[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Kannst du bitte aufzählen, welche das sind?
Haftpflicht, BU, KFZ Haftpflicht, Hausrat (Luxus, gab in der Vergangenheit n Wasserschaden im Haus)
Rechtsschutz is noch aktiv, bin aber am hadern ob ich die kuendige.
Glaub das waers.
 
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Da ich die Posts mit detaillierten Ausführungen über den Werdegang in diesem Thread immer als einer der hilfreichsten Posts empfand (auch um einen zusätzliche Kontext zum Gehalt zu bekommen) habe ich mich entschieden das mal für mich selber runter zu schreiben und mit euch zu teilen. Habe dazu extra auch nochmal die alten Verträge und Lohnabrechnungen angeschaut. Da ich schon ein paar Jahre Berufserfahrung habe, ist es eine ziemliche “Wall of Text” geworden (sorry dafür) und ich hoffe es ist für die meisten hier trotzdem hilfreich oder zumindest Interessant. Obwohl es viel Text ist, habe ich natürlich trotzdem sehr viele Details weggelassen, falls also Fragen bestehen oder irgendwas unlogisch geschrieben ist, fragt mich gerne.

Gehaltsangaben immer Brutto, es sei denn ich erwähne es explizit ;)

Jahr2007
GehaltFix: 1.100€ Brutto + Provision + Dienstwagen zur Privatnutzung
Stunden43 (realistisch eher 45-50, in schlimmen Wochen auch mal 70+)
Urlaub24 Tage
KommentarDas war mein erster Job in meinem Ausbildungsbetrieb (IT-System-Kaufmann) nachdem ich übernommen wurde. Es war ein B2B Systemhaus und ich war für Installation / Konfiguration / Schulung vom ERP System das an Kunden vertrieben wurde zuständig (also quasi so ne Art Techniker). Ich war viel beim Kunden unterwegs und hatte dementsprechend häufig sehr lange Arbeitstage (früh losfahren, mit dem Auto teilweise 2-3h zum Kunden, da die Arbeit erledigen und fertig war natürlich erst wenn alles so lief wie es laufen sollte). So ergaben sich oft Einsätze von 8-20 Uhr beim Kunden und dann noch die Rückfahrt. Bei größeren Projekten war dann die Provision auch halbwegs ordentlich (die Provision war 15% von den abrechenbaren Stunden), allerdings war ich immer davon abhängig wie viel der Vertrieb verkauft. Hat der Vertrieb wenig verkauft, hatte ich auch wenig Stunden. Deswegen empfand ich das Modell für Techniker wirklich totalen Schwachsinn. Trotzdem, bin ich nie über 2.700€ gekommen (und dieses “Spitzengehalt” war echt die absolute Ausnahme), im Durchschnitt war ich vermutlich eher bei 1.800-2.000€. Durch den Abzug vom Firmenwagen (war ne kleine A-Klasse welche relativ günstig war) bin ich i.d.R. höchstens bei 1.200€ Netto gelandet. Genaue Aussagen zum Gehalt sind schwierig, weil es wirklich jeden Monat anders war. Ich hatte damals schon ne eigene Wohnung die zum Glück sehr günstig war, deswegen bin ich halbwegs über die Runden kommen. Gespart habe ich gar nichts, dafür war es zu wenig.

Was mich hier wirklich gestört hat:
  • Keine bezahlten Überstunden, auch kein abfeiern (und das obwohl sowieso schon lächerlich hohe Stunden im Arbeitsvertrag standen und das Gehalt definitiv ein mieses all-in Gehalt war)
  • Auch Fahrtzeiten (die häufig dem Kunden berechnet wurden) wurden nicht für die Provision angerechnet. Das waren teilweise mehrere Stunden am Tag.
  • Im Urlaub keine Provision = weniger Gehalt. Ich glaube im Nachhinein, dass ich hier abgezockt wurde, die hätten mir eigentlich die Durchschnittsprovision zahlen müssen.
  • Es wurde als selbstverständlich angenommen, dass man auch am Wochenende ranklotzt wenn ein Kundenprojekt ansteht. Auch da gab es selten einen Ausgleich (nur wenn es mal wirklich völlig überhand genommen hat).
  • Super wenig Urlaubstage, vor allem in Bezug auf die hohen Arbeitsstunden.
  • Einfach null Wertschätzung.

Ich bin dankbar für die Chancen die ich in dieser Firma hatte, ich durfte schon in der Ausbildung sehr viel rausfahren und selbstständig arbeiten was ja bei vielen Ausbildungsbetrieben wirklich nicht gegeben ist und es hat mir ein gutes Fundament gegeben für meine weitere Karriere. Aber in dieser Firma wäre ich glaube ich irgendwann am Burnout gescheitert.


