[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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wenn ihnen keiner eine Chance gibt,
Wenn Chance heißt "ich Bewerbe mich auf ne Einstiegsposition und fordere 80k Gehalt obwohl ich keine Erfahrung habe aber die wollen mir ja keine Chance geben" dann stimmt es vielleicht.
Aber Chancen gibt es genug, sehr viele Firmen haben Junior Positionen offen. Das Problem im Tech Bereich ist eher, dass niemand einen Theoretiker der frisch von der Uni kommt und gar keine Arbeitserfahrung hat braucht (damit meine ich, nichtmal über nen längeren Zeitraum nen Werksstudentenjob in dem Bereich hatte). Man muss sich halt am besten während dem Studium nen Werksstudenten Job in ner Bude suchen wo man dann im Idealfall auch nach dem Studium übernommen wird. Nen typischen IT Job lernt man auch nicht im Studium, man braucht dafür einfach viel Praxiserfahrung.
 
Wo denn auch hernehmen, wenn ihnen keiner eine Chance gibt, Erfahrungen zu sammeln?
Ja man muss dem thread auch kurz folgen... Der Einstieg war ja, das wir immer Leute vom Studium einstellen, denen das dann aber nach 3-6 Monaten alles zu viel und zu schwer ist und weiterziehen.
 
Wenn Chance heißt "ich Bewerbe mich auf ne Einstiegsposition und fordere 80k Gehalt obwohl ich keine Erfahrung habe aber die wollen mir ja keine Chance geben" dann stimmt es vielleicht.
Ich würde es zusammenfassen mit:
Ein signifikanter Teil der jungen Menschen haben keine Ahnung von Tarifgruppen und keine Ahnung welche Arbeit und welches Wissen wieviel Wert ist.
Die hören irgendwelche Zahlen und versuchen ihr Glück.
🤷🏻‍♂️
 
Bei uns gibts ja keine Tarife aber das lässt sich ja 1zu1 auf Joblevel umlegen. Wenn man bei Glassdoor reinschaut und die Gehälter von nem Engineer etc. sieht bekommt man schnell große Augen, aber man fängt halt erstmal als Junior an und dann sind das locker 30k weniger. Wüsste man aber, wenn man schon gearbeitet hat und sich mal mit den Kollegen unterhält. Networking gehört eben auch dazu.
 
Nein, dafür brauchst du eine Normalverteilung, die du bei Vermögen eben nicht hast. Das Beispiel zeigt es ja ganz gut: Wenn das Vermögen nicht normalverteilt, sondern in den Händen weniger stark konzentriert ist, dann ist nicht nur der Durchschnitt, sondern halt auch der Median komplett unbrauchbar. Bei fünf Leuten könnte das so aussehen: 0, 1, 5, 6, 50. Durchschnitt 12,4 (vier liegen drunter), Median 5 (zwei/fast die Hälfte liegt drunter). Mag sein, dass der Median nicht ganz so stark abweicht, aber er ist immer noch so unbrauchbar, dass man das anders erfasst (dafür fehlt mir aber genug Wissen im Bereich Statistik :d).
Und was wäre dann die Lösung? An der Grundaussage "50% der Haushalte haben keine 25.500€" ist so ja schon richtig und zeigt sofort auf, wie arm die Leute wirklich sind im Gegensatz zum Durchschnittsvermögen mit über 90.000€.
Während man beim Durchschnitt zb eine starke Annäherung an die Realität bekommt, indem man oben und unten einen Teil abschneidet (zb jeweils die obersten und untersten 5% rauswirft), wird das beim Median exakt nichts bringen. Die große Stärke des Median ist ja gerade, das wenige starke Ausreißer oben und unten keine Rolle spielen. Der Median muss auch nicht irgendwie frisiert werden, es zeigt ganz einfach exakt die Mitte an. 50% haben mehr, 50% haben weniger. Der Median ist eine massive Annäherung an die Realität gegenüber dem Durchschnitt, da dort wenige Ausreißer den Schnitt massiv verzerren. Bestes Beispiel ist Nord Friesland ganz oben im Norden. Im Durchschnitt ist dort jeder quasi Millionär, im Median liegt die Bevölkerung aber im Schnitt der anderen Bundesländer. Sylt gehört mit dazu, da sitzt das richtig fette Geld von ein paar wenigen.

