[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

SchneeLeopard wenn das sooo einfach ist, kannst doch Vorstand / Chef / Politiker werden... Dann bekommst auch ein paar Millionen [emoji16]
 
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SchneeLeopard wenn das sooo einfach ist, kannst doch Vorstand / Chef / Politiker werden... Dann bekommst auch ein paar Millionen [emoji16]

Geh du mal lieber die Welt von der Ungerechtigkeit befreien und fang in Amerika an.

Ich find diese "Manager machen doch den ganzen Tag nix und bekommen millionen dafür" Parolen immer wieder amüsant :D

Das sind keine Parolen, sondern die Wahrheit, wenn du die nicht sehen willst, ist das dein Problem ;)
 
@payday zum Thema unqualifizierte: selbst schuld... Eine Ausbildung können doch wohl 95% der Leute machen?! Ich möchte deren Fehler nicht zahlen wollen...

@schneeleopard: ohne Worte...
 
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viele ausbildungen bringen heute kaum noch geld ein (friseur, verkäufer usw) oder die arbeitsbedingungen sind ein witz (gesundheitsbranche). einen vernünftigen job zu finden wird auf jeden fall immer schwerer. allerdings werden die leute auch immer schwerer. wir finden in unseren betrieb keinen facharbeiter für die werkstatt. wir haben kfz schlosser und schweißer aus den tiefsten osteuropäischen ländern. deutsche monteure so richtig mit schlosserausbildung haben wir noch genau 1, meister gar keinen, obwohl wir einen benötigen würden. wir finden einfach nichts gescheites. von 7 bewerbungen kannste 2-3 vergessen, die 5 die dann geladen können 3 bleiben. 1 sagt gleich ab, bleiben dann 2. nach 2monaten ist dann noch 1 da, da der andere doch lieber hartz4 nehmen möchte. kommt der nächste, ist er nach 1woche krank und bekommt ne kur genehmigt - auch weg.
klar, jeder bekommt das was er auch bereit ist zu zahlen. trotzdem finden wir nichts. und unsere anforderungen sind nicht wirklich hoch. die bezahlung ist nich elitär, aber vernünftige gesellengehälter zahlen sie auch (habe was von 2500-2800€ brutto als grundgehalt gehört) für 40stunden woche ohne auswärtsmontage.
 
Das sind 30k aufwärts - davon werd ich nach der Ausbildung wohl träumen... (FiSi)
 
Ich find diese "Manager machen doch den ganzen Tag nix und bekommen millionen dafür" Parolen immer wieder amüsant :D

Das sagt doch niemand, ok einige schon, aber du willst doch nun nicht bestreiten das viele Manager einfach nur Pfeifen sind und ebenso die Gehälter im Verhältnis zur tatsächlichen Leistung/Qualifikation in keinem Verhältnis mehr stehen. Bei Politikern doch genau so, wobei ich deren Gehalt noch als absolut angemessen bis zu gering empfinde, haben aber zum Großteil das gleiche Problem wie die Manager, nämlich vom eigentlichen Kerngeschäft keine Ahnung, von der Überalterung mal ganz ab.
 
Die Formulierung von "nix tun und Millionen verdienen" ist sicher falsch. Aber nehmt mal eine stressige Arbeit, sagen wir Arzt. Haufen Verwantwortung, schlechte Arbeitszeiten, ein gewisses Commitment zum Job nötig um sich weiterbilden zu lassen, usw. Der verdient jetzt gute 100k € pro Jahr. Meinetwegen lassen wir es 200k sein damit da jetzt keine Ärzte-Gehaltsdiskussion losgeht.

Mit welcher Begründung willst du Managern das ZIG-fache dieses Gehalts bezahlen? Denn meist wird die Verantwortung wenn man den Patienten (die Firma) verliert nicht schlagend. Stressig ist es natürlich auch und eine gewisse Ausbildung muss man selbstverständlich auch haben. Aber wie erklärt man sich den Gehaltssprung zu einem Arzt um das mindestens Zehnfache? Und Zehnfach wär noch am unteren Ende...

Ich will mich übrigens nicht auf Ärzte versteifen, aber ist ein ganz gutes Beispiel da hier viel Arbeit/Verantwortung mit viel Geld einhergeht. Zumindest was ich als Außenstehender beurteilen kann. Klar gibts auch einen sechzig jährigen Primar der von 8 bis 12 in der Ordination sitzt und das gleiche verdient, aber wie gesagt darum gehts mir nicht...
 
Verhältnissmäßig sind die Gehälter bestimmt nicht, so viel arbeiten bzw. so viel Verantwortung kann kein Mensch haben das es - im verhältnis zu anderen jobs - mehrere millionen € Gehalt rechtfertigt.
Aber das es einiges braucht um erstmal in diese Positionen zu kommen und das top Manager auch teilweise 60/70/80 stunden Wochen schieben und im zweifelsfall für das versagen anderer die Schuld tragen wollen die meisten irgendwie nicht sehen.
Die sehen nur "Boa, der verdient so viel mehr als ich, wie unfair"
 
Wollt ihr mal ein Extrembeispiel von nem Manager hören?

