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[User-Review] EKWB EK-AIO 120 D-RGB und EK-Loop Connect

Kenaz

Semiprofi
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25.09.2017
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EK AiO + Loop Connect.jpg



Willkommen zum Lesertest der EK AiO 120 D-RGB und des EK Loop Connect!
EK Water Blocks, der bekannte Spezialist für Eigenbau Wasserkühlungen aus Slowenien, steigt wieder in den Markt der Kompaktwasserkühlungen ein. Mit der neuen EK-AIO D-RGB Serie in 120 mm, 240 mm und 360 mm gibt es zur Zeit drei Modelle.
In diesem Lesertest, welcher durch die Zusammenarbeit von Hardwareluxx und EKWB ermöglicht wurde, möchte ich die Variante in 120 mm vorstellen. Neben der EK-AIO 120 D-RGB, hatte ich auch gleich noch die Gelegenheit die ebenfalls neue Lüfter- und Lichtsteuerung EK-Loop Connect testen zu können.

Den Test hab ich in zwei Abschnitte unterteilt. Als erstes möchte ich die EK AiO 120 D-RGB vorstellen und im Anschluss genauer auf den EK Loop Connect eingehen.


Die EK AiO 120 D-RGB



AiO.jpg


Technical Specifications:

- Radiator Dimensions: 155 x 120 x 27 mm
- Radiator Material: Aluminum
- Fan Compatibility: 120 mm
- Pump Unit Dimensions: 88 x 70 x 53 mm
- Pump Unit Material: ABS Housing, Copper Cold plate, Steel Mounting Pump
- Pump Speed Range: 450 - 2600 RPM ± 10%
- Pump PWM Range: 20 - 100%
- Pump Cable Length: 50 mm
- Pump Unit RGB Type: 5V Digital (Addressable)
- Pinout: 5V, D, Empty, Ground Pump RGB Cable Length: 50 mm
- Tubing Material: Ultra-Low Evaporation Rubber with Nylon Braided Sleeve
- Tubing Length: 300 mm
- Fan Dimensions: 120 x 120 x 25mm
- Fan Speed Range: 550 - 2200 ± 10%
- Fan Noise Level: 36,4 dBA (at maximum speed)
- Fan Static Pressure: 2,89 mm H20 = 28,9 Pa (at maximum speed)
- Fan Air Flow: 66,04 CFM = 112,20 m³/h (at maximum speed)
- Fan Cable Length: 500 mm
- Fan RGB Type: 5V Digital (Addressable) Pinout: 5V, D, Empty, Ground
- Fan RGB Cable Length: 50 mm

System Requirements:

- 4-Pin PWM Header for pump and fan operation
- 3-Pin Addressable 5V D-RGB header

EK-AiO Zubehör, Schlauch- und Kabellängen:

- Mehrsprachiges Benutzerhandbuch
- Befestigungsmaterial für AMD (Sockel AM4) und Intel (Sockel LGA 115x und LGA 20xx)
- Befestigungsschrauben für den Lüfter und den Radiator
- Spritze zusätzlicher Wärmeleitpaste (1 Gramm)
- Schlauchlängen - 27,5 cm
- Länge der RGB- und PWM-Kabel von Pumpe und Lüfter - 45 cm

Montage der EK AiO 120 D-RGB



Pumpe 700px.png


Die Montage auf Sockel 115x gestaltet sich einfach. Zuerst wird die Backplate aufgesetzt und mit den vier Abstandsschrauben befestigt.
Am Radiator wird der Lüfter angeschraubt und an der Pumpeneinheit, bei der schon von Werk aus der Heatsink mit Wärmeleitpaste versehen ist, werden
die Montagebügel angebracht. Anschließend wird diese auf die CPU beziehungsweise auf die Abstandsschrauben aufgesetzt. Danach die Federn darüber
gelegt und mit den Rändelmuttern wird die Pumpeneinheit gleichmäßig über Kreuz festgeschraubt. Ob man eventuell zuerst schon vor der Pumpe, oder
erst im letzten Schritt den Radiator am Gehäuse befestigt, kommt auf die Gegebenheiten an. Etwas störrisch kann sich die Montage aufgrund der eher
starren Schläuche gestalten. Ebenfalls zu beachten ist, dass die Schlauchanschlüsse am Pumpenblock in den ersten Arbeitsspeichersteckplatz ragen können
und ihn somit nicht mehr benutzbar machen.

