Grundsatzfrage: µATX?

KeinNameFrei

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Ich erleb das öfter mal in Hardware-Reviews von Mainboards, das extra herausgestellt wird, wie toll es ist dass Hersteller XYZ jetzt auch ein µATX-Board anbietet, und in der Bewertung gibt es extra Pluspunkte gegenüber vollformatigen ATX-Boards. Oder es wird in der Kaufberatung empfohlen, lieber ein solches als ein vollformatiges Board zu nehmen, wenn die Leistung vergleichbar ist. Frei nach dem Motto, das muss ja toll sein wenn dieselbe Technik auf weniger Raum gequetscht wird? Ja nee is klar. ;)

Ich verstehe es durchaus, dass wenn man ein kompaktes System baut, das in einem kleinen Gehäuse unauffällig im Wohnzimmerregal verschwinden soll, dass man dann was Kleinformatiges reinsteckt. Aber wo liegt für mich konkret der Vorteil beim Formfaktor, wenn ich in einen handelsüblichen Midi-Tower einen Office- oder Gaming-PC einbaue?

Aus rein pragmatischer Sicht fällt mir dazu nämlich nur ein, dass ich weniger Erweiterungsslots habe, es eventuell Probleme mit großen Kühlkörpern gibt, und dieselbe Abwärme auf kleinerem Raum erzeugt wird... und billiger ist es oft auch nicht.
 
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Nunja, meistens ist es ja im High-End-Bereich angesiedelt (z.B. ASUS GENE-Serie) und da kann man schon sagen, dass die Preise leicht attraktiver sind und man sich die Frage stellen muss, was man eigentlich wirklich braucht. SLI-Fähigkeit gibt es da auf kleinstem Raum, desweiteren volle RAM-Bestückung und vollwertige Kühlelemente sowie Detaillösungen.

Das alles bedeutet, dass man eventuell nicht gebrauchte Lösungen, wie einen 2. Netzwerkanschluss oder die Vorrichtung für Tripple-SLI/CFX einspart und dazu Platz im Gehäuse gewinnt oder einen Blickfang schafft.

Ein kleineres Board ermöglicht interessante Positionierungen für Kaltlicht-Kathoden. Man erhält ein vollwertiges OC-Mainboard mit allen Feinheiten eines Deluxe-Mainboards zum Vorzugspreis. Ich denke, einige potentielle Kunden sind genau dafür zu gewinnen, ganz abseits vom Markt für kleine Gehäuse.

Da es vorwiegend und in einer größeren Auswahl Mainboards mit normalem ATX-Formfaktor gibt, stören die kleinen Varianten sicher nicht im Regal. Sie sind eine praktische Erweiterung des Sortiments und lassen den Kunden eine Wahl, wo vorher keine war.
 
Aus rein pragmatischer Sicht fällt mir dazu nämlich nur ein, dass ich weniger Erweiterungsslots habe

Wenn ich in den Bilder-Freds sehe das 99% aller Rechner in den Slots sowieso nur eine Graka zu stecken haben ... WAYNE?

(Ich bin wohl mal wieder die unrühmliche Ausnahme, auf meinem ATX-Board ist kein Steckplatz mehr frei).
 
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Sind wir wohl beide unrühmliche Ausnahmen^^. Bei mir stecken halt Soundkarte, Graka, zwei Raid und ein eSATA-Controller im Rechner^^
 
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Keine Ahnung, wie das heute ist, aber als ich im Mai 2008 meinen PC zusammengestellt habe, war mein µATX-Board doch deutlich günstiger als normale ATX.

Es hat halt an Stelle des P35 nen G33-Chipsatz, aber der unterscheidet sich meines Wissens nur durch die Onboard-Grafik.

Ich habe ein ASUS P5K-VM. Normale P5K lagen damals preislich etwa 20% höher, dafür fehlten dann aber auch FireWire und eben die Grafik. Die zusätzlichen Steckplätze gehen mir persönlich nicht ab, für normale Ansprüche reicht es. Einschränkungen gibt es vielleicht beim BIOS, aber meinen E7200 konnte ich trotzdem bis 4GHz treiben. Bei Quads sieht es wohl etwas anders aus.

Aber daß µATX im Highend stärker verteten sein soll, halte ich für ein Gerücht. Meiner Meinung nach gehen viel mehr welche im LowCost- und Mainstream-Bereich über die Ladentheke, weil viele Rechner aus Media Markt und Co. keine größeren MBs zulassen. Zum Aufrüsten ist µATX ideal, weil es fast überall reinpaßt.
Ich habe mich auch damals dafür entschieden, damit ich kein neues Gehäuse brauchte.
 
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