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[User-Review] Corsair 4000D Airflow - Lesertest

estudioize

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22.09.2020
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Hallo zusammen,

ich bin einer der glücklichen Tester für das Corsair 4000D Airflow und möchte mich an dieser stelle noch einmal an das Hardwareluxx- und Corsair-Team bedanken.

Ich hoffe ich kann mit meinem Review mögliche Fragen zu dem Gehäuse beantworten. Sollte doch etwas unklar sein, könnt Ihr gerne eure Fragen stellen und ich versuche diese schnellstmöglich zu beantworten.

Hier erstmal kurz der Inhalt:​
  • Lieferumfang​
  • Design, Verarbeitung und Ausstattung​
  • Montage und Kabelmanagement
    • Testsystem​
    • Mainboard​
    • Netzteil​
    • Massenspeicher​
    • Grafikkarte​
    • CPU-Kühler​
    • Lüfter und Radiatoren​
  • Betrieb und Temperaturen​
  • Fazit​

Lieferumgang:

Geliefert wird das Gehäuse in einem brauchen Karten und ist für den Transport in einer Tüte zwischen zwei Styroporteilen gesichert. Neben einer Skizze und Informationen zum Gehäuse sind auf dem Karton das mitgelieferte Zubehör, sowie auch eine Explosionszeichnung zu finden.
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Das Glasfenster ist zum Schutz beidseitig mit einer Folie versehen.

Im Karton befindet sich ein kleines Handbuch. Im Festplattenkäfig ist dann die übliche Zubehörbox, in welcher sich folgendes befindet:
  • 20 Lüfterschrauben​
  • 18 Mainboard / HDD Schrauben​
  • 8 SSD Schrauben​
  • 1 Mainboard Abstandshalter​
  • 8 Unterlegscheiben​
  • 12 Kabelbinder​
  • 3 wiederverwendbare Kabelbinder​
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Design, Verarbeitung und Ausstattung:

Wahlweise gibt es das Gehäuse in Schwarz oder Weiß. Neben der Farbgebung besteht der grundlegende Unterschied beim Glasfenster, in der Schwarzen Variante ist es getönt. In meinem Fall ist es ein schwarzes Exemplar

Das Design ist schlicht gehalten. An der Front sitzt ein großes Gitter, welches wie der Name bereits sagt, für einen guten Airflow sorgen soll. Das Gehäuse selbst ist überwiegend aus Stahl gefertigt und besitzt nur wenige Teile aus Kunststoff. Auffällig sind die gelben Akzente.

Das Gehäuse lässt sich weitestgehend in Einzelteile ohne Verwendung von Werkzeug zerlegen.
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Allgemein ist die Verarbeitung sehr gut und konnte keine scharfen Kanten oder Macken finden. Etwas Schade finde ich, dass die beiden Haltebleche für die Frontlüfter etwas dünn sind und nachgeben.

Staubfilter sind vorne hinter dem Gitter, oben magnetisch und unten für das Netzteil zum rausziehen angebracht. Kurz gesagt, alle nötigen Stellen wurden bedacht. Der Filter vorne ist etwas locker im Rahmen und ich hatte mal gelesen, dass dieser bei zu hoher Lüfterdrehzahl angesogen wird und ggf. die Lüfter berührt. Das kann ich allerdings nicht bestätigen.

Die Schwarze Version besitzt wie erwähnt ein Glasfenster aus dunklem gehärteten Glass. Bei nicht beleuchteten Komponenten sieht man kaum den Innenraum und sollte bei der Wahl berücksichtigt werden.