Jahr2008
GehaltFix: 1.200€ Brutto + Provision + Dienstwagen zur Privatnutzung
Stunden43 (realistisch eher 45-50)
Urlaub24 Tage
KommentarNa wer hat’s gesehen? Richtig, es gab wahnsinnige 100€ Gehaltserhöhung. War prozentual zwar viel, aber in Summe natürlich ein Witz.. Großes Problem: In diesem Jahr gings mit der Wirtschaftskrise so richtig los und uns sind reihenweise die Aufträge weggebrochen. Das ging so bis ins Jahr 2010 wo ich schlussendlich (heute muss ich sagen glücklicherweise) gekündigt worden bin.
Durch die fehlenden Aufträge gab es quasi keine Provision mehr, außerdem war ich häufig in Kurzarbeit. Was 60% KUG bei 1200€ Netto bedeutet, kann sich ja jeder ausrechnen. Ich konnte gerade so noch Miete + Essen bezahlen, alles andere musste ich aus Dispo oder mit Kreditkartenratenkäufen bezahlen. Im Jahr 2010 zum Zeitpunkt wo ich gekündigt wurde, hatte ich dann ca. 2.500€ Schulden angesammelt. Ich war während der ganze Zeit in diesem Betrieb nicht ein einziges mal irgendwo im Urlaub, das konnte ich mir schlichtweg nicht leisten.


Jahr2010
Gehalt2.600 + Weihnachts / Urlaubsgeld all in ca. 35.000€ p.a.
Stunden37,5
Urlaub28
KommentarNachdem ich gekündigt war, hatte mich mich mitten in der Wirtschaftskrise bei 3-4 Firmen beworben und relativ schnell Einladungen zu Bewerbungsgesprächen bekommen. Ich hatte als Gehaltswunsch überall ca. 36.000€ angegeben (also 3.000€ / Monat was für mich damals ne riesengroße Steigerung war). Ich war sehr verwundert, dass alle ohne große Verhandlung direkt drauf angesprungen sind und das bei keiner Firma ein Problem gewesen wäre. Da wurde mir klar (auch mit den neuen Rahmenbedingungen der Arbeitszeiten und Urlaub), wie ich hart ich mich habe abzocken lassen von meinem alten Betrieb. In meiner neuen Firma war ich dann so ne Art Projektmitarbeiter in der IT Abteilung. Ich hab alles mögliche gemacht von mittelgroße Projekte abgewickelt mit interner Fachabteilung und dem externen Dienstleister bis zur Excelsheet Automatisierung. Insgesamt hat mich der Job aber nicht wirklich gefordert, es war eher eine konservative Firma in der wenig Veränderung gewünscht war. Aber es war chillig und ich habe das nach dem fast Burnout vom vorherigen Job dann auch erstmal so genossen. Außerdem konnte ich mit dem höheren Gehalt meine Schulden schnell tilgen.


Jahr2011
Gehalt2.900 + Weihnachts- / Urlaubsgeld ca. 39.000€ p.a.
Stunden37,5
Urlaub30
KommentarImmer noch derselbe Betrieb. Ich hatte nen befristeten Arbeitsvertrag (war auf 1 Jahr befristet, die Absprache war, dass er nochmal auf 1 Jahr befristet wird und dann entfristet). Als ich kurz vor Vertragsende meinen Chef mal drauf angesprochen hatte ob das alles klappt mit der Verlängerung, meinte er ich soll mal kurz unter 4 Augen mitkommen. Statt der weiteren Vertragsverlängerung um 1 Jahr hat er mir dann direkt die Entfristung hingelegt und außerdem 300€ Gehaltserhöhung (die ich nicht mal angefragt hatte). So fühlt sich also Wertschätzung an.


Jahr2012
Gehalt3.586 / 43.000 p.a.
Stunden40
Urlaub30
KommentarIn diesem Jahr habe ich entschieden, dass ich keine Fernbeziehung mehr führen will und bin mit meiner Freundin (heute Frau) 700km weg von der Heimat zusammengezogen, somit stand auch ein Jobwechsel an. Habe mich hier mal wieder etwas unter Wert verkauft und mein Gehaltswunsch von 43K wurde direkt akzeptiert. Mein Jobtitel war “Junior Prozessmanager”. Die Firma war damals stark am wachsen und es war ein totales Chaos. Aber irgendwie war genau das die interessante Herausforderung und ich blicke auch heute noch gerne zurück.

Jahr2014
Gehalt4.000 / 48.000 p.a.
Stunden40
Urlaub30
KommentarHatte ein paar Zielvereinbarungen mit meinem Vorgesetzten auf die ich hingearbeitet habe. Dafür ist dann auch ne vernünftige Gehaltserhöhung rausgesprungen von ca. 10%. Job war immer noch derselbe.


Jahr2015
Gehalt4.125 / 49.500 p.a.
Stunden40
Urlaub30
KommentarDas Junior im Titel wurde entfernt (aka. Beförderung), mir wurde damals erzählt ich würde für einen Junior schon so “gut” verdienen deswegen könne ich nur 125€ (müssten so 2,x% gewesen sein) Gehaltserhöhung bekommen. Ich hab’s geglaubt und es war mir damals auch ehrlich gesagt egal. Ich war zu dem Zeitpunkt gesundheitlich stark angeschlagen und wollte da keine große Diskussion führen und war zu diesem Zeitpunkt auch nicht belastbar um neue Aufgaben zu übernehmen die eine deutliche Erhöhung hätten rechtfertigen können.


