Gibt die Platte den Geist auf?

Stratowski

Semiprofi
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Hallo,
habe zwei Samsung SP0411C SATA Platten im "Raid" 0 laufen.
Nun habe ich vor kurzem BF2 gespielt und der Rechner ist abgeschmiert.
Danach zeigte mir das Intel-Controller-Bios einen Fehler bei einer Platte an, jedoch konnte ich das System normal verwenden. Die Intel-Software meldete mir ebenfalls einen Fehler, Und zwar dass einige für einen Raid 0 notwendige Daten nicht vorhanden wären oder so ähnlich. Dann habe ich in der Software eingestellt, dass der Fehler ignoriert werden solle.
Nach ein paar Tagen ist der Rechner wieder abgeschmiert (keine Ahnung mehr bei welcher Anwendung) und dann ging nichts mehr.

Habe dann die SATA Anschlüsse der Platten vertauscht um zu sehen ob esdaran liegen könnte, aber der Fehler ist bei derselben Platte.
Habe dann, den Raid 0 "gelöscht" und einen neuen erstellt im Bios. Danach konnte ich wieder Win installieren und benutzen. Jetzt ist leider wieder die erste Fehlermeldung aufgetreten.

Habe ein P5AD2-E Premium und die Platten hängen an dem Intel ICHR 6.

EDIT: Datenverlust konnte ich nicht feststellen und Scandisk erkannte auch keine Fehler;
auffällige Geräusche konnte ich ebenfalls nicht feststellen;
 
Zuletzt bearbeitet:
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Hi,

für das RAID-BIOS ist ein RAID 0 grundsätzlich "defekt", wenn das Betriebssystem nicht normal beendet wurde. Die Daten müssen nicht zwangsläufig futsch sein, aber ein Rebuild eines RAID 0 ist wohl auch nicht möglich. Ein RAID 0 ist "hochgefährlich" und eigentlich nur für unwichtige temporäre Dateien sinnvoll.

Wenn man unbedingt das Striping des RAID 0 benötigt (wegen der Partitionsgröße oder der Geschwindigkeit) und die Daten auf dem RAID 0 auch nur etwas wichtig sind, muss man schon ein RAID 10 (also Striping und Mirroring) bilden. Da funktioniert im Allgemeinen erfahrungsgemäß auch ein Rebuild des RAID 10 nach einem Absturz von Windows XP/2003 fast immer. Habe jedenfalls schon mal einen W2k3 Server, der auch Domain Controller und Terminalserver und SQL-Server gleichzeitig war, mit einem RAID 1 fürs OS und einem RAID 10 für die Daten zu Testzwecken ziemlich malträtiert (Auschalten des Servers bei hoher Last des SQL-Servers, Abschalten einer oder auch zweier Platten im RAID 10 usw.) ohne jeden Datenverlust und auch der sonst so anfällige Domain Controller hat sich immer selbst Wiederhergestellt, auch wenn das mitunter mal so ca. 1-2 Stunden gebraucht hat (wegen des 800GB RAID 10).

Gruß

Rimini
 
Hallo,
der Grund für den Absturz war aber ein Fehler der Festplatte (oder Controler). Wenn ich Windows unsachgemäß beendet habe oder der Rechner abgestürzt ist hat mir das Controler-Bios keine Fehlermeldung angezeigt bisher.
Was mir aufgefallen ist, dass die Festplatte trotz 80er Lüfter ziemlich warm sind. Kann aber leider nicht die Temperatur oder SMART auslesen.
 
Rimini schrieb:
Hi,

für das RAID-BIOS ist ein RAID 0 grundsätzlich "defekt", wenn das Betriebssystem nicht normal beendet wurde.

Jetzt fällt mir ein, dass bei Abstürzten in der Tat das Bios dann auch hin und wieder einen Fehler meldete. War aber eine andere Qualität von Fehler. Ich konnte diesen immer im Bios beheben und wurde auch nach öffnen des Bios direkt darauf hingewiesen. Ist noch nie der Fall gewesen , dass danach nichts mehr ging.
 
Hi,

bei einem 80er Lüfter sollten die Platten eigentlich nur "handwarm" werden, zumindest, wenn ein kontinuierlicher Luftstrom über die Platten "bläst".

Würde jede einzelne Platte mal mit den Samsung Utilities überprüfen.

Im RAID 0 gibt es keine Redundanz, so dass auch das RAID-BIOS nichts wesentliches "wiederherstellen" kann. Eigentlich kann es nur den Status von defekt/fehlerhaft nach "gut Dünken" auf normal/funtionierend zurückstellen.