Aber ist das echt so wenig mehr Netto was man bekommt, wenn ein Kind mit auf die Steuerkarte kommt?
Unser Pflegekind brachte damals ~10€. Das ist alles Spielkram. Kindergeld ist das, was wirklich was ausmacht. Der Rest ist eher unter ferner liefen. Kinder kosten immer viel Geld, völlig egal wieviel der Staat zahlt. Selbst als Pflegeeltern mit Geld vom Staat ist das als Gehalt gerechnet eine Lachnummer, selbst mit schwerstbehinderten Kind mit Pflegegrad. Wir kamen damals auf 2500€ all inklusive für 1 Pflegekind. Davon mussten wir aber auch eine 450€ Kraft bezahlen. Blieben nach Abzug der NK der 450€ kraft (ja, der Arbeitgeber zahlt mehr als 450€...) ungefähr 1950€ über. Klingt gut, ist aber am Ende nichts. 1 Konnte nicht mehr arbeiten gehen, man zahlt für 1 Person nichts mehr in die Rente ein, hat einen 24/7 Job, macht sich so kaputt, das die Scheidung folgt. Nun sitzt der Kleine im Heim für 10.000€ im Monat, bezahlt natürlich vom Staat. Hätten wir 7000€ bekommen, hätte der kleine eine bessere Kindheit, der Staat hätte Geld gespart, wir hätten jemanden fest einstellen können (~3000€/Monat) für zb Nachtwache oder ähnliches und alle hätten mehr von gehabt. Aber ne, das geht natürlich nicht...

Ich bin durch mit Kindern in diesen Leben. War halt keine so gute Idee, uns das "kaputteste" Kind des Bundeslandes (Aussage ASD Jugendamtsleitung mit 30 Jahren Erfahrungen) für 3 Jahre zu geben.
 
Auto verkaufen und statt 800€ Miete (und dann noch mal Gas extra?!) eine Wohnung für 500€ mieten?

Dann liegt die Sparrate auf einmal bei 850€ statt 150€.
Das die Aussage Mist ist merkst du selber oder? Hätte auch gern weniger Kosten fürs Auto (was jetzt eh schon kaum mehr geht) und natürlich weniger Miete. Bin auch mehr oder weniger aktiv am umschauen was Wohungen angeht. Was ich haben kann sind weniger qm für mehr Geld, oder mehr qm für noch mehr Geld. Fläche würde ich tatsächlich auch gern verkleinern, aber dann sicher nicht für mehr Miete als jetzt.
 
Das die Aussage Mist ist merkst du selber oder? Hätte auch gern weniger Kosten fürs Auto (was jetzt eh schon kaum mehr geht) und natürlich weniger Miete. Bin auch mehr oder weniger aktiv am umschauen was Wohungen angeht. Was ich haben kann sind weniger qm für mehr Geld, oder mehr qm für noch mehr Geld. Fläche würde ich tatsächlich auch gern verkleinern, aber dann sicher nicht für mehr Miete als jetzt.

Welche Stadt im Osten soll das denn sein, in der eine 40-50m2 Singlewohnung Minimum 800€ + Nebenkosten kommt?
 
Keine Ahnung was du für Kosten im Osten hast. Mit den Infos die wir haben lässt sich das auch leicht sagen mit Wohnung und Co. Du weist ja nicht, was da noch evtl mit dran hängt 🤷🏻‍♂️ bin ich das beste Beispiel, wohne auch allein aber 4 Zimmer sind Grundvoraussetzung.
 
Keine Ahnung was du für Kosten im Osten hast. Mit den Infos die wir haben lässt sich das auch leicht sagen mit Wohnung und Co. Du weist ja nicht, was da noch evtl mit dran hängt 🤷🏻‍♂️ bin ich das beste Beispiel, wohne auch allein aber 4 Zimmer sind Grundvoraussetzung.

