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[User-Review] Fritz!Box 6660 Cable Hardwareluxx Lesertest

Yargen

Semiprofi
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Willkommen zu meinem Lesertest der AVM FRITZ! Box 6660 Cable.



Zuerst einmal herzlichen Dank an das HardwareLUXX Team und AVM für das Bereitstellen der FRITZ! Box 6660 Cable für diesen Test.

Zuerst zum Lieferumfang und Aufbau:




  • Die FRITZ! Box 6660 Cable kommt mit einem funktionalen Lieferumfang: In der Verpackung ist die FRITZ! Box, ein SAT Kabel mit 1,5m länge und ein Netzwerkkabel mit 1,5m länge sowie das Netzteil beigelegt. An Informationen liegen ein Beileger mit Informationen über weitere FRITZ! Produkte, einer ausführlichen Installationsanleitung, einer Kurzinformation für die Installation und einem Notizzettel mit den Werkseinstellungen bei.
  • Der Aufbau stellt sich extrem einfach dar: Man verbindet das Gerät mit dem Netzteil und Strom, schließt das SAT Kabel des Kabelanbieters an und wartet, dass die Statusleiste auf der Box auf dauergrün wechselt.
Einrichtung des Internets

  • Die Inbetriebnahme beschreibe ich aus Sicht eines Vodafone Kabel Nutzers, da ich keine andere Möglichkeit habe, die FRITZ! Box bei einem anderen Kabelanbieter in Betrieb zu nehmen.
  • Mit den beigelegten Informationen benötigt man noch seine Kundendaten sowie einen Aktivierungscode, den man bei Vodafone unter https://www.vodafone.de/meinvodafone/account/aktivierungscode/kundennummer anfordern kann. Die Zusendung funktionierte bei mir Problemlos, nach einigen Minuten hatte ich einen Aktivierungscode in meinem Postfach.
  • Beim Anschalten der FRITZ! Box und einwählen in das WLAN startet automatisch der Einrichtungsassistent. Hier trägt man dann die entsprechenden Daten ein, und die FRITZ! Box versucht sich bei Vodafone Kabel freizuschalten.
  • Hier traten bei mir die ersten Probleme auf: Die Daten wurden korrekt eingetragen, jedoch funktionierte die Freischaltung drei Mal nicht. Also habe ich die Box jedes Mal wieder vom Netz genommen, eine halbe Stunde gewartet und dann nochmal einen neuen Versuch gestartet.
  • Beim dritten Mal funktionierte die Freischaltung dann problemlos, ich gehe also davon aus, dass dieses Problem nichts mit der FRITZ! Box zu tun hatte, sondern auf Seiten von Vodafone Kabel bestand.
  • Als die FRITZ! Box dann freigeschaltet war, ging es im Einrichtungsassistenten auch weiter:
  • Hier stieß ich dann auf das nächste Problem:
  • Ich verwendete für die Einrichtung der FRITZ! Box mein iPad Pro mit Safari. Beim Assistenten war der „Weiter“ Schalter in zwei Versuchen nicht funktional. Das führte dazu, dass die FRITZ! Box sich im Einrichtungsassistenten festsetzte und nicht mehr ansprechbar war.
  • Nach dem zurücksetzen der FRITZ! Box über das angeschlossene Telefon und Wechsel des Browsers war es mir dann möglich, die FRITZ! Box vollständig einzurichten.
  • Hier ist vermutlich die Weboberfläche nicht hundertprozentig auf Safari eingerichtet…
Einrichtung des Netzwerks, Konfigurationsmöglichkeiten, Einbindung des NAS



  • Wenn die FRITZ! Box dann läuft, ist das weitere Vorgehen wirklich äußerst einfach: Alle Geräte werden mit Gerätenamen ordentlich dargestellt, Netzwerkverbindungen werden grafisch dargestellt, mit Verbindung was mit welchem Gerät verbunden ist. Besonders beeindruckend fand ich, dass die FRITZ! Box sogar eine vorhandene Powerline Verbindung erkennen kann und diese entsprechend grafisch einbindet.