Wendelin Wiedeking... ex-Porsche CEO. Hat die Leitung der Firma in den 90ern übernommen, als es Porsche dreckig ging. Er hat Geld an Land gezogen, indem er mit seinem Privatvermögen gehaftet hat. Als Gegenzug hat er 1% vom Jahresgewinn zugesprochen bekommen.
Der hat Porsche aus der Scheiße rausgeführt und zu einer hoch-profitablen Marke gemacht. *Kein* Autohersteller kommt nicht mal ansatzweise an die Gewinnmargen von Porsche ran (20k pro verkauftes Auto... das ist das 10-fache von Platz 2).
Der hat tausenden von Mitarbeitern den Job gerettet und zehntausenden von Anlegern das Kapital. Und dafür hat er 1% vom Gewinn gekriegt. Teilweise 100 Millionen im Jahr. Und ich behaupte er verdient das. Oder was sonst willst du zu jemandem sagen, der eine Firma aus der Verlustzone zu einem Jahresgewinn (nicht Umsatz, GEWINN) von 10 Milliarden geführt hat?
 
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Porsche macht 16k pro Auto, und so extrem weit ist der Zweite auch nicht von denen entfernt.

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Ich find dieses Frisösen-Argument auch immer interessant... Wenn jemand, sagen wir, Altgriechisch und Philiosophie studiert hat und danach Scheiße verdient, dann heisst es immer: Ja, das hättest dir auch vorher denken können.
Aber wenn jemand ein Beispiel braucht, wie ungerecht diese Welt ist, dann kommen wir zu den armen Friseurinnen... weil da weiss man ja erst seit gestern dass die schlecht verdienen.

(3 Bier, man möge mir verzeihen)
 
Ich find dieses Frisösen-Argument auch immer interessant... Wenn jemand, sagen wir, Altgriechisch und Philiosophie studiert hat und danach Scheiße verdient, dann heisst es immer: Ja, das hättest dir auch vorher denken können.
Aber wenn jemand ein Beispiel braucht, wie ungerecht diese Welt ist, dann kommen wir zu den armen Friseurinnen... weil da weiss man ja erst seit gestern dass die schlecht verdienen.

(3 Bier, man möge mir verzeihen)

Top Anwort, seh ich genauso. Normal lese ich nur mit, aber hier muss ich echt mal beistimmen. Wenn ich mich mit meiner Friseurin unterhalte, weiss ich, warum die nur 1250 Brutto verdient... Pauschalisierung, ich weiss... ein Schelm, wer Böses dabei denkt :asthanos:
 
@Clancy: Extrembeispiele helfen halt nicht viel und in 99,995% der Fälle haftet kein Manager mit seinem Privatvermögen für seine eigenen Fehler.
 
Top Anwort, seh ich genauso. Normal lese ich nur mit, aber hier muss ich echt mal beistimmen. Wenn ich mich mit meiner Friseurin unterhalte, weiss ich, warum die nur 1250 Brutto verdient... Pauschalisierung, ich weiss... ein Schelm, wer Böses dabei denkt :asthanos:

Ich glaube aber kaum, dass viele bereit wären, das doppelt beim Friseur zu bezahlen, um evtl. Ein brutto von 2500€ zu bezahlen. Eher das Gegenteil ist der Fall - es muss immer billiger werden. Was erwarten die Leute denn, wenn für einen Haarschnitt gerade mal 12-15€ fällig werden, der 30 Minuten dauert? Rechne mal, was nach 19% Steuer noch bleibt?

Geiz ist halt geil - nur bleibt immer jemand leider auf der Strecke...
 
Ich glaube aber kaum, dass viele bereit wären, das doppelt beim Friseur zu bezahlen, um evtl. Ein brutto von 2500€ zu bezahlen. Eher das Gegenteil ist der Fall - es muss immer billiger werden. Was erwarten die Leute denn, wenn für einen Haarschnitt gerade mal 12-15€ fällig werden, der 30 Minuten dauert? Rechne mal, was nach 19% Steuer noch bleibt?

Geiz ist halt geil - nur bleibt immer jemand leider auf der Strecke...

Die Jobs müssen gemacht werden, soviel ist klar. Aber wenn ich dann einen meinetwegen gelernten Fachinformatiker mit einer Friseuerin vergleiche, dann darf der Fachinformatiker gerne das doppelte verdienen und die Friseurin hat sich gottverdammtnochmal über 8,50€/h nicht zu beschweren. Ja, das ist ein Knochenjob, das wars dann aber auch schon. Lässt sich meinetwegen mit nem Maurer vergleichen, aber eben nicht mit Jobs, die Grips verlangen...

edit: Bewusst provokant geschrieben, eben die Realität...
 
