[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

hatte mir vor einigen Monaten eine 2 zimmer Wohnung angeschaut in einem mehfamilienhaus in einem neubaugebiet. wobei das jetzt auch nicht der knaller war.

die Wohnung war top aber der Mieter hat eine ca 6000€ küche da reingepflanzt und wollte dass man ihm diese natürlich abkaufen. muss man nicht kapieren^^
 
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Und die Küche ist dir zu teuer oder zu billig? Wo ist das Problem, ist doch Standard.
 
wenn ich mir dieses geheule mit den so hohen mieten/kaufpreisen immer höre kommen mir echt die tränen - nicht...

wählt mal schön weiter die grünen honks, dann wirds bald alles noch viel teurer. was meint ihr denn wo die leute vom land hinwollen, wenn sprit und autofahren noch teurer wird, um überhaupt zur arbeit zu kommen, die auf den land eh nicht mehr vorhanden ist ?!
um die preise der ballungsgebiete zu entlasten muss exakt das gegenteil her: mobilität muss günstiger und attraktiver werden. irgendwelche eigentümer zu entmündigen durch mietpreisbremsen und co ist doch die diktatorenlösung. große vermieter lassen sich nicht ficken und finden schlupflöcher, kleine vermieten nicht mehr. am ende steigen die preise so oder so.

man könnte zb damit anfangen, das zb jeder km für den fahrtweg zur arbeit bezahlt wird (also auch den rückweg). der witz hierbei ist allerdings, das irgendwelche lohnsteuerabzugsgeschichten nutzlos sind für alle niedrigverdiener, da diese eh nix einzahlen. damit der hilfsarbeiter vom land 30-40km zum mindestlohn fährt, muss irgendwas in barer münze rausgedrückt werden. zb eine "landwohnungsprämie". wer keine wohnung in einer großstadt wählt, bekommt 100€ im monat pro kopf. zack sind all die großfamilienhartzis raus aus den großen städten.
derzeit ist es so, das jeder hartzi versuchen sollte in eine so große stadt wie möglich zu kommen. in hamburg bekommt er ne teure wohnung bezahlt und ist dank guter öffentlicher verkehrsanbindung top und günstig unterwegs. auf den land bekommt er die wohnung bezahlt und kommt nichtmal zum brötchen holen, da man ihn kein auto bezahlt, um überhaupt von a nach b zu kommen. folgerichtig ziehen alle arbeitslosen natürlich in die großstadt, zumal dort die jobchancen auch wieder besser sind.

man hat mittlerweile aber das gefühl, das die gesamte politik nur auf großstädte ausgelegt ist und die vom land die gefickten sind. hohe kaufpreise? ja und? der wert der sache ist dann doch auch da. die abgewrackte abrissbereite bude an der elbchaussee für 800.000€ wird mit 10.000 anfragen am ersten tag für 1,5mio verkauf. die 250qm villa auf dem land für 500.000€ findet aber auch nach 6mon keinen käufer, bis sich irgendwann jemand für 300.000€ erbahmt. das wird immer und immer und immerwieder vergessen, das die gewaltige nachfrage einer gekauften immobilie zum mondpreis quasi wie bargeld ist. und am ende des tages hat man ja auch mehr. der für 2000€ netto hat am ende des lebens ein 200.000€ haus, der für 4000 netto ein haus für 500.000€ (die standardkosten sind immer gleich, so das jemand mit dem doppelten netto mehr als das doppelte ausgeben kann). und beide haben die gleiche qualifikation und die gleiche arbeit.

also heult bitte bitte leiser...
 
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Naja, wenn man schon so arm ist, dass es für Großbuchstaben schon nicht mehr reicht, ist das mit den Mieten halt echt schon unbezahlbar. Immerhin hats noch für Satzzeichen gereicht.
 
Erst machst du dich über hohe Preise "lustig" bzw regt es dich auf und in 3ten Absatz machst du das gleiche.
 
Vor 30 Jahren gab es noch den sogenannten sozialen Wohnungsbau in öffentlicher Hand. Mit diesem hatte die jeweilige Stadtverwaltung einen guten Hebel auf der Angebotsseite die Mieten in Rahmen zu halten.

