache C um spaeter Portierungen auf andere Architekturen zu vereinfachen. 1973 wurde dies abgeschlossen, und die Portierung erhielt den Namen "Unix V4"

Konzept "Pipes"
Auf die Anregung von Doug McIlroy wurde Unix mit dem Konzept "Pipes" erweitert. Pipes verbinden kleine Programme, und erlauben das Ergebnis eines Programmes im Rahmen einer einzigen Kommandozeilenanweisung in einem anderen Programm weiterzuverarbeiten, und stellten später eines der wichtigen Kernelemente von Unix dar, da erst sie das Konzept der kleinen spezialisierten Werkzeuge, die genau eine Aufgabe erledigen, ermöglichten.

Unix nun nicht mehr nur bei Bell Labs im Einsatz
Zwischenzeitlich ist Unix nun auf mehr als 25 Rechnern in den Bell Labs im Einsatz. Durch einen Vortrag im Jahre 1973 auf einem ACM Symposium wird es erstmals außerhalb der Bell Labs bekannt. Der Vortrag erschien in überarbeiteter Fassung dann 1974 als The UNIX Time-Sharing System in CACM. Das Interesse an Unix stieg auch außerhalb der Bell Labs gewaltig an. Der 1956 abgeschlossene Consent Decree verbot AT&T, Muttergesellschaft der Bell Labs, das Betreten neuer Märkte wie des Computermarktes. Aus diesem Grund wurde Unix für lediglich den Preis der Datenträger verschiedenen Universitäten zur Verfügung gestellt, mitsamt dem vollständigen Quellcode.

Besonders oft kam Unix an der Universität von Kalifornien in Berkeley, die zu einer Reihe von Verbesserungen im Quellcode von Unix sorgte. Als Ken Thompson ab 1976 als Gastprofessor in der neu gegruendeteten IT-Abteilung seinen Dienst Antritt, wurde die Universitaet von Berkley zu einer der wichtigsten Zentren der Entwicklung von Unix. Die Universität steuerte später zu Unix wichtige Beiträge, wie die Unterstützung von TCP/IP, bei, die später auch in die offizielle Unixversion von AT&T übernommen wurden. Ab 1977 veröffentlicht die Universität unter Leitung von Bill Joy eine eigene Unixdistribution: BSD - Berkeley Software Distribution.
1980
Entwicklung der "freien Software"
1985 wurde die "Open Software Foundation" (OSF) gegruendet. Gründungsmitglieder der OSF waren unter anderem DEC, Siemens, HP und IBM. Sie hatten sich als Ziel gesetzt, ein gemeinsames Unix unter dem Namen OSF/1 zu veroeffentlichen.
/
1990

1990 4.3BSD Reno

1991 Am 5. Oktober stellt Linus Torvalds seinen Kernel Linux mit der Versionsnummer 0.02 vor. 4.3BSD NET/2 erscheint, und Sun Microsystems veröffentlicht Solaris 1.0. Eine Gruppe von BSD-Entwicklern verlässt die Universität Berkeley und gründet Berkeley Software Design (BSDI).

1992 Billy Jolitz veröffentlicht 386BSD, eine Portierung von 4.3BSD NET/2 auf den Intel 386er.

1993 4.4BSD erscheint und es beginnt die Entwicklung von FreeBSD und NetBSD basierend auf 386BSD. BSDI veröffentlicht mit BSD/OS eine kommerzielle Version von BSD.

16. Juni 1993 Novell kauft von AT&T die Unix System Laboratories (USL).

1993 Transfer der Namensrechte und Spezifikationen von Novell an X/Open.

1994 Nach Urheberrechtsstreitigkeiten zwischen den Novell USL und BSDI wird sämtlicher auf USL-Code basierender Quellcode aus 4.4BSD entfernt und es kommt zur Veröffentlichung von 4.4BSD lite. Die freien BSDs bringen ebenfalls neue auf 4.4BSD lite basierende Versionen heraus. X/Open veröffentlicht die "Single UNIX Specification" und trennt damit den Markennamen UNIX vom vorhandenen Quellcode.

Desktopkriege, Common Open Software Environment (COSE): HP, IBM, SCO, Sunsoft, Univel/Novell, USL -> CDE, Motif, Wabi, Looking Glass

1995 Novell verkauft UNIX an SCO.

1996 OSF und X/Open schließen sich zur Open Group zusammen.

X/Open führt die Bezeichnung "Unix/95" für Programme ein, die die Single Unix Specification erfüllen.

1997 Die Open Group veröffentlicht den Standard "Single UNIX Spec/2" der jetzt Echtzeit, Threads und 64-Bit-Prozessoren unterstützt.
2000

Rechteverteilung
Im Mai 2001 kaufte Caldera, SCO auf und damit die Rechte am Unix-Quellcode. Im August 2002 nennt sich Caldera wiederum in SCO Group um, da der Markenname SCO bekannter war als der eigene Name "Celdera". Jedoch klagte Novell im August 2007 gegen SCO wegen der Rechte an Unix. Novell gewann den Prozess und bekamm damit die offizellen Rechte am Unix-Quellcode, die Rechte am Warenzeichen liegen dagegen bei der Open Group.

Quellen:
- www.wikipedia.de
- www.levenez.com


Detailierte Informationen und die komplette Geschichte findet sich hier. Diese Seite wird auch regelmäßig aktuell gehalten.
 
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