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Ich glaube aber kaum, dass viele bereit wären, das doppelt beim Friseur zu bezahlen, um evtl. Ein brutto von 2500€ zu bezahlen. Eher das Gegenteil ist der Fall - es muss immer billiger werden. Was erwarten die Leute denn, wenn für einen Haarschnitt gerade mal 12-15€ fällig werden, der 30 Minuten dauert? Rechne mal, was nach 19% Steuer noch bleibt?

Geiz ist halt geil - nur bleibt immer jemand leider auf der Strecke...

Ich würde den Friseuren gern mehr bezahlen, wenn auch im vom Mindestlohn was haben würde. leider ist dem nicht so, da mein Chef , wahrscheinlich auch noch legal, ein Schlupfloch gefunden hat.
 
Jetzt sind Frisösen nicht nur unterbezahlt, sondern auch noch dämlich :bigok:

Das war doch seine Kernaussage, oder irre ich mich? :fresse:

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Nachtrag:

Gebt ihr eigentlich Trinkgeld beim Friseur? Ich schon...
 
Ich würde den Friseuren gern mehr bezahlen, wenn auch im vom Mindestlohn was haben würde. leider ist dem nicht so, da mein Chef , wahrscheinlich auch noch legal, ein Schlupfloch gefunden hat.

Das schlimme ist ja, es haben sich Anwaltskanzleien auf genau diese Schlupflöcher Spezialisiert und beraten die Firmen entsprechend :vrizz:
 
Das Problem beim Friseur sind nicht die 15€ für den 10-Minuten-Schnitt... das Problem sind die Stunden in denen sich die Damen die Fingernägel lackieren weil keine Kundschaft da ist. Es besteht einfach ein Überangebot. Meine Hautärztin gibt mir nen Termin um 14 Uhr, den nehm ich. Mein Friseur macht um 17.30 für mich nochmal auf. Für besagte 15€
 
Je nach Region hocken auch Ärzte gleicher Fachrichtung zu hauf in einem Viertel (z.B. hier im Umkreis von 300m sitzen alleine 7 Zahnärzte).
 
Ja das ist auch immer so ne Sache mit dem "irgendwer muss es ja machen", Friseure würden bestimmt nicht so schlecht bezahlt werden wenns zu wenig geben würd...
 
Porsche macht 16k pro Auto, und so extrem weit ist der Zweite auch nicht von denen entfernt.

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spielt eigentlich jetzt nicht wirklich eine Rolle ob 16k oder 20k, da es in der Diskussion ja um das Gehalt des kerles ging, nicht um die Gewinnmarge bei einem Autoverkauf.
und da muss ich halt schon zustimmen, dass es risiko behaftete Jobs gibt, wo die Leute einfach mehr verdienen müssen, damit sich dort die richtigen Sammeln.

Nur um mal das Friseuren beispiel aufzugreifen, bezweifel ich dass diese, wenn sie das know-how zur verfügung gestellt bekommt, eine große Firma leiten kann und deren Controlling übernimmt. Da ist es eher wahrscheinlicher dass ein Manager der das Friseurenhandwerk lernt nicht so schlecht abschneidet. Der unterschied ist einfach baut der Friseur kacke ist halt der eine Haarschnitt versaut, baut aber der Manager Bockmist so kann es für abertausende an Leuten den Job kosten und damit meine ich nicht mal die Jobs der Firma.
als BSp: Firma (2500 Mitarbeiter) die Photovoltaikanlagen aufbaut und managet geht bankkrott wegen schlechter Führung, somit sind zwar erstmal hier die 3000 Jobs weg, diese sind aber der kleinere Teil des Fuchschwanzes. Der große ist das alle Zulieferer niemanden mehr zum Beliefern haben, dass Produktionen der Panele brachliegen bzw nicht genutzt werden (keine Fixkostendegression/Economy of Scale mehr) und somit auch der logistische Bereich davon getroffen wird. Somit trägt die eine erfolgreiche Firma halt viel mehr Verantwortung als man meint.
und ob eine Bezahlung gerecht oder ungerechnet ist, ist eher schwer zu beweisen. @Leopard wie würdest du denn eine gerechte Bezahlung von managern finden? Pauschal sagen jeder bekommt 500k im Jahr? oder an was sollte man sowas festmachen? (ist nur hypotetisch)
 
Die Frage ist doch warum sollte ich mehr bezahlen? Man hat schließlich kein Recht auf 2500 Brutto.

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Ich bekomm die Kretze wenn ich sowas seh, ich hab mich damit abgefunden das man sich in D der Sozialdemokratischen Masse fügen muss, aber sobald sowas kommt bin ich hier wech :fresse:
 
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