Jahr2016
Gehalt4.125 / 49.500 p.a.
Stunden40
Urlaub30
KommentarIch habe intern den Job gewechselt und war jetzt Produktmanager. Meine Performance war hier krankheitsbedingt weiterhin eher auf “Dienst nach Vorschrift” Niveau, deswegen gab es verständlicherweise auch keine Gehaltsanpassung. War mir aber auch hier egal, ich war froh weiterhin nen Job zu haben und das Geld hat mir eh dicke gereicht.


Jahr2017
Gehalt4.445 / 53.340 p.a.
Stunden40
Urlaub30
KommentarInzwischen ging's mir gesundheitlich besser und ich war wieder belastbar. Ich konnte wieder mehr Aufgaben übernehmen das wurde auch direkt honoriert. Es gab ca. +7,x% Gehaltsanpassung.


Jahr2018
Gehalt5.362 / 64.350 p.a.
Stunden40
Urlaub30
KommentarIch würde dieses Jahr rückblickend als das wichtigste in meiner Karriere bezeichnen. Man muss wissen, dass ich bis zu diesem Jahr immer nen Vorgesetzten hatte, der mir in sich abgeschlossene Aufgaben delegiert hat. D.h. er hatte die Verantwortung für das gesamte Produkt, ich hab halt zugearbeitet und hatte kleine Verantwortungsbereiche um die ich mich gekümmert habe.
Dieser Vorgesetzte hat Ende 2017 sehr sehr kurzfristig entschieden das Unternehmen zu verlassen. Gleichzeitig hatte die Abteilung seit diesem Monat nen neuen Abteilungsleiter (Head). Ich war dann erstmal direkt unter dem Abteilungsleiter zugeordnet. Die Stelle von dem Vorgesetzten der gegangen ist, sollte neu besetzt werden und solange wollte der Head diese Stelle übergangsweise mitmachen. Ich habe das als Chance gesehen und einfach alles so gemacht, dass der Head quasi in diesem Bereich nichts zu tun hatten außer alle paar Tage mal mit mir ein paar Status updates durchzugehen und mir Feedback zu geben. Nach ein paar Monaten hat er mir gesagt, dass er meine Beförderung beantragt hat und er außerdem keinen Grund sieht warum ich zwischen ihm und mir nochmal nen Lead bräuchte.
Ich wurde damit zum Senior befördert und es gab +20,x% Gehaltsanpassung. Wie man auch in den kommenden Jahren sieht, hat sich von hier an meine Lernkurve und Gehaltssteigerung sehr gut entwickelt, was ich definitiv dem neuen Head zu verdanken habe der mich immer stark mit neuen Aufgaben gefordert aber auch gefördert hat. Mit den 64k war ich übrigens noch sehr an der unteren Range von einer Senior Position (was ja auch ok ist direkt nach einer Beförderung), daher war die Erhöhung im nächsten Jahr auch nochmal relativ hoch).


Jahr2019
Gehalt5.847 / 70.171 p.a.
Stunden40
Urlaub30
KommentarNicht so viel spannendes passiert, immer noch dieselbe Senior Position, ich hatte mit meinem Team aber (auch im Abteilungs Vergleich) sehr erfolgreiche Ergebnisse abgeliefert. Es gab. +11,x% Gehaltsanpassung


Jahr2020
Gehalt6.259 / 75.114 p.a.
Stunden40
Urlaub30
KommentarWegen der Corona Pandemie war die Firma sehr vorsichtig was Gehaltsanpassungen angeht. Es wurde im April angekündigt, dass es in 2020 keine geben wird, aber gleichzeitig versprochen, dass das die allererste Maßnahme sein wird die sie wieder zurücknehmen sollte das Geschäft wider erwarten besser laufen. Das ist dann tatsächlich so eingetreten und die Firma hat Wort gehalten, im Oktober gab es dann rückwirkend eine Gehaltsanpassung.
Von der Position her immer noch dasselbe, gute Ergebnisse und ein paar Mehr Aufgaben übernommen. Es gab dann 7,x% mehr.
Dazu muss ich noch erwähnen, dass ich mit meinem Vorgesetzten immer einen groben Entwicklungsplan für mich selber habe wo er mir Feedback gibt was mir noch fehlt um perspektivisch die nächste Beförderung zu erreichen. Hier hatten wir mal lose ein paar Themen vereinbart für 2020 um in dem Jahr auch die Beförderung anzustreben. Da ich aber 2020 Vater geworden bin, hatte er mich gefragt ob ich so bei dem Plan bleiben will oder ob ich erstmal auf die größeren Aufgaben verzichten möchte um nicht völlig aus der Work / Life Balance mit Kind usw. rausgeworfen zu werden. Das habe ich dann auch dankend so angenommen und wir haben dann erst Ende 2020 einen Plan für 2021 gemacht.