Dieser wurde abgeschafft, die billigen Wohnungen wurden teuer neu vermietet und ups der Mietspiegel steigt.

Das das nicht so sein muss kann man am Beispiel Offenbach am Main oder in Wien beobachten.

PS: individualverkehr aka Auto ist sicher nicht das Mobilitätsmodell der Zukunft. Das ist voll 1950er.
 
Selbst besessenes Automobil ggf. aber diese Mietfahrzeuge die dich als Fahrgast hinfahren sollen wo du hin willst, wahrscheinlich schon.
Andererseits stelle ich mir immer mehr die Frage was Leute in Großstädte zieht.
In meiner Gegend wird ein Automobil noch sehr lange der einzige Weg zu sicherer Mobilität bleiben.
 
Jup, ist hier genau so.

Nächster Arzt, nächster Supermarkt, ja allein schon nächster theoretischer Arbeitgeber für einen IT'ler -> 15 km einfach
Der (Schul)-Bus fährt 3x am Tag - 7:00, um 14:00 und um 18:00 Uhr.

Das Dörfchen ist zwar in den letzten 19 Jahren von 2k auf 3,2k Einwohner gewachsen, aber immer noch die gleichen ~15 Gewerbebuden wie Anfang 2000 - kam nicht eine dazu - im Gegenteil, der Arzt und der Friseur vielen weg (Rente).
 
2-3 Tage Home Office die Woche, bei allen Jobs, bei denen es möglich ist, würde schon ne Menge bringen.
 
2-3 Tage Home Office die Woche, bei allen Jobs, bei denen es möglich ist, würde schon ne Menge bringen.
Würde bei mir gehen aber unsere Klausel was Datenschutz angeht macht es unmöglich zudem bräuchte jeder MA dann auch die Programme dafür welche unverschämt teuer sind.

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Ja das Auto wird ansich bei euch auf dem Land noch lange eine gute Lösung sein. Eine halbwegs annehmbare Alternative wären kleine Autonome Busse die so oft fahren wie in den Großstädten.
Aber ihr auf dem Land werdet es auch viel einfacher haben z.B. ein Batterieauto zu laden.
 
Nächster Arzt, nächster Supermarkt, ja allein schon nächster theoretischer Arbeitgeber für einen IT'ler -> 15 km einfach
15km für nen Supermarkt ist heftig. 15km für nen Job ist aber gut. Ich hab hier sogar innerhalb der Stadt 10km bis zu unserem Büro.
Aus dem Dorf aus dem ich stamme gibt's für ITler praktisch keine Jobs im Umkreis von 50km.

2-3 Tage Home Office die Woche, bei allen Jobs, bei denen es möglich ist, würde schon ne Menge bringen.
Könnte ich sogar machen, will ich aber ehrlich gesagt gar nicht. Zuhause alleine fällt mir da die Decke auf den Kopf. Überhaupt würde ich das nur machen, wenn ich in meiner Wohnung ein extra Büro hätte. Hab ich aber nicht.
 
Würde bei mir gehen aber unsere Klausel was Datenschutz angeht macht es unmöglich zudem bräuchte jeder MA dann auch die Programme dafür welche unverschämt teuer sind.

Arbeitsgerät / VPN macht sowas möglich, ohne weitere Software zu kaufen.
 
Was bei Home Office noch hinzukommt ( ist auch mit Studien und eigener Erfahrung (1 Jahr Home Office) belegt, das man dort zu Selbstausnutzung neigt, damit unterschwellig immer das Gefühl hat nicht genug zu arbeiten, da man ja zu Hause ist und man kann ja auch 22 Uhr noch fix die Email beantworten usw. usw. und zack hast du zu Hause 2 Stunden mehr gearbeitet und das dann in Verbindung mit einer nicht vorhandener Zeiterfassung ist einfach nicht sinnvoll.

Bestimmt gibt es Leute die sich im Home Office einen Ruhigen machen, aber dazu muss man von seiner Art / Charakter / Arbeitsweise erstmal so drauf sein. Ich habe in meinem jetzigen Job genau deshalb auch das Firmenhandy und Firmenzugang von zu Hause abgelehnt, entweder ich bin im Büro, dann arbeite ich, oder ich bin nicht da, dann arbeite ich auch nicht und bin somit auch nicht erreichbar.

