[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Was hier ein zwei Kollegen für nen Dünnpfiff labern ist echt nicht mehr schön. Jeder, der mal jemanden erlebt hat mit "Burn Out" oder PTBS (posttraumatische Belastungsstörung wie der Fachterminus heißt), weiß dass das nichts mit Kein Bock auf Arbeiten oder mangelnden Kompetenzen zu tun hat. und Faken kann man sowas erst recht nicht.
Das ist ein gesellschaftliches Problem....
 
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Dass das Thema kontrovers ist dürfte damit bewiesen sein.

Aber es gibt auch Leute die Wünschelrutengänge verteidigen oder Feng Shui.

BTT: 300€ weniger im Monat.
Konnte meinen Vater überzeugen das Geld statt zu mir, lieber meiner Schwester zukommen zu lassen. Die steckt mitten im Studium und da ist derzeit kein Platz um was dazu zu verdienen.
 
Das ist ein gesellschaftliches Problem....

Erstmal ist das ein persönliches Problem. Unsere Gesellschaft hat nur entschieden, dieses persönliche Problem auf die Gesellschaft zu verteilen. Das ist eine zivilisatorische Errungenschaft, und meines Erachtens auch gut so, aber eben kein Naturgesetz. Die Aussage ist somit einfach nur Stammtischgeschwätz.
Und das man sowas nicht simulieren kann, ist genauso, entschuldigung, Schwachfug.
 
Da hast bestimmt schwer zu kämpfen gehabt, dass du weniger Geld kriegst von deinen Eltern...
Du vergleichst eine psychische Erkrankung mit Feng Shui und Wünschelruten??
Da kann man ja nix mehr dazu sagen!
Das Thema hat auch in diesem Thread auch nichts verloren!
@Topic: gut, dass Spesen steuerfrei sind. Da lohnt sich wenigstens der Auslandsaufenthalt!
 
Da hast bestimmt schwer zu kämpfen gehabt, dass du weniger Geld kriegst von deinen Eltern...
Du vergleichst eine psychische Erkrankung mit Feng Shui und Wünschelruten??
Da kann man ja nix mehr dazu sagen!

Dann sag auch nichts :) Der Typ ist beratungsresistent, das ist alles. Seine Meinung ist Einzigrichtige, also lass ihn in dem Glauben.

Das Thema hat auch in diesem Thread auch nichts verloren!

Seit wann bist Du Mod, man, das nervt. Lass uns doch diskutieren.
 
Du willst mir also sagen es ist unmöglich soetwas vorzutäuschen wenn man es drauf anlegt?

Unmöglich ist nichts. Allerdings ist man als betroffener fix und fertig und braucht professionelle Hilfe. Das heißt im Klartext: Therapie durch Neurologen und Psychiater. Ich denke, die wissen schon wie sie nen Simulanten erkennen ;)
Zumal mit sowas auch starke körperliche Symptome einhergehen.
 
Koch: Schonmal versucht bei einem deiner genannten Ärzte einen Termin zu bekommen? Da darfst du dann erstmal ein halbes Jahr (oder mehr) warten. Sofern sie überhaupt noch neue Patienten aufnehmen. Und wenn die schon so überlastet sind, bezweifel ich mal ganz stark, dass man da nicht auch einen finden kann, der in der Diagnose nicht ganz so genau vorgeht.
Und wenn ich mich nicht täusche, kann das auch der Hausarzt krankschreiben, der nunmal kein Fachmann ist. Und bis dann irgendwann der Fachmann seine Meinung dazu abgibt... verstehst schon, oder?

Und nochmal: Ich kenne auch Leute mit Burn-Out. Ich kenne auch Leute, die sich aufgrund Psychischer Belastungen Berufsunfähig haben schreiben lassen. Und das ist für die Leute ganz arg Scheisse. Aber dadurch auszuschliessen dass man das simulieren kann, ne, sorry. Da geh ich nicht mit.
 
Erstmal ist das ein persönliches Problem. Unsere Gesellschaft hat nur entschieden, dieses persönliche Problem auf die Gesellschaft zu verteilen. Das ist eine zivilisatorische Errungenschaft, und meines Erachtens auch gut so, aber eben kein Naturgesetz. Die Aussage ist somit einfach nur Stammtischgeschwätz.
Und das man sowas nicht simulieren kann, ist genauso, entschuldigung, Schwachfug.