  • Der Kabelanschluss hat den zukunftsfähigen DOCSIS 3.1 Standard, hier ist die FRITZ! Box 6660 Cable also gut aufgestellt.

  • Insgesamt können sechs Schnurlostelefone über DECT an die FRITZ! Box 6660 Cable angeschlossen werden, genug, um auch kleine Unternehmen mit Telefon zu versorgen.
  • Man kann bequem über das Webinterface einen Anrufbeantworter einstellen, sich per Telefonwecker wecken lassen und ein allgemeines Telefonbuch einrichten. Hier bietet AVM also viele gute Möglichkeiten für den motivierten Anwender.
  • An Anschlüssen für Telefone liefert die Box nur einen Telefonanschluss, wenn man also mehr als ein Telefon direkt anschließen muss, steht man wiederum vor Problemen.

  • Weitere Konfigurationsmöglichkeiten umfassen, unter Anderem, Einstellmöglichkeiten für Kindersicherung, Zugangsprofile für Gäste oder Kinder, Möglichkeiten zur Priorisierung von Anwendungen oder Nutzern und die Möglichkeit, eine externe Festplatte oder einen USB-Stick als NAS anzuschließen.

  • Hier möchte ich gerne kurz näher darauf eingehen: Leider hat die FRITZ! Box 6660 Cable nur einen USB 2.0 Anschluss. Dieser limitiert die Übertragungsraten stark, hier hat AVM wirklich eine Chance verpasst, einen Mehrwert zu schaffen. So bleibt es den meisten Nutzern nur übrig, entweder mit langsamen Übertragungsraten zu leben oder ein „echtes“ NAS per Gigabit Anschluss direkt an die FRITZ! Box anzuschließen. Aber größere Datensicherungen oder Videoübertragungen machen von einem USB 2.0 Anschluss, mit den zusätzlichen Geschwindigkeitsverlusten übers Netzwerk oder WLAN, nicht mehr wirklich Freude. Hier wäre ein USB 3.0 Anschluss zeitgemäß gewesen.
  • Ein Vorteil des vorhandenen USB-Anschlusses ist, dass man Drucker darüber WLAN fähig machen kann, die dies von Haus aus nicht können. Dann ist der Anschluss allerdings belegt und kann ohnehin nicht mehr für ein NAS verwendet werden.

  • Ein besonderes Feature möchte ich noch erwähnen: Man kann die FRITZ! Box 6660 Cable auch als DSL Modem betreiben. Falls man also den Wohnort wechselt und keinen Kabelanbieter mehr hat, kann man trotzdem das Gerät noch gut betreiben. Das ist ein sehr gut durchdachtes Feature.
  • Leider kann die FRITZ! Box 6660 Cable nur in einem FRITZ! Netzwerk als Mesh Repeater eingerichtet werden. In Verbindung mit Geräten von anderen Herstellern ist eine Repeater Funktion nicht möglich.
Geschwindigkeitstests des LAN/WLAN



Von der Geschwindigkeit her gibt es keinen Grund zum Meckern: Die FRITZ! Box schafft es, 100% der von mir gebuchten Bandbreite zu übertragen, zum Teil schafft sie sogar, die 100% zu überschreiten. Im Besten Fall kommen bei mir als Nutzer also sowohl über LAN als auch über WLAN 500mBit-590mBit (maximal) an, bei einer 500mBit Leitung. Durch den Wi-Fi-6-Client Standard ist die FRITZ! Box 6660 wirklich flott unterwegs. Hier kann die FRITZ! Box 6660 Cable also durch ihr WiFi 6 glänzen…



