Dank hardwareLuxx und Corsair darf ich die aktuelle Version des Corsair RM850x Shift Netzteils testen. Es muss sich gegen den direkten Vorgänger der ersten Generation behaupten.
Seit über zehn Jahren hat Corsair die RMx-Serie im Portfolio, 2023 kamen die Shift-Modelle hinzu. Das Alleinstellungsmerkmal der Shift-Serie sind die seitlich angebrachten Anschlüsse. Dadurch verbessert sich der Zugang zu den Anschlüssen und Kabel können mühelos getauscht und verlegt werden.
Wer zu einem Shift Netzteil greift, sollte vorher prüfen, ob das Gehäuse über ausreichend Platz verfügt. Laut Corsair müssen zwischen Netzteil und Seitenwand mindestens 30 mm vorhanden sein.
Mit 850 Watt, 80-Plus-Gold Zertifizierung und ATX-3.1 Spezifikation ist das Netzteil für viele PCs interessant und muss sich einer starken Konkurrenz stellen. Preislich liegt es im oberen Bereich und wird unterhalb der HX-Serie positioniert. Corsairs iCue wird von der RMx-Shift Serie leider nicht unterstützt – hierfür gibt es die Hxi-Shift-Serie.
Seit über zehn Jahren hat Corsair die RMx-Serie im Portfolio, 2023 kamen die Shift-Modelle hinzu. Das Alleinstellungsmerkmal der Shift-Serie sind die seitlich angebrachten Anschlüsse. Dadurch verbessert sich der Zugang zu den Anschlüssen und Kabel können mühelos getauscht und verlegt werden.
Wer zu einem Shift Netzteil greift, sollte vorher prüfen, ob das Gehäuse über ausreichend Platz verfügt. Laut Corsair müssen zwischen Netzteil und Seitenwand mindestens 30 mm vorhanden sein.
Mit 850 Watt, 80-Plus-Gold Zertifizierung und ATX-3.1 Spezifikation ist das Netzteil für viele PCs interessant und muss sich einer starken Konkurrenz stellen. Preislich liegt es im oberen Bereich und wird unterhalb der HX-Serie positioniert. Corsairs iCue wird von der RMx-Shift Serie leider nicht unterstützt – hierfür gibt es die Hxi-Shift-Serie.
Lieferumfang:
Corsair-typisch kommt der Karton in Schwarz/Gelb und mit abgebildetem Netzteil daher. Für Endanwender kann die Gestaltung verwirrend sein, da das Vorgängermodell denselben Namen trägt. Nur der Hinweis „ATX 3.1“ zeigt, dass es sich um die neue Generation handelt. Eine klarere Produktbezeichnung wie „Version 2“ oder Jahreszahl wäre wünschenswert.
Netzteil und Kabel sind jeweils in einem Beutel sicher verpackt. Die aktuelle Shift-Serie wirkt dadurch hochwertiger als die erste Generation, bei der transparente Plastikbeutel verwendet wurden.
Neben Netzteil, modularen Kabeln und Netzkabel liegt ein Flyer, Schrauben und Kabelbinder bei.
Optik/Verarbeitung:
Das Netzteil ist schwarz pulverbeschichtet, was kleinere Kratzer und Fingerabdrücke weniger sichtbar macht. Auffällig ist das neue Design der Luft-Ein- und -Auslässe: Statt Dreiecke setzt Corsair nun auf ein Y-Muster.
Die seitlichen schwarzen Anschlüsse sind sauber verarbeitet, alle Buchsen sitzen präzise und schließen bündig mit dem Gehäuse ab.
Auf der Rückseite findet sich ein Hinweis auf den lautlosen Betrieb: Der 140-mm-Lüfter stoppt bei geringer Last. Neu ist ein Potentiometer, mit dem der Anwender zwischen lautlosem Modus und geregelter Drehzahl wählen kann.
Insgesamt macht das Netzteil einen sehr hochwertigen Eindruck.
Die seitlichen schwarzen Anschlüsse sind sauber verarbeitet, alle Buchsen sitzen präzise und schließen bündig mit dem Gehäuse ab.
Auf der Rückseite findet sich ein Hinweis auf den lautlosen Betrieb: Der 140-mm-Lüfter stoppt bei geringer Last. Neu ist ein Potentiometer, mit dem der Anwender zwischen lautlosem Modus und geregelter Drehzahl wählen kann.
Insgesamt macht das Netzteil einen sehr hochwertigen Eindruck.
Gen 1 vs. Gen 2:
Auf den Bildern ist oben die erste Generation zu sehen unten die zweite.