Geht mit Sicherheit nicht in allen Berufen, aber bin kein Arzt wo Menschenleben dann auf dem Spiel stehen würden. ;-)
 
Arbeitsgerät / VPN macht sowas möglich, ohne weitere Software zu kaufen.
Wenn du zuhause einen Internetanschluss hast, der gut genug für sowas ist.... bzw. sogar einen zweiten Internetanschluss nur für deinen Job, weil die Datenschutzklausel dir untersagt deinen Firmen-PC in nicht-Firmen-eigenen Netzen zu betreiben.
 
Für uns wäre ein E-Auto in der Theorie auch perfekt. Beide Jobs in 10 Minuten zu Fuß erreichbar. KiTa in 20, wenn die Kurze trödelt 30 :fresse:
Aber wirklich gute Jobs, die mich auch auslasten/fordern würden für mich fangen erst frühestens in 30km an.

Dann muss man schon wieder über n 2. Auto denken, wenn man vor Ort wirklich eins braucht für Arzt/Einkauf/ungeplante Dinge. Oder eben CarSharing Modelle, das muss dann aber natürlich auch verfügbar sein und ein E-Auto abholen, Kindersitz einbauen und dann erst loskommen ist auch extrem unflexibel.
 
Mein Internetanschluss Zuhause ist besser als der im Büro und ich wohne in einem kleinen Ort.
Auch für sowas gibts Mittel und Wege, LTE Dongle z.B..

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Aber wirklich gute Jobs, die mich auch auslasten/fordern würden für mich fangen erst frühestens in 30km an.

Das ist auch mein Problem.
 
15km für nen Supermarkt ist heftig. 15km für nen Job ist aber gut. Ich hab hier sogar innerhalb der Stadt 10km bis zu unserem Büro.
Aus dem Dorf aus dem ich stamme gibt's für ITler praktisch keine Jobs im Umkreis von 50km.

Wie gesagt, theoretisch - dort sitzt eine Firma mit interner 2 mann IT.
Ich selbst pendle aus der not heraus, täglich 40 Km / fast 1 Stunde (Landsträßchen/Dörfer) einfach - war in 5 Monate Job Suche der einzige AG, der keine Zeitarbeitsbude oder Dienstleister (mit nicht tragbaren Gehalts Vorstellungen) war.

Ich könnte guten Gewissens 100% HO machen, mit Option des Falles WENN, in die Firma zu fahren. Würde keinen Unterschied machen. Aber die Entscheider sind noch schlage Ende 50 und stehen auf "im Büro Hocken"... man bildet sich halt ein das man den MA dann (besser) überwachen kann, als im HO.
 
Ich könnte auch 100% Home Office machen und nur zu besonderen Terminen 1 oder 2 mal im Monat ins Büro fahren. Geht natürlich von Seiten der Firma nicht.
Allerdings würde mir dann der Büroalltag doch ein bisschen fehlen, man hat ja auch soziale Interaktionen :d
Momentan 1x pro Woche Home Office ist gut, 2-3 x wäre noch besser, aber komplett Home Office, würde aus den oben genannten Gründen auf Dauer nicht gut gehen.
 
Mein Internetanschluss Zuhause ist besser als der im Büro und ich wohne in einem kleinen Ort.
Auch für sowas gibts Mittel und Wege, LTE Dongle z.B..
Ich habe ja nicht gesagt, dass es keine Mittel und Wege gibt, ich hatte schon Kollegen die haben dann zuhause einen von der Firma bezahlten zweiten Internetanschluss gekriegt, an dem ein Router von der Frima hin an den man dann seinen Laptop anstecken durfte. Gehen tut vieles, aber manches macht das dann halt doch schon wieder recht kompliziert und umständlich.
Also einfach zu sagen, dass man einfach den Laptop mitnachhause nehmen kann und dort dann halt arbeitet, ist so pauschal nicht unbedingt zutreffend.