Manchmal sind auch Fehler im RAID-BIOS/Treiber für Fehlfunktionen des RAID verantwortlich. Da es ein ICHx-RAID-Controller on Board ist würde ich mal nach einem BIOS-Update und natürlich dazu passenden Treibern schauen. Da kann ich auch ein Beispiel aus meiner Praxis bringen:

Bei einem Mainboard mit dem Intel 6300ESB Chip (entspricht einem ICH5R) mit einem Adaptec RAID-BIOS gab es einen Fehler, der zum vollständigen Versagen eines RAID 1 führte, wenn eine Disk einen "fatalen Fehler" meldete. Das führte dann zum "hängenbleiben" von W2k3 und beim Neustarten versuchte natürlich die RAID-Manager-Software das RAID 1 zu reparieren, was wieder zum "fatalen Fehler" der Disk führte usw. Interessanter Weise konnte das RAID-BIOS aber sehr wohl das RAID 1 wiederherstellen und dann lief alles wieder normal. Offensichtlich hat auch das Defekt-Management der Festplatte oder des RAID-BIOS den Bereich mit dem "fatalen Fehler" umgemappt, jedenfalls läuft dieses RAID 1 jetzt so ca. 1 1/2 Jahre ohne weitere Fehlermeldungen.

Welche genauen Fehlermeldungen waren das denn bei Dir? Ohne diese zu kennen, bleibt das hier mehr ein Rätselraten!

Gruß

Rimini
 
Hätte ich nicht anders gesagt - Raid 0 ist eig. zur temporären Datenauslagerung gedacht, wo Daten rasch verabeitet und auf sicherere Medien gelagert werden.
Aber mom. scheint es cool zu sein min. 100MB/s. Datendurchsatz zu haben. Wenn´s realtiv unwichtige Daten sind ok, aber alles andere ist sehr sinnfrei.
Wenn, dann Raid 5 (mit 3. Parity-HDD) oder Raid 10 (1+0)
 
Rimini schrieb:
Hi,

bei einem 80er Lüfter sollten die Platten eigentlich nur "handwarm" werden, zumindest, wenn ein kontinuierlicher Luftstrom über die Platten "bläst".

Also sie sind auf jeden Fall deutlich wärmer als handwarm, obwohl im Gehäuse Unterdruck herrscht und der 80er vor den Platten der einzige reinblasende Lüfter ist. Habe auch schon mal nach einiger Zeit Benutzung mit offenem Gehäuse gefühlt und sie waren trotzdem sehr warm.

Rimini schrieb:
Manchmal sind auch Fehler im RAID-BIOS/Treiber für Fehlfunktionen des RAID verantwortlich. Da es ein ICHx-RAID-Controller on Board ist würde ich mal nach einem BIOS-Update und natürlich dazu passenden Treibern schauen.

Den Treiber benutze ich schon seit längerem, deswegen ist er als Fehlerursache unwahrscheinlich. Ich suche mal nach einem Bios-Update für den Controler, wobei der ja auch schon länger ohne Probleme läuft.

Über die verschiedenen Raid-Möglichkeiten (der Raid 0 heißt nun mal auch Raid) habe ich mich bevor ich das System zusammengebaut habe schon informiert. Habe auch keine Daten verloren, da ich mit PersonalBackup täglich die wichtigen Daten auf eine weitere Platte geschoben habe. Mir geht es darum herauszufinden wo der Fehler liegt.
Im Bios gibt es keine detailierte Fehlermeldung. Dort steht nur auf Englisch: "Fehler festgestellt"
Die Software sagt: "Einige Datenanforderungen an eine Festplatte in einem Raid 0 Volumen sind ausgefallen, aber eine Sicherungskopie ist vielleicht möglich."
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe nochmal versucht einen Absturz zu provozieren. Bei 3dMark05 ist er dann abgestürzt und Windows gab dann einen Bluescreen aus:
Stop: 0x0000007A ....
Laut Microsoft kann dies bedeuten:
Im Folgenden sind häufige Ursachen der STOP-Meldungen 0x00000077 und 0x0000007A aufgelistet:
• Die Auslagerungsdatei enthielt einen fehlerhaften Block.
• Wenn sich die Auslagerungsdatei auf einem SCSI-Gerät befindet, könnte der Trap durch eine ungeeignete Terminierung verursacht worden sein.
• Fehlerhafte Verkabelung zwischen Festplatte und Controller.
• Ein Fehler auf dem Festplattencontroller.
• Auf dem Server gehen die nicht ausgelagerten Poolressourcen zur Neige.

mh, beim defragmentieren, scandisk oder hdtach ist der Rechner nicht abgeschmiert.