Jahr2021
Gehalt7.238 / 86.860 p.a.
Stunden40
Urlaub30
KommentarIn 2021 habe ich wie vorher schon geschrieben weiter an meiner persönlichen Entwicklung gearbeitet und die Themen vorangetrieben die mir für die Beförderung fehlen. Halbwegs erfolgreich wie man sieht. Mit der Beförderung hat’s nicht sofort geklappt, dafür dass das (noch) nicht mit eine Beförderung verbunden war gab es eine sehr gute Anpassung von +15,x%


Jahr2022
GehaltHabe die offizielle Gehaltsmitteilung noch nicht, deswegen weiß ich den exakten Betrag noch nicht. Mein Vorgesetzter hat mir aber ca. 105-110k in Aussicht gestellt, das deckt sich auch so mit dem was ich von anderen Kollegen als Einstieg auf die Position gehört habe. Kann dazu im Januar nochmal ein Update geben.
Stunden40
Urlaub30
KommentarJetzt zum 1.1.2022 hat es dann endlich mit der Beförderung geklappt. Für mich bedeutet das, dass ich jetzt offiziell im Management Team bin (zwar unteres Ende, aber irgendwo muss man ja mal anfangen 😅 ). Die Senior Stelle auf der ich vorher war habe ich jetzt offen zur Besetzung, d.h. ich kann jemand dafür einstellen. Ändern wird sich für mich, dass ich größere/zusätzliche Produktbereiche übernehmen werde und mehr strategisch arbeiten muss und das Daily Business eher delegieren soll wo es möglich ist um hier eine Entlastung zu bekommen. Das bedeutet auch, dass ich mehr mit dem Senior Management zusammenarbeite werde.
Das heißt aber auch, dass ich einiges vom “Hands-on” teil verlieren werde, was ich immer gerne gemacht habe. Wie mir das langfristig gefällt wird sich zeigen, ich stehe der Veränderung erstmal positiv gegenüber. Nachdem ich jetzt 3,5 Jahre auf der Senior stelle war, hat sich hier doch einiges an Routine und teilweise fast schon Langeweile eingeschlichen. Ich hatte hier eine sehr gute Lernkurve in 2018/2019 aber wie es halt so ist hängt man schnell in seiner Komfortzone fest und stagniert dann auch in der Entwicklung wenn man nicht aufpasst.

Perspektivisch bin ich aktuell sehr zufrieden und solange ich weiterhin solche guten Möglichkeiten bekomme bin ich auch nicht an einem Wechsel interessiert, das Gesamtpaket passt hier einfach perfekt für meine Lebensrealität, auch in Hinblick auf die Work-/Life Verträglichkeit. Nun bin ich gehaltstechnisch auf dieser Stufe natürlich wieder erstmal am untersten Ende aber ich weiß auch, dass diese Stelle bis ca. 150k geht wenn man sich entsprechend bewiesen hat, was sehr gute Aussichten sind.
Auch wenn ich inzwischen auch schon 36 mit ein paar Jahren Berufserfahrung bin, fühl sich das Gehalt für mich sehr hoch an und ich bin dankbar gewisse Chancen bekommen zu haben aber auch den richtigen grad an Opportunismus gehabt zu haben wenn’s drauf ankam. Da ich leider nie studiert habe (ich habe nicht mal Abi und hab damals ne weiterführende Schule wo ich eigentlich die Fachhochschulreife erlangen wollte kurz vor Schluss abgebrochen) hätte ich niemals gedacht, dass ich irgendwann mal auf so eine Position komme. Ich habe diese detaillierte Auflistung auch geschrieben um hoffentlich andere zu inspirieren bei denen es aktuell mal nicht so gut läuft (sei es die Motivation oder die Chancen im Job). Es kann immer einen Weg geben und wenn sich Chancen für euch zeigen, nutzt sie.



Und er Vollständigkeit halber für diesen Thread noch meine Ausgabenliste (noch mit dem "alten" 2021 Gehalt):

Gehalt (Stkl. 4, keine Kirche, 1 Kind). Ist etwas mehr als im Lohnrechner angegeben weil noch ein Home-Office Netto Zuschuss vom AG drin ist.4.273€

Ausgaben:

Anteil Gemeinschaftskonto (für Miete, Internet, Essenseinkäufe, Netflix, Haftfplicht, Hausrat, GEZ und sonstige Dinge die wir halt gemeinsam nutzen)790€
Handyvertrag (ich weiß, da könnte man sparen, ich will aber T-Mobile :fresse:)49€
ÖPNV (hin und wieder Einzeltickets, Abo hab ich wg. Homeoffice gekündigt)30€
Zahnzusatzversicherung31€
BU Versicherung47€
Rechtsschutzversicherung20€
Auto - Versicherung / Steuer / Sprit / Wartung (grob geschätzt). Ist auch gemeinsam genutzt und meine Frau zahlt ihren Anteil mit.70€
Konsum (Auswärts essen gehen/bestellen, Klamotten, Geschenke, sonstiger Spaß).500€


Die gesamten Fixkosten belaufen sich also auf ca. 1.037€. Das wäre also das absolute minimum wenn ich nur zuhause esse und nichts zusätzlich konsumiere, mit meinem durchschnittlichen Konsum von 500€ wären es 1.537€.