Technische Daten:
Die RMx‑Shift‑Serie ist in drei Leistungsklassen erhältlich – 750, 850 und 1000 Watt. Das vorliegende 850‑W‑Modell verfügt über die folgenden technischen Daten:
| Modell | RM850x Shift - RPS0221 |
| Spezifikation | ATX 3.1 |
| Abmessungen (B / H / T) | 150 x 86 x 160 mm |
| Eingangsspannung | 100-240 V |
| Eingangsstromstärke | 10 A – 5 A |
| Eingangsfrequenzbereich | 47 - 63 Hz |
| PFC | Aktiv PFC |
| Wirkungsgrad | Max. 90,94% (ETA-Gold) |
| MTBF | >100.000 Stunden |
| Schutzvorrichtungen | Kurzschlussschutz (SCP), Überspannungsschutz (OVP), Unterspannungsschutz (UVP), Überlastschutz (OPP), Überhitzungsschutz (OTP) |
| Ausgangsleistung | 850 W |
| Anschlüsse | 1x 24-Pin ATX 2x 4+4-Pin ATX12V / EPS12V 2x 6+2-Pin PCIe 1x 12+4-Pin 600 W 2x 6+2-Pin 600 W 9x SATA 4x PATA |
| Kabel-Typ | Type 5 |
| Gewicht | 2,89 kg |
| EAN-Code | 84044048497 |
Eigenschaften:
- Vollmodulares Kabelmanagement (Type‑5‑Kabel)
- PCIe‑5.1‑kompatibel
- +12-V-Schiene mit 70,8 A
- LLC-Topologie mit DC-DC-Wandlung
- Zero-RPM-Modus
- Manueller Lüfterdrehzahlregler
- Temperaturgesteuerter 140-mm-Lüfter
- Japanische 105-Grad- Kondensatoren
- 10 Jahre Garantie
Kabelmanagement:
Das Kabelset ist eine positive Überraschung: hochwertig, durchdacht und optisch ansprechend.
Auf den ersten Blick wirken die Kabel wie gesleevt, bestehen jedoch aus geprägtem PVC – ein guter Kompromiss aus Kosten und Optik.
Im Vergleich zur Vorgängergeneration sehen die Kabel nicht nur besser aus, sondern lassen sich auch leichter verlegen und einstecken. Die Kabel der zweiten Generation sind zudem kompatibel mit der ersten Generation und umgekehrt.
Kabelkämme sorgen zusätzlich für Ordnung.
Das Netzteil ist primär für Midi‑Tower ausgelegt, was das 61‑cm‑ATX‑Kabel zeigt. Für Big‑Tower sind Verlängerungen nötig.
Auf den ersten Blick wirken die Kabel wie gesleevt, bestehen jedoch aus geprägtem PVC – ein guter Kompromiss aus Kosten und Optik.
Im Vergleich zur Vorgängergeneration sehen die Kabel nicht nur besser aus, sondern lassen sich auch leichter verlegen und einstecken. Die Kabel der zweiten Generation sind zudem kompatibel mit der ersten Generation und umgekehrt.
Kabelkämme sorgen zusätzlich für Ordnung.
Das Netzteil ist primär für Midi‑Tower ausgelegt, was das 61‑cm‑ATX‑Kabel zeigt. Für Big‑Tower sind Verlängerungen nötig.
Das 12V‑2x6‑Kabel ist besonders durchdacht: Es ist auf einer Seite um 90° abgewinkelt, der Winkel lässt sich aber entfernen, sodass ein gerader Stecker entsteht. Der GPU‑Stecker ist grau eingefärbt, um den korrekten Sitz zu erkennen. Die abgewinkelte Seite kann auch an der Grafikkarte genutzt werden, da am Netzteil derselbe Steckertyp vorhanden ist.
Die 90‑Grad‑Lösung ist genial und dürfte gern auf weitere Steckertypen ausgeweitet werden.
Corsair bietet zudem zahlreiche zusätzliche Kabelvarianten in verschiedenen Farben an.
Inneres:
Corsair fertigt Netzteile nicht selbst, sondern setzt auf renommierte OEMs. Die erste Generation des Shift basierte auf der CSI‑Plattform von CWT. Ich ging zunächst davon aus, dass dies auch bei der zweiten Generation der Fall ist. Um dies zu prüfen, musste das Netzteil geöffnet werden – was die Garantie erlöschen lässt und lebensgefährlich sein kann!
Nach dem Entfernen der vier Schrauben zeigt sich ein aufgeräumtes, komplett schwarzes PCB. Die Lötstellen sind sauber, Spulen großzügig verklebt, um Störgeräusche zu vermeiden.
Für hohe Effizienz kommen LLC‑Resonanzwandler, DC‑DC‑Wandler, Silizium‑MOSFETs sowie hochwertige Elektrolyt‑ und Feststoffkondensatoren von Nichicon zum Einsatz. Auf der Primärseite sitzen 105‑Grad‑Kondensatoren mit 330 µF und 390 µF. Bei den MOSFETs setzt Corsair auf STMicroelectronics und Toshiba.
Die UL‑Nummer brachte schließlich die Überraschung: Die zweite Generation stammt nicht von CWT, sondern von Great Wall. Ein interessanter Herstellerwechsel.
Lüfter:
Konstruktionsbedingt hat das Netzteil einen thermischen Nachteil: Es kann nicht mit dem Lüfter nach oben montiert werden, wodurch keine Konvektion nach oben möglich ist. Die warme Luft staut sich im Inneren. Dennoch gab es im Test keinerlei thermische Probleme.
Der Zero‑RPM‑Modus aktiviert den Lüfter erst ab ca. 40 % Systemlast. Alternativ lässt sich die Minimaldrehzahl per Potentiometer anpassen.