Edit: habe eine weiteres mal einen Absturz provoziert und nun meldet das bios bei der zweiten Platte ebenfalls einen Fehler
 
Zuletzt bearbeitet:
"Handwarm" ist ja etwas ungenau von mir beschrieben. Festplatten sind im allgemeinen mit einer max. Betriebstemperatur von ca. 50°C spezifiziert, also so ca. 40°C sollte man möglichst nicht überschreiten. Wenn die Platten sich also warm aber nicht so heiß anfühlen, dass man das Gefühl hat sich zu verbrennen, isz alles o.k.

Die Fehlermeldungen deuten auf einen Lesefehler hin. Ursache kann die Festplatte sein, insbesondere wenn bisher (länger als ca. 3 Monate) alles bestens funktionierte. Verkabelung ist dann eher unwarscheinlich, wenn der PC nicht gerade häufig bewegt/transportiert wird. Ich würde also schon erstmal die Platten einzeln überprüfen.

Sollte der PC schon längere Zeit problemlos funktioniert haben, wäre da noch das Netzteil, was vielleicht aus altersschwäche kurzzeitig schwächelt oder der Festplatten-Controller (ICH6R) gibt lansam den Geist auf weil die Lüftung des PCs nicht stimmt. Aber natürlich auch RAM-Fehler usw. können letztlich zu den eher unbestimmten Fehlermeldungen des Betriebssystems führen.

Das RAID-BIOS stellt eigentlich keine Fehler der Festplatten fest, sondern nur Fehler im RAID-Verbund.

Also unbedingt erstmal die Platten einzeln testen. Eventuell geben die S.M.A.R.T. Werte (kann man mit den Test-Utilities auslesen) auch schon einen Hinweis auf Defekte der Festplatten.

Ist jedenfalls nicht einfach solche Fehler schnell und vollständig zu klären.

Gruß

Rimini
 
hallo,
die Platten sind zwar nicht so heiß, dass man sich verbrennt, aber es geht in die Richtung. Allerdings habe ich den Rechner mal mit offenem Gehäuse laufen lassen (den 80er Lüfter ebenfalls an) und sie waren nicht spürbar kälter. Also gehe ich mal davon aus, dass die Temperaturen so in Ordnung sind. Bzw. kann ich mir nicht vorstellen, dass man noch mehr Kühlaufwand betreiben muss.
Ist das ein bekanntes Problem, dass Netzteile mit der Zeit ihre Leistung verlieren?
Ansonsten kann ich auf jeden Fall Fehler der Verkabelung ausschließen, obwohl die SATA I Stecker-Verbindung nicht so toll gemacht sind. Bei meinem Board waren etliche Kabel dabei, so dass ich beide tauschen konnte. Verbunden habe ich sie wohl auch richtig und der Rechner lief ein halbes Jahr mit dieser Konfig ohne transportiert zu werden.

Vielleicht habe ich aber eine andere Ursache gefunden. Habe kürzlich in der WinReg eingestellt, dass Windows vermeidet den Kernel auf die Festplatte auszulagern. Seit dem ich dass wieder rückgängig gemacht habe, ist er nicht mehr abgeschmiert. Dass muss ich aber noch mal ein wenig testen.

Edit: Problem ist immernoch da
 
Zuletzt bearbeitet:
Falls es jemanden interessiert:
Ich glaube ich habe nun die Ursache für die Abstürze gefunden. Und zwar vermute ich, dass die Spannungswandler zu heiß wurden. Bei dem P5AD2-E ist ja auf einem Großteil der Wandler ein Kühler drauf der normal vom CPU-Kühler mitgekühlt wird. Beim TT SonicTower ist dass nur begrenzt der Fall. Habe mir auf Verdacht ein neues Netzteil gekauft, weil ich mir dachte eins mit besserem WG kann ja auch nicht schaden, falls es nicht das NT sein sollte. Und da war der Fehler schon quasi weg (deutlich später die Abstürzte), da das Netzteil das Gehäuse besser entlüftete. Dann habe ich einen Lüfter im Gehäuse umgestellt, so dass die Wandler mehr abbekommen und bis jetzt ist er nicht wieder abgeschmiert.
Also danke für die Hilfe auch wenns wahrscheinlich doch ne andere Ursache hatte.
mfg
 
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