Was übrig ist (ca. 2700€), wird gespart/investiert:

Tagesgeld500€
Sparplan Kind (Bitcoin + ETF)140€
Mitarbeiteraktien Sparplan150€
Crypto / ETF (entscheide ich flexibel jeden Monat wie viel wohin)2.000€

Die Rechnung geht jetzt nicht auf den Cent genau auf, speziell der Invest Teil wird halt angepasst wenn mal mehr oder weniger übrig ist, da ich außer dem Kindersparplan keine fixen Raten nutze. Außerdem bezieht sie sich noch auf mein 2021 Gehalt, da ich wie oben geschrieben die offizielle Gehaltsänderung für Januar noch nicht bekommen habe. Im Prinzip wird sich aber eh wieder nur die Sparrate ändern, die S-Klasse Bestellung wird auch jetzt nicht ausgelöst ;)

Wie man sieht, sind meine Fixkosten relativ gering im Verhältnis zu meinem Gehalt (was ich gerne so noch ein paar Jahre beibehalten möchte solange ich noch in Miete wohne). Unsere Miete ist wirklich noch sehr human, daher ist auch mein Anteil recht gering. Ich lebe eigentlich fast wie vor 10 Jahren als mein Gehalt noch bei weniger als der Hälfte lag. Mit dem einzigen Unterschied, dass meine Sparrate inzwischen häufig bei über 50% liegt und wir ein Auto haben (gebrauchtes BJ 2013, also auch kein großer Luxus). Es ist aber nicht so, dass ich mir nie was gönnen würde. Wenn ich irgendwas brauche bzw. haben will (z.B. wie kürzlich nach 3 Jahren mal wieder ein PC upgrade auf Alderlake), dann kaufe ich mir das einfach vom laufenden Gehalt, und investiere dann eben in dem Monat weniger, das ist mein gefühlter Luxus.

Meine Frau promoviert aktuell noch und hat deswegen “nur” eine 50% Stelle und macht hin und wieder mal noch ein paar Freelancer Jobs. Denke im Schnitt kommt sie so auf ca. 1.500-2.000 netto. Ist eigentlich für die Ausgaben hier nicht relevant da wir komplett getrennte Konten haben (außer das Gemeinschaftskonto) und ich ihre Einnahmen auch nicht wirklich im Blick habe. Aber ich dachte ich erwähne es mal, falls jemand das Haushaltseinkommen interessiert. Dazu kommen natürlich auch noch die 209€ Kindergeld, aber die gehen direkt auf’s Gemeinschaftskonto. Insgesamt stehen wir natürlich sehr gut da, auch wenn ich hier im gegen Leute die schon Famileneinkommen von 10k+€ geposted habe im Verhältnis wieder arm aussehe 🤯

Bin gespannt wer bis hierhin durchgehalten hat, sorry nochmal für den Roman. Es war für mich jetzt aber auch nochmal interessant alles revue passieren zu lassen :fresse:
 
Zuletzt bearbeitet:
ich dachte bei deinem ersten job waren die 2700 netto, bis du dann mit brutto kamst :fresse:

bei 50+ stunden wären 2700 netto schon unterkante...

deine sprünge fast jedes jahr sind aber auch heftig. scheint als hättest du aber nen arbeitgeber gefunden bei dem es passt
 
Zuletzt bearbeitet:
ich dachte bei deinem ersten job waren die 2700 netto, bis du dann mit brutto kamst
Sorry, alle Gehaltsangaben immer Brutto, es sei denn ich erwähne es explizit 😅
bei 50+ stunden wären 2700 netto schon unterkante...
Ja und es waren wie gesagt eher unter 2.500 Brutto. Ich war damals wirklich selten drüber, trotz viele Stunden. Die Techniker Stunden wurden auch immer gerne verschenkt wenn es um Verhandlungen ging oder halt rabattiert, dann hab ich auch weniger bekommen. Es war einfach ein kompletter Witz. Deswegen hab ich hier die Geschichte auch mal geschrieben, weil ich wirklich immer dachte, dass mich eh keine andere Firma will und ich ja nix kann und es an mir selber liegt, dass ich so schlecht bezahlt werde. Als ich mich dann mal beworben hatte, wurde mir ja direkt überall viel mehr angeboten. Es lohnt sich also immer sich mal unverbindlich umzuschauen ... Die selbe Firma hatte über Jahre hinweg nachdem ich gegangen bin auch immer wieder die selben Stellen ausgeschrieben. Die Leute die da reingekommen sind haben sich vermutlich sofort wieder verpisst weil sie wussten, dass sie es überall anders besser haben können.