Ein E-Auto das auf 250km Reichweite kommt, wäre für mich eigentlich schon ausreichend und würde 99,8% meiner Fahrten abdecken. Das Problem ist nur: Ich habe keine Lademöglichkeit. Zuhause Garage ohne Strom (und ich darf die auch nicht anschließen, nichtmal auf meine eigenen Kosten) und am Arbeitsplatz habe ich am gemieteten Stellplatz ebenfalls keinen Stromanschluss und der gesamte Gewerbepark hat 2 Parkplätze mit Ladesäulen, die können dann auch durchaus öfter mal belegt sein.
 
Klar, der Aufwand ist in manchen Fällen erst mal da und oft fehlt eben schon die passende Einstellung vom Arbeitgeber.
 
Bei mir hängts auch vom jeweiligen Kundenprojekt ab. Manchmal habe ich einen Kundenlaptop mit Kunden-VPN auf den ich aber unser Firmen-VPN nicht installieren darf und auf unseren Firmen-PCs natürlich auch nicht das Kunden-VPN installieren darf. GGf. dann zusätzlich noch Kundenhardware wie Embeddedgeräte oder nen speziellen Touchscreen usw. Da ist das dann auch schon immer eine nervige Schlepperei, wenn man zwischen Office und HO wechselt, sofern man die Geräte überhaupt mitnachhause nehmen darf, weil das z.B. noch geheime Prototypen und so Zeug sind.
 
Beim nächsten Job werde ich versuchen 20% Home Office durchzudrücken. Macht bei ca 20% Reisen einfach Sinn.

Die Erfahrung zeigt dass ein einsamer Tag zum abarbeiten und aufbereiten nach einem kompletten Außentag sinnvoll und wichtig ist. Nur so bleibt man Up to date mit sinnvollen Meeting Protokollen usw. Ist erstmal ein Tag vergangen sind die Erinnerungen nur noch halb frisch, hat man immer Büro am Folgetag noch dringend 3 Brände gelöscht wird es mit den erinnern trotz Mitschrift eine Katastrophe.
 
Man kann als Chef Home Office einführen und wenn die Produktivität abfällt wird es wieder abgeschafft oder man verbietet es den einzelnen Mitarbeitern bei denen die Leistung abfällt etc

Aber 100 Prozent Home Office würde ich als Chef nicht erlauben, irgendwie muss man seinen Kollegen ja noch begegnen.
 
Einzelnen MA Home Office verbieten? Krieg das mal durch (Betriebsrat, etc.)
 
Warum nicht?
Wenn er nicht mehr die Leistung bringt die er im Büro gebracht hat braucht er wohl jemanden der ihm auf die Finger schaut.
 
der für 2000€ netto hat am ende des lebens ein 200.000€ haus, der für 4000 netto ein haus für 500.000€ (die standardkosten sind immer gleich, so das jemand mit dem doppelten netto mehr als das doppelte ausgeben kann).

Wenn man die Kapitalkosten vergisst, kann man das sicher so machen.
 
Warum nicht?
Wenn er nicht mehr die Leistung bringt die er im Büro gebracht hat braucht er wohl jemanden der ihm auf die Finger schaut.

Wenn es nicht gerade Fließbandarbeit ist, ist das bewerten von Leistung mit dem Endziel einzelnen Mitarbeitern eine Einschränkung zu verpassen quasi nicht möglich. Wenn dabei jemand klagt, verlierst du vor jedem Arbeitsgericht. Der Gleichbehandlungsgrundsatz steht da immer drüber. Eine Besserstellung geht aber immer. Wenn 2 Sachbearbeiter einer Abteilung vertraglich 20% Homeoffice vereinbart haben und Bearbeiter Nr. 1 aufgrund höherer Arbeitsleistung als Bonus 40% Homeoffice bekommt, ist das OK. Wenn Bearbeiter Nr. 2 aufgrund zu geringer Leistung gegenüber seinem Kollegen HomeOffice komplett gestrichen werden soll ist das nicht ok. Maximal möglich wäre es aus betrieblichen Gründen Homeoffice-Regelungen die z.B. in Betriebsvereinbarungen festgelegt sind von Arbeitgeberseite zu kündigen. Mit sowas schneidet sich der Arbeitgeber aber meist selbst ins Fleisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
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