Der Zero‑RPM‑Modus aktiviert den Lüfter erst ab ca. 40 % Systemlast. Alternativ lässt sich die Minimaldrehzahl per Potentiometer anpassen.
Der verbaute Corsair NR140HP (140 mm, 12 V, 0,33 A) stammt von LongWin. Er erreicht bis zu 2445 RPM, 101,38 CFM-Luftstrom und maximal 44,10 dBA.
Im Test blieb das Netzteil stets leise und unauffällig. Selbst unter Volllast war es nicht herauszuhören. Nur bei maximaler Drehzahl ist der Lüfter deutlich hörbar. Im Automatikmodus bleibt alles kühl – im Inneren konnte ich Hotspot‑Temperaturen von etwa 54 °C messen.
Messungen:
Nun muss sich das Netzteil dem direkten Vorgänger stellen und zeigen, welche Auswirkungen der Herstellerwechsel hat.
Folgendes System kommt für den Test zum Einsatz:
| CPU | AMD Ryzen 7 9800X3D |
| Mainboard | MSI MAG B850 Tomahawk Max Wifi |
| RAM | 64 GB DDR5 Kingston Fury Beast 6000er (Dual Kit) |
| Grafikkarte | PowerColor Hellhound Radeon RX 9070 XT |
| SSD | Samsung 990 PRO 4TB |
| Kühlung | ARCTIC Liquid Freezer III 360 mit NB-eLoop |
| Gehäuse | Fractal Define 7 |
Da mir keine professionelle Messtechnik zur Verfügung steht, sind die ermittelten Werte als grobe Richtwerte zu verstehen. Der Verbrauch wurde mit einer FRITZ!DECT 200 Steckdose gemessen, die Spannungen mit HWMonitor und dem MSI Center.
Beide Netzteile besitzen eine 80 Plus Gold Zertifizierung und eine Ausgangsleistung von 850 Watt, sodass sie direkt miteinander verglichen werden können.
Gemessen wurden beide Netzteile in verschiedenen Lastszenarien:
Beide Netzteile besitzen eine 80 Plus Gold Zertifizierung und eine Ausgangsleistung von 850 Watt, sodass sie direkt miteinander verglichen werden können.
Gemessen wurden beide Netzteile in verschiedenen Lastszenarien:
- „Aus“ – der Rechner ist vollständig heruntergefahren
- „Standby“ – Windows versetzt den Rechner in den Modus „Energie sparen“
- „Idle“ – der Rechner ist eingeschaltet und zeigt den Windows Desktop, ohne geöffnete Programme oder Nutzerinteraktion
- „Prime“ – nur die CPU wird mit prime95 zu 100 % ausgelastet
- „FurMark“ – nur die GPU wird mit FurMark zu 100 % ausgelastet
- „FurMark + Prime“ – CPU und GPU werden gleichzeitig zu 100 % ausgelastet
Spannungen
Die ATX Norm erlaubt Abweichungen von ±5 %. Die gemessenen Spannungen bleiben in allen Lastszenarien innerhalb dieser Vorgaben, sodass es nichts zu beanstanden gibt. Zudem zeigt sich die 12 V Schiene stabiler als beim Vorgänger.
Verbrauch
Anhand der Werte zeigt sich deutlich, dass das Shift Netzteil der zweiten Generation eine bessere Effizienz aufweist als der direkte Vorgänger. Dies spricht für eine nochmals verbesserte Hardware und lässt sich auch durch den Wechsel des Herstellers erklären. Insgesamt verfügt das Shift der zweiten Generation über eine sehr gute Effizienz für ein Gold Netzteil.
Fazit:
Die zweite Generation des Corsair RM850x Shift ist deutlich mehr als ein bloßer Refresh. Viele Bereiche wurden verbessert: neuer OEM, höhere Effizienz, überzeugender Kabelsatz, weiterhin seitliche Anschlüsse und ein regelbarer Lüftermodus.
Auch wenn andere Gold Netzteile günstiger sind und das Shift preislich im oberen Segment liegt, ist es aufgrund des Gesamtpakets absolut empfehlenswert. Man erhält ein hochwertiges, effizientes und leises Netzteil – allerdings sollte man darauf achten, nicht versehentlich die erste Generation zu kaufen.
Auch wenn andere Gold Netzteile günstiger sind und das Shift preislich im oberen Segment liegt, ist es aufgrund des Gesamtpakets absolut empfehlenswert. Man erhält ein hochwertiges, effizientes und leises Netzteil – allerdings sollte man darauf achten, nicht versehentlich die erste Generation zu kaufen.
Positiv:
- Sehr gute Qualität und Verarbeitung
- Plattform von Great Wall
- Hoher Wirkungsgrad
- Vollmodular
- Seitliche Anschlüsse
- Durchdachtes Kabelset
- Leiser Lüfter
- 10 Jahre Garantie
Negativ:
- Produktbezeichnung nicht eindeutig vom Vorgänger unterscheidbar
- Hoher Preis
- Nicht in jedem Gehäuse nutzbar