4-Raum-Wohnung als Single haben wollen und sich dann darüber bekrücken wie teuer das ja alles ist, genau mein Humor 😂
 
Und was wäre dann die Lösung? An der Grundaussage "50% der Haushalte haben keine 25.500€" ist so ja schon richtig und zeigt sofort auf, wie arm die Leute wirklich sind im Gegensatz zum Durchschnittsvermögen mit über 90.000€.
Während man beim Durchschnitt zb eine starke Annäherung an die Realität bekommt, indem man oben und unten einen Teil abschneidet (zb jeweils die obersten und untersten 5% rauswirft), wird das beim Median exakt nichts bringen. Die große Stärke des Median ist ja gerade, das wenige starke Ausreißer oben und unten keine Rolle spielen. Der Median muss auch nicht irgendwie frisiert werden, es zeigt ganz einfach exakt die Mitte an. 50% haben mehr, 50% haben weniger. Der Median ist eine massive Annäherung an die Realität gegenüber dem Durchschnitt, da dort wenige Ausreißer den Schnitt massiv verzerren. Bestes Beispiel ist Nord Friesland ganz oben im Norden. Im Durchschnitt ist dort jeder quasi Millionär, im Median liegt die Bevölkerung aber im Schnitt der anderen Bundesländer. Sylt gehört mit dazu, da sitzt das richtig fette Geld von ein paar wenigen.


Unser Pflegekind brachte damals ~10€. Das ist alles Spielkram. Kindergeld ist das, was wirklich was ausmacht. Der Rest ist eher unter ferner liefen. Kinder kosten immer viel Geld, völlig egal wieviel der Staat zahlt. Selbst als Pflegeeltern mit Geld vom Staat ist das als Gehalt gerechnet eine Lachnummer, selbst mit schwerstbehinderten Kind mit Pflegegrad. Wir kamen damals auf 2500€ all inklusive für 1 Pflegekind. Davon mussten wir aber auch eine 450€ Kraft bezahlen. Blieben nach Abzug der NK der 450€ kraft (ja, der Arbeitgeber zahlt mehr als 450€...) ungefähr 1950€ über. Klingt gut, ist aber am Ende nichts. 1 Konnte nicht mehr arbeiten gehen, man zahlt für 1 Person nichts mehr in die Rente ein, hat einen 24/7 Job, macht sich so kaputt, das die Scheidung folgt. Nun sitzt der Kleine im Heim für 10.000€ im Monat, bezahlt natürlich vom Staat. Hätten wir 7000€ bekommen, hätte der kleine eine bessere Kindheit, der Staat hätte Geld gespart, wir hätten jemanden fest einstellen können (~3000€/Monat) für zb Nachtwache oder ähnliches und alle hätten mehr von gehabt. Aber ne, das geht natürlich nicht...

Ich bin durch mit Kindern in diesen Leben. War halt keine so gute Idee, uns das "kaputteste" Kind des Bundeslandes (Aussage ASD Jugendamtsleitung mit 30 Jahren Erfahrungen) für 3 Jahre zu geben.
Respekt, dass ihr euch dem gestellt habt und versucht habt einem schwerstbehinderten Kind eine Familie zu schenken. Ist jetzt zwar mega scheisse, dass dadurch deine Ehe kaputt ging und das arme Kind jetzt grad wieder im Heim lebt....
 