Nun das ist deine Meinung. Ich sehe das jedoch etwas anders.
Kann es ausschließlich ein persönliches Problem sein, wenn laut Statistik in unserer Gesellschaft die Zahl der psychischen Erkrankungen stark zunimmt ?
Werden die Leute scheinbar ohne Grund bekloppt, depressiv, kriegen Angststörungen und Co. ? Oder ist nicht doch die Gesellschaft mitverantwortlich mit ihrem Leistungsdruck, den sie aufbaut ?
Einfach mal drüber nachdenken

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Koch: Schonmal versucht bei einem deiner genannten Ärzte einen Termin zu bekommen? Da darfst du dann erstmal ein halbes Jahr (oder mehr) warten. Sofern sie überhaupt noch neue Patienten aufnehmen. Und wenn die schon so überlastet sind, bezweifel ich mal ganz stark, dass man da nicht auch einen finden kann, der in der Diagnose nicht ganz so genau vorgeht.
Und wenn ich mich nicht täusche, kann das auch der Hausarzt krankschreiben, der nunmal kein Fachmann ist. Und bis dann irgendwann der Fachmann seine Meinung dazu abgibt... verstehst schon, oder?

Und nochmal: Ich kenne auch Leute mit Burn-Out. Ich kenne auch Leute, die sich aufgrund Psychischer Belastungen Berufsunfähig haben schreiben lassen. Und das ist für die Leute ganz arg Scheisse. Aber dadurch auszuschliessen dass man das simulieren kann, ne, sorry. Da geh ich nicht mit.

Wir schweifen ab aber was solls:

Das es unmöglich ist habe ich nicht gesagt ;)
Problem ist folgendes, wenn man so etwas tatsächlich hat sucht man sich von sich aus professionelle Hilfe, da der leidensdruck immens ist. Da bleibt es nicht bei Hausarzt, der wird sicher seinen Beitrag tun um wie du sagst, die erste zeit zu überbrücken, weil auf nen Facharzttermin wartet man halt öfters mal ne Weile. Ich kenne Leute, die sowas hatten und immer noch haben, die waren über nen jahr weg aus dem Job, mit Therapie, Kur und allem was dazu gehört. Eine Kollegin ist gar nicht mehr zurückgekommen, weil es nicht mehr ging. Ich arbeite mit Fachärzten aller Art zusammen und will einfach mal behaupten, dass ein guter Neurologe oder Psychiater über einfache Gespräche ermitteln kann, wer ein echtes Problem hat oder wer kein Bock hat zu arbeiten.
 
Also mein Vater ist jetzt drei Jahre aus dem Beruf raus. Zunächst aufgrund körperlicher Probleme. Bei ihm wurde eine halbe Berufsunfähigkeit festgestellt, er darf nun maximal sechs Stunden am Stück arbeiten - und dabei auch maximal zwei Stunden am
Stück stehend oder sitzend arbeiten.
Nun ist er in psychologischer Behandlung aufgrund dieser Sache und ich sage es mal so: der nächste Termin, wo festgestellt wird, ob er dann endlich in Frührente gehen darf (mit wohlgemerkt dann 51 Jahren) liegt weit spät im nächsten Jahr.
Er hat eine Berufsausbildung zum Bäcker, Schlaganfall mit Anfang 30 und dann 15 Jahre LKW für einen regionalen Anbieter. Was er seitdem für Behandlungen mitgemacht hat; ich glaube kaum, dass man einfach so das vortäuschen kann.
 
@Chefkoch1986
Die Zahlen nehmen nicht unbedingt zu, viel eher können "Erkrankungen" etc. heute entsprechend zugeordnet werden.
Auch wenn die eindeutige Zuordnung auch da weiterhin schwer bleiben wird, da die Überschneidungen mit Depressionen, Angststörungen oder auch Neurotizismus recht groß sind.
Wenn man geschichtlich zurückschaut, gab es entsprechende "Krankheitsbilder" auch schon früher, nur konnte keiner diese eben als "Burnout" bezeichnen.
Auch ist nicht jeder gleich anfällig und die jeweilige "Herkunft" ist auch sehr unterschiedlich.

Ne arbeitskollegin hielt mitten auf der AB an und ist ausm auto gestiegen, seither kriegt sie regelrechte panikattacken, sobald sie in ein auto steigen soll (arbeitet im aussendienst)
Würde ich schon über einen "Burnout" hinaus bezeichnen, läuft viel eher schon unter einer Angststörung.