Was meinst du mit wann? Die Jahreszahl hatte ich ja überall angegeben, das war 2007-2010.
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deine sprünge fast jedes jahr sind aber auch heftig. scheint als hättest du aber nen arbeitgeber gefunden bei dem es passt
Es waren halt vor allem die letzten 3 Jahre, wo ich richtig Bock hatte und guten Support von meinem Vorgesetzten. Wenn man jemandem hat der einem gutes Feedback gibt und man sich deswegen gezielt entwickeln kann, dann klappt's halt auch gleich viel besser. Ich war davor im Vergleich einfach komplett planlos unterwegs.
 
Zuletzt bearbeitet:
Waren alles at Verträge oder?
Jein. AG 1 hatte keinen Tarif (wie man sich bei der Bezahlung denken kann). AG2 war glaube ich Einzelhandel Tarif (aber keine Ahnung wo ich da eingestuft war, im Vertrag stand auch irgendwas von Zulage zum Tarif, war vermutlich AT). Mein aktueller AG hat auch keinen Tarif, aber so ne Art interne Gehaltsrange für die unterschiedlichen Jobs und Joblevels, damit es halbwegs fair zugeht. Mit Tarif wäre ich vermutlich auch nicht besser dran.
 
Jein. AG 1 hatte keinen Tarif (wie man sich bei der Bezahlung denken kann). AG2 war glaube ich Einzelhandel Tarif (aber keine Ahnung wo ich da eingestuft war, im Vertrag stand auch irgendwas von Zulage zum Tarif, war vermutlich AT). Mein aktueller AG hat auch keinen Tarif, aber so ne Art interne Gehaltsrange für die unterschiedlichen Jobs und Joblevels, damit es halbwegs fair zugeht. Mit Tarif wäre ich vermutlich auch nicht besser dran.
Mit Tarif wärst du definitiv schlechter dran. Deswegen Frage ich. Igm ist absolut steif und für High Performer eher schlecht.

Nach einem Jahr und neuer EG Einstufung bekomme ich nur 3% wegen dummen Regelungen.
 
Mit Tarif wärst du definitiv schlechter dran. Deswegen Frage ich. Igm ist absolut steif und für High Performer eher schlecht.
Das dachte ich mir schon, dabei ist IGM vermutlich einer der besseren oder vlt. sogar der beste Tarif? 3% ist natürlich nicht viel an Steigerung bei einer Änderung der Einstufung, das ist doch quasi sowas wie ne Beförderung oder nicht? (Wie du siehst bin ich absolut nicht drin in der Tarifwelt).
 
Das dachte ich mir schon, dabei ist IGM vermutlich einer der besseren oder vlt. sogar der beste Tarif? 3% ist natürlich nicht viel an Steigerung bei einer Änderung der Einstufung, das ist doch quasi sowas wie ne Beförderung oder nicht? (Wie du siehst bin ich absolut nicht drin in der Tarifwelt).
Du bekommst eine Ziel eg welche mit deiner Erfahrung in der Firma steigt.
Ich hatte EG 13 mit 15% Leistungszulage.
Nach einem Jahr steht jetzt der Wechsel auf EG 14 an. Der Wechsel muss vom Betriebsrat freigegeben werden. Zudem kann die Leistungszulage maximal 11,79% bei EG Wechsel betragen. Sind effektiv 3%.

Absolut lächerlich, aber ist halt im Tarif festgehalten. Deswegen will ich asap einen at Vertrag
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Metall/Chemie/Elektro müssten die besten sein, je nach Regelung
 
Absolut lächerlich, aber ist halt im Tarif festgehalten. Deswegen will ich asap einen at Vertrag
Mit AT Vertrag sind dann häufig aber auch die Annehmlichkeiten vom Tarif weg (Stundenregeln z.B.)?
 
Mit AT Vertrag sind dann häufig aber auch die Annehmlichkeiten vom Tarif weg (Stundenregeln z.B.)?
Ja genau. Keine Überstunden, keine Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit. Keine 35h Möglichkeit

Dafür mehr Möglichkeiten bei der Gehaltsverhandlung, keine Kurzarbeit, keine Stundenkürzung.

Aktuell muss ich ja um 40h kämpfen weil die Quote der 40h Verträge von 18% im Unternehmen bereits erreicht wurde. Alles darüber muss wieder vom Betriebsrat freigegeben werden.
 
Ich bin mir nicht sicher ob ich überhaupt einen AT Vertrag und die damit verbundenen Nachteile haben wollen würde.

ERA13 IGM mit bisschen Prozenten würde mir auf lange Sicht sehr gut reichen.
 
Ich bin mir nicht sicher ob ich überhaupt einen AT Vertrag und die damit verbundenen Nachteile haben wollen würde.

