[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Bei uns heißt HO "Work from everywhere". Wenn es HO heissen würde, müsste unser AG die Heimarbeitsplätze entsprechend ausstatten (mehr als nur der Firmen Laptop etc). So wurde uns das gesagt.

Festes ho gibt es leider nicht obwohl absolut problemlos möglich. Aber immerhin ist es absolut unproblematisch Mal für nen Techniker Besuch den halben Tag Zuhause zu arbeiten etc, das geht problemlos zum Glück.

Btw in München kommen die Tage die neuen Immo Marktdaten. Doppelhaushälften für 1,2 Mio und mehr... Bin gespannt :d

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solange die guten Jobs in den Städten sind steigt dort die nachfrage und die preise explodieren

ich muss leider auch nach Darmstadt eiern und durch den unfassbar nervigen verkehr. wäre Darmstadt nicht da gäbe es nur noch Frankfurt und drum rum. pendeln kannste knicken und die teureren Wohnungen zahlt die als Normalsterblicher auch kein AG mehr.
 
@wolfram
Na kann man schon vergleichen, wenn Termine nicht mehr eingehalten werden etc

Rechtlich in keinster Weise nachweisbar. Lowperformer kriegt man nicht raus.
Solange der Mitarbeiter sagt er arbeitet so gut und schnell wie er kann, kann ihm kein Arbeitsgericht oder Ähnliches was. Klingt komisch ist aber so und in gewisser Weise eine absolute Katastrophe.

Habe so einen Kollegen, seit mehr als 10 Jahren, wird man nicht los, wenn der sich nicht doof anstellt.
 
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Jup genau das. Vermutlich nahezu jeder hat sich schon einmal gefragt warum Kollege XY überhaupt noch da ist...
 
Ihr zieht aufs Land und beschwert euch darüber, dass Supermärkte und gute Arbeitgeber dort nicht vorhanden sind oder euer Internet zu langsam ist, habt ihr euch mal gefragt warum in den Städten die qm2 dreimal soviel kosten wie aufm Land? Hier sind doch eigentlich durchweg gebildete Menschen unterwegs, sollte man aber nach der Diskussion nicht glauben, u get what u pay for...

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Bin nicht auf's Land gezogen, bin hier aufgewachsen.

Ich beschwere mich darüber, dass sich "alle" beschweren das alles in die Stadt will und die völlig überfordert sind. Es aber nichts, aber auch rein gar nichts, dafür unternommen wird, dass ganze zu entzerren und das Land attraktiver wie die Stadt zu machen.
 
Rechtlich in keinster Weise nachweisbar. Lowperformer kriegt man nicht raus.
Solange der Mitarbeiter sagt er arbeitet so gut und schnell wie er kann, kann ihm kein Arbeitsgericht oder Ähnliches was. Klingt komisch ist aber so und in gewisser Weise eine absolute Katastrophe.

Habe so einen Kollegen, seit mehr als 10 Jahren, wird man nicht los, wenn der sich nicht doof anstellt.
Man kann einen Lowperformer durchaus leistungsbedingt kündigen. Die Hürden dafür sind aber sehr hoch und so verlangen die Gerichte über mehrere Monate detaillierte Aufzeichnungen wobei die Leistung des Arbeitnehmers DEUTLICH unter dem Durchschnitt liegen muss, und das dauerhaft.

Dabei argumentieren die Richter dass dem Arbeitgeber laut Arbeitsvertrag nicht eine Leistung X geschuldet wird, es ist Zeit gegen Geld. Und dass auch immer einer der letzte sein MUSS. Max Morlock würde auch keiner als Lowperformer bezeichnen obwohl er auf dem 50. und damit letzten Platz der WM Rekordtorjäger liegt.

Gibt natürlich auch welche die das System ausnutzen, meistens sind es aber Führungskräfte die ihre selbst mehr als bescheidene Performance hinter der reihenweisen Entdeckung von Lowperformern in der Belegschaft kaschieren wollen. ;)
 
Würde dem nicht alleine schon der Druck der Kollegen entgegenstehen? Faul sein ist das eine - den Kollegen aber zu erklären, warum sie auf einmal die eigene Arbeit mit erledigen müssen weil man selbst einfach keinen Bock hat, ist ne andere Hausnummer. Da entsteht sozialer Druck.

Wenn die Firma Nischen schafft, in denen nicht auffällt wenn jemand absolut nix mehr leistet, dann ist die Firma da in der Verantwortung.