4-Raum-Wohnung als Single haben wollen und sich dann darüber bekrücken wie teuer das ja alles ist, genau mein Humor 😂
Also nachdem du eindeutig 0 verstanden hast was ich damit gemeint hab, nochmal für ganz langsame

1. Kind an 3/4 Wochenenden -> 3 Zimmer als Kinderzimmer. Ist trotzdem offiziell ein Single-Haushalt
2. 100% Home Office, getrenntes abschließbares Arbeitszimmer zum einen im Vertrag vorgeschrieben, zum anderen würde das meine Psyche absolut nicht mitmachen, wenn ich dann nach Feierabend den Raum nicht wechseln kann -> 4 Zimmer

Ohne Büro hab ich 2 Jahre lang auch gehabt, da hat mir schon Teilzeit-Homeoffice gereicht das ich da keinen Bock mehr drauf hatte den Schreibtisch im Schlafzimmer stehen zu haben. Und von wegen Zimmeranzahl, ich zahl für die 4 Zimmer, 100qm und Garage im Moment 1050 warm. Wie gesagt, weniger Fläche sehr gerne. Alternativen sind durchweg kleiner bei höherer Miete. Wohnort ist hier quasi das einzige mit halbwegs Infrastruktur, alles außenrum ist bedeutend kleiner und kostet teilweise sogar immer noch mehr. Hatte auch massiv Glück was die Miete angeht.

Ohne Auto ist auch nicht, muss ja den kurzen abholen/heimfahren, hab privat Termine in der nächsten größeren Stadt, weil wie gesagt, groß ist das hier auch nicht. Öffis entsprechend absolut besch. angebunden, zumindest wenn man nicht für eine 20 Minuten Strecke mit dem Auto 1.5h verplanen will. Kind abholen ohne Auto geht gar nicht, einzige Infrastruktur in dem Ort ist der Schulbus. Aber klar, lassen wir mal eben alles weg und auf einmal ist ne Sparrate da :stupid: Wüsste jetzt auch nicht in welchem Post ich mich beschwert hab, dass alles teurer wird.
 
Respekt, dass ihr euch dem gestellt habt und versucht habt einem schwerstbehinderten Kind eine Familie zu schenken. Ist jetzt zwar mega scheisse, dass dadurch deine Ehe kaputt ging und das arme Kind jetzt grad wieder im Heim lebt....
Als es Anfing mit der Pflege, war das nicht abzusehen. Es stellte sich dann mit der Zeit als der Härtefall heraus, der heute in Pflegeelternkursen als negatives Beispiel genannt wird, was halt auch passieren kann, weil viele Pflegeeltern glauben, das alles ganz easy locker wird, die Jugendamtsmitarbeiter aber auch erzählen, das nicht immer alles rund läuft.

Neben all den Stress mit dem Kind kamen aber in 3 Jahren 4 bis 5 Runden vor Gericht dazu mit willkürlichen Entscheidungen von Richtern. Ich habe den Glauben an das Rechtssystem auf jeden Fall nachhaltig verloren, und meine Mutter war selbst Richterin und habe die Sachen selbst aus 1 Hand mitbekommen... So ein Kind muss echt eine Menge mitmachen, die Recht des Kindes sind am Ende scheiß egal. Die Rechte der Eltern ist 100x Höher als die Rechte des Kindes. Es ist Rechtlich absolut kein Problem, ein Kind ein weiteres Bindungstrauma reinzudrücken, dafür das die Mutter noch ein weiteres mal in einer Mutter Kind Einrichtung versuchen darf, das sie mit ihn nicht klarkommt.

Sie hat es versucht, er bekam wieder ein Trauma mehr reingedrückt und die ganze Aktion mit 6 Monate vor Gericht und Verfügungen und Gutachten usw. Endete nach sagenhaften 5,5 Stunden, nachdem wir ihn um 17Uhr an Sie im Heim übergeben haben und um 22.30 der Anruf kam, das wir ihn abholen sollen, da er seit 3-4 Stunden durchgängig schreit wie am Spieß und den ganzen Laden am Laufen hält und damit auch kein anderes Kind im Heim schläft. Als wir 1Std später da waren (50km einfache Strecke, passende Einrichtungen wachsen nicht auf Bäumen), war dann nach wenigen Sekunden ruhe. Er hatte Hunger, sie hat die Pulvermilch bestimmt besser gemacht als ich (weil unter Anleitung der Mitarbeiter mit passender Temperatur), aber die alte zubereitete Milch von ihr, die ich in der Welle warm machen wollte (und nicht klappte, weil ich das Teil nicht bedienen konnte und nur im Kreis drehte) nahm er sofort im kalten Zustand und zock das Teil so weg und schlief danach sofort im Arm ein.
Danach schlief er Wochenlang noch schlechter, weil er massive Angst hatte, das wir plötzlich wieder weg waren. Mit 4 Jahren sprach er auch davon, das er nicht mehr Leben möchte. Er ist halt ein Spielball der deutschen Gesetze. Auch heute noch, wobei nun klar ist, das er bis zum 18 Lebensjahr dort bleiben wird.