ERA13 IGM mit bisschen Prozenten würde mir auf lange Sicht sehr gut reichen.
Stimme ich dir grundsätzlich zu.
Nachdem ich aber grundlos letztes Jahr 35h + Kurzarbeit hatte, habe ich da kein Bock mehr drauf.

Da sind Mal schnell 20-30% weggefallen.
 
Ach bei AT hat man dann auch keine KUG Vereinbarung mehr? Hätte gedacht, dass das immer pauschal reingeschrieben wird.
 
@drunkenmaster ich stand vor dem gleichem ‚Problem‚

Nehme jetz jedoch AT und bin den IGM EG16 Deckel los. Wird ein sehr statisches Gehalt, ohne dass man großartig zusammengekuerzt werden kann und oeffnet auch fuer die Zukunft die Option ‚richtig ordentlich‘ zu verdienen, wenn man das denn moechte.
 
Selbe Situation hier - Wechsel in EG 14 in IG Metall ab 1.1.2022. Aber um die 40h drücke ich mich - mir reichen die 35h.
 
@Tundor
Erstmal ne Bude finden die Jahr für Jahr 7+% rausrückt... Andere Buden weigern sich Inflationsausgleich zu zahlen, da gibts dann Jahr für Jahr Nullrunden aus Gründen die niemand versteht, außer den Bilanzbuchhaltern und Geschäftsführern ;)
(sagen wir mal so, ich hab da n bischen Erfahrung)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Tundor Glückwunsch zu dem eher ungewöhnlichen Werdegang. Solch immense Sprünge beim Gehalt sind schon krass. Aber bei euch scheint Engagement belohnt zu werden, auch etwas sehr schönes.
Drücke die Daumen das es für dich weiter nach oben geht. :-)
 
Erstmal ne Bude finden die Jahr für Jahr 7+% rausrückt
Die 7% würde es auf der selben Position natürlich auch nicht für immer geben und gibt's auch nur wenn man sich entsprechend verbessert hat. Ich war ja immer maximal 3 Jahre auf der selben Position, ich habe Kollegen die sind seit 6-7 Jahren auf ihrer Senior Positionen und bekommen jetzt auch nur noch knapp über Inflationsausgleich (3-4%) im Jahr weil sie einfach am maximum angekommen sind, aber selbst das ist ja immer noch ganz gut. Wie du schon sagst muss man in den meisten Betrieben ja sogar um den Inflationsausgleich kämpfen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

da gibts dann Jahr für Jahr Nullrunden aus Gründen die niemand versteht, außer den Bilanzbuchhaltern und Geschäftsführern
Und dann aus allen Wolken fallen wenn die MAs abhauen. Geld ist natürlich nicht alles, aber ohne geht's halt auch nicht.
 
Verrückter Anfang deines Werdegangs. Klassisch die größte Steigerung bei dem Jobwechsel.
Bei mir kam bisher auch die größte Steigerung beim Jobwechsel, nicht aber beim Branchenwechsel..
Kurze Zusammenfassung bei mir:
Vor 20 jahren: Ausbildung FISI in einem der größten deutschen Konzerne: 350-600€/Monat
Danach: Einstieg Flugzeugbauunternehmen (Westen) 34t€/a 40-50h, glaube 28 Tage Urlaub
Da der Job furchtbar monoton war und ich das keinesfalls bis an mein Lebensende machen wollte sah ich damals als einzige Lösung zu studieren.
Also vor 16 Jahren Abi nachgeholt: 700€ Bafög + 400€ Nebenjob (Admin)
Studium Ingenieurwesen knapp 5 Jahre: ca. 700€ durch Eltern und Nebenjob (vor Mindestlohn zum Ausbeutertarif im Ingenieurbüro)
Direkt übernommen, Mittelstand (Ost) , 33t€/a 45-50h, 24 Tage Urlaub
Dort dann 5 jahre, nach dem ersten jahr keine Anpassung (ich hab nichts gefordert..) , danach jährliche Steigerung 7-10%, viel Angagement und viel Leistung, am Ende bei fachlicher Personalverantwortung ca. 300-400t€/a Umsatz generiert. Hier ca. 45t€/a 41h 24 Tage Urlaub. Hier war beim Gehalt aber das Ende erreicht, da schon höher als bei meinen Kollegen mit 20 Jahren mehr an Berufserfahrung und nicht mehr viel Luft zum Abteilungsleiter.
Danach Jobwechsel vom Mittelstand in den Konzern: weniger Arbeit, weniger Verantwortung, weniger Anspruch (2 mal leider), dafür aber all in (Boni, Sonderleistungen, usw.) ca. 63t€/a 40h (Real eher 30-35, vertrauensarbeitszeit), 34 Tage Urlaub. Steigerung kaum möglich, jährlich 1-3% nach Tarifverhandlungen, kleine Sprünge alle 5-10 Jahre.
Folglich neuer Sprung nur mit Jobwechsel in größeren Mittelstand bei deutlich größerem Arbeitspensum möglich. Bisher 2 Angebote für ca. 90-100t€ bei aber definitiv 50-60h und weniger Urlaub, weniger tüfteln, mehr steuern und Personalverantwortung...
Heißt für reine "Ingenieur Arbeit", was ich gerne mache und nicht aufgeben will hab ich mit 7 Jahren Berufserfahrung eigentlich schon das Ende erreicht. Für mehr Geld müsste ich also den Spaß und das für mich spannende an der Arbeit opfern. Naja, mal sehen wo das hinführt, wir haben Zweigstellen in Californien, das wäre stark, aber ich hab auch Familie, Kinder,da muss man immer abwägen...
 