Doch wo Licht ist, ist auch Schatten…

…das Problem ist nur, diese Werte werden im WLAN schon nach kurzer Zeit nicht mehr erreicht. Die FRITZ! Box 6660 Cable hat dummerweise nur 2x2 Antennen auf dem Board verlötet, und diese haben leider eine kurze Reichweite. Im nächsten Zimmer mit 5m Entfernung und durch eine Wand getrennt beträgt die Übertragungsrate schon nur noch etwas über der Hälfte (im Schnitt um die 260mBit/s). Ab zehn bis zwölf Metern Entfernung (bzw. zwei Zimmern Trennung) kann es schon vorkommen, dass sich die Geräte gar nicht mehr verbinden können. Hier schwächelt die FRITZ! Box 6660 Cable also ungewöhnlich stark für ein Gerät dieser Preisklasse.

Dazu kommt, dass der Wi-Fi-6-Client Standard kein Multi-User MIMO unterstützt, da nur zwei Streams von der FRITZ! Box ausgehen.

Im 2,4 GHz Band ist der Durchsatz zudem deutlich schlechter, hier ist die Maximalgeschwindigkeit die ich erreichen konnte 175 mBit/s.

Integrationsmöglichkeiten ins Mesh

Die FRITZ! Box bietet „echte“ Mesh Unterstützung nur für Geräte von AVM an. Hier hatte ich mir mehr erhofft, da ich davon ausgegangen bin, dass auch Geräte anderer Hersteller eingebunden werden können. So habe ich mein vorhandenes Mesh über den LAN-Port in das Netzwerk integriert, was wunderbar funktioniert hat.

Betrachtung der Benutzerfreundlichkeit

Hier glänzt die FRITZ! Box 6660 Cable durch die Verwendung des bewährten FRITZ! OS, das mit dem neuen Update 7.20 jetzt auch den WPA 3 Standard unterstützt, VPN schneller durchleitet und mehr Möglichkeiten für Smart-Home Geräte bietet. Besonders praktisch ist, dass man ein Gästenetzwerk per Benutzeroberfläche mit einem Klick ein- und ausschalten kann, um Freunden oder Besuchern die Verwendung eines Netzwerks anzubieten, das vom eigentlichen Netzwerk getrennt bleibt.

Betrachtung des Stromverbrauchs:

Bei meiner Messung verbrauchte die FRITZ! Box 6660 Cable im Schnitt bei zehn Messungen etwas über 14 Watt, genaugenommen 14,1 Watt gemittelt. Die FRITZ! Box wird dabei handwarm, man muss sich also keine großen Sorgen machen.



Fazit:

Die FRITZ! Box 6660 Cable macht aus meiner Wahrnehmung sehr vieles richtig:

Der Benutzerkomfort ist hoch, die Einstellmöglichkeiten ein riesiger Fortschritt zum Standard Kabelmodem von Vodafone, die Geschwindigkeit ist großartig. Leider wurde an der falschen Stelle gespart, und zwar am WLAN und am USB-Port. In Zeiten, in denen die meiste Internetverwendung über WLAN stattfindet, hätte ich erwartet, dass acht Antennen verbaut werden und somit die Signalstärke deutlich besser ausfällt. Auch der USB 2.0 Anschluss wäre vermeidbar gewesen, da er die, eigentlich großartige NAS Funktionalität, leider ziemlich aushebelt. Wer bereit ist, sich ein extra Kabelmodem zu kaufen, sollte wahrscheinlich lieber das größere Modell in Form der FRITZ! Box 6591 Cable nehmen, da hier acht Antennen verbaut sind und die maximale WLAN-Geschwindigkeit nicht massiv niedriger ist. Aber der Nutzen eines Hochgeschwindigkeits-WLAN, dass ich nur verwenden kann, wenn ich als Anwender quasi neben dem Router sitze, ist leider nicht so groß.

Abgesehen von den genannten Kritikpunkten empfinde ich die FRITZ! Box 6660 Cable als durchaus gelungen und werde sie auch weiterhin statt meinem Vodafone Kabelrouter betreiben.
 
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