Der Gesellschaft kann man ankreiden, dass sie wie hier zum Teil auch diese "Erschöpfung" nicht ernst nimmt.
Wenn das dann jemand ist, der zufällig dein Vorgesetzter etc. ist, verschlimmert sich das Ganze unter Umständen auch noch.
Dass es Leute gibt, die nur so tun als ob ist klar, gibt ja auch Leute die gehen vor der Neuerscheinung einer WoW Erweiterung zum Arzt und lassen sich krank schreiben etc. oder machen dies um eine Prüfung zu schwänzen ...
Das gibt es immer und wird es immer geben, ganz vermeiden kann man dies nicht. Nur darf man nicht her gehen und erst einmal jeden als Schwindler bezeichnen.
 
Ich kann schon verstehen das manche Leute Burnout nicht ernst nehmen, was ich immer so höre von Eltern etc. das ihre Kinder wegen dem ganzen Schulstress Burnout haben...
Und das sind zumindest in meinem Umfeld keine Einzelfälle, heut zu tage ist alles Burnout
 
Gehalt, Leute, Gehalt, nicht Burnout.
 
Ich habe im November fast 2k € allein an Steuern bezahlt... dank Weihnachtsgeld

Jaja, ich weiß: meckern auf hohem Niveau, dennoch trübt das etwas die Freude ^
 
Beratungsresistent mitnichten - aber ich habe eine andere Urteilsweise was Fakten angeht.

Bei mir stehen diesen Monat Gehaltsverhandlungen für Januar bis März an. Bin mal gespannt was man mir anbietet..
 
Bei mir ist es deutlich mehr. Bin fast umgefallen :fresse:
Man sollte sich aber natürlich nicht beklagen :)
 
OT zum Thema BurnOut:

In meinem Kollegenkreis habe ich 3 Fälle mit BurnOut. Einer der den Burnout (gemäss eigenen Angaben) nur simuliert und damit durchkommt, einer der es nicht simuliert (dem ich es aber nicht abkaufe) und einen, bei dem ich der Meinung bin, dass da definitiv etwas nicht stimmt, jedoch halte ich es für "normale" Depressionen.

Und wie Wiki so schön schreibt: "Das Burnout-Syndrom ist wissenschaftlich nicht als Krankheit anerkannt, sondern gilt im ICD-10 als ein Problem der Lebensbewältigung."

Und ja, Probleme bei der Lebensbewältigung gibt es viele ;)
 
ja, bournout wird auch genutzt, um weiterhin geld vom arbeitgeber zu erhalten, der einen schon gekündigt hat. das kann man auch über monate durchziehen
 
Ich habe gerade ein paar Kommentare überflogen und frage mich was für günstige "Ghettos" ihr habt.

Hier in Berlin ist die Miete in Mitte, Neukölln und Kreuzberg stark gestiegen.
 
Diabetes, HIV und Krebs hats auch früher gegeben. Wurde nur nicht erkannt und nicht kommuniziert.

Burn-Out ist so eine typische "Krankheit" die immer häufiger auftritt je öfter und ausgiebiger das Thema in den Medien diskutiert wird.

Klar, genauso wie ADHS, Depressionen etc. pp.

Es mag durchaus viele Simulanten geben und z.B. ADHS wird oft ohne Grund diagnostiziert, weil ein Kind einfach etwas unruhig ist und mit Ritalin besser zu handhaben - aber das heißt noch lange nicht, dass es sowas nicht gibt. Leuten, die wirklich betroffen sind kann man mit solchen Äußerungen nur vors Gesicht und in noch größere Probleme stoßen. Scheint aber aktuell eher ein Trend zu sein, bloß funktionieren, keine Probleme haben.

Passend dazu habe bin ich letztens auch hierdrüber gestolpert: Trauerzeit laut DSM-5 nicht länger als zwei Wochen
Schnell verdrängen & wegschließen, und dann gefälligst wieder top produktiv sein.
 
Günstig oder nicht, selbst wenn das keine Rolle spielt... hier gibt es einfach NICHTS. Keine Wohnungen, keine Häuser. Zumindest wenn man einen gewissen Anspruch hat.
 
Berlin ist preiswerter als die anderen Städte. Das ist klar aber Ghettos als preiswert abzustempeln ist nicht richtig.
 
Das Gehirn kann wie jedes andere Organ des Menschen auch krank werden z.B. Depression oder Burn-Out. Die Gesellschaft, erwartet immer mehr Leistung, man muss flexibel sein, ständig erreichbar usw.! Ich persönlich kenne selber 2 Kollegen die schon einen Burn-Out hatten. Meiner Meinung nach eine sehr ernstzunehmende Krankheit, bedeutend schlechter heilbar als evtl. mal einen Bruch vom Lagerarbeiter und in der Tendenz immer häufiger vorkommend in der Gesellschaft.


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