Mittlerweile sind wir als Pflegeeltern die Personen, die zu dumm und unfähig waren, ihn zu betreuen. Ich wäre Autist, meine Frau würde klammern usw... Gerichtlich bestellte Gutachten lügen das sich die Balken biegen, je nachdem wie man es gerade braucht. Meine Exfrau ist Heilpädagoge, also genau der Job, der mit diesen Kindern arbeitet. Sie ist also Profi in dem Gebiet... Wir haben die Gutachten von der Mutter immer erhalten, weil sie nicht so die aller hellste Birne war. War aber immer spannend. Als wir noch die "Guten" waren, hieß es immer, er wäre bei uns bestens aufgehoben. Als er dann im Heim war, waren wir plötzlich unfähig mit erfundenen Krankheiten. Es hat übrigens NIE ein Gutachter mit mir gesprochen und es gab ein gutes halbes Dutzend davon...
 
Auto verkaufen und statt 800€ Miete (und dann noch mal Gas extra?!) eine Wohnung für 500€ mieten?

Dann liegt die Sparrate auf einmal bei 850€ statt 150€.


Zumindest hier in MD gibt es für 500€ Warm schöne Single-Wohnungen.


Vor wenigen Jahren hab ich noch für 1600€ in Schichten gearbeitet und davon 600€ in den ETF-Sparplan geschoben (ja zur Miete).
Genau. Und anstatt Gemüse reichen auch Spaghetti mit Wasser.

Auto ist in solchen Infrastruktur-schwachen Gegenden ein muss.
Wohnung gibts evtl günstiger. Aber da aktuell keine Wohnung weiter zu vermieten/frei ist ... muss diese also erst mal frei werden..

Von Außen lässt sich immer alles schön "rational" runterbrechen und man kann theoretisch ach so viel einsparen. In der Praxis weht oft ein anderer Wind.
 
Auto ist in solchen Infrastruktur-schwachen Gegenden ein muss.
Zumindest zu Randzeiten leider ja

Ich hab 8km zu einem RE und Bus der stündlich (aber nicht bis in die Nacht) die 25km bis nach Rostock fährt. Der Bus vor der Tür hingegen fährt aber nur 4 mal am Tag.
Für die 8km brauch ich mit dem Rad 20 Minuten, das ist okay, aber alles darüber hinaus ist halt ein Fall für das Auto.
Das lasse ich mir auch etwas mehr Kosten weil ich jetzt schon elektrisch fahren wollte und auch ein paar mal im Jahr Langstrecke fahren muss.
Dieses Jahr 7 mal über 300km. (würde ich, wenn ich städtischer Leben würde, aber mit einem Leihwagen machen)
 
Selbst mit vernünftigem Gehalt findet man kaum fähige Leute. Bewerben tun sich natürlich viele und jeder will >90k Gehalt, aber davon fallen dann 95% beim Screening raus, 5% gehen ins Interview und <1% bekommen ein Angebot.
Was ist das in absoluten Zahlen auf eine Stelle?
Bei uns sind wir froh wenn wir auf ne Stellenanzeige für nen Netzwerker überhaupt Bewerbungen bekommen.
Wenn wir nur 1% einstellen würden, dann hätte es in den letzte 5 Jahren vermutlich keine einzige Einstellung gegeben. ;)