Ich sehe da aber auch die Gefahr, dass Personen zu Unrecht als Lowperformer abgestempelt werden. Wenn die Abteilung Zuwachs bekommt und junge Kollegen noch voller Enthusiasmus loslegen und freiwillig zu niedrigeren Gehältern Überstunden schieben, weil sie sich in fünf Jahren auf dem Abteilungsleiterposten und in zehn Jahren an der Spitze der Firma sehen, sehen die Kollegen die vll seit 20 Jahren da sind und wissen, dass das kein Garant für einen Aufstieg ist, dagegen schnell alt aus, bringen aber vll trotzdem mehr als 100%...
 
Zuletzt bearbeitet:
Lowperformer ist ja eigentlich nur ein neudeutscher Ausdruck für einen Schaumschläger und das alte Sprichwort "mehr Schein als sein". Sie tummeln sich überall dort wo man Arbeitsleistung objektiv kaum messen kann, sind rhetorisch sehr begabt und extrovertiert.

Die meisten davon findet man in der Politik und die wenigsten vermutlich im Handwerk. Ist auch logisch, ein Bodenleger kann eigentlich kein Schaumschläger sein, entweder er verlegt den Boden oder eben nicht.
 
Lowperformer ist ja eigentlich nur ein neudeutscher Ausdruck für einen Schaumschläger und das alte Sprichwort "mehr Schein als sein". Sie tummeln sich überall dort wo man Arbeitsleistung objektiv kaum messen kann, sind rhetorisch sehr begabt und extrovertiert.

Die meisten davon findet man in der Politik und die wenigsten vermutlich im Handwerk. Ist auch logisch, ein Bodenleger kann eigentlich kein Schaumschläger sein, entweder er verlegt den Boden oder eben nicht.


und die, die Wirklich Leistung bringen und eher Introvertiert sind gehen unter und kommen nie an die Spitze...so ist das leider in dieser absolut Verkackten Gesellschaft
 
Auch die können was daran ändern.

sowas ändert man nur nicht mal eben von Heute auf morgen, leider. Bei mir war es z.B. so, dass mir erst nach meiner Kündigung von meinen Vorgesetzten mal gesagt wurde sie sehr sie mich und meine Arbeit zu schätzen wissen und echt traurig darüber sind, dass ich jetzt gehe. Sowas immer mal wieder zwischendurch wäre schön gewesen zu hören...aber wenn man immer seine Arbeit macht und nie irgendwie den Mund groß aufmacht muss man wohl damit leben
 
sowas ändert man nur nicht mal eben von Heute auf morgen, leider. Bei mir war es z.B. so, dass mir erst nach meiner Kündigung von meinen Vorgesetzten mal gesagt wurde sie sehr sie mich und meine Arbeit zu schätzen wissen und echt traurig darüber sind, dass ich jetzt gehe. Sowas immer mal wieder zwischendurch wäre schön gewesen zu hören...aber wenn man immer seine Arbeit macht und nie irgendwie den Mund groß aufmacht muss man wohl damit leben

Von heute auf morgen hat ja auch niemand behauptet. Es ist, wie so vieles im Leben, eine Frage des Wollens. Gerade im Berufsleben schenkt man dir meist nichts.
 
sowas ändert man nur nicht mal eben von Heute auf morgen, leider. Bei mir war es z.B. so, dass mir erst nach meiner Kündigung von meinen Vorgesetzten mal gesagt wurde sie sehr sie mich und meine Arbeit zu schätzen wissen und echt traurig darüber sind, dass ich jetzt gehe. Sowas immer mal wieder zwischendurch wäre schön gewesen zu hören...aber wenn man immer seine Arbeit macht und nie irgendwie den Mund groß aufmacht muss man wohl damit leben
Das sollte auch nur bedeuten "schade, du hast dich immer zum Deppen gemacht und nie große Ansprüche gestellt, so einen finden wir nicht leicht wieder". Ist leider so in der Arbeitswelt.

Dagegen ankämpfen würd ich gar nicht erst versuchen, viel besser ist es sich das System zunutze machen und ihm dadurch ein Schnippchen schlagen. :d
 
Gibt aber wirklich Vorgesetze und Chefs die nie dat Maul aufmachen.
Das ist halt wie mit der IT - Es wird alles für selbstverständlich gehalten, bis es mal nicht funktioniert. Mein erster AG während/Nach Studium hatte ich auch so jemanden als Vorgesetzten. Dazu noch Leiter 2er Abteilungen und völlig überarbeitet. Da kam halt nie was zur Leistungsbewertung. Außer einmal im Jahr das MA-Gespräch wo alles ganz super ist und das man bestimmt mal Zeit findet für eine Fortbildung/Zertifizierung und es passierte wieder ein Jahr nichts.
 