Ab Werk sind zwei 120mm Lüfter montiert (je einer hinten und vorne). Diese werden via 3Pin Stecker mit Strom versorgt und können auch angesteuert werden, sofern das Mainboard bzw. eine andere Quelle das unterstützt.
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Im Innenraum befindet sich rechts eine Kabelabdeckung, die bei Bedarf demontiert oder auch versetzt werden kann. Außerdem findet sich vorn unten eine geklippte Abdeckung, die entfernt werden kann, falls man einen Radiator verwenden möchte.
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Der Netzteilschacht ist nicht vollständig geschlossen und besitzt auf der oberen Seite ein Gitter. Das ist hilfreich bei Übergroßen und niedrig montierten Grafikkarte, weil dadurch wieder mehr Luft angesaugt werden kann.
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Rückseitig befinden sich dann zwei 2,5“ Einbaurahmen und ein Festplattenkäfig mit zwei 3,5“/2,5“ Rahmen.
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Die Frontpanelkabel sind ab Werk bereits in einer Kabelführung angebracht, welche ebenfalls abgenommen werden kann. Für Kabelmanagement sind hier viele Befestigungspunkte für Kabelbinder vorhanden. Die Kabellängen für das Frontpanel sind großzügig dimensioniert.
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Neben Power- und Reset-Button befinden sich auf dem Frontpanel eine USB 3.0-, eine USB 3.1 Type C und eine Headset Kombibuchse. Der Power-Button ist gleichzeitig die Power-LED und leuchtet weiß. Auf eine HDD-LED wird hier verzichtet. Den Druckpunkt des Power-Button finde ich etwas Schwammig.
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Für den USB-C Anschluss wird auf dem Board ein Key-A Header benötigt.


Montage(-möglichkeiten) und Kabelmanagement:

Als Testsystem kommen folgende Komponenten zum Einsatz:
  • Gigabyte B550 Aorus Elite​
  • AMD Ryzen 5 3600​
  • Silentium PC Fera RGB Kühler​
  • 4 x 8 GB Kingston HyperX Fury RGB 3200 MHz​
  • ASUS DUAL RX 5700 XT​
  • Gigabyte 256 GB NVMe SSD​
  • Sandisk Ultra II SSD 500 GB​
  • Kingston A400 SSD 240 GB​
  • 120 mm Noctua NF-A12x15 PWM hinten​
  • 3 x 120 mm Sharkoon Sharkblades RGB vorn​
  • Enermax MAXPRO II 700 Watt​

Der Einbau der Komponenten ging schnell und einfach von statten. Ich habe soweit erst alles auseinandergenommen und dann Schrittweise alles zusammengesetzt. Nachfolgend gehe ich dann auf einzelne Komponenten und deren Montagemöglichkeiten ein.
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Mainboard:

Das Gehäuse bietet eine Kompatibilität bis E-ATX Mainboards. Die Positionen für die Abstandshalter sind entsprechend markiert und es gibt ausreichend Platz das Board zu Montieren. Für eine einfache Montage ist mittig (bei mini ITX Boards unten rechts) ein Abstandshalter platziert, welcher das Board in Position hält.
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Für Das Kabelmanagement sind jeweils zwei großzügige Durchbrüche oben und unten vorhanden. Die Führung auf der rechten Seite ist durchgehend und kann durch die Abdeckung versteckt werden.
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Netzteil:


Laut Hersteller lassen sich Netzteil bis zu einer Länger von 220 mm (180 mm mit Festplattenkäfig) montieren. Der Platz im Schacht ist auf den ersten Blick ausreichen. Allerdings empfehle ich je nach Netzteil bei Bedarf den Festplattenkäfig zuerst einzubauen. Bei mir war es etwas eng mit den nicht verwendeten Kabeln, da der Käfig von innen geschraubt wird.

Mit eingebautem Käfig ist noch ausreichend Platz für ungenutzte Kabel, aber es empfiehlt sich doch eher ein Modulares nu nutzen.

Für die Wahl des Netzteils möchte ich hier auch wieder einen Richtwert der Kabellängen geben;
  • 4+4 Pin ATX/ 8 Pin EPS - 600 mm​
  • 24 Pin ATX - 500 mm​
  • PCIe - 600 mm​
Im Grunde entspricht das den Längen des von mir verwendeten Netzteils, da es gerade so ausgereicht hat. Je nach Netzteilgröße kann das variieren.