Aber ist das echt so wenig mehr Netto was man bekommt, wenn ein Kind mit auf die Steuerkarte kommt?
Der Steuerfreibetrag (2024: 6384 Euro + 2928 Betreuungsfreibetrag = 9312 Euro) ist im Grunde für die meisten non-Luxxer total belanglos weil er ja mit den 250 Euro Kindergeld (aka 3000 im Jahr) verrechnet wird.
Man müsste also einen Grenzsteuersatz von 32,2% (nach Abzug von allem man sonst noch so angibt) haben, das wären also ca. 55k zu versteuerndes Einkommen bzw ca. 110k bei verheirateten.
Also realistisch betrachtet ist das im Grunde nur was für die Allleinerziehenden 80k+ bzw. Paare jenseits der 150k brutto.
Könnte man in der jetzigen Form vermutich auch abschaffen.

Was sich hingegen wirklich lohnt ist der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist das in absoluten Zahlen auf eine Stelle?
>100 pro Stelle sind es normalerweise schon. Aber dadurch dass die Quote von guten Bewerbern so niedrig ist, dauert es bei uns auch gerne mal ein Jahr bis die Stelle besetzt wird. Alleine eine Arbeitsvisum zu bekommen dauert häufig mehrere Monate und da steigen die Kandidaten dann auch gerne mal aus Frustration wieder aus.
 
Und was wäre dann die Lösung? An der Grundaussage "50% der Haushalte haben keine 25.500€" ist so ja schon richtig und zeigt sofort auf, wie arm die Leute wirklich sind im Gegensatz zum Durchschnittsvermögen mit über 90.000€.

Die Lösung wäre eine statistische Methode, die auch dann funktioniert, wenn keine Normalverteilung vorliegt. Es gibt schon ein bisschen mehr als Durchschnitt und Median.

Während man beim Durchschnitt zb eine starke Annäherung an die Realität bekommt, indem man oben und unten einen Teil abschneidet (zb jeweils die obersten und untersten 5% rauswirft),

Also wieder näher an die Normalverteilung kommt.

wird das beim Median exakt nichts bringen. Die große Stärke des Median ist ja gerade, das wenige starke Ausreißer oben und unten keine Rolle spielen.

Sie spielen eine kleinere Rolle und der Median liegt oft etwas näher dran, aber gerade bei nicht-Normalverteilungen ist er immer noch unbrauchbar. Vermögen ist so stark konzentriert, dass der Median hier auch kein brauchbares Bild abliefert. Medianhaushaltsvermögen liegt, je nach Quelle bei um die 70k. Dass ein Drittel aller Deutschen aber praktisch gar kein Vermögen hat, kannst du nicht sehen und so auch nicht abbilden.
 
Und wie würdest du dann statt dessen ein "brauchbares Bild" berechnen und woher weißt du, dass es kein brauchbares Bild ist? Eigene Berechnungen? Von gebräuchlichsten Lagemeter arithmetisches Mittel, Modus und Median finde ich den Median definitiv am sinnvollsten.
 
Achso. Und noch einmal: Woher weißt du, dass der Median kein brauchbares Bild liefert wenn du dich wie du sagst nicht auskennst? Vermutung, Annahme oder ein paar Werte aus deinem Umfeld?
 
Auch wenn schon sehr OT, der Median ist unter all den Mittelwerten der beste im Vergleich - natürlich nicht immer absolut gesehen super. Wenn ne Verteilung total schief ist, Multimodal oder sonstwie verrückt, dann sagt ein Median immer noch etwas, aber nicht mehr besonders viel aus.
Und ein Plot ist natürlich immer hilfreich.
 
Netter Versuch :ROFLMAO: Aber für dich: Unter anderem weil ich letzten Monat Statistik I und II hinter mich gebracht habe.
 
Und da lernt man, dass der Median mehr aussagt als die geplotteten Daten, die dem Median zugrundeliegen?
 
Deinem Wunsch nach Pauschalisierung kann ich leider nicht entsprechen bei knapp 200 Seiten Skripts in Summe.
Aber anstatt dich mit fremden Federn zu schmücken vielleicht einfach mal selbst Überlegungen anstellen?
 
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