Was nutzt die Anerkennung des direkten Vorgesetzten, wenn es bei netten Worten bleibt?!

Ich hatte in der alten Firma mit einem Projektleiter zu tun, der für seine Karriere (und zur Verschleierung persönlicher Unfähigkeit) bereit war, einen Auftrag im Umfang eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags gegen die Wand zu fahren - und nebenbei ein Projekt, welches von enormer strategischer Bedeutung für die Firma war. Was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Bis auf einen haben in der Folge alle Know-How-Träger gekündigt, die übrigen haben ein zusätzliches Studium angefangen und sind in Absprache jetzt für das Studium beurlaubt. Innerhalb eines halben Jahres ist die durchschnittliche Berufserfahrung im Team so auf unter einem Jahr geschrumpft.
 
Mal ne kleine frage zur Berechnung bei Feiertagsarbeit.
Ich war am 1 Mai 6h Arbeiten. Hab aktuell nen Stundenlohn von knapp 27€.
Jetzt gibt es ja 150% Zuschlag.
Wie muss ich das jetzt Rechnen für die 6 Stunden.
27 x 150%, also 67,50/h die ich Netto Ausgezahlt bekomme?
Oder werden nur die regulären 27€ besteuert und die 40,50€ erhalte ich zusätzlich Netto/h dazu?
Oder wie muss ich das Rechnen.

Ich Zitiere mich mal selber.
Habe nun die Lösung.
Also 150% Feiertagszuschlag bedeutet. Brutto x 1,5.
Sprich 27€ x 1,5= 40,50€/ Std. Steuerfrei.
 
Also 150% Feiertagszuschlag bedeutet. Brutto x 1,5.

Nein, definitiv nicht. Logikfehler erster Güte.
Brutto x 1,5 sind nicht 150% ZUSCHLAG, sondern wenn dann sind es 150% Gehalt.
150% ZUSCHLAG sind IMMER, gundlegende Mathematik, "Brutto x 2,5", oder wenn man so will "Brutto + Brutto x 1,5".

Das es anders gemeint war, mag ja sein, ist dann aber trotzdem falsch ausgedrückt.

Ist das gleiche:
Ich habe 5 Kinderriegel und du hast 15 Kinderriegel.

Du hast entweder drei mal soviele (meine 5x3) wie ich, oder halt zweimal mehr (meine 5 + 2x 5).

70% aller Menschen können nicht Prozentrechnen. Das ist fast die Hälfte!! ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich Zitiere mich mal selber.
Habe nun die Lösung.
Also 150% Feiertagszuschlag bedeutet. Brutto x 1,5.
Sprich 27€ x 1,5= 40,50€/ Std. Steuerfrei.
Auf welcher schule warst du :d
 
Das interessante ist doch dass er am Feiertag das 1,5-fache seines Bruttostundenlohns erhält.
Wie ihr/er/sein AG das nun nennen mag, spielt doch gar keine Rolle.
 
Ich Zitiere mich mal selber.
Habe nun die Lösung.
Also 150% Feiertagszuschlag bedeutet. Brutto x 1,5.
Sprich 27€ x 1,5= 40,50€/ Std. Steuerfrei.

damit gab es dann aber nur 50% aufschlag, außer die 40,50€ gibt es zusätzlich zum eh normalen stundenlohn von 27€.

hier kann man aber auch eindeutig sehen, das die formulierungen zur überstunden/nachts/feiertagszuschläge nicht sonderlich gut ausformuliert worden sind.
 
Das interessante ist doch dass er am Feiertag das 1,5-fache seines Bruttostundenlohns erhält.
Wenn in meinem Vertrag stehen würde, dass ich an einem Feiertag 150% ZUSCHLAG kriege, würde ich auch 150% Zuschlag einfordern, statt mich nur mit 50% Zuschlag (= 150% Gehalt) abzugeben.

Das wäre dann ein sehr grober Fehler im Arbeitsvertrag. Oder im Vertrag steht eben, dass es 150% GEHALT gibt, dann sollte man aber wenn man in einem Forum danach fragt nicht einfach aus Gehalt Zuschlag machen.
 
Und genau da liegt der Hund begraben.
Wissen wir was beim Fragesteller im Vertrag steht ? Ich denke kaum.
Du hast natürlich Recht: wenn dort Zuschlag steht, dann wird ihm was unterschlagen.
Steht dort aber 1,5-fache Gehalt, dann ist alles ok.