Heißt für reine "Ingenieur Arbeit", was ich gerne mache und nicht aufgeben will hab ich mit 7 Jahren Berufserfahrung eigentlich schon das Ende erreicht. Für mehr Geld müsste ich also den Spaß und das für mich spannende an der Arbeit opfern. Naja, mal sehen wo das hinführt, wir haben Zweigstellen in Californien, das wäre stark, aber ich hab auch Familie, Kinder,da muss man immer abwägen...
da kannst auch in den süden kommen. 90k sind als ingenieur ohne personalverantwortung bei 40h gut machbar

ist dein aktueller konzern auch im osten? zahlen die da alle so schlecht?
 
Heißt für reine "Ingenieur Arbeit", was ich gerne mache und nicht aufgeben will hab ich mit 7 Jahren Berufserfahrung eigentlich schon das Ende erreicht. Für mehr Geld müsste ich also den Spaß und das für mich spannende an der Arbeit opfern. Naja, mal sehen wo das hinführt, wir haben Zweigstellen in Californien, das wäre stark, aber ich hab auch Familie, Kinder,da muss man immer abwägen...

Frage: Warum dann noch mehr Geld? Du hast doch schon alles, was du willst?
 
Heißt für reine "Ingenieur Arbeit", was ich gerne mache und nicht aufgeben will hab ich mit 7 Jahren Berufserfahrung eigentlich schon das Ende erreicht. Für mehr Geld müsste ich also den Spaß und das für mich spannende an der Arbeit opfern. Naja, mal sehen wo das hinführt, wir haben Zweigstellen in Californien, das wäre stark, aber ich hab auch Familie, Kinder,da muss man immer abwägen...
Die Auswahl zwischen dem was man wirklich machen möchte oder ein zukünftig höheres Gehalt habe ich bereits hinter mir. Ich habe mich für den Spaß entscheiden bzw. für das was mir wirklich am Herzen liegt statt für die "Karriere" die mehr Geld und "Ansehen" in peer-groups bringt. Aber das heißt nicht dass du in deinem Fall deinen Spaß opfern musst. Denn vielleicht kannst du in die neuen Aufgaben ja auch reinwachsen und dir ganz neue Kenntnisse aneignen. Mit anderen Worten: vielleicht machen dir zukünftig dann Aufgaben Spaß an die du heute noch gar nicht denkst.
 
Jap, Osten, da sind die Gehaltsstrukturen etwas anders. Wegen Gehalt umziehen muss nicht sein, so wichtig ist mir das nicht.
Geht auch eher um die Feststellung, dass hier die nächsten Jahre wohl nicht mehr viel kommt, im Gegensatz zu den Jahren nach dem Berufseinstieg und Firmenwechsel.
 
Wegen Gehalt weit weg umziehen muss man sich auch echt gut überlegen, da sollte dann auch die Stelle wirklich wesentlich besser im Sinne von "Interessant" bzw. mehr Lernmöglichkeiten sein und gerade mit Frau und Kind hat das ja auch noch ganz andere Implikationen.
 
Ich bin jetzt seit 14,5 Jahren im Berufsleben.
So eine Gehaltssteigerung hat aber ein Geselle im Handwerk (um mal beim Äquivalent zur Berufsausbildung zu bleiben) zum Beispiel nicht. [...]
Kein Sanitärladen würde jemanden einstellen und dem 4000 Brutto zahlen, nur weil der Top mit der Materie umgeht - dem fehlt einfach die "fachliche Eignung".

Ist das wirklich vergleichbar? Er bekommt nach 14,5 Jahren ein besseres Gehalt, weil er um mehrere Faktoren mehr drauf hat als zu Beginn seiner Laufbahn, Fähigkeiten die dem AG am Ende des Jahres mehr Geld einbringen.
Unterscheiden sich die Fähigkeiten eines Handwerksgesellen nach >10 Jahren so deutlich von einem Gesellen mit 2-3 Jahren BE?

Ich behaupte nein, und damit ist der Vergleich meiner Meinung nach überflüssig.
 
Berufserfahrung eigentlich schon das Ende erreicht. Für mehr Geld müsste ich also den Spaß und das für mich spannende an der Arbeit opfern.

Den Satz verstehe ich zu 100%. Ich würde niemals mit meinem Manager tauschen wollen - auch wenn ich dann deutlich mehr verdienen würde.
 
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