Zum Abschluss müssen noch die PWM und RGB Kabel eingesteckt werden. Für die Lichtshow wird ein entsprechendes Mainboard oder ein RGB Controller
benötigt. EK gibt der AiO leider keinen Controller mit auf den Weg, mit welchen man zumindest die RGB Beleuchtung wenigstens rudimentär hätte
steuern können.
Ohne die RGB Kabel anzustecken, leuchtet der Pumpenblock abwechselnd in verschiedenen Farben, während der Lüfter dunkel bleibt.


AiO + Connect.png


Von EK gibt es ein Video welches die Montage für die Sockel AM4, 115x und 20xx zeigt:


Testsystem und Testaufbau

Grafik Testsystem.png
Core V51 Testaufbau2 klein.png




Der Intel Core i7-6700K wurde während dem Test mit einer Taktfequenz von 4,6 GHz auf allen Kernen und bei einer Kernspannung von 1,3 Volt betrieben. Unter dem CPU Heatspreader befindet sich Flüssigmetall anstelle des Intel TIM. Die Temperaturmessungen wurden mit dem IntelBurnTest 2.54 durchgeführt, der eine CPU Package Power von etwa 105 Watt erzeugte.
Angegeben ist die Temperaturdifferenz von der CPU Package Temperatur zur Raumtemperatur. Zum auslesen der CPU Temperatur und der Package Power wurde HWiNFO verwendet. Die vier 140 mm Gehäuselüfter liefen mit festen 700 U/Min.






P1040069.JPG


Temperaturmessungen

Beim Stresstest mit dem Intel Burn Test, welcher schon durchaus eine relativ hohe Abwärme erzeugt, kann die kleine 120er AiO natürlich nicht mit einem großen Towerkühler wie dem NH-D15 mithalten. Bei Maximaler Drehzahl des Lüfters und der Pumpe, schafft die AiO die CPU gerade auf Temperaturen zu halten, die ein NH-D15 schon mit einem Lüfter bestückt und 1000 U/Min erreicht.


Temps.png


Einfluss der Pumpendrehzahl auf die Temperaturen


Einfluss der Pumpendrehzahl.png

Durch die Reduzierung der Pumpendrehzahl steigen die Temperaturen unter Vollast nur relativ gering an.
Während die Pumpe bei voller Drehzahl mit ca. 2600 U/Min deutlich zu hören ist, lässt sie sich schon bei ca. 1600 U/Min mit recht annehmbarer Lautstärke unter Last betreiben und das Luftrauschen des Lüfters wird das Pumpengeräusch wohl eher überdecken. Unter 1000 U/Min ist die Pumpe schon sehr leise.
Leider wurde das Testsample nicht ausreichend entlüftet, so dass es hin und wieder dann mal vorkommen kann, dass sich anscheinend Luftblasen in der Pumpeneinheit ansammeln können. Dann gibt es unschöne Geräusche von Plätschern bis hin zu Rasseln, die sich nach gewisser Zeit aber bisher auch von allein wieder gegeben haben.


pumpe 3 700px.png


Lautstärke

Bei hohen Lüftergeschwindigkeiten kann die AiO schnell unangenehm laut werden. Unter Spielelast ist aber eine gute Kühlung auch bei moderater Lautstärke möglich. Hier kann der Anwender einen guten Kompromiss zugunsten der Temperatur oder der Lautstärke finden. Durch den weit nach unten absenkbaren Drehzahlbereich der Pumpe unde des Lüfters, kann die kleine Kompaktwasserkühlung für den Desktopbetrieb auch sehr leise betrieben werden.
Der Varder S Lüfter mit FDB Lager, erzeugte keine wahrnehmbaren Lagergeräusche. Was mir aber während dem Test störend aufgefallen ist:
unter bestimmten Drehzahlbereichen, entstehen eher hell klingende, fast schon Sirenenartige Nebengeräusche. Diese werden auch mit nur frei stehendem Lüfter erzeugt.