Das kann aber alles nur der Fragesteller beantworten.
 
Nicht der AG hat das so Veranlasst sondern das Einkommenstsuergesetz.
Und @Slezer auf der Baumschule. Oder kannst du deinem Namen nicht etwa Tanzen ;-)

Die Definition Zuschlag ist halt nicht ganz korrekt gewählt vom Gesetz. Denn man erhält halt nicht nochmal 150% oben drauf, sondern man hat halt seinen Stundenlohn Steuerfrei + 50% oben drauf.
Daher bedeutet Feiertagszuschlag 100% auch nur das man seinen Normalen Stundenlohn komplett Steuerfrei erhält.



Siehe:

Einkommensteuergesetz (EStG)
§ 3b Steuerfreiheit von Zuschlägen für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit




(1) Steuerfrei sind Zuschläge, die für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit neben dem Grundlohn gezahlt werden, soweit sie 1.
für Nachtarbeit 25 Prozent,
2.
vorbehaltlich der Nummern 3 und 4 für Sonntagsarbeit 50 Prozent,
3.
vorbehaltlich der Nummer 4 für Arbeit am 31. Dezember ab 14 Uhr und an den gesetzlichen Feiertagen 125 Prozent,
4.
für Arbeit am 24. Dezember ab 14 Uhr, am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Mai 150 Prozent
des Grundlohns nicht übersteigen.
(2) 1Grundlohn ist der laufende Arbeitslohn, der dem Arbeitnehmer bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit für den jeweiligen Lohnzahlungszeitraum zusteht; er ist in einen Stundenlohn umzurechnen und mit höchstens 50 Euro anzusetzen. 2Nachtarbeit ist die Arbeit in der Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr. 3Sonntagsarbeit und Feiertagsarbeit ist die Arbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 24 Uhr des jeweiligen Tages. 4Die gesetzlichen Feiertage werden durch die am Ort der Arbeitsstätte geltenden Vorschriften bestimmt.

(3) Wenn die Nachtarbeit vor 0 Uhr aufgenommen wird, gilt abweichend von den Absätzen 1 und 2 Folgendes: 1.
Für Nachtarbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr erhöht sich der Zuschlagssatz auf 40 Prozent,
2.
als Sonntagsarbeit und Feiertagsarbeit gilt auch die Arbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr des auf den Sonntag oder Feiertag folgenden Tages.
 
Bin mit dem tanzen noch am üben :d

Also bei uns ist es anders. Zum Glück. Das Wort Zuschlag bedeutet wirklich "on top"
 
Das Wort Zuschlag bedeutet wirklich "on top"

Das erklären wir dir die ganze Zeit. Zuschlag bedeutet "on top", und 150% "on top" sind eben Brutto x 2,5, nicht Brutto x 1,5, denn das wären nur "50% on top".

Also wenn in deinem Vertrag "150% Zuschlag" steht und du eine Rechtsschutzversicherung mit Arbeitsrecht hast, wäre es fast eine Überlegung das einzuklagen.
 
Wieso mir? Ich sagte doch 150% sind brutto * 2,5
 
stimmt, war 4Helden. Verwechselt. :d
 
Halt Kommando zurück.
Habe falsch gedacht.
Ich bekomme ja nicht nur die 150% Steuerfrei für den Tag, sondern ja auch noch den Normalen Lohn für den Tag.
Denke da liegt der Denkfehler.
Den Tag bekomme ich ja auch Bezahlt wenn ich nicht da bin. Also sind die in meinem Fall 40,50€ wirklich On Top zu meinem Normalen Gehalt.
 
Die Definition Zuschlag ist halt nicht ganz korrekt gewählt vom Gesetz. Denn man erhält halt nicht nochmal 150% oben drauf, sondern man hat halt seinen Stundenlohn Steuerfrei + 50% oben drauf.
Daher bedeutet Feiertagszuschlag 100% auch nur das man seinen Normalen Stundenlohn komplett Steuerfrei erhält.
Das von dir selbst zitierte Gesetz redet von ZUSCHLÄGEN. Die ZUSCHLÄGE sind steuerfrei, nicht alles was du kriegst.

Wenn du 10€ Stundenlohn hast und 50% Zuschlag an Feiertagen kriegst, dann kriegst du an einem Tag 10€ die zu versteuern sind plus 5€ steuerfrei.
Wenn du 10€ Stundenlohn hast und 150% Zuschlag an Feiertagen kriegst, dann kriegst du an einem Tag 10€ die zu versteuern sind plus 15€ steuerfrei.
 
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