Massenspeicher:

Auf der Mainboard-Rückwand können zwei 2,5“ Laufwerke angebracht werden. Zusätzlich lassen sich im Festplattenkäfig noch einmal zwei weitere, wahlweise 3,5“ oder 2,5“, Laufwerke montieren.
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In allen Fällen werden die Laufwerke auf den jeweiligen Rahmen geschraubt. Der Einbau in das Gehäuse bzw. Festplattenkäfig ist ohne Werkzeug zu bewältigen.

Für den Festplattenkäfig gibt es zwei Einbaupositionen.


Lüfter und Radiatoren:

Für Lüfter und Radiatoren gibt es viele Einbaumöglichkeiten und diese habe ich mal in einer Tabelle zusammengefasst (Herstellerangabe).
LüfterRadiatoren
Vornebis 3x 120mm
bis 2x 140mm
120mm
140mm
240mm
280mm
360mm
Hintenbis 2x 120mm
bis 2x 140mm
120mm
140mm
240mm
280mm
Oben1x 120mm

Etwas Schade ist, dass die Möglichkeit für einen 140 mm hinten fehlt.


Grafikkarte:

Im Gehäuse gibt die Möglichkeit neben der klassisch horizontalen Montage, die Grafikkarte auch vertikal zu montieren. Hierbei ist zu beachten, dass diese zur Montage maximal 2 Slots nutzt und auch die Bauhöhe nicht zu sehr überschritten wird.

Corsair erlaubt hier eine Grafikkartenlänge bis 360mm, was für alle gängigen Modelle ausreichend ist.

Die Schrauben zur Montage sind auf der Innenseite (mit Ausnahme für die vertikalen Slots), besitzen aber eine Aussparung um diese problemlos mit einem Schraubendreher zu erreichen.
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CPU-Kühler:

Die Kühlerhöhe ist mit 170mm angegeben. Dank der Aussparung hinter dem Mainboard kann die Montage auch mit eingebautem Mainboard erfolgen.
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Betrieb und Temperaturen:

Für den Test habe ich mehrere Durchläufe gemacht, einmal mit den Stocklüftern und einmal mit meiner Konfiguration. Jeweils auf 100% und 50%. Als Referenz nehme ich mein altes Gehäuse (NZXT H510 mit 2 Sharkoon Sharkblades vorne + 1 hinten und 1 Noctua NF-A12x15 oben).

Zum Testen wurde Prime95 smallFFT und FurMark genutzt. CPU und Grafikkarte liefen mit Standardeinstellungen.

Temperaturen in Grad Celsius:​
CPUGPU
Altes Gehäuse9471 (83 Hotspot)
4000D mit Stocklüfter 50%9067 (80 Hotspot)
4000D mit Stocklüfter 100%8866 (79 Hotspot)
4000D mit Custom Lüfter 50%9268 (81 Hotspot)
4000D mit Custom Lüfter 100%8767 (80 Hotspot)

Insgesamt gab es gegenüber dem alten Gehäuse eine Verbesserung. Etwas überraschend war dann doch, dass mit den Stocklüftern sogar bessere Werte erzielt wurden, allerdings sind die Sharkblades auch eher für einen leisen Betrieb konzipiert.


Fazit:

Abgesehen von ein paar wenigen Kleinigkeiten, bietet Corsair hier ein gut verarbeitetes und durchdachtes Gehäuse. Alles lässt sich bequem montieren und es gibt genügend Platz für Kabelmanagement. Die Stocklüfter sind auf voller Leistung hörbar, lassen sich aber bei Bedarf regeln und bieten auch ohne zusätzliche Lüfter bereits für einen guten Airflow.

Das dunkle Glasfenster mag Geschmackssache sein, es gibt aber gerade bei beleuchteten Komponenten optisch ein ausgewogenes Gesamtbild.

Das mitgelieferte Zubehör ist großzügig gehalten und enthält so ziemlich alles was man benötigt. Nicht unbedingt für jeden relevant, aber ein Y-Adapter für die Headset-Buchse wäre nicht falsch gewesen.

 

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