Lautstärke.png


Leistungsaufnahme und VRM Temperaturen

Im Rahmen meiner Möglichkeiten hab ich noch versucht die Auswirkung der AiO auf die Leistungsaufnahme und die VRM Temperaturen zu messen.
Die Leistungsaufnahme des Rechners wurde mit einem handelsüblichen Verbrauchsmessgerät überwacht.
Während die EK-AiO inklusive dem Loop Connect mit aktiver RGB Beleuchtung und bei gedrosselter Drehzahl der Pumpe und des Lüfters nur wenige Watt (ca. 2-3 Watt) gegenüber dem NH-D15(SF) mehr verbraucht, schlagen bei maximalen Drehzahlen bis zu 10 Watt an höherer Leistungsaufnahme zu Buche.

Beim Einsatz eines entsprechenden Towerkühlers oder gar Topblower, kann die Kühlung der Spannungswandler durch den Luftstrom des Lüfters unterstützt werden. Dies entfällt in der Regel bei einer Wasserkühlung.
Da das eingesetze Mainboard über keinen Sensor zum auslesen der VRM Temperaturen verfügt, hab ich einen Temperatursensor des EK Connect verwendet und ihn an einem der VRM Kühler angebracht. Das gibt natürlich keine genauen Werte, sollte aber zumindest einen ungefähren einen Eindruck geben. Während der Stresstests, waren die gemessenen Temperaturen am VRM Kühler mit der AiO bis zu 8°C höher gegenüber dem Luftkühler.



P1040105.JPG

1-1.png



Beitrag automatisch zusammengeführt:




Der EK Loop Connect



Connect 700px.png

Mit dem EK Loop Connect hat EKWB einen Controller zur Licht-, Lüfter- und Pumpensteuerung im Angebot. Darüber hinaus können mit ihm aber auch der der Durchfluss und der Wasserstand überwacht werden. Auch können drei Temperatursensoren angeschlossen werden. Zur Überwachung wird die EK Connect Software benötigt, die nur für das Betriebssystem Windows 10 erhältlich ist. Eine Installation unter Windows 7 war zwar möglich, doch die Software stürzte direkt nach dem Programmstart ab.

Die Box kann mit der Unterseite auf einen 2,5" SSD/HDD Tray angeschraubt werden. Neben den dazu benötigten Schrauben liegen für eine Alternative Montage aber auch zwei doppelseitige Klebestreifen bei.
Am Controller können an den F1-F6 Ports sechs PWM-Lüfter aber auch die Pumpe angeschlossen werden. Port F6 ist hier aber speziell für die Pumpe
vorgesehen. So kann die Pumpe z.B. direkt von der Connect Software aus zum automatischen entlüften des Systems angesteuert werden. Der Anschluss
von 3-Pin Lüftern ist zwar grundsätzlich auch möglich, sie können aber nicht geregelt werden. Port L1-L6 ist für 3-Pin-D-RGB-Header vorgesehen und Port T1-T3 für die beiligenden Temperatursensoren.

Negativ ist mir hier der feste Sitz, vor allem der Lüfterstecker aufgefallen. Eingesteckt sind sie zur Hälfte in der Box verschwunden und lassen sich kaum mehr heraus ziehen.



Technical Specifications:

- Dimensions (L x W x H): 126x70x18mm
- Power Output for Fans: 20W per header
- Power Output for LEDs: 8W per header
- Mounting Holes: 2.5" drive mounting holes

Ports:

- 1x (PWR) 4-Pin Female Molex (2x Female SATA to 1x Male Molex Adapter Included)
- 6x (F1-F6) Standard 4-pin PWM Fan Header
- 6x (L1-L6) D-RGB Header 3-Pin 5V Digital LED Header (Pinout: +5V, D, Blocked, Ground)
- 3x (T1-T3) Temperature Probe Headers
- 1x (FLO) Flow Meter Connection (upcoming product)
- 1x (LVL) Coolant Level Indicator (upcoming product)
- 1x USB 2.0 Data Header
- 1x (EXT) Data Header 4-Pin 2.5mm Pitch for Daisy Chain (upcoming product)


EK-Connect Controller Zubehör und Kabellängen:

- Befestigungsschrauben 4 Stück
- Doppelseitiger Klebestreifen 2 Stück
- USB 2.0 Anschlusskabel 1 Stück - 50 cm
- Temperatursensoren 3 Stück - 75 cm
- 2xSATA auf 1x4-Pin Molex Adapter 1 Stück - 25 cm

Zur Steuerung wird die EK-Connect Software benötigt, welche heruntergeladen werden muss. Als zusätzliches Zubehör wären eventuell noch beiliegende Verlängerungskabel für PWM Lüfter wünschenswert gewesen.


Hintergund2.jpg


Connect Software




Hier kommen wir eigentlich auch schon zur Archillesverse. Die Software wirkt im aktuellen Zustand noch wie in einer frühen Entwicklungsphase.
Neben Bugs, wie schon mal ein vorkommender Softwareabsturz oder nicht reagieren auf getätigte Aktionen oder plötzlicher Ausfall der ausgelesenen Werte, sind auch die Systemüberwachungs- und Steuerungsmöglichkeiten begrenzt, noch ausbaufähig und verbesserungswürdig.

Die System-Monitoringfunktionen geben grundlegende Informationen zum anliegenden Takt bzw. Temperatur der CPU und GPU. Die Arbeitsspeicherauslastung wird ebenfalls angezeigt.
Daneben wird auch der gewählte RGB Modus angezeigt und natürlich auch die an der EK Connect angeschlossenen Lüfter und Sensoren. Leider konnte ich keine Möglichkeit finden, diese an andere Überwachungssoftware wie HWiNFO durchzureichen um sie somit per RTSS über OSD anzeigen zu lassen.


1 Home.png2 Dashboard.png3 Extendet Dash.png

Im Konfigurationsmenü lässt sich u.a. die RGB Beleuchtung einstellen, was auch schon ganz gut funktioniert. Eine noch individuellere Anpassbarkeit wäre sicher möglich, wenn es die Connect Software denn ermöglichen würde.

4 Config RGB.png

Darunter können die Lüfter und Pumpe konfiguriert werden. Es stehen mehrere Profile zur Auswahl. Auch eine eigene Lüfterkennlinie kann erstellt werden. Leider ist die Konfiguration nur sehr eingeschränkt möglich. In dem eigentlich schon winzigen Diagrammfeld können nur 2-3 Punkte zum einstellen der Lüfterkurve genutzt werden. Dabei muss eigentlich durch ausprobieren die beste Auswahl getroffen werden, da keine Werte direkt angezeigt werden.
Beim umschalten auf ein vorgegebenes Profil wird das eigene Profil wieder verworfen!

Damit die Steuerung funktioniert, muss die Software zwingend laufen. Ansonsten werden die Lüfter und Pumpe mit der letzten aktiven, festen Drehzahl betrieben!

5 Config Cooling.png

Im Menü Support / Setting gibt es eine Funktion zur Entlüftung des Wasserkreislaufs.
Einige weitere Reiter sind bisher (noch) ganz funktionslos ...

(Hier noch einige Bilder vorstellen! Die Forumsoftware lässt leider nicht mehr zu )

:wut:



Persönliches Fazit

Die EK AIO 120 D-RGB ist durch ihr Design sicher für Anwender mit kleinen und kompakten Systemen interessant. Mit einer durchaus guten Verarbeitungsqualität und ihren RGB Features macht sie einen positiven Eindruck. Durch den weiten Regelbereich lässt sich die Kompaktwasserkühlung auch sehr leise betreiben. Bedacht werden sollte aber eine mögliche Inkompatibilität, da die Schlauchanschlüsse an der Pumpeneinheit in den ersten Arbeitsspeicherslot ragen können.

Der EK Connect hat sicher Potenzial, aber steht und fällt es mit der Software. Diese ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt meiner Meinung nach eher eine Spielerei, mehr nicht. Da muss EKWB noch gut nachbessern oder sollte ggf. eventuell auch die Kooperation zu anderen Software-Entwicklern suchen.


 
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Holzmann

Enthusiast, The Saint
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Ort
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Sehr schönes Review!

Interessant, wird hier gezeigt, dass bereits eine kleine 120er AIO auf Augenhöhe mit einem der top Luftkühler ist.
 

Kenaz

Semiprofi
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Nachtrag

Hab den 120er Radiator noch versuchsweise mit zwei Noctua NF-P12 Lüftern in Push-Pull bestückt.
Bringt zwar nicht wirklich viel auf dem Mini-Radiator, ist beim Zocken aber zumindest etwas leiser bei gleichen, bis minimal besseren Temperaturen gegenüber dem einzelnen EK Varder Lüfter.

Stresstest mit dem IntelBurnTest:

